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Zaza

Erstellt von Hakan, 21.03.2011, 22:52 Uhr · 64 Antworten · 7.027 Aufrufe

  1. #61
    Avatar von Elk873

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    Zitat Zitat von EmreKurde Beitrag anzeigen
    Rivalle ist eh ein Opfer der von Kurden in der Schule wahrscheinlich übel gemobbt wird totaler Anime Freak zuerst hieß er slenderman jetzt dieser komischer Name was stimmt eigentlich mit dem junge nicht bestimmt ist dass ein Fake Account von Vollkornbrot der bewiesen hat dass er genau so ein Affe wie slenderman ist indem er den Scheiß noch dankt und übrigens Haftbefehl ist Millionär und was hast du in deinem leben erreicht slenderman du Loser

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    Ps so machst du dir keine Freunde rivalle

    - - - Aktualisiert - - -

    Und das mit den beharrt du bist sicher 19 und hast immernoch keine Haare am Sack ich versteh dass du neidisch bist du Loser


    Haha du dreckiger Bastard ich geb n´ f*ck auf euch Kurden. (Auf meine Schule gehen nicht so viele Ausländer )

  2. #62
    Avatar von Dr. Gonzo

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    f*ck auf euch Kurden.
    Schön hast du das gesagt.

    Meinen Rat an dich, konntest du ja schon erraten.

    Schule gehen

  3. #63
    Avatar von Elk873

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    Zitat Zitat von DocGonzo Beitrag anzeigen
    Schön hast du das gesagt.

    Meinen Rat an dich, konntest du ja schon erraten.


  4. #64
    Avatar von Dr. Gonzo

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    Zitat Zitat von Rivaille Beitrag anzeigen
    Wat? leider folge ich keinen deiiner links

  5. #65
    Avatar von Dr. Gonzo

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    Der Beitrag ist zwar etwas älter aber durchaus lesenswert.


    Europäer schaut auf Dersim, dem heutigen Tunceli in Ostanatolien, wo das Volk der Zaza lebt.


    Das Volk der Zaza stammt ursprünglich aus Daylam in Persien und hat sich mit der Ausdehnung buyidischer Herrschaft im 9. Jahrhundert in Dersim nieder gelassen. Dort stiegen sie vom ehemaligen Kulturträger Persiens zum schriftlosen Hinterhofbauern im Osmanischen Reich ab. Dieses Volk ist gänzlich unbekannt, und wird auch in Deutschland nicht anerkannt, auch weil sie um diese Anerkennung sich nicht bemüht haben, obwohl allein in Deutschland 1/2 Millionen leben, von denen angenommen wird dass sie Türken seien. Sie werden zwischen den Blöcken der Türken, die sie als Bergtürken bezeichnen und den Kurden zerrieben, die wiederum behaupten sie seien Kurden. Diese Identitätspolitik ist Ausdruck der türkischen Einheitsneurose. Die kurdisierende Identitätsdeutung der Zaza vergrößert wesentlich die Landkarte vom virtuellen Kurdistan mit Dersim-Tunceli in Westarmenien. Die Kurden der Hamidiye Regimenter waren die Henker in den Genoziden der 3½ Millionen Christen aus dem Volk der Griechen, der Armenier und der Syrer aus den Tur-Abdin während des Untergangs des Osmanischen Reiches und in der türkischen Nationenbildung. Ihre Nachfahren können sich mit der Kurdisierung der Zaza als Opfer der Welt präsentieren und verschleiern dadurch den ererbten urgroßväterlichen Täterstatus.

    [I]Wie die türkischen Zeitungen melden ist das türkische Militär, das den Ausnahmezustand am 1. August 2002 beendete und seine Präsenz aus dem ostanatolischen Gebiet Dersim-Tunceli zurückzog, wieder aktiv geworden. Beobachter rechneten damit, dass das türkische Militär über Agent Provokateurs in Ostanatolien, wie in Bingöl und Varto und Tunceli erst kürzlich geschehen, wieder einen Ausrottungsfeldzug gegen die Zaza, und den anderen Völkern, die dort leben, in Gang setzten würden. Dazu wird als Vorhang der Einmarsch türkischer Truppen in Kirkuk dienen. Colin Powell[1] versuchte gestern bei seinem Besuch in Ankara dies den Türken für den jetzigen Zeitpunkt auszureden. Die Vorbereitungen des Militärs für das Aufkochen eines ethnischen Konflikts laufen jedoch in Dersim auf Hochtouren, denn es braucht das türkische Militär diesen Konflikt um in den kurdischen Irak einmarschieren zu können, wo die kurdischen Soldaten unter Befehl eines anderen Natostaates, nämlich Amerika stehen. Es wird von Seiten des Militärs behauptet werden, dass dieser Konflikt aus Kirkuk gesteuert wird, denn dann darf das türkische Militär einmarschieren.
    Das Militär hatte in Dersim-Tuncelis Vergangenheit unter dem Vorwand des Kampfes gegen die PKK[2] einen erneuten Ausmordungsprozess initiiert. 1987 wurden “Die Bürger von Tunceli […] zur Deportation gezwungen. 233 Dörfer haben Anweisung in diesem Sinn erhalten. „20.000 Personen müssen ihre Dörfer verlassen“ sagt der Minister für Forsten und Dörfer“[3].
    Diese Deportationen wurden seit 1962 vom Generalsdirektorat für Dorfangelegenheiten im Landwirtschaftsministerium geplant. Dort wurden Daten für eine gründliche Bestandsaufnahme in den östlichen und südöstlichen Provinzen erhoben, deren Ergebnisse nur für den behördlichen Gebrauch bestimmt waren. Damit waren die Daten und die Entvölkerung der Öffentlichkeit vorenthalten[4]. „Ziel der Dorfbestandsaufnahme ist die Entvölkerung, […] die grundlegenden Daten […] wurden[…] gesammelt für das Direktorat für Land und Umsiedlung. […] Detailauswertung wurde nur für Ansiedlung und Umsiedlung zur Verfügung stehenden Landes durch unser Generaldirektorat und im Hinblick auf praktische Maßnahmen vorgenommen“[5] Im gleichen Tunceli Band 1964 steht für das Dersim-Tunceligebiet, „es gab keine Feudalstruktur die eine Agrar-Reform gebraucht hätte“[6]
    „210 Dörfer mit 15. 767 Häusern“[7] wurden vom Militär in den achtziger Jahren und bis 1995 durch verbrennen geräumt. Die Wälder mit den heiligen Bäumen der Zaza wurden mit Hilfe riesiger Flammenwerfern abgebrannt. Der Staatsterror generalisierte sich zu willkürlichen Verhaftungen, Verschwinden lassen, Zerstörungen und Massaker in denen tausende ostanatolische Kinder[8]bis August 2002 den Tod fanden.
    Es gab keine Gründe die die Bürger Dersim-Tuncelis und in den anderen ostanatolischen Provinzen geliefert hätten. Es gab kein Gerichtsurteil, das die Einäscherung privater Häuser und Bauernhöfe angeordnet hätte. Man spricht von 20-30.000 Umzusiedelnden in Dersim-Tunceli und in ganz Ostanatolien von 9,5 Millionen Bürgern[9]die jetzt die Gecekondas[10], in den Vorstädten Istanbuls und Ankaras nunmehr erbauen.
    Mit dem Einmarsch des Militärs in Dersim-Tunceli heutzutage, wird sich genau diese Situation wiederholen.

    Ostanatolien ist seit 100 Jahren eine Völkermordzone[11]

    Den Auftakt zum Völkermord an den Zaza, gab der sich nun „Vater der Türken” nennen lassende Kemal in seiner Parlamentseröffnungsrede im Jahre 1936. Er sagte: ”Wenn es etwas Wichtiges in unseren inneren Angelegenheiten gibt, dann ist es nur die Dersim-Angelegenheit. Um diese Narbe, diesen furchtbaren Eiter in unserem Inneren samt der Wurzel anzupacken und aus zu säubern, müssen wir alles unternehmen. Egal was es koste, und die Regierung muss mit weitreichenden Kompetenzen ausgestattet werden, damit sie die dringend erforderlichen Entscheidungen treffen kann.” [12] Deshalb wurde in der kemalistischen genozidalen Innenpolitik das Volk der Zaza 1937/38, in Dersim-Tunceli in einem Genozid auszulöschen versucht. Dies geschah mit Hilfe militärischer Ausrottungseinheiten[13] unter dem Oberbefehl Atatürks. Er war bei der Einweihung der Singec-Brücke am 19. 11. 1937[14] in Elazig, dem alten Pertek, im Vorland von Dersim-Tunceli persönlich anwesend. Er ließ sich von seiner Adoptivtochter der Pilotin Sabiha Gökcen[15] über den Fortschritt des Völkermordes per Flugzeug überzeugen. Im türkischen und kurdischen Völkermordtabu wird dieser Genozid als Aufstand und Krieg bezeichnet. Die türkische Armee hingegen dokumentierte 1938:
    “Am 16 August 1938 bombardierte ein Flugzeug 500 Menschen mit ihrer Herde. (...) Die 41. Division des 7. Armeekorps vernichtete am 19. August 1938 im Munzur Suyu, Kalason und Sin-Gebiet 290 Banditen, die sich wehrten. In Macgirt wurden ebenfalls 52 Banditen vernichtet, die von der versammelten Masse flüchten wollten. […] Die 12. Division des 8. Armeekorpses vernichtete in verbotenen Gebieten bei Durchsuchungen verschiedener Orte viele Banditen. Sie vernichteten nochmals 170 Banditen, die Widerstand geleistet hatten und setzten die Felder und Dörfer in dem Gebiet in Brand. […] Die 14. Division vernichtet bei ihrer letzten Säuberungsaktion 69 Personen und siedelte 381 Personen. Kinder, Frauen und Männer in den Westen um. […] In der Zeit zwischen dem 6. und 15. September 1938 wurde nach einem Befehl der Armee die militärische Durchsuchungsaktion fortgesetzt. Die Armeekorpse durchsuchten Höhlen, Steinhöhlen und jedes Loch, in dem sich eine Person verstecken kann. Bei der Durchsuchungsaktion wurden mit Hilfe von Artillerie- und Infantrietruppen die Höhlen angegriffen und viele Banditen vernichtet; gleichzeitig wurden auch viele Kinder und Frauen festgenommen. Dörfer, Häuser, Wohngebiete, sogar Felder und Wälder wurden in Brand gesteckt. (...) Bei einer Durchsuchung eines Gebiets wurden innerhalb von 17 Tagen 7959 Personen getötet[…][16].An Hand der Verlustzahlen des Militärs können wir nachweisen, dass kein Aufstand 1937 / 38 gegen die türkische Zentralgewalt vorgelegen hat. Die Zaza haben zwar im ersten Jahr des Genozids eine Holzbrücke und eine Gendarmeriestadion[17] angezündet. Dies jedoch erscheint als Versuch, eine Störung der militärischen Logistik herbeizuführen. Die Zaza zögerten ein Jahr bis sie sich verteidigten. Die Verluste unter dem Militär in der ersten Tunceli Operation vom “März 1937 bis 22 Oktober 1937 waren: ein getöteter Offizier, dessen Angehörige mit 1000 Lira entschädigt wurden. Und 4 Verletzte. An diese wurden als Entschädigung auch 1000 Lira bezahlt”[18]
    Die Verluste des Militärs in der 2-5 Tunceli Operation vom 2. Januar bis 1. August 1938 waren 104 Gefallene und 175 Verletzte Soldaten und von den Zaza haben sie 140000 Tausend ermordet.
    Das Volk der Zaza ist durch diese Geschichte zutiefst traumatisiert. Diese Traumatisierungen werden über die Generationen hinweg weiter gegeben und durch das in der Türkei herrschende Völkermordtabu immer wieder verlebendigt. Allein die ungeheure militärische Präsenz heute in Dersim trägt in sich eine große Retraumatisierung mit der Antizipation der militärischen Barbarei die sich nun wiederholen wird. Diese Traumatisierung ist der Grund, dass sie ihre Identität nicht öffentlich machen, weil in der türkischen Identitätspolitik diese historisch gesehen eine zum Genozid bestimmte ist.

    Hintergrundinformationen

    Der türkische Staat hat das große Unglück eine Drehtür zu der riesigen irakischen Ölblase im Irak zu sein und wird die Ölpipeline der Amerikaner über Kasachstan, Afghanistan in seinem Hafen Ceyhan am Mittelmeer 2005 münden lassen.
    Eines der deutschen Kriegsziele das Erdöl - des ersten und zweiten Weltkrieges, wurde von der amerikanischen Außenpolitik übernommen um der kommenden Konkurrenz auf dem Weltmarkt mit der heutzutage entstehenden Großmacht China gewachsen zu sein. Die Türkei, als Schutzmacht der Südflanke vor der Sowjetunion im kalten Krieg und heutiger Frontstaat zum Irak, tauschte ihren bis 1918 quasi deutschen Kolonialstatus gegen einen Amerikanischen aus und trat 1952 der Nato bei. „Die Truman-Doktrin wurde letztendlich entworfen, um den Status der Türkei und Griechenlands als Länder der Freien Welt zu sichern…“[19]. Diese geopolitischen Zusammenhänge ermöglichte das Bestehen einer totalitären Gesellschaft bis in unsere Gegenwart. Der kalte Krieg und die heutige Energieressourcen sichernde amerikanische Außenpolitik ermöglichte seit der Natomitgliedschaft 1952 in der Türkei eine von den Bürgern des Landes unhinterfragten Militärdespotie.
    Der amerikanische Kampf gegen die Würgeschlange des Terrororismus wird nun mehr benutzt, für die lange vorher geplante Neuordnung der Energieressorcen am Golf, der aber gleichzeitig die Türkei vom antikommunistischen Flankenstaat zu einem wichtigen Frontstaat des Irak machte. Durch die Unsicherheit Amerikas mit dem Bündnispartner Saudi-Arabiens, - denn 10 der Selbstmordattentäter, die in die Twin Tower flogen, kamen von dort -, wurde der Irak sozusagen als amerikanische Kontrollstation der Ölvorkommen erkoren. Damit sollten die bisherigen Aufgaben der Türkei und Saudi-Arabiens auf den Irak übertragen werden.
    Dies eröffnete der gegenwärtigen türkischen Regierung ein unfassendes Reformwerk, in dem das Militär soweit entmachtet wurde, dass der Staatsicherheitsrat nur noch eine beratende Stimme hatte und der Haushalt des Militärs zum ersten mal von einem Rechnungshof durchleuchtet werden darf. Der Verteidigungsminister besitzt bis heute keine Haushaltshoheit im eigenen Ressort.
    Begründet werden die drohenden Massaker mit einem vom Militär selbst angeschürten Terrorismus. Doch verbergen sich hinter den Massakern das alte nationalistische Homogenisierungskonzept, ein türkisches Volk, eine türkische eine Sprache, eine islamische Religion, aus der Gründungsphase der Republik. Stellte sich doch heraus, dass die Zaza mit ihrem Dersimer Glauben, ihrer indogermanischen Sprache, vom türkischen Militärregime nicht gewonnen werden konnten und auf Anerkennung ihrer Volksidentität bestanden, obwohl ein Teil sich türkisiert und kurdisiert hat. Die türkische Zentralgewalt, geplagt von einer fulminanten Einheitsneurose, missverstand das Bestehen auf einer eigenen Identität als Volk gewissermaßen als Loslösungsimpuls aus dem türkischen „Volkskörper[20]“. Unter dem Mantel, der Sicherung amerikanischer Interessen im vorderen Orient, werden die Zaza und die anderen Völker Ostanatoliens, ausgerottet[21]. Denn mit der von den Türken phantasierten Gründung eines Zazaistan, wären die willkürlich gezogenen Grenzen im vorderen Orient zusammengeklappt und die Gefahr eines Flächenbrandes wäre entstanden. Das konnte jedoch nicht im Interesse der Länder liegen, die auf das Öl angewiesen sind. Jedoch hat kein Zaza jemals ein Zazaistan für sein Volk gefordert. Im Zuge der Ausmordung der Kurden im Krieg gegen den vom Militär in den Folterkellern der Gendarmeriestationen selbst geschaffenen Feind in der PKK, der auf einem Kurdistan bestehen musste, wurde Dersim-Tunceli mit ausgemordet.
    Es scheint, dass die gezogene irakische Karte im dritten Golfkrieg durch die Amerikaner, den Frontstatus der Türken ablösen helfen sollte. Damit bestand für das türkische Parlament eine reale Möglichkeit die Einbindung des Militärs in einen Demokratisierungsprozess. Dieser drohende Machtverlust will das türkische Militär nicht verkraften und deshalb werden die Menschen in Ostanatolien einer militärischen Repression ausgesetzt werden. Als Antwort auf dieses Desaster, versuche jeder in seinem Wirkungskreis das drohende Unheil in Dersim-Tunceli zu verhindern. Die demokratische Türkei in den Händen des Militärs, braucht unsere Unterstützung.

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