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Weltkulturerbe - Kroatien

Erstellt von Gabrijel, 22.07.2004, 18:31 Uhr · 34 Antworten · 77.225 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Gabrijel

    Registriert seit
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    Beiträge
    422

    Weltkulturerbe - Kroatien

    Gesamthaft gibt es für Kroatien sechs Eintragungen in der
    UNESCO-Liste des Welterbes.

    1. Altstadt von Dubrovnik
    2. Altstadt und Palast Kaiser Diokletians in Split
    3. Nationalpark Plitvicer Seen
    4. Euphrasius-Basilika und historischer Stadtkern von Porec
    5. Historische Stadt Trogir
    6. Kathedrale des Heiligen Jakob in Sibenik





    Auszüge aus dem Konzept der Welterbekonvention:

    "1972 hat die UNESCO das "Internationale Übereinkommen
    zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt" verabschiedet.
    Inzwischen haben es 178 Staaten unterzeichnet. Es ist das
    international bedeutendste Instrument, das jemals von der
    Völkergemeinschaft zum Schutz ihres kulturellen und
    natürlichen Erbes beschlossen wurde."


    "Die Verantwortung für den Schutz eines Kultur- oder Naturgutes,
    das einen "außergewöhnlichen universellen Wert" besitzt, liegt
    nicht allein in der Hand des jeweiligen Staates; vielmehr fällt er
    unter die Obhut der gesamten Menschheit. Ein eigens von der
    UNESCO eingerichtetes zwischenstaatliches Komitee prüft jährlich,
    welche Stätten neu in die "Liste des Welterbes" aufgenommen werden."




    Aufnahmekriterien

    Es wird zwischen Kulturgütern und Naturgütern unterschieden.


    Kulturgüter:

    Das Objekt...
    1. ist eine einzigartige künstlerische Leistung, ein Meisterwerk
      des schöpferischen Geistes
    2. hat während einer Zeitspanne oder in einem Kulturgebiet
      der Erde beträchtlichen Einfluss auf die Entwicklung der Architektur,
      der Großplastik oder des Städtebaus und der Landschaftsgestaltung
      ausgeübt
    3. stellt ein einzigartiges oder zumindest außergewöhnliches
      Zeugnis einer untergegangenen Zivilisation oder Kulturtradition dar
    4. ist ein herausragendes Beispiel eines Typus von Gebäuden
      oder architektonischen Ensembles oder einer Landschaft,
      die (einen) bedeutsame(n) Abschnitt(e) in der menschlichen
      Geschichte darstellt
    5. stellt ein hervorragendes Beispiel einer überlieferten
      menschlichen Siedlungsform oder Landnutzung dar, die für eine
      bestimmte Kultur (oder Kulturen) typisch ist, insbesondere wenn
      sie unter dem Druck unaufhaltsamen Wandels vom Untergang
      bedroht wird
    6. ist in unmittelbarer oder erkennbarer Weise mit Ereignissen,
      lebendigen Traditionen, mit Ideen oder mit Glaubensbekenntnissen,
      mit künstlerischen oder literarischen Werken von außergewöhnlicher
      universeller Bedeutung verknüpft. (Das Komitee ist der Ansicht,
      dass dieses Kriterium die Aufnahme in die Liste nur unter
      außergewöhnlichen Umständen oder in Verbindung mit anderen
      Kriterien rechtfertigen kann




    Naturgütern:

    Das Objekt...
    1. stellt ein außergewöhnliches Beispiel bedeutender Abschnitte
      der Erdgeschichte dar, eingeschlossen biologische Evolutionen,
      bedeutende im Gang befindliche geologische Prozesse in der
      Entwicklung von Landformen oder bedeutende geomorphologische
      oder physiogeographische Formen
    2. liefert ein außergewöhnliches Beispiel von im Gang
      befindlichen ökologischen und biologischen Prozessen in der
      Evolution und Entwicklung von terrestrischen, Frischwasser-,
      Küsten- und marinen Ökosystemen sowie Pflanzen- und Tiergemeinschaften
    3. stellt eine überragende Naturerscheinung oder ein Gebiet
      von außergewöhnlicher natürlicher Schönheit und ästhetischer
      Bedeutung dar
    4. enthält die bedeutendsten und typischsten natürlichen
      Lebensräume für in-situ Schutz von biologischer Diversität,
      einschließlich solcher bedrohter Arten, die aus wissenschaftlichen
      Gründen von außergewöhnlichem universellem Wert sind






    Quellen:
    http://www.unesco.de/c_arbeitsgebiete/welterbe.htm
    http://www.unesco.de/c_arbeitsgebiet..._kriterien.htm

  2. #2
    Avatar von Gabrijel

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    Beiträge
    422
    Dubrovnik


    Dubrovnik mit seinen etwa 50'000 Einwohnern zählt zu den schönsten
    Städten weltweit. ‚Die Perle’ der Adria, wie die herrliche Stadt auch
    genannt wird, liegt am Fusse des 412 Meter hohen Sergiusberges in
    einem ehemals sumpfigen Tal.

    Die Gründung von Dubrovnik (ehemals Ragusa) durch Slawen wird
    auf das 7. Jahrhundert beziffert. Somit gehörte sie in ihrer Anfangszeit
    um Byzantinischen Reich. 1205 fiel sie den Venezianern zu, jedoch nur
    für kurze Zeit. Ab 1358 gehörte die Stadt zur Obrigkeit des Ungarisch-
    roatischen Königreiches. Seine grösste Epoche erlebte die ‚Perle der
    Adria’ während ihrer Autonomie, in welcher sie eine selbständige
    Republik darstellte.

    In dieser Zeit wurden bis heute erhaltene Sehenswürdigkeiten
    erschaffen. Die berühmte Stadtmauer, welche an die zwei Kilometer
    (1940m) lang und 25 Meter hoch ist wird auf das 13. Jahrhundert
    datiert. Die Dicke der Mauer erreicht an gewissen Stellen bis zu
    sechs Meter. Zur Vervollständigung wurden der Mauer seiner
    Zeit fünf Tore und vier Festungen gespendet.

    Die höchste Stelle der Stadtmauer bildet die malerische Minceta-Festung.
    In der im südöstlichen Teil der Stadtmauer gelegenen St.-Johns-Festung
    befinden sich ein Maritim-Museum und ein Aquarium. Das im Südwesten
    errichtete Fort Bokar diente einst als Gefängnis. Ihm gegenüber steht
    auf einem Felsen über dem Meer die imposante Burg Lovrjenac.
    Das Pile-Tor ist einer der wichtigsten Zugänge durch die Stadtmauer
    in die Altstadt von Dubrovnik. Es besteht aus einem im 15. Jahrhundert
    errichteten Innentor und einem später davor gesetzten Aussentor.
    Beide Toren werden vom Schutzpatron der Stadt bewacht
    Aus dem 14. Jahrhundert stammt das Franziskanerkloster. Zum
    Gebäudekomplex gehören unter anderem eine Kirche, eine Museum,
    der Kreuzgang sowie der Kolstergarten.
    Im selben Jahrhundert wurde zudem die Klosterapotheke errichtet.
    Sie ist die älteste in Europa.
    Heute werden Teile des damaligen Inventars im klostereigenen Museum
    ausgestellt, darunter; historische Apothekerbücher, alte Arzneigefässe
    und Gerätschaften aus längst vergangenen Tagen. Wie auch viele
    andere Teile der Stadt war der komplette Komplex Angriffsziel
    serbischer Artillerie zwischen 1991 und 1992.


    In und um Dubrovnik gibt es noch zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten.
    An der Stadtmauer gleich hinter dem Pile-Tor steht der im 15.
    Jahrhundert erbaute grosse Onofrio-Brunnen. Er wurde nach seinem
    venezianischen Erbauer benannt und diente jahrhundertelang der
    asserversorgung der Stadt. Heute ist der Brunnen ein beliebter
    Treffpunkt für Einheimische und Touristen.
    Für alle Kunstinteressierte lohnt sich ein Besuch im Dominikaner-Kloster.
    Dort befindet sich eine grosse Sammlung von Renaissance-Gemälden
    einheimischer und italienischer Meistern (u.a. ein Werk von Tizian).
    Weitere Sehenswürdigkeiten in der Altstadt sind der Sponza-Palast,
    das Volkskundemuseum Rupe und die zahlreichen Kirchen. Besonders
    eeindruckend sind die Kathedrale und die St.-Blasius-Kirche, welche
    dem Schutzheiligen der Stadt Dubrovnik geweiht ist.
    Vor der Stadt liegt die Insel Lokrum. Hier finden Sie die Ruine der
    Festung Fort Royal und ein ehemaliges Benediktinerkloster. Ausserdem
    gibt es auf der Insel mehrere schöne Badestrände.
    Der Wohlstand der Stadt endete durch ein schreckliches Erdbeben
    im Jahre des Herrn 1667 und verschlimmerte sich durch die Krise der
    Mittelmeerschiffahrt.
    Die eigenständige Republik verlor seinen Status erst 1806 als Napoleon
    in die Stadt marschierte. Nach einem Beschluss des Wiener Kongresses
    gehörte Dubrovnik ab dem Jahre 1815 zu Österreich-Ungarn. Als der
    erste Weltkrieg vorüber war, wurde die Stadt Bestandteil des neu
    gegründeten Staates Jugoslawien und erhielt ihren heutigen Namen
    Die komplette Altstadt steht seit dem Jahre 1980 auf der
    Weltkulturerbeliste der UNESCO. Dennoch wurde sie im Bürgerkrieg
    1991-1992 von den Serben gezielt beschossen und dabei stark zerstört.
    Zahlreiche Bauwerke in Dubrovnik wurden dem Erdboden
    gleichgemacht. Allein die Bibliotheken beklagen den Verlust von
    mehreren Zehntausend kulturhistorisch bedeutsamen Büchern. Auch
    unter den Einwohnern der Stadt gab es bei den Angriffen grosse
    Verluste. Nach dem Krieg wurden die Gebäude der Altstadt von
    Dubrovnik innerhalb von zehn Jahren restauriert. Heute erstrahlen sie
    wieder im alten Glanz.
    Lediglich das Hinterland der Stadt sollten Sie nicht auf eigene Faust
    erkunden. Hier liegen noch zahlreiche Landminen aus dem Bürgerkrieg.




    Wie zu jeder alten Stadt, ranken sich um Dubrovnik die eine oder andere
    Legende.



    Die Legende um den Verkauf des Lazaretts

    Das Lazarett auf Lokrum ist auf einem sehr schönen Stück Land.
    Einmal sah ein Mann dieses schöne Stück Land und wollte es kaufen.
    Er verhandelte mit der Republik Dubrovnik, den Mönchen und man
    kam einfach zu keiner Lösung. Dem Mann aber, war es sehr wichtig
    genau dieses Stück Land zu erhalten, also ging er zu dem damaligen
    Besitzer der Insel hin und bot ihm folgendes Geschäft an:
    Der Mann wollte dem Eigentümer soviel Land abkaufen, wie unter die
    Haut eines Ochsen passt. Der Eigentümer willigte ein und der Mann
    ging hin und nahm die grösste Ochsenhaut die er nur kriegen konnte
    und schnitt diese in dünne Scheiben. Dann schlug er ein Lederband um
    sie ein fasste das begehrte Grundstück ein. Als der Eigentümer am
    Ende verkaufen musste, hatte er gesehen, dass man überlistet hatte.



    Die Legende um den Schiffbruch König Löwenherz

    Als König Richard Löwenherz im November 1192 von seinem Kreuzzug
    über das Mittelmeer zurückkehrte, war es stürmisch und die Fahrt wurde
    von grossen Wellen beeinträchtigt. König Löwenherz war gläubig und
    hoffe auf die Gnade des Himmels. Somit gab er am Ende ein Gelübde ab.
    Er wollte zwei Kirchen für die heilige Jungfrau Maria erbauen. Die erste
    Kirche wollte er dort errichten, wo er das erste mal wieder Fuss auf
    Festland setzen würde, die andere Kirche sollte in seiner Heimat errichtet
    werden. Der Sturm wurde immer stärker und als es am aussichtlosesten
    aussah, sah der König die Insel Lokrum. Dort fasste er dann sofort Fuss.
    Die Dubrovniker Republik entsandte sofort Menschen der Stadt dem
    König und hiess ihn mit Geschenken willkommen. Er durfte rasten und
    ich ausruhen. Der Dubrovniker Senat plante derzeit eine Errichtung einer
    euen Kirche. Der König wurde dann davon überzeugt seine Stiftung der
    Kathedrale zu gute kommen zu lassen. Die Dubrovniker versprachen
    dem König sein Gelübde zu erfüllen, indem sie eine Kirche auf Lokrum
    erstellen wollten. Dann segelte der König auf einem Dubrovniker Schiff
    seinem Schicksal entgegen.




    Die Legende um den Bannfluch der Benediktiner

    Eine Nacht bevor die Benediktiner ihre Insel verlassen mussten,
    versammelten sie sich noch ein allerletztes Mal. Sie sprachen ihre
    Gebete und gingen mit ihren Kerzen falsch herumgedreht in Form
    einer Prozession um ihre hochgeschätzte Insel, ihren Verlust bedauernd.
    Mit dieser Prozession verfluchten die Benediktiner alle zukünftigen
    Besitzer der Insel. Und tatsächlich starben alle nachfolgenden Besitzer
    eines natürlichen Todes. Selbst in „jüngster“ Zeit konnte man dies
    ernehmen, dass die Besitzer Lokrums alle auf eine unnatürliche Art
    und Weise starben. Der Bruder des österreichischen Kaisers wurde
    hingerichtet, der Erzherzog in Mexiko, Kaiserin Elisabeth wurde am
    enfer See Opfer eines Attentäters und der Thronfolger Rudolph begann
    Selbstmord in Mayerling.
    Man sagt, dass wenn man abends genau zuhört, kann man die Mönche
    noch ihre Gebete murmeln hören.



    Die Legende um die kaiserlichen Perlen

    Nach Erzherzog Maximilian besuchten auch andere Habsburger die kleine
    Insel, so auch die wunderschöne Kaiserin Elisabeth. Es gefiel ihr sich auf
    der Insel aufzuhalten und die Atmosphäre zu geniessen. Sie trug immer
    ihre Perlen mit sich, doch diese waren schon alt und unästhetisch
    geworden. Also warf sie die Perlen, die auch Kinder des Meeres genannt
    werden, in das Meer, welches den Perlen den ursprünglichen Glanz
    zurückgeben sollte. Doch die Kaiserin fiel einem Attentat zum Opfer und
    am nie wieder auf die Insel zurück. Seit diesem Augenblick an hütet die
    kleine Insel Lokrum diese Perlen tagsüber in ihrem Lichterglanz und
    eschützt die Perlen nachts mit den Schatten ihrer Wälder. Sollten sich
    inmal ungebetene Gäste den Perlen nähern, so verdeckt das Meer die
    erlen mit seinem Schaum, den es durch die Wellen hervorruft.
    Bis heute hat es noch keiner geschafft die Perlen zu finden...


    Quellen:

    http://members.aol.com/mikolajczyk/i...vilwar1991.jpg
    http://www.info-4u2.de/index.html?hr/dubrovnik.html
    http://www.dubrovnatic.net/
    http://www.dubrovnik.hr/

  3. #3
    Avatar von Gabrijel

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    Bilder zu Dubrovnik

    Stadt


    Stadt


    Stadt von Aussen


    Fort Bokar


    Onofrio Brunnen


    Sponza Palast


    Minceta Festung


    Franziskaner Kloster

  4. #4
    Avatar von Gabrijel

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    Kathedrale des Heiligen Jakob (Sv. Jakov)



    Die berühmteste Sehenswürdigkeit Sibeniks ist ohne Zweifel
    die ‚Kathedrale des Heiligen Jakob (Sv. Jakov)’.

    An gleicher Stelle stand zu früherer Zeit eine kleinere Kapelle,
    deren Materialien in den Neubau einflossen.

    1431 fiel der Startschuss für dieses wunderbare Gebäude, an
    welchem viele verschiedene wie zum Teil auch bekannte Künstler
    mitarbeiteten.

    Von den Inseln Korčula, Susak, Brač, Rab und Krk wurden die
    weißen Bausteine beschafft. In der ersten Bauphase wurden die
    Arbeiten von den italienischen Baumeistern ‚Francesco die
    iacomo’, ‚Lorenzzo Pincino’ und ‚Pier Paolo Bussato’ geleitet. Für
    die Seitenwände, sowie für die beiden Portale waren jeweils kroatische
    Meister am Werke; ‚ Andrija Budčić’ und ‚ Grubiša Slavčić’.

    Ab 1444 wurde die gesamte Verantwortung an Juraj Dalmatinac
    übertragen. Aus dieser Zeit stammt der Fries mit den 74 Köpfen,
    für die man annimmt, sie seien Porträte angesehener Bürger der
    Stadt Šibenik. Danach wurden die Arbeiten unter Nikola Firentinacs
    Leitung fortgesetzt (Seitenflügel, Kuppel, Dach). 1505 wurden die
    Arbeiten schließlich von Bartolomeo und Giacomo da Mestre zu Ende
    geführt.

    Das Bauwerk stellt somit das bedeutendste kroatische Bauwerk der
    Renaissance dar.

    Für die Aufnahme in die Liste des Welterbes trug vor allem die
    Tatsache bei, dass die komplette Baustruktur eine einmalige Sache
    in Europa darstellt. Das Dach besteht aus einem Tonnengewölbe
    aus freitragenden Steinplatten und die Kirchenfassade mit dreiblättriger
    Kleeblattform des Giebels ist die älteste und einzige Kirchenfassade
    dieser Art in Europa.



    Quellen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Sibenik
    http://www.adria-sun.de/Freizeit.html
    http://whc.unesco.org/sites/963.htm
    http://www.gotocroatia.com/engels/cities/sibenik.asp

  5. #5

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  6. #6
    Avatar von Gabrijel

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    Bilder zur Kathedrale

    Kathedrale - Aussenansicht



    Kathedrale - Aussenansicht



    Kathedrale - Aussenansicht



    Kriegsschaden von serbischer Artillerie



    Kathedrale - Aussenansicht



    Teil der 74 Köpfigen Freske

  7. #7
    Avatar von Gabrijel

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    Zitat Zitat von Stipe
    Kann ich welche von Zadar posten?
    Ich weiß gehört nicht zum WKE aber Zadar ist wunderschön und außerdem noch meine Heimatstadt!
    Bitte in einen neuen Thread, möchte hier nur die
    Themen behandeln, welche zum Weltkulturerbe gehören

    Pozdrav

  8. #8
    Avatar von Gabrijel

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    Altstadt und Palast Kaiser Diokletians in Split




    Den Grundstein für die heutige Stadt Split, mit ihrer bestaunenswerten
    Altstadt, legten die Griechen bereits im 4. Jh. v. Chr. Der Name der
    damals kleinen Stadt war ‚Aspalathos’. Etwa 600 Jahre später sollte die
    Stadt das erste Mal in das Blickfeld der Welt rücken. Es war die Zeit der
    Herrschaft vom römischen Kaiser Diokletian. Selbst in der nähe von Split
    (Salona), in armen Verhältnissen, geboren, kehrte der einstige Lenker
    der letzten Christenverfolgung mit einem immensen Plan für seine
    Altersresidenz zurück.


    Innerhalb eines Jahrzehntes entstand ein riesiger Palast. Der Komplex
    umfasste, für damalige Zeiten, unfassbare 30'000 m2. In dem gesamten
    Bauwerk lebte er selber mit seiner Familie und engen Freunden von Jahr
    303 n. Chr. Bis zu seinem Todestag (331). Man ist sich sicher, auch wenn
    der Leichnam bisher nicht gefunden wurde, dass der Kaiser in der Weite
    des immer noch nicht vollkommen erforschten Labyrinths begraben liegt.
    Die Sicherheit, eines Tages diesen historischen Fund zu machen, wird
    auch bis zu diesem Tag nicht aus der Stadt zu vertreiben sein.


    Split verdankt seine heutige Existenz im Grunde genommen Diokletian,
    da die spätere Stadt in der schützenden Umarmung des Palastes
    entstand. Diese aussergewöhnliche Konstellation verdankt Split auch die
    Eintragung in die Liste des Welterbes.

    Gebaut wurde alle Objekte des Komplexes, wie auch viele andere
    Sehenswürdigkeiten in Kroatien, mit den weltbekannten Weissen Stein
    von der Insel Brac. Zudem wurde italienischer und griechischer Marmor
    verwendet, korinthische Säulen, ägyptische Sphinxen aus schwarzem
    Granit. An der Südfassade entdeckt man ein für diese Zeit typische
    Eigenschaft. Das Tor – „maritime Tor“ – führt direkt aufs Meer hinaus.
    Auf dieser Seite konnte man nur von einem Schiff her, dafür direkt, in
    den Palast gelangen. Ein typisches Phänome zur Zeit Diokletians.


    Am Ende des langen Ganges führt eine Treppe dann zum Peristyl.
    Dieser von Säulengalerien umgebene Hof unter freiem Himmel war
    das Zentrum des Palastlebens. Hier nahm Diokletian hoch oben auf
    einer Tribüne die Huldigungen des Volkes entgegen. Im Osten des
    Peristyls ließ sich der Kaiser, der als Sohn Jupiters verehrt wurde, ein
    Mausoleum errichten. Dieses wurde später (650) vom Erzbischof
    Johannes von Ravenna in eine Kathedrale umgewandelt - was sicherlich
    nicht ganz im Sinn eines Kaisers war, der alles daran gesetzt hatte,
    die „christliche Sekte” auszumerzen. Bemerkenswert ist unter anderem
    die herrliche, aus Kastanienholz geschnitzte Tür aus dem Jahr 1214, auf
    der, umrankt von floralen Motiven, 28 Szenen aus dem Leben Christi
    dargestellt sind.



    Quellen:
    http://www.schaetze-der-welt.de/denkmal.php?id=90
    http://www.jadro.de/kroatien_stop_split.html
    http://www.split24.de/diokletian.php
    http://www.viamichelin.com/viamichel...dest_split.htm

  9. #9
    Avatar von Gabrijel

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  10. #10
    Avatar von Gabrijel

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    Nationalpark Plitvicer Seen



    Wer ein Fan von den Winnetou-Filmen ist, wird früher oder später
    auch auf den bekanntesten Nationalpark Kroatiens treffen. Hier, in
    dem gesetzlich geschützten Gebiet, wurden vor Jahren einige der
    imposantesten Szenen der Winnetou-Filme gedreht.

    „Der Schatz im Silbersee“, „Winnetou I“ sowie auch „Winnetou II“
    beinhalten Szenen aus dem Gebiet des Nationalparks. Übrigens, die
    komplette Filmreihe wurde im damaligen Jugoslawien gedreht, davon die
    meisten in Kroatien, einige in Slowenien, Bosnien und Serbien Bindestrich
    Montenegro (Plitvicer Seen, Rijeka, Paklenica / Zadar, Sibenik,
    Dubrovnik, Ulcinj, Pec, Titograd, Postojna (Adelsberg), Split, Karlobag,
    Vrlika, Ljubiljana).

    Aber genug über Filmgeschichte, wenden wir uns wieder der Natur zu.

    Die Plitvicer Seen (plitvička jezera) sind in ihrer Basis lediglich sechzehn
    Seen, welche durch imposante Wasserfälle miteinander verbunden sind.
    Das wundersame Gesamtbild macht aber vor allem die Einbettung dieser
    Seen in die umliegende Natur aus. Das Wasser ergiesst sich in
    Wasserfällen von einem See in den anderen und schafft so eine
    majestätische Architektur der Natur. Der Park liegt zwischen dem Mala
    Kapela Massiv und dem Pljesevica Gebirge inmitten der Lika. Das Wasser
    lässt sich, gemessen vom obersten bis zum untersten See, über 137m
    fallen. Während die oberen Seen sich auf einer Unterlage aus
    Dolomitgestein betten, begnügen sich die unteren mit einem
    Kalksteinboden – ohne jetzt aber näher auf die jeweilige Qualität der
    verschiedenen Gesteinsarten einzugehen.

    Doch der seit 1979, in der Liste des Welterbes, eingetragene Nationalpark
    lässt sich nicht nur auf die Fläche der Seen reduzieren, welche gerade
    mal 2 Quadratkilometer ausmacht. Der gesamte Nationalpark erstreckt
    sich auf einer Fläche von 295 Quadratkilometer, welcher in verschiedene
    Schutzgebiete eingeteilt ist. So ist sind zum Beispiel das Weiden auf
    bestimmten Flächen und eine streng vorgeschriebenen Waldwirtschaft
    erlaubt. In den Vollnaturschutzgebieten wäre dies nicht realisierbar.

    Die erste Initiative zur Gründung des Nationalparks reicht bis ins Jahr
    1914 zurück und ist an die Erklärung des ersten Nationalparks in Europa
    gebunden (Unterengadin in der Schweiz). 1928 wurde der Park erstmals
    zum Nationalpark erklärt, jedoch ohne entsprechende, rechtliche
    Grundlage. Erst nach dem Zweiten Welkkrieg, 1949, wurde die offizielle
    Eintragung vorgenommen.

    Der gesamte Ablaufe der Natur, welcher um die Seen stattfindet, lässt
    sich auf rein chemische Vorgänge beschränken, dies unterlasse ich aber,
    da die Schönheit nicht durch wissenschaftliche Erklärungen zunichte
    gemacht werden sollte.

    Der Nationalpark ist ebenfalls Eigentümer einer selten häufigen
    Artenvielfalt der Tier –sowie Pflanzenwelt. Auf der gesamten Fläche des
    Parks tummeln sich diverse Tierarten, einige seien hier genannt:


    1. Wolf (Canis lupus)
    2. Fuchs (Canis vulpes)
    3. Wiesel (Mustela nivalis)
    4. Otter (Lutra lutra)
    5. Kiefermarter (Martes martes)
    6. Steinmarter (Martes foina)
    7. Wildkatzen (Felis silvestris)
    8. Luchs (Lynx lynx)
    9. Wildeber (Sus scrofa)
    10. Rotwild (Cervus elaphus)
    11. Braunbären (Ursus arctos)



    Doch genug der Worte, geniessen wir die Natur, wie Gott sie geschaffen
    hat, mit den folgenden Bildern…


    Quellen:
    http://www.np-plitvicka-jezera.hr/default.aspx?lan=hr
    http://de.wikipedia.org/wiki/Plitvicer_Seen
    http://www.karl-may-filme.de/drehort...itvicer%20Seen
    http://www.dmmedia.com/izleti/plitvice.htm
    http://www.kroatien-reiseportal.de/k...cer%20Seen.htm

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