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Zweiter Weltkrieg: Massenhafte Vergewaltigungen durch Siegermächte

Erstellt von Mudi, 30.01.2016, 15:04 Uhr · 84 Antworten · 4.078 Aufrufe

  1. #71
    Avatar von daro

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    Lilith ich mach mir gedanken über vieles was die Vergangenheit immer gezeigt hat wer der Stärkere (Bessere Waffen oder Bessere Strategie) war hat die Macht an sich gerissen und Politische die Welt in die Richtung gedreht so wie es ihm Passt.
    Für seine Ziele bricht der Stärkere auch mal seine Regel, wie USA in vielen Beispielen.
    In Ägypten stürzt man den Diktator um politisch wählen zu können akzeptiert das Wahlergebnis nicht und läst tatenlos den Putsch gegen die Gewählte Regierung zu oder unterstützt Klitschko beim aufstand gegen die Amtierende Regierung man hätte die Regel auch einhalten können und Warten bis neue Wahlen da sind.

  2. #72
    Avatar von BlackJack

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    Zitat Zitat von babyblue Beitrag anzeigen
    Das Buch hab ich schon mal reingestellt und es hat einen reißerischen Titel, aber es ist wirklich empfehlenswert. Anhand von ethnologischen Studien und einer tiefenpsychologischen Analyse wird die männliche Sexualität auch anhand dieses "Kriegsphänomens" ausgeleuchtet.

    Anhang 78845

    Aus dem Klappentext:

    Zur Geschlechtsidentität des Mannes gehört die Abwertung des weiblichen und die Idealisierung des eigenen Geschlechts. Das männliche Selbstbild ist an die Einheit von sexueller und sozialer Potenz gebunden. Unter dem vorherrschenden Zwang, sich als das überlegene Geschlecht zu setzen und zu beweisen ist die männliche Integrität doppelt bedroht. Nach einer repräsentativen Studie haben 88 % der Deutschen unbewusst Angst vor Frauen und 84 % Angst vor Potenzversagen.

    Die Studie Feindbild Frau zeigt, dass die vorherrschende Einstellung des Mannes zur Frau durch eine brisante Mischung aus Lust, Angst, Neid und Hass gekennzeichnet ist, die in Zeiten innerer und äußerer Krisen gewaltsam ausbrechen kann. Dabei wird Angst in Grausamkeit umgewandelt und kann sich in den bekannten Formen sexueller Gewalt äußern.


    Sexuelle Gewalt dient aber nicht nur der Wiederherstellung einer beschädigten Männlichkeit, sondern auch der sexuellen Befriedigung des Mannes. Dieser Zusammenhang, der sich vor allem an Vergewaltigungen unter zivilen und unter Kriegsbedingungen nachweisen lässt, wird in der gesamten sexuellen Gewaltdiskussion vernachlässigt und verleugnet.

    Vor diesem Hintergrund bilden die Verbindungen von Sexualität und Aggression in den unbewussten Tiefenstrukturen der Männlichkeit den psychoanalytischen Hauptfokus des Buches.
    wtf ... und das stammt wirklich von einem Experten?

  3. #73
    Avatar von Holzmichl

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    Zitat Zitat von BlackJack Beitrag anzeigen
    wtf ... und das stammt wirklich von einem Experten?
    Mein Tipp dazu wäre Arno Gruen Der hat die Psycho einiger Nazigrößen auseinander genommen. Auch das ganze Ding zwischen Mann und Frau bzw. sexueller Gewalt. Mit Potenz hat das wenig zu tun, das geht tiefer und gemeiner

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von babyblue Beitrag anzeigen
    Naja, es hat zumindest dazu Verurteilungen in Den Haag gegeben. Wenn es auch das Unrecht nicht wirklich wieder gut machen kann (das kann kein Urteil!), aber immerhin ist eine breite Diskussion über dieses Thema losgetreten worden.

    Und auch bei den Frauen, die in Bosnien brutal vergewaltigt wurden, haben sich einige danach umgebracht, weil niemand bereit war, ihnen zuzuhören und das was sie erlebt haben ernst zunehmen.

    Insofern ist es immer besser zunächst das Risiko einzugehen (sich zu blamieren etc.) und zunächst mal dem potentiellen Opfer Glauben zu schenken, da man immer noch überprüfen kann, ob es stimmt oder nicht stimmt, als schon im Vorhinein alles von der Hand zu weisen.



    Wegen dem Bosnienkrieg habe ich mich auch mit diesem Thema auseinandergesetzt. Es stimmt schon, dass es in jedem Krieg vorkommt. Die schlechte Nachricht ist, es wird auch weiterhin so sein...

    Das Buch hab ich schon mal reingestellt und es hat einen reißerischen Titel, aber es ist wirklich empfehlenswert. Anhand von ethnologischen Studien und einer tiefenpsychologischen Analyse wird die männliche Sexualität auch anhand dieses "Kriegsphänomens" ausgeleuchtet.

    Anhang 78845

    Aus dem Klappentext:

    Zur Geschlechtsidentität des Mannes gehört die Abwertung des weiblichen und die Idealisierung des eigenen Geschlechts. Das männliche Selbstbild ist an die Einheit von sexueller und sozialer Potenz gebunden. Unter dem vorherrschenden Zwang, sich als das überlegene Geschlecht zu setzen und zu beweisen ist die männliche Integrität doppelt bedroht. Nach einer repräsentativen Studie haben 88 % der Deutschen unbewusst Angst vor Frauen und 84 % Angst vor Potenzversagen.

    Die Studie Feindbild Frau zeigt, dass die vorherrschende Einstellung des Mannes zur Frau durch eine brisante Mischung aus Lust, Angst, Neid und Hass gekennzeichnet ist, die in Zeiten innerer und äußerer Krisen gewaltsam ausbrechen kann. Dabei wird Angst in Grausamkeit umgewandelt und kann sich in den bekannten Formen sexueller Gewalt äußern.

    Sexuelle Gewalt dient aber nicht nur der Wiederherstellung einer beschädigten Männlichkeit, sondern auch der sexuellen Befriedigung des Mannes. Dieser Zusammenhang, der sich vor allem an Vergewaltigungen unter zivilen und unter Kriegsbedingungen nachweisen lässt, wird in der gesamten sexuellen Gewaltdiskussion vernachlässigt und verleugnet.

    Vor diesem Hintergrund bilden die Verbindungen von Sexualität und Aggression in den unbewussten Tiefenstrukturen der Männlichkeit den psychoanalytischen Hauptfokus des Buches.
    Vergewaltigungen sind in jedem Krieg normal, egal wie man es dreht. Der Krieg ist nun einmal das, was das Schlechteste im Menschen hervorruft.

    Eine andere Sache ist es, wenn Vergewaltigungen gezielt als Waffe eingesetzt werden, wie es Arkans Tiger taten oder wie es in Vilina Vlas getan wurde. Prostitution, Frauen vorsätzlich schwängern, sie dann zwingen das Kind auszutragen. Oder wie damals in Ruanda, wo Familien die Töchter und Mutter tauschten, weil es üblich war, dass die Söhne gezwungen wurden sich an Mutter und Schwestern zu vergehen. Oft gab es da rassistische Motive, selbst wenn der Begriff hier völlig falsch ist. Teilweise ging es um Geld, Ideologie, Rache und so weiter.

    Was viele Wissenschaftler scheinbar übersehen: Männer ficken sich ja notfalls auch gegenseitig. Wie oft werden Schwule vergewaltigt und was geht so im Knast ab?

    Im Krieg geht es meist nicht direkt um die Potenz, sondern einfach nur um die Schwächung des Gegners, und das eben über die sogenannte "Ehre", wie sie nur Männer benennen und dabei über eine Frau sprechen. Es heißt also nicht, Mann steht über Frau, sondern: Hej, schau her, ich ficke deine Frau, während du nichts dagegen tun kannst, weil du nicht dazu in der Lage bist. Die Frauen sind doch dabei, wie auch in der aktuellen Debatte, vollkommen egal.

  4. #74
    Avatar von babyblue

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    Zitat Zitat von daro Beitrag anzeigen
    Lilith ich mach mir gedanken über vieles was die Vergangenheit immer gezeigt hat wer der Stärkere (Bessere Waffen oder Bessere Strategie) war hat die Macht an sich gerissen und Politische die Welt in die Richtung gedreht so wie es ihm Passt.
    Für seine Ziele bricht der Stärkere auch mal seine Regel, wie USA in vielen Beispielen.
    In Ägypten stürzt man den Diktator um politisch wählen zu können akzeptiert das Wahlergebnis nicht und läst tatenlos den Putsch gegen die Gewählte Regierung zu oder unterstützt Klitschko beim aufstand gegen die Amtierende Regierung man hätte die Regel auch einhalten können und Warten bis neue Wahlen da sind.
    Platon hat mal sinngemäß gesagt, dass der Stärkere das Recht nicht brauche, weil er es sich selbst verschaffen könne.

    In diesem Fall gibt es internationale Regeln (Völkerrecht), aber was tun, wenn sich der Stärkere gar nicht mehr daran halten will....

    Und bei den Vergewaltigungen ist es ja im Prinzip ähnlich. Beinahe JEDER Mann ist in körperlicher Hinsicht sicher stärker als ich, aber wenn er sich nicht an die Regeln halten will, kann ich auch kaum etwas dagegen ausrichten...oder es so wie in Dänemark der Pfefferspay verboten. Deswegen wurde gegen ein Mädchen, weil es eine versuchte Vergewaltigung nur mit Pfefferspay abwenden konnte, eine Strafe von € 50 verhängt.

    Mein erster Gedanke war natürlich, dann zahle ich halt die € 50. Mir egal.

    Es ist ja sowieso eine alte Diskussion, warum sich überhaupt an "Gesetze" (Regeln) halten. Aber wenn es schon der "Stärkere" nicht tut, dann hat auch der "Schwächere" kaum Grund dazu. Das führt insgesamt zu einer Verrohung, Barbarei oder wie auch immer man das nennen mag.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Novi Auto Beitrag anzeigen
    Mein Tipp dazu wäre Arno Gruen Der hat die Psycho einiger Nazigrößen auseinander genommen. Auch das ganze Ding zwischen Mann und Frau bzw. sexueller Gewalt. Mit Potenz hat das wenig zu tun, das geht tiefer und gemeiner

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    Vergewaltigungen sind in jedem Krieg normal, egal wie man es dreht. Der Krieg ist nun einmal das, was das Schlechteste im Menschen hervorruft.

    Eine andere Sache ist es, wenn Vergewaltigungen gezielt als Waffe eingesetzt werden, wie es Arkans Tiger taten oder wie es in Vilina Vlas getan wurde. Prostitution, Frauen vorsätzlich schwängern, sie dann zwingen das Kind auszutragen. Oder wie damals in Ruanda, wo Familien die Töchter und Mutter tauschten, weil es üblich war, dass die Söhne gezwungen wurden sich an Mutter und Schwestern zu vergehen. Oft gab es da rassistische Motive, selbst wenn der Begriff hier völlig falsch ist. Teilweise ging es um Geld, Ideologie, Rache und so weiter.

    Was viele Wissenschaftler scheinbar übersehen: Männer ficken sich ja notfalls auch gegenseitig. Wie oft werden Schwule vergewaltigt und was geht so im Knast ab?

    Im Krieg geht es meist nicht direkt um die Potenz, sondern einfach nur um die Schwächung des Gegners, und das eben über die sogenannte "Ehre", wie sie nur Männer benennen und dabei über eine Frau sprechen. Es heißt also nicht, Mann steht über Frau, sondern: Hej, schau her, ich ficke deine Frau, während du nichts dagegen tun kannst, weil du nicht dazu in der Lage bist. Die Frauen sind doch dabei, wie auch in der aktuellen Debatte, vollkommen egal.
    Genau das ist das noch viel größere Tabu. Es werden in Kriegen Männer ebenso vergewaltigt. Aber welcher Mann will sich dem schon aussetzen, da ist die Scham viel zu groß.


    Mehr als Rolf Pohl kann man gar nicht mehr in die Tiefe gehen. Er kritisiert damit auch die entsexualisierte Variante der Tiefenpsychologie, wonach gerade nach den gängigen Auffassungen sexuelle Gewalthandlungen ausschließlich als Ausdruck männlicher Macht deuten und die Sexualität des Mannes weitgehend nicht berücksichtigen.

    Aber klar. Man kann - ohne das Buch zu kennen - immer sofort alles als Unsinn abtun.

  5. #75
    Avatar von BlackJack

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    Zitat Zitat von babyblue Beitrag anzeigen
    Aber klar. Man kann - ohne das Buch zu kennen - immer sofort alles als Unsinn abtun.
    Ich nehme an das war auf meinen Post bezogen, warum bist du denn nur wieder so eine Mimose? Warum soll man das nicht für Unsinn halten dürfen, Rolf Pohl hat die Wahrheit nicht gepachtet, schon garnicht in so einem extrem schwierigen und diffusen Thema, welches seit wer weiß wie lange diskutiert wird ohne auf einen Nenner zu kommen.

  6. #76
    Avatar von NovaKula

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    Oliver der nicht mal nen Satz auf serbisch hinkriegt, kann man nicht ernst nehmen.

  7. #77
    Avatar von Lilith

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    Zitat Zitat von daro Beitrag anzeigen
    Lilith ich mach mir gedanken über vieles was die Vergangenheit immer gezeigt hat wer der Stärkere (Bessere Waffen oder Bessere Strategie) war hat die Macht an sich gerissen und Politische die Welt in die Richtung gedreht so wie es ihm Passt.
    Für seine Ziele bricht der Stärkere auch mal seine Regel, wie USA in vielen Beispielen.
    In Ägypten stürzt man den Diktator um politisch wählen zu können akzeptiert das Wahlergebnis nicht und läst tatenlos den Putsch gegen die Gewählte Regierung zu oder unterstützt Klitschko beim aufstand gegen die Amtierende Regierung man hätte die Regel auch einhalten können und Warten bis neue Wahlen da sind.
    Was ich jetzt schreibe ist auch nicht neu. Ich konzentriere mich mal auf mein Land und Volk. Weil ich da mehr Kompetenz habe und weil ich auch nur da wenn meinen kleinen bescheidenen Beitrag zu auch notwendigen Veränderungen tatsächlich leisten kann.

    Vielleicht war damals die Zeit nicht reif für eine Verurteilung der massiven Übergriffe und Vergewaltigungen. Uns haben diese Soldaten die Existenz gerettet. Das mag pathetisch klingen, ist aber so. Ohne ihren Kampf hätten sogar ziemlich wahrscheinlich meine Großeltern keine Chance auf ein Leben gehabt, und somit hätte auch ich hier nicht schreiben können. Das ist auch der Grund, warum etwa nicht ein Buch oder Film wie "Eine Frau in Berlin" unerträglich war. Sondern ich weiß nicht welches Jahr, seine Ausstrahlung just am 09.05. im ZDF, an dem Tag, an dem wir des Endes eines schrecklichen Krieges und Millionen unserer Toten gedenken. Das bereitet entsprechend Schwierigkeiten bei der Aufarbeitung von Kriegsverbrechen dieser unserer Soldaten, denen wir das Leben verdanken.

    Dann kommt noch etwas dazu. Schon ein gewisses Trauma und Orientierungslosigkeit nach einem zerfallenen Imperium, was durch und nach dem Krieg entstand.
    Meine Eltern und Großeltern sind mit den sicher auch propagierten Idealvorstellungen einer harmonischen Völkerfamilie in der UdSSR aufgewachsen. Und von Brüdervölkern in den Staaten des ehemaligen Ostblock. Und kaum bricht das alles zusammen, das ganze Leben wird ungewiss, wirst du dann auch mit geballter Ladung damit konfrontiert, wie Sch... doch alles war, mit Russophobie. Im Grunde galt nichts mehr von dem, an was du vorher tatsächlich glaubtest. Außerdem hatte man unter größtem Blutzoll einen Kriegssieg errungen, und war am Ende eigentlich der große Verlierer des 20. Jh. Das alles zu bewältigen war und ist schon nicht einfach. Muss man nicht verstehen, aber so ist es.

    Nach wie vor ist die russische Gesellschaft wie ein halbstarker Teenager, der sich orientieren, seinen Platz finden muss. Vielleicht auch da Zorn und Frust entwickelt und dann ggf. auch mal schnell um sich schlägt, wenn er sich angegriffen fühlt. Traurig, aber wahr. Vor einigen Jahren gab es schon Fortschritte in der Aufarbeitung des Stalinismus, auch bei der Aufarbeitung natürlich auch vorhandener sowjetischer Kriegsmythen. Im Moment aufgrund der ganzen außen- und geopolitischen Umstände sieht man wieder einen Rückschritt, man setzt auf die "patriotisch"-nationalistische Karte. Und die erlaubt es vielen Landsleuten scheinbar nicht, sich mit den dunklen Punkten der Vergangenheit, auch solcher Kriegsverbrechen wie der massenweise Vergewaltigung von Frauen auseinander zu setzen.
    Nun ja, ich hoffe sehr, irgendwann werden wir mal "groß". *seufz"

  8. #78
    Avatar von Indianer

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    ich sehe, einige haben sich sehr mit den vergewaltingungslagern im Jugoslawien krieg beschäftigt.
    was könnt ihr mir über systematische Kriegsführung mittels vergewaltigungslager schreiben?
    war könnt ihr mir über zwangsschwangerschaften im juoslawienkrieg schreiben?

    jemand hat mir in der box geschrieben, es würde um shoah andenken gehen.
    solltet dann ganzs schnell die thread Überschrift ändern.


    Zweiter Weltkrieg: Massenhafte Vergewaltigungen durch Siegermächte


    hm... Siegermächte

    gehört da eigentlich auch die Vertreibung der deutschen aus den jugoslawischen gebieten auch dazu?
    da gab es allerdings mehr, als nur Vertreibungen.

  9. #79
    Avatar von Holzmichl

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    Zitat Zitat von Indianer Beitrag anzeigen
    ich sehe, einige haben sich sehr mit den vergewaltingungslagern im Jugoslawien krieg beschäftigt.
    was könnt ihr mir über systematische Kriegsführung mittels vergewaltigungslager schreiben?
    war könnt ihr mir über zwangsschwangerschaften im juoslawienkrieg schreiben?

    jemand hat mir in der box geschrieben, es würde um shoah andenken gehen.
    solltet dann ganzs schnell die thread Überschrift ändern.


    Zweiter Weltkrieg: Massenhafte Vergewaltigungen durch Siegermächte


    hm... Siegermächte

    gehört da eigentlich auch die Vertreibung der deutschen aus den jugoslawischen gebieten auch dazu?
    da gab es allerdings mehr, als nur Vertreibungen.
    A woman from Bijeljina, who asked to remain anonymous, said she was 19 years old when Arkan’s men knocked on her family’s door one night in April 1992. “They were masked, so we could only see their eyes,” she recalled.The paramilitaries ransacked the family’s possessions, took money and gold. One fighter kicked her in the spine and she fainted. When she woke up, she and her sister-in-law were naked and bloodied. The next day, Arkan arrived and raped her, she alleged.
    “Arkan came for the first time after that night. He came, grabbed me by the hair and took me away. He took me to an apartment and he abused me there. He brought me back half-dead, and then [did it] again the next day,” she said in an interview with BIRN.
    “Then other soldiers come and abused me in front of my children, my mother-in-law and everybody else,” she continued. “I begged them to kill me so that I wouldn’t suffer any longer. They just laughed cynically again and told me that they would not gain anything if they killed me, because I was going to kill myself.”
    Although her testimony has never been tested in court, she has since been officially recognised as a war rape victim by the Bosnian state and compensated for what she suffered.
    Arkan?s Paramilitaries: Tigers Who Escaped Justice :: Balkan Insight

  10. #80
    Avatar von daro

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    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Was ich jetzt schreibe ist auch nicht neu. Ich konzentriere mich mal auf mein Land und Volk. Weil ich da mehr Kompetenz habe und weil ich auch nur da wenn meinen kleinen bescheidenen Beitrag zu auch notwendigen Veränderungen tatsächlich leisten kann.

    Vielleicht war damals die Zeit nicht reif für eine Verurteilung der massiven Übergriffe und Vergewaltigungen. Uns haben diese Soldaten die Existenz gerettet. Das mag pathetisch klingen, ist aber so. Ohne ihren Kampf hätten sogar ziemlich wahrscheinlich meine Großeltern keine Chance auf ein Leben gehabt, und somit hätte auch ich hier nicht schreiben können. Das ist auch der Grund, warum etwa nicht ein Buch oder Film wie "Eine Frau in Berlin" unerträglich war. Sondern ich weiß nicht welches Jahr, seine Ausstrahlung just am 09.05. im ZDF, an dem Tag, an dem wir des Endes eines schrecklichen Krieges und Millionen unserer Toten gedenken. Das bereitet entsprechend Schwierigkeiten bei der Aufarbeitung von Kriegsverbrechen dieser unserer Soldaten, denen wir das Leben verdanken.

    Dann kommt noch etwas dazu. Schon ein gewisses Trauma und Orientierungslosigkeit nach einem zerfallenen Imperium, was durch und nach dem Krieg entstand.
    Meine Eltern und Großeltern sind mit den sicher auch propagierten Idealvorstellungen einer harmonischen Völkerfamilie in der UdSSR aufgewachsen. Und von Brüdervölkern in den Staaten des ehemaligen Ostblock. Und kaum bricht das alles zusammen, das ganze Leben wird ungewiss, wirst du dann auch mit geballter Ladung damit konfrontiert, wie Sch... doch alles war, mit Russophobie. Im Grunde galt nichts mehr von dem, an was du vorher tatsächlich glaubtest. Außerdem hatte man unter größtem Blutzoll einen Kriegssieg errungen, und war am Ende eigentlich der große Verlierer des 20. Jh. Das alles zu bewältigen war und ist schon nicht einfach. Muss man nicht verstehen, aber so ist es.

    Nach wie vor ist die russische Gesellschaft wie ein halbstarker Teenager, der sich orientieren, seinen Platz finden muss. Vielleicht auch da Zorn und Frust entwickelt und dann ggf. auch mal schnell um sich schlägt, wenn er sich angegriffen fühlt. Traurig, aber wahr. Vor einigen Jahren gab es schon Fortschritte in der Aufarbeitung des Stalinismus, auch bei der Aufarbeitung natürlich auch vorhandener sowjetischer Kriegsmythen. Im Moment aufgrund der ganzen außen- und geopolitischen Umstände sieht man wieder einen Rückschritt, man setzt auf die "patriotisch"-nationalistische Karte. Und die erlaubt es vielen Landsleuten scheinbar nicht, sich mit den dunklen Punkten der Vergangenheit, auch solcher Kriegsverbrechen wie der massenweise Vergewaltigung von Frauen auseinander zu setzen.
    Nun ja, ich hoffe sehr, irgendwann werden wir mal "groß". *seufz"
    Natürich musste sich Staling und seine Soldaten wehren und nicht einfach zulassen das Hitler Russland überrollt.

    Soldaten sind Soldaten die sind eigentlich da um zu kämpfen und der gröste Teil der Soldaten haben nie eine Frau vergewaltigt egal auf welcher seite. Trauriger weisse verden im jeden Krieg Frauen von Soldaten verhewaltigt, unschuldige Zivilisten getötet.

    Was ich dan aber hasse ist wenn man fremde Armeen als reine Vergewaltiger bezeichnet.

    Im jedem Krieg folgt mit was guten etwas schlechtes.

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