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aus welchem grund ist die albanische sprache

Erstellt von MIC SOKOLI, 23.08.2005, 19:11 Uhr · 112 Antworten · 7.783 Aufrufe

  1. #21
    VaLeNtInA
    Quote gekürzt weil sonst zu lang & unästhetisch / Gez.Schiptar

    Zitat Zitat von Vasile
    Ich sage nicht dass du nicht Recht hast. Es kommt halt nur drauf an aus welcher Sicht du die Lage betrachtest.

    Die albanische Sprache ist eine isolierte Sprache einnerhalb der Indoeuropoäischen Sprachen und gehört keiner Sprachfamilie an.
    Die rumänische Sprache ist eine indoeuropäische Spraceh innerhalb der romanischen Sprachfamilie. Die nächstverwandte Sprache zu rumänisch ist italienisch(bis ins 19 Jh. war die dalmatische Sprache nächstverwandt).

    Dennoch steht die albanische Sprache in bestimmten Verhältnissen mit anderen Sprachen. Das heißt, z.B. hat die albansiche 10% slawische Wörter(aus serbsich und bulgarisch). Die Sprache mit der albanisch aber im engsten Verhältnis steht ist die rumänische Sprache, weil:
    1. albanisch hat 30% romanische (lateinische) Wörter, die eine Entwicklung erlebt haben, wie nur noch in der rumänischen Sprache(weniger in italienisch)
    2. die albanische Sprache hat viele Wörter llyrischen und Thrakischen Ursprungs. Eine große Menge Thrakischer Wörter lassen sich nur noch in der rumänischen Sprache finden(kein Wunder: die Rumänen sind romanisierte Thraker)
    3. Beide Sprachen haben eine Anteil von nur 10 % slawische Wörter, obwohl beide Völker hauptsächlich mit Slawen benachbart sind.

    Schlußfolgerung:
    1) Die nächstverwandte Sprache zu rumänisch ist zweifellos italienisch.
    2) Die nächstverwandte Sprache zu albanisch ist ganz klar rumänisch.

    Na ja, auf jedem Fall kann ich sagen dass ich mehr aus einem portugiesischen Text mehr verstehe als aus einem albanischen. Dennoch verstehe ich ab und zu auch albanische Wörter.

    Ich muss schon sagen du argumentierst sehr gut, diese Theorie könnte mich überzeugen aber dennoch ist es nunmal Tatsache dass die albanische Sprache wie auch die griechische keiner Sprachfamilie anghört.
    Aber dass Albanien ein unvollständig romaniesiertes Volk ist, kann durchaus der Fall sein, da viele Argumente dafür sprechen.

    Naja also ich weiss ja nicht ob das auch wirklich so stimmt, dass rumänisch die nächst verwandte Sprache des albanischen ist.Weisst du bestimmt auch nicht.Ich geh ma davon aus dass es ne Vermutung von dir ist, durch die vielen Ableitungen und möglichen Erklärungen oder kannst du sagen dass es Fakt ist das rumänisch die nächst verwandte Sprache des albanischen ist? Hast du das mal irgendwo gelesen, dass das so ist? Ist das irgendwo belegt?.... aber mir solls Recht sein, denn ich finde dass rumänisch eine schöne Sprache ist, sowie auch alle andere romanische Sprachen :wink:

  2. #22

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    Zitat Zitat von Vasile
    Das heißt, z.B. hat die albansiche 10% slawische Wörter(aus serbsich und bulgarisch).
    Stimmt doch gar nicht, für jeden solchen "slawischen" Ausdruck gibt es auch einen albanisch-illyrisches Wort.
    Heute sieht man wieder eine Abnahme der "WENIG slawischen" verwendeten Wörter in unseren nordalbanischen Räumen.

  3. #23

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    802
    Zitat Zitat von Gentleman
    Zitat Zitat von Vasile
    Das heißt, z.B. hat die albansiche 10% slawische Wörter(aus serbsich und bulgarisch).
    Stimmt doch gar nicht, für jeden solchen "slawischen" Ausdruck gibt es auch einen albanisch-illyrisches Wort.
    Heute sieht man wieder eine Abnahme der "WENIG slawischen" verwendeten Wörter in unseren nordalbanischen Räumen.
    Eigentlich sind die slawischen Ausdrücke nur im Kosovo und teilweise in Fyrom vorzufinden.

    Die wenigen slawischen Ausdrücke nehmen in Nord-Albanien rapide ab, weil "Toskisch" die Amtssprache ist und die Sprache somit "100000% romanisch-illyrischen-griechischen Ursprungs sind"

  4. #24

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    Zitat Zitat von Punisher

    Eigentlich sind die slawischen Ausdrücke nur im Kosovo und teilweise in Fyrom vorzufinden.

    Die wenigen slawischen Ausdrücke nehmen in Nord-Albanien rapide ab, weil "Toskisch" die Amtssprache ist und die Sprache somit "100000% romanisch-illyrischen-griechischen Ursprungs sind"
    Es sind aber bestimmt nicht 10% des albanischen Nordwortschatzes.

    Es gibt bestimmte Gründe wieso man toskisch gewählt hat.
    In Albanien, ist der gegische Dialekt fast toskisiert worden.

  5. #25

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    Zitat Zitat von Gentleman
    Zitat Zitat von Punisher

    Eigentlich sind die slawischen Ausdrücke nur im Kosovo und teilweise in Fyrom vorzufinden.

    Die wenigen slawischen Ausdrücke nehmen in Nord-Albanien rapide ab, weil "Toskisch" die Amtssprache ist und die Sprache somit "100000% romanisch-illyrischen-griechischen Ursprungs sind"
    Es sind aber bestimmt nicht 10% des albanischen Nordwortschatzes.

    Es gibt bestimmte Gründe wieso man toskisch gewählt hat.
    In Albanien, ist der gegische Dialekt fast toskisiert worden.
    10% Prozent sind völlig unrealistisch ich weiss.

    Man könnte vielleicht von 1-2% reden.

    Ausserdem finde ich es gut dass diese 2 Dialekte in einen einzigen verlaufen. Eine zusätzliche nationale Bindung.

    GEGERIA + TOSKERIA!!!!

  6. #26

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    Zitat Zitat von Punisher

    10% Prozent sind völlig unrealistisch ich weiss.

    Man könnte vielleicht von 1-2% reden.

    Ausserdem finde ich es gut dass diese 2 Dialekte in einen einzigen verlaufen. Eine zusätzliche nationale Bindung.

    GEGERIA + TOSKERIA!!!!
    Die Vereinigung von Gegeria&Toskeria war nur eine Frage der Zeit ...

  7. #27
    Avatar von Vasile

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    4.031
    Siehe Kapitel VIII. Albanians and Rumanians

    Klick hier: http://members.tripod.com/~Groznijat/vg/vg.html

  8. #28
    Avatar von illyrian_eagle

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    Vor allem wurde bis 1870 keinerlei Albanische Sprache nieder geschrieben und das heisst, das jeder Albaner der zur Schule ging also Serbisch, Türkisch usw. lernte.

    Wie du dich immer wieder irren kanst.............................


    Mein freund Gjon Buzuku schrieb schon 1555 auf Albanisch.

    Natürlich wurde in albanisch unterrichtet.

  9. #29

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    Zitat Zitat von illyrian_eagle
    Vor allem wurde bis 1870 keinerlei Albanische Sprache nieder geschrieben und das heisst, das jeder Albaner der zur Schule ging also Serbisch, Türkisch usw. lernte.

    Wie du dich immer wieder irren kanst.............................


    Mein freund Gjon Buzuku schrieb schon 1555 auf Albanisch.

    Natürlich wurde in albanisch unterrichtet.
    Genau, die Meshari.

    albanischer katholischer Priester. Er lebte im 16. Jahrhundert, seine genauen Lebensdaten sind unbekannt. Berühmt wurde Buzuku durch die Übersetzung des römischen Missale in das Gegische, einen Dialekt der albanischen Sprache. Das Meshari (dt. Messbuch) ist das erste in Albanisch gedruckte Buch.

    Gjon Buzuku stammte aus Nordalbanien. Er lebte wahrscheinlich längere Zeit in Venedig oder der näheren Umgebung dieser Stadt. Er soll Mönch und später Bischof einer der nordalbanischen Diözesen gewesen sein, doch lässt sich dies nicht sicher nachweisen. Das Wenige, was man über Buzuku weiß, ist dem von ihm selbst verfassten Kolophon auf der letzten Seite des Meshari entnommen.

    Von 1554 bis Anfang 1555 arbeitete er an der Übersetzung des Missale Romanum, das er dann drucken ließ. Der Druck umfasst 188 Seiten. Schon vom Umfang her ist es das bedeutendste altalbanische Sprachdenkmal. Das einzige bekannte Exemplar des Buches ist im Besitz der Vatikanischen Bibliothek. Das Titelblatt und die ersten 16 Seiten sind verloren gegangen, weshalb der exakte Titel und das Jahr des Drucks nicht bekannt sind.

    Das Meshari enthält die liturgischen Texte für die katholischen Feiertage, Auszüge aus der Bibel, verschiedene Gebete und Rituale sowie einige katechetische Texte. Die Initialen sind geschmückt, darüber hinaus sind auch zahlreiche andere Illustrationen enthalten. Buzuku verwendete das lateinische Alphabet, welches er um einige zusätzliche Buchstaben vermehrte, um die Laute der albanischen Sprache wiederzugeben. Das Messbuch ist im Dialekt von Malësia e Madhe, einer Region nordöstlich von Shkodra, abgefasst.

    Da es sich bei den Texten des Buches um die Übersetzungen bekannter Inhalte handelt, eignet es sich besonders gut für sprachwissenschaftliche Analysen. Man hat festgestellt, dass Buzuku ein reiches Vokabular verwendet hat und sich seine Übersetzung durch eine ziemlich einheitliche Orthographie auszeichnet, die auf einen geübten Schreiber hindeutet.

    Wiederentdeckt wurde das älteste albanische Messbuch 1740 durch Erzbischof Gjon Nikollë Kazazi von Skopje-Petrovec. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Buch Buzukus mehrfach von Albanologen sprachwissenschaftlich untersucht.

    Der albanische Volltext ( sieht bisschen komisch aus )
    http://titus.uni-frankfurt.de/texte/...m?buzuk001.htm

    Apropo Schulen, in Stublla gab es die erste alb. Schule im Kosovo.

  10. #30
    Chapter: 1
    Page : 4 Page of ms. A: 009r Line: 1 O e ſene merii hiir plota ama / e p̱ mi-
    Line: 2 ſerierſimeh tih neueh en anemicut nah
    Line: 3 ruoih / e enditet ſeh moɿtſeh ſaneh nah
    Line: 4 perɛeh. Laudi tuu clofte ћi ieh leem
    Line: 5 en virћenet mena ћitune iaſte ferene / e
    Line: 6 iet p̱ herre me atet becuom / e meh ſpir-
    Line: 7 tine ſegñte per iete teh ieteſſe. Amen.

    Line: 8 V̷ Tih ieh e becuome ender ћiξe graat.

    Line: 9 R̷ E becuom anſte fruiti hi barcut tit.

    Line: 10 Aña. Becuom ieh o merii aṃ[a] e atii
    Line: 11 ћi leue. Cancha e Ʒachariſſe pɿofete.

    Line: 12 BEcuom clofte ɛot ɛoti ɣineh hi
    Line: 13 iſraelit: per ſeh aih nah viɛitoih
    Line: 14 e banih teh ſperblenete / e popu-
    Line: 15 liſſe vet. E aih neue nah endereћi vir-
    Line: 16 tutne tet ſelbuomit en ſtepiet ſeh daui-
    Line: 17 dit ſerbetoɿit tii. Poɿ ſih pat ξaſuneh
    Line: 18 per goiet teh ſegñtet ћi enſeh ɛanet en-
    Line: 19 fill iane en pɿofeteſit ſeh tiis. E pat-
    Line: 20 meh nah ſpetuom en anemiſit ſinees:
    Line: 21 e enduoɿſit ſatunes ћi neue nah deſneh
    Line: 22 cheћ. E aih erξ meh baam miſeriere
    Line: 23 meh perint tane e meɣ arecoɿduom en
    Line: 24 teſtamentit ſegñte ſeh tii. E cheio an-
    Line: 25 ſte beia ћi pat baam aih Abɿaamit pe-
    Line: 26 rindit tine: ſeh aih neue chis meh nah
    Line: 27 ɣ ξane. Per ſeh nah ſih teh liberoniſ-
    Line: 28 gnim en duoɿſit ſeh anemiћet tineue /
    Line: 29 paa en mner nah atii te ſerbegnim. En-
    Line: 30 de ſegñtenii / e endee dereite p̱ para tii:
    Line: 31 p̱ ћiξe ditte tone. E tih d[ia]lleh te iees
    Line: 32 griſune pɿofeta hi dnaltet p̱ ſeh tii chee
    Line: 33 meh vote p̱ para faћeſe tine ɛot. Meh
    Line: 34 traituõ vξete etii: meh ξane te ditunite ъ
    Line: 35 ſelbuomit populiſſe tii: p̱ teh liruom teh
    Line: 36 quatet. Per miſeriert teh maξe teh per
    Line: 37 bɿendeſauet teh tine ɛot: ћi aih nah vi-
    Line: 38 ɛitoih tue lene p̱ ſeh nalti. Per ſeh aih te
    Line: 39 ɛdriξten ћiξe atah ћi ende Thereteh ie-
    Line: 40 ſene / e ende hiiet teh moɿtſe meh ende-
    Line: 41 reћune cãbete tone enbuξe teh paћſeh.

    Line: 42 Laudi clofte atit e birit / e ſpirtit ſegñte.

    Line: 43 Añ. E becuomeia ama / e tine ɛot me-
    Line: 44 rii virћena p̱ iete te ieteſſe. Cliſah e tine
    Line: 45 ɛot: teh ſecruomite e ſpirtit ſegñte: ћi
    Line: 46 ſchleh tietere enbe ſẽbelture tãde pelћe-
    Line: 47 ue tine ɛot ieɛɣ xp̅it oɿo p̱ populit: goie-
    Line: 48 tareia ione / e p̱ pɿiftenit: e ɣ lut p̱ ſpirtit
    Line: 49 teh grauet ðeuota. O ɛot chii miſerier.

    Line: 50 O chɿiſt chii miſerier. O ɛot chii mi-
    Line: 51 ſerier. ɛot endiglo oɿatene temeh / e em
    Line: 52 tuu arte teh ξirete tem. Oɿatio.

    Line: 53 O ɛot ћi enbarcut ſeh ſene meriſſe
    Line: 54 virћene deſſe bire tãd tue paſune
    Line: 55 ſalutuõ enћeli: tɣeih ξaſune meh ɣ ɛane
    Line: 56 coɿp en nieriɣ: ban hiir atune ћi tuu teh
    Line: 57 luſene poɿ ſih nah meh ћiξe ɛemere be-
    Line: 58 ſoime aioh meh clene ama e tine ɛot a-
    Line: 59 ſtɣ per para tuu per teh lutunit te ſaih:
    Line: 60 nah teh iemi endimuom per chɿiſtneh
    Line: 61 ɛotne tane. Amen.


    Tja, das Alte Albanisch, und ALbanesi2 sagt, das wir unsere Sprache ganz behalten haben, und die Osmanen nichts geändert haben. Aber muss schon sagen, WIE SCHÖN.

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