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Zoran Djindjic

Erstellt von pqrs, 17.06.2006, 08:46 Uhr · 20 Antworten · 1.992 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von Dinarski-Vuk

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    Wer war Djindjic?

    Der serbische Ministerpräsident Zoran Djindjic war ein Langzeit-Dissident. In seiner Studienzeit, Mitte der 70ger, ging er nach Deutschland - das taten damals viele Dissidenten, um Mithilfe westlicher Intellektueller den Schikanen Tito-Jugoslawiens zu entgehen. Als Djindjic nach Belgrad zurückkehrte, hatte er seine anarchischen Ideale ad acta gelegt. 1989 war er einer der Gründer der 'Demokratischen Partei' - eine der wichtigsten Parteien gegen Milosevic. Djindjic war Meister des Taktierens u. ein skrupelloser Technokrat. So schaffte er es rasch bis an die Spitze der Partei. Ende 1996 machte sich Djindjic auch international einen Namen. Er war einer jener 3 Oppositionsführer, die einen fast dreimonatigen Massenprotest der Straße koordinierten bzw. inspirierten. Die Regierung Milosevic hatte damals alles daran gesetzt, den Sieg der Koalition 'Zajedno' (Vereint) bei den serbischen Kommunalwahlen annullieren zu lassen. Die Demonstrationen waren ein voller Erfolg. Soetwas hatte es - was Intensität u. Dauer anbelangt - noch nie gegeben in der jüngeren europäischen Geschichte. Djindjic wurde mit dem Amt des Belgrader Bürgermeisters belohnt. Das war 1997.


    Während des Kosovo-Konflikts - und der Nato-Aggression gegen Jugoslawien -, ging Djindjic ins (sichere) montenegrinische Refugium bzw. in den Westen. Dass er das Land im Stich ließ u. darüberhinaus den Vorschlag machte, "Jugoslawien sollte bombardiert werden", brachte ihm in Jugoslawien wenig Freunde ein. Nach Ende der Angriffe gegen Jugoslawien war Djindjic so ziemlich der unpopulärste Politiker in Serbien.


    Dennoch gelang es ihm, im Hintergrund die Fäden zu ziehen, im - letztlich erfolgreichen - Wahlkampf eines anderen Oppositionsführers gegen Milosevic: Vojislav Kostunica. Kostunica wurde jugoslawischer Präsident - was aber kaum mehr als ein Ehrenamt war -, und Djindjic war im Zentrum der Macht angekommen: Er wurde neuer serbischer Ministerpräsident. Im Jahr 2001 überstellte Djindjic Slobodan Milosevic an das Haager Tribunal - obwohl das Volk u. viele Leute in der serbischen Politik, einschließlich Präsident Kostunica, dagegen waren.


    Zoran Djindjic führte in Serbien einen neoliberalen Kapitalismus schlimmster Sorte ein. Seine Medien-Manipulationen sowie sein technokratischer Stil machten ihn immer unpopulärer. Serbien unter Djindjic ist zu einem der ärmsten Länder in der Region mutiert. Tag für Tag gingen mehr als 15 000 Arbeiter protestierend auf die Straße, u. mehr als 900 000 Menschen in Serbien verloren ihre Jobs (bei einer Gesamtpopulation von etwa 7 Millionen). Die Gewerkschaften sind aufgerüttelt, soziale Unruhe gären.


    Da ist zum Beispiel der sogenannte 'Arbeiterwiderstand' in Kragujevac (Industriestadt in Serbien), wo mit aller Macht gegen Djindjics neoliberale Politik anprotestiert wurde. Es entstanden soziale Bewegungen u. Bündnisse wie 'Eine andere Welt ist möglich' (und viele andere); das alles nahm mehr u. mehr Gestalt an. Auf diese Weise versucht man, der IMF-isierung des Landes entgegenzuwirken. Und da ist jene Hand voll Intellektueller u. Journalisten, die sich gegen die Aufoktroyierung einer "falschen Debatte" wandten: Ihr habt euch zwischen den neoliberalen "Reformern" und den "Ultranationalisten" zu entscheiden, so hieß es. Dabei kam der sogenannte "Belgrader Konsens" zustande - eine Annäherung neoliberaler u. nationalistischer Polit-Eliten sowie intellektueller Kommissare. Sie fanden einen Weg, (wieder) Druck auf Leute auszuüben, die fähig waren, über die angebotenen Optionen Neoliberalismus u. Nationalismus hinauszudenken.

  2. #12
    Avatar von Dinarski-Vuk

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    Zoran Djindjic war ein krimineller und Landesverräter
    Secondos kann das bestätigen immerhin trägt er ja seinen
    " Helden " in der Signatur

  3. #13
    Avatar von port80

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    Zitat Zitat von Schiptar
    Kostunica ist nur ein nationalistischer Wichser. Er hat seine Funktion 2000 erfüllt, jetzt sollte er sich verpissen, damit in Serbien mal wieder firscher Wind herrscht.
    Rückgrat hat nur Djindjic gezeigt, indem er sich der serbischen Politikerregel Nr.1 ("Nichts geht ohne nationalistsiche Propagandascheiße") widersetzt hat...

    PS @ Metkovic: Tocno!

    Rede kein misst....hast echt null ahnung......

    weisst du überhaupt das während des Balkankrieges 1991-95- die einheit der "PANTHER" der Demokratische Partei Zoran Djindjic unterstellt waren ??????

    heute will von den serbischen demokraten niemand davon was wissen und zoran war auch immer bemüht nach ausser nicht durch zu lassen was den "Panters" und ihre operationen anging.
    wer die Panthers kennt der weiss auch das diese einheit zwar Professinel war aber durchaus nicht zimperlich.....dazu wurden mit patriotischen (der westen nennt es Nationalistische) Parolen leute bzw. Soldaten angeheuert.

    Also rede keinen misst von wegen Rückrat und "Nichts geht ohne nationalistsiche Propagandascheiße" widersetzt und solche lächerliche sachen von denen du sowieso keine ahnung hast aber unbedingt was dazu sagen willst ohne den sachverhalt zu können.


    wenn man von was keine ahnung hat sollte man den mund zu halten.

  4. #14

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    Djindjic war der beste Serbe überhaupt.Das konnte man an seiner Beerdigung sehen.


  5. #15
    Avatar von port80

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    Zitat Zitat von Makedonec_Skopje


    Djindjic war der beste Serbe überhaupt.Das konnte man an seiner Beerdigung sehen.


    an der beerdigung sehen???????


    xa xa xa xa xa xa xaaaaaaaaaaaa!!!!!



    dann müsste ja slobo viel besser sein.....

    weisst du was abgegangen wäre wenn man ihn ein staatsbegräbniss ermöglicht hätte?????

    da wäre ein bischen mehr los als bei zoran würde ich mal sagen....

    zu hart......an der beerdigung es zu mesen.....so etwas mest man an der Politik, nicht an der beerdigung....

    looooooooollllllllllll!!!!

  6. #16

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    Zitat Zitat von port80
    Zitat Zitat von Makedonec_Skopje


    Djindjic war der beste Serbe überhaupt.Das konnte man an seiner Beerdigung sehen.


    an der beerdigung sehen???????


    xa xa xa xa xa xa xaaaaaaaaaaaa!!!!!
    Wieviel waren denn bei Milosevics Beerdigung dabei,nicht mal 1/5 der Leute die bei Djindjic anwesend waren.

  7. #17
    Gast829627
    Zitat Zitat von Makedonec_Skopje


    Djindjic war der beste Serbe überhaupt.Das konnte man an seiner Beerdigung sehen.

    bei titos beerdigung waren noch mehr da und wie steht er jetzt da :?:

  8. #18

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    Zitat Zitat von Legija
    Zitat Zitat von Makedonec_Skopje


    Djindjic war der beste Serbe überhaupt.Das konnte man an seiner Beerdigung sehen.

    bei titos beerdigung waren noch mehr da und wie steht er jetzt da :?:
    Du weißt das Tito ein Gott Status hatte,Djindjic nicht.

    Wieviel waren eigentlich bei Titos Beerdigung da?

  9. #19
    Avatar von Schiptar

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    Zitat Zitat von Dinarski-Vuk
    Nach Ende der Angriffe gegen Jugoslawien war Djindjic so ziemlich der unpopulärste Politiker in Serbien.


    Viel Feind, viel Ehr'!

  10. #20
    Avatar von Schiptar

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    Zitat Zitat von port80
    Rede kein misst....hast echt null ahnung......

    weisst du überhaupt das während des Balkankrieges 1991-95- die einheit der "PANTHER" der Demokratische Partei Zoran Djindjic unterstellt waren ??????

    heute will von den serbischen demokraten niemand davon was wissen und zoran war auch immer bemüht nach ausser nicht durch zu lassen was den "Panters" und ihre operationen anging.
    wer die Panthers kennt der weiss auch das diese einheit zwar Professinel war aber durchaus nicht zimperlich.....dazu wurden mit patriotischen (der westen nennt es Nationalistische) Parolen leute bzw. Soldaten angeheuert.
    Leider typisch für Serbien in jener Zeit, deswegen mußte leider auch 1999 sein. Wie viele Serben waren denn wirklich gegen den aggressiven Chauvinismus und nicht lediglich aus dem einen oder anderen Grund gegen Slobo oder Seselj?

    Zitat Zitat von port80
    Also rede keinen misst von wegen Rückrat und "Nichts geht ohne nationalistsiche Propagandascheiße" widersetzt ...
    Der Punkt ist der, daß Djindjic nach 2000 auf so'ne Scheiße verzichtete, während der Großteil der politischen Landschaft Serbiens immer noch geistig im Vorgestern lebt...

    Zitat Zitat von Makedonec_Skopje
    Wieviel waren denn bei Milosevics Beerdigung dabei,nicht mal 1/5 der Leute die bei Djindjic anwesend waren.

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