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Zwischen Autonomie und Abhängigkeit: Albaniens schwieriger Weg zur Eigenstaatlichkeit

Erstellt von Karim-Benzema, 05.01.2009, 22:29 Uhr · 11 Antworten · 1.139 Aufrufe

  1. #1
    Karim-Benzema

    Zwischen Autonomie und Abhängigkeit: Albaniens schwieriger Weg zur Eigenstaatlichkeit

    Zwischen Autonomie und Abhängigkeit: Albaniens schwieriger Weg
    zur Eigenstaatlichkeit vor dem 1. Weltkrieg
    Vortrag von Klaus-Peter Müller im Albanischen Forum am 24.04.2008 in Dortmund
    Noch vier Jahre und die Republik Albanien mitsamt ihrer global verstreuten Diaspora
    feiert am 28. November 2012 das 100jährige Bestehen eines eigenständigen albanischen
    Staatsgebildes am Westrand des Balkan. Eines relativ kontinuierlichen Bestehens
    wohlgemerkt, was in dieser Region keine Selbstverständlichkeit bedeutet, wie
    wir aus der jüngsten Vergangenheit wissen. Das benachbarte Montenegro zum Beispiel
    musste seine Eigenstaatlichkeit von 1878 (zunächst selbständiges Fürstentum,
    seit 1910 Königreich) bereits nach dem 1. Weltkrieg wieder aufgeben und konnte sie
    erst vor zwei Jahren zurückgewinnen.
    Nun ist Albaniens Entwicklung bis hin zur Ausrufung der Autonomie 1912 in Valona
    (heute Vlorë) durch 37 Patrioten um die charismatische Figur Ismail Qemal Bej
    Vlora und bis hin zum eigenständigen Fürstentum 1914 mit der Hauptstadt Durazzo
    (heute Durrës) und dem deutschen Prinzen Wilhelm zu Wied als Souverän mit derjenigen
    Montenegros kaum vergleichbar: Zu unterschiedlich sind trotz gemeinsamer
    Balkangeschichte die ethnischen, religiösen, politischen sowie wirtschaftlichen Voraussetzungen
    beider Staatsbildungen gewesen. Gemeinsam war, dass sie auf internationalem
    Druck der europäischen Großmächte hin als ehemalige Provinzen aus
    dem osmanischen Vielvölkerreich herausfiletiert wurden (Montenegro recht früh, Albanien
    eher spät). Aber der Status der jeweiligen Bewohner war ein völlig anderer:
    Die orthodoxen Slawen nordwestlich des Skutari-Sees galten zeitlebens als christliche
    Untertanen ohne Privilegien, wohingegen die Mehrheit der Albaner des Kosovo
    und der Region zwischen katholischer Mirdita und griechisch-orthodoxem Süden
    mehr oder weniger gewaltsam zum Islam konvertiert war und ihnen der Weg in Armee
    und Staatsämter des Sultanats offen stand. Nach soviel Entgegenkommen der
    osmanischen Besatzungsmacht waren Ablösungsprobleme vorprogrammiert.
    Aus diesem Blickwinkel heraus soll im folgenden das nur kurz dauernde Regime
    des Prinzen vom Rhein als Fürst von Albanien betrachtet werden, weil damit die
    zwar schwierige, letztlich jedoch dauerhafte Eigenstaatlichkeit des Landes begann.
    1. Allgemeine Situation Albaniens 1912-14
    Die Ausrufung der Autonomie am 28. November 1912 im Windschatten des 1. Balkankrieges
    - unter Ausnutzung der militärischen Schwächung der osmanischen Besatzer
    also - betraf etwa 4000 km² um Valona/Vlorë herum (das sind 10% des albanischen
    Siedlungsgebietes).
    Alle anderen Gebiete Albaniens kontrollierten die Armeen
    Griechenlands, Serbiens und Montenegros
    - so Michael Schmidt-Neke (1987). Unter
    diesen Umständen wäre es illusorisch gewesen, bereits eine komplette Verfassung
    für einen Staat zu verabschieden, dessen endgültige Ausdehnung noch völlig ungewiss,
    ja, dessen künftige Existenz noch nicht einmal gesichert war
    . Die Regierung mit
    Ismail Qemal Bej Vlora als Präsidenten war als Provisorium gedacht. Eine Staatsgründung
    im engeren Sinne kam erst zustande, als die europäischen Großmächte -
    aufgeschreckt vom Verlauf des 1. Balkankrieges - sich über die Londoner Botschafterkonferenz
    in die Neuaufteilung des Balkan einmischten, um nichts mehr dem Zufall
    zu überlassen. Denn es ging um die Wahrung ihrer geostrategischen Interessen:
    Als Fortsetzung seiner südslawischen Adriaprovinz Dalmatien (damals bis Bar im
    heutigen Montenegro reichend) weckte ein autonomes Albanien Österreich-Ungarns
    Interesse, zumal das den Osmanen einst abgerungene katholische Protektorat um
    Skutari (heute Shkodër) schon bestand. Als Brückenkopf zum Balkan und für die
    Verwirklichung des uralten
    Mare Nostrum-Gedankens weckte es aber auch in Italien
    Begehrlichkeit. Daraus ist, unter anderem, die Rivalität und der nachhaltige Konflikt
    Italiens mit Österreich ableitbar, der dem Regime Wied enorm zu schaffen machte.
    Man war sich hinsichtlich Albanien nur in einem einig: Serbien sollte nicht bis zur
    Adria vordringen und bei San Giovanni di Medua (heute Shengjin) einen Hafen bauen.
    Aber auch andere Großmächte hatten Interessen: England behielt die Mittelmeerstaaten
    immer als Anrainerstaaten seiner Passage nach Indien im Blick. Frankreich,
    traditionell gegen England um die Aufteilung der Welt kämpfend, suchte den Pakt mit
    Russland und unterstützte somit auch die Serben gegen Albanien. Russland wollte
    schon immer einen ungehinderten Zugang zum südlichen Meer (Bosporus, Dardanellen),
    wurde von England jedoch stets daran gehindert; ein serbischer Adriahafen
    als Alternative war somit interessant. Das Deutsche Reich setzte eher auf eine militärische
    Allianz mit den Osmanen (Offiziersschulung, Ausbau der Bagdad-Bahn).
    Apropos Osmanen: Deren Erfolgsgeschichte war längst vorbei. Der Mann am
    Bosporus sei krank, hieß es in Europa seit Beginn des 19. Jahrhunderts. Das Habsburgerreich
    und Russland hatten ihm heftig zugesetzt. Stück für Stück wurde dem
    Vielvölkerreich entrissen, zahlreiche autonome Fürstentümer entstanden. Der Überfall
    Italiens auf die Provinz Tripolis (heute Libyen) leitete 1911 schließlich einen unumkehrbaren
    Zerfall ein: Die (ähnlich wie das Deutsche Reich) industriell aufholende
    Mittelmeermacht setzte nämlich erstmals Flugzeuge als Bombenträger ein und demonstrierte
    damit auf beeindruckende Weise den Fortschritt auf dem Gebiet der
    Massenvernichtung. Die sich anschließenden Balkankriege 1912/13 führten zu einer
    vollständigen Aufteilung Rumeliens, der europäischen Provinz des Sultanats.
    Entsetzt darüber, wie schnell die bisherige Machtbalance gekippt war, beriefen
    die Großmächte im Dezember 1912 eiligst eine Dauerkonferenz der europäischen
    Diplomatie in London ein. Dabei wurde die Frage eines selbständigen Staates Albanien
    ständiger Tagesordnungspunkt, nachdem im November 1912 in Valona/Vlorë
    die eigenmächtige Ausrufung der Unabhängigkeit erfolgt war. Mit dem Frieden von
    Bukarest im August 1913 endete die Konferenz, ihre Beschlüsse wurden in der Folgezeit
    nach und nach umgesetzt. Bezogen auf Albanien waren das die Arbeit der
    Grenzziehungskommissionen Nord und Süd, die Arbeit der Internationalen Kontrollkommission
    in Valona/Vlorë (am Sitz der provisorischen Regierung), auch die Arbeit
    holländischer Offiziere zum Aufbau einer Gendarmerie, aber nicht zuletzt die Einsetzung
    eines Fürsten (albanisch
    Mbret), der das erwünschte monarchische Prinzip erhalten
    und möglichst allen Mächten genehm sein sollte.
    Das Rennen um dieses Amt machte von etwa 20 adligen Bewerbern der protestantische
    Prinz aus Neuwied, preußischer Berufsoffizier bei der Ulanengarde in Potsdam.
    Er bekleidete es nur ein halbes Jahr lang, von März bis September.
    Der Fürst
    zu Wied kam und ging
    - so knapp beschrieb Werner Daum in einer historischen
    Übersicht deshalb die 180 Tage der ersten deutsch-albanischen Beziehung im Jahre
    1914. Diese bestand ja nur in der deutschen Abkunft des Fürsten, denn das Deutsche
    Reich hatte, wie oben erwähnt, damals keine Ambitionen bezüglich der ehemaligen
    türkischen Provinz auf dem Westbalkan (auch Griechenland, Rumänien und
    Bulgarien bekamen vormals Sprösslinge aus deutschen Adelshäusern als Regenten,
    ohne dass daraus politische Bündnisse erwuchsen: Ein Prinz aus Bayern ging nach
    Athen, einer der Hohenzollern nach Bukarest und ein Battenberger nach Sofia).
    Die Einmischung von Großmächten in die Organisierung neu gegründeter Staaten
    als Instrument der Einflussnahme hatte übrigens Tradition auf dem Balkan, noch bevor
    Wied seine Wahlresidenz Durazzo/Durrës betrat. Mit dem Beschluss der Londoner
    Botschafterkonferenz vom 29. Juli 1913 erreichte sie jedoch ihre damals höchste
    Stufe, weil sie über die Einfuhr einer Dynastie hinausging und mit der Ablösung der
    provisorischen Regierung in Valona/Vlorë durch eine internationale Kommission ein
    Kondominat, ein Kollektivregime der Großmächte, installierte.
    Die Idee eines albanischen
    Nationalstaates im eigentlichen Sinne wurde damit
    , so der Historiker Arben
    Puto,
    nicht nur abgelehnt bzw. ad absurdum geführt, auch das einheimische Element
    war in dem neuen Mechanismus schwach, rein formal und mit einer fast dekorativen
    Funktion vertreten
    . Am deutlichsten zeigte dies die Aufteilung der von Albanern besiedelten
    Gebiete: Um das imperialistische Kräftegleichgewicht zu erhalten, wurde
    regelrecht gepokert und die Hälfte der albanischen Ethnie (Kosovo) aus dem neugegründeten
    Staatsgebiet ausgesperrt - ein Konfliktstoff bis in unsere Tage hinein.
    Dass die Großmächte überhaupt solch einen kollektiv verwalteten Kunststaat einrichten
    konnten, hatte nicht allein etwas mit ihrer militärischen oder sonstigen Überlegenheit
    zu tun, sondern auch mit der innenpolitische Schwäche des
    einheimischen
    Elements
    (Puto): weil eine kleine, aber mächtige Großgrundbesitzerschicht das Land
    an der Adria dominierte (immerhin kontrollierten nur 5 Familien - darunter die Vloras,
    Vrionis und Toptanis - die Hälfte des fruchtbaren Bodens), weil das Clanwesen das
    schwach ausgeprägte Bürgertum bei der Installation westlicher Regierungsformen
    behinderte und weil die Rivalität dieser Clans mehr Partikularismus und Separatismus
    als nationalstaatliche Einigung erzeugten.
    Wie wenig das albanische Volk im
    Sinne einer Eigenstaatlichkeit bzw. einer Gesamtstaatlichkeit zu denken gewohnt
    war, zeigt sich unter anderem im fehlenden Wortschatz für nahezu alle staatsrechtlich
    relevanten Begriffe
    , stellt Bernhard Tönnes dazu fest. Beim Eintritt ins 20. Jahrhundert
    mussten in kürzester Zeit Fremdwörter und Lehnübersetzungen dafür eingeführt
    werden
    .
    Und noch Joseph Roth, Schriftsteller und Journalist, der das Land 1927 bereiste,
    umschrieb das mangelhafte Staatsbewusstsein wie folgt:
    Man muss wissen, dass ein
    Parlament in Albanien nicht anders zustande kommen kann, als es eben in Albanien
    zusammenkommt. Es ist unmöglich, die Verhältnisse eines orientalischen Staates,
    dessen Geschichte aus Unterdrückung besteht, dessen Sitte Korruption heißt, dessen
    Kultur eine Mischung aus heimischer bukolischer und wildromantischer Naivität
    und fremder aufoktroyierter Intrige ist, mit der demokratischen Moral des Westeuropäers
    zu beurteilen. Wenn man plötzlich ins Mittelalter versetzt würde, könnte man
    sich konsequent nicht über die Hexenverbrennung entrüsten
    . Auch wenn Roths Sicht
    der Dinge übertrieben erscheint: Eine Reise nach Albanien, nur 2-3 Dampfertage von
    Mitteleuropa entfernt, glich damals tatsächlich einer Zeitreise in archaische Lebensformen.
    Westliche Lebensvorstellungen hatten in der feudalen Oberklasse wie auch
    in bürgerlichen Kreisen zwar schon Fuß gefasst, aber außerhalb der Städte herrschten
    patriarchalische Stammesstrukturen (in Albanien ansässige Europäer vor dem 1.
    Weltkrieg waren eher Ausdruck fortgeschrittener imperialistischer Durchdringung).

    2. Albaniens osmanische ›Verwurzelung‹ und die Folgen
    Jahrhunderte lang hielten die osmanischen Türken die Geschicke in Nordafrika, Vorderasien
    und auf dem Balkan in ihrer Hand. Als sie im 15. Jahrhundert Byzanz eroberten
    und zu ihrer Metropole machten, erbten sie dessen antike Kulturtradition und
    brachten im Gegenzug islamische Spiritualität an den Bosporus. Auf dem Höhepunkt
    ihrer feudalen Militärdespotie zogen sie bis vor die Tore Wiens und bedrohten Europa.
    Als das aber im Zuge der technologischen und industriellen Revolution die Erde
    im Sinne des Wortes umzukrempeln begann, war das Sultanat unfähig, ähnlich produktive
    Veränderungen herbeizuführen. Alle Reformversuche änderten nichts an der
    zunehmenden Stagnation. Die letzte Phase unter Abdul Hamid II., seit 1876, endete
    somit in Autokratie und Absolutismus. Die Rücknahme zuvor eingeführter bürgerlicher
    Institutionen wie zum Beispiel das Parlament war die Folge, politische Veränderer
    blieben aus. Dank eines ausgeklügelten Spitzelsystems, korrupter Verwaltungen
    und einer noch schwachen, später zerstrittenen Opposition konnte sich der Sultan so
    gegen alle Modernisierungsversuche, Putsche und Attentate über 30 Jahre lang und
    über die Jahrhundertwende hinaus an der Macht halten. Als das Maß voll genug war
    und vor allem in Offizierskreisen der Oppositionsgeist erstarkte, nutzte ein
    Komitee
    für Einheit und Fortschritt
    - im europäischen Ausland Jungtürken genannt - die Chance
    zu putschen (1908 und 1909).
    Heraus kam dabei allerdings nicht die gewünschte Modernisierung in Politik und
    Wirtschaft, sondern eine modernisierte Militärdespotie. Talaat Pascha, Enver Pascha
    und Djemal Pascha, die Protagonisten der Putsche, bildeten ein autokratisches Triumvirat.
    Heraus kam dabei vor allem aber ein türkischer Nationalismus, der dem Nationalismus
    der bislang beherrschten und nun untreu werdenden Untertanen entgegengesetzt
    wurde (die Entmachtung Abdul Hamids II. hatte in vielen Völkern Hoffnung
    auf mehr Autonomie geweckt). Ein extrem türkischer Nationalstaat löste den
    vergleichsweise toleranten Vielvölkerstaat der Osmanen ab, was die Unzufriedenheit
    nur noch mehr schürte und zu Aufständen in allen Winkeln des Reiches führte - auch
    auf dem Balkan.
    Dort wurde die Situation für die Albaner, die sich aus der besonderen gemeinsamen
    Geschichte mit den osmanischen Besatzern ergab, kompliziert: Bevor die Türken
    im 15. Jahrhundert ins Land kamen, war von Albanern kaum die Rede. Die waren
    entweder romanisiert, slawisiert oder gräzisiert, ihre Identität wurde von Venezianern,
    Serben oder Byzantinern bestimmt. Mit den Osmanen kam der Islam und die
    Möglichkeit, sich damit von den anderen Kulturen zu separieren und in den Machtapparat
    des Sultans zu integrieren. Ob in der Fremde oder daheim: Arnauten, wie die
    Albaner bei den Osmanen hießen, profitierten von deren Herrschaft.
    Das änderte sich im 19. Jahrhundert grundlegend, als bürgerliche, nationalistische
    Ideen aus der Französischen Revolution zum Oppositionsleitfaden der unterdrückten
    Balkanvölker wurde. Auch in der Provinz Albanien gab es eine Art Nationalbewegung
    (
    Rilindja) im Anschluss an die Neuordnung des Balkan durch die europäischen
    Großmächte 1878 in Berlin. Es ging aber mehr um kulturelle Autonomie (Sprache,
    Schrift, Schulen etc.), die hergestellt und erhalten werden sollte. Eine politische
    Abspaltung (Souveränität) vom Osmanischen Reich konnten sich viele Albaner auf
    Grund der gewachsenen Beziehungen gar nicht vorstellen. Diejenigen, die in der Armee
    dienten oder Staatsämter inne hatten, hielten bis zum Putsch treu zum Sultan.
    Während der Freiheitskämpfe der Griechen, Montenegriner, Serben, Rumänen und
    Bulgaren - bis 1908 also - fühlten sich die meisten als natürliche Verbündete der osmanischen
    Türken.
    Erst der extrem türkische Nationalismus der Jungtürken als Spitze einer erneuten
    Autokratie rief sie in die Opposition. Die einsetzende rigide Einschränkung kultureller
    Autonomie trieb die albanische Intelligenz entweder ins Ausland oder auf die Barrikaden
    und so unterschiedliche Opponenten wie Freidenker, Feudalherren und Bektaschi-
    Anhänger in Klubs zu geheimen Kaderschmieden zusammen. Blutige Feldzüge
    seitens der jungtürkischen Machthaber in der bislang treuen, aber nun abtrünnig gewordenen
    Provinz auf dem Westbalkan sollten solche Absetzbewegungen ersticken.
    Und sie hätten auch Erfolg gehabt, wenn nicht die Armeen der Montenegriner, Serben,
    Griechen und Bulgaren - später auch der Rumänen - begonnen hätten, im Rahmen
    der Balkankriege neue Grenzen zu ziehen.
    Die militärische Schwäche des Sultanats gab der albanischen Opposition die entscheidende
    Chance, es gleich zu tun und sich für souverän zu erklären. Das passierte
    am 28. November 1912 in Valona/Vlorë.
    Es grenzt schon an ein Wunder, schreibt
    Bernd Tönnes dazu,
    dass die Worte einer Handvoll Privatleute (gemeint sind 37 Patrioten)

    in einem abgelegenen Provinznest der dahinsiechenden Türkei ausgerechnet
    zu diesem Zeitpunkt etwas bewirkten, was den Albanern im Verlaufe ihrer Jahrhunderte
    langen Geschichte noch nie geglückt war: Die Gründung eines eigenständigen
    Staatswesens und dessen spätere Anerkennung durch die Welt
    .
    Wer nun glaubt, die Ausrufung der Autonomie über 4000 km² albanischen Bodens
    mit 300 000 Menschen darauf, davon über 30 000 vor den Griechen geflohene türkische
    Soldaten, oder die spätere Installierung der Wied-Regierung durch die Großmächte
    sei ein Jahrhunderte alter Traum aller Albaner verwirklicht worden, täuscht
    sich. Intelligenzia und feudale wie bürgerliche Notabeln mochten das so sehen, für
    die Masse der Bevölkerung, die abhängigen Bauern, änderte sich jedoch nichts: europäische
    Fremdherrschaft erschien ihr sogar schlimmer als osmanische Feudalherrschaft,
    da das Abhängigkeitsverhältnis unpersönlicher, unbeeinflussbarer und damit
    bedrohlicher war.
    Der Bauer lehnte sich gegen seinen Grundherrn auf, verlangte
    eine Besserung seiner materiellen Lage, die er von dem fremden Herrscher erwartet
    hatte. Da sie ausgeblieben, ja nicht einmal Steuerrückstände erlassen worden waren,
    war die Unzufriedenheit der Bauern gewachsen
    , schrieb der österreichische Diplomat
    Carl Buchberger - der als Regierungsberater Wieds fungiert hatte - zwei Jahre
    später unter dem Pseudonym Karl Thopia.
    Neben etlichen Schwierigkeiten, mit denen Wied zu kämpfen hatte, war es diese
    Unzufriedenheit der Bauern Mittelalbaniens, die im Sommer 1914 den Anfang vom
    Ende seines Regimes einleiteten und damit die Ignoranz gewachsener Strukturen
    bestrafte.
    Auf ihren Kern zurückgeführt war der Aufstand Mittelalbaniens eine Agrarrevolte
    der mohammedanischen Bauern, die in der Folge von allen interessierten
    gegnerischen Propaganden ausgenützt wurde .. Das Verlangen nach Rückkehr unter
    türkische Herrschaft, gegen die sich gerade Mittelalbanien durch Jahrhunderte aufgelehnt
    und die es in heftigen Aufständen bekämpft hatte, war nicht den Köpfen der
    Bauern entsprungen
    , so Buchberger-Thopia, aber - so möchte man fortsetzen - den
    Bauern leichter schmackhaft zu machen als das Neue, Unbekannte der Herrschaft
    eines deutschen Christen.
    Jungtürkische Prestigepolitiker hofften hieraus Kapital zu
    schlagen und benutzten das starke religiöse Gefühl der Mohammedaner, um ihnen
    die Bedrohung ihrer Religion durch den christlichen Fürsten vorzuhalten und einzureden,
    dass die Türkei ihnen nicht nur einen mohammedanischen Herrscher senden,
    sondern alle ihre Wünsche erfüllen und den Beschwerden abhelfen würde
    .
    Aber
    auch Italien begann sehr bald, die Führer der Rebellen zu beeinflussen, und
    den Aufstand für seine Zwecke auszunützen. Sein Ziel war ein italienisches Protektorat
    über die Mohammedaner Albaniens. Italien, das in Tripolitanien im ständigen
    Kämpfe mit aufständischen Mohammedanern lag, und andererseits von der Türkei
    neue Konzessionen in Südanatolien erlangen wollte, trachtete seine Politik aus diesen
    doppelten Gründen mit aller Gewalt in türkenfreundliche Bahnen umzulenken,
    und ein Meilenstein auf diesem Wege sollte die Übernahme des Protektorats über
    die mohammedanischen Albaner sein
    - so Buchberger-Thopia. Das sollte zudem das
    nötige Gegengewicht zum ewig bekämpften katholischen Protektorat der Österreicher
    im Norden bilden. Auf Grund der mohammedanischen Mehrheit würde es automatisch
    das politische Übergewicht für Italien bringen
    .

    3. Albaniens Eigenstaatlichkeit in Gefahr
    Neben der unzufriedenen Bauernschaft Mittelalbaniens, die für die unterschiedliche
    Propaganda empfänglich war, am stärksten aber für die jungtürkische Agitation, und
    neben den Griechen, die den Süden des Landes entgegen aller Konvention dauerhaft
    besetzt hielten - mal mit Armee, mal mit Freikorps - hatte Wied auch Widersacher
    in seiner unmittelbaren Umgebung. Das waren diejenigen Vertreter der europäischen
    Diplomatie, die eigentlich kein eigenständiges Albanien wollten, es aber auf
    dem Wege des Kompromisses zähneknirschend hinnahmen (Frankreich, Russland),
    oder bezüglich der Eigenständigkeit eine andere Vorstellung für eigene Interventionen
    entwickelten (Italien). Und das waren jene Amtsinhaber am Hof, die als Großgrundbesitzer
    selbst hätten Fürst werden können, sich aber wegen der Rivalität zwischen
    den Feudalclans und wegen der von den Großmächten gewünschten Kunststaat-
    Konstruktion zunächst zähneknirschend mit einem Ministeramt zufrieden gaben.
    Einer von ihnen, Esat Pasha Toptani, besaß gleich zwei davon, ließ jedoch nie
    Zweifel darüber aufkommen, auf welchen Platz in der Regierung er eigentlich gehörte.
    Als Bruchstelle innerhalb der Regierung erwies sich Esat Toptani, in dessen Einflussgebiet
    sich die Residenz Durrës befand. Die serbische Regierung sah bereits im
    September 1913 in seinem Ehrgeiz eine Möglichkeit, ihre Ansprüche auf Nordalbanien
    durchzusetzen .. Doch darüber hinaus stand Toptani offenbar in Verbindung mit
    Italien
    - so Schmidt-Neke (1988). Ein derartiger, von vielen Seiten käuflicher Intrigant
    nutzte die Dauerbesetzung Südalbaniens durch die Griechen und die Bauerrevolte in
    Mittelalbanien natürlich bald für seine Zwecke aus:
    Er versprach den Bauern Boden
    und Steuerfreiheit und einen islamischen Fürsten, wenn sie ihn gegen Wied unterstützten.
    Einen Teil der Bauern vermochte er hinter sich zu bringen, indem er sie mit
    Waffen versorgte.
    Doch entglitt ihm die Führung des Aufstandes: Obwohl er unter
    den Bauernführern einige Anhänger hatte, waren die Bauern nicht bereit, sich für ihn
    zu opfern
    . In dieser Situation, im Mai 1914, erwiesen sich die holländischen Gendarmeriekommandeure
    als Retter in der Not: Sie überzeugten den Fürsten von Esats
    Doppelspiel.
    Der Fürst ließ Esat verhaften und nach dem Versprechen, ohne Wieds
    Zustimmung nicht mehr zurückzukommen, nach Rom ausreisen
    (ebd.).
    Seine Abwesenheit verbesserte die Lage nicht - im Gegenteil: Die Rivalität unter
    den Schutzmächten Österreich und Italien brach nun offen aus, Esat wurde in Rom
    als Märtyrer gefeiert. Bei den Bauern wurde er in dem Maße zunehmend populär,
    wie die antieuropäische Stimmung unter ihnen zunehmend geschürt wurde.
    Der Konflikt
    wurde unlösbar. Wied wollte sich dem Einfluss der Rivalen Österreich-Ungarn
    und Italien entziehen und sich auf sein Heimatland stützen, holte sich aber eine Abfuhr
    durch den Kaiser
    (ebd.). Der übrigens war sein Vetter und hatte Ostern 1914
    sechs Wochen lang Urlaub auf Korfu - 150 km von Durazzo/Durrës entfernt - gemacht,
    ohne Kontakt zu seinem deutschen Verwandten und Kollegen aufzunehmen.
    Im Vorfeld schon hatte er es abgelehnt, dass ein deutscher Prinz sich auf den ›Unsinn
    mit Albanien‹ einlassen solle. Zudem war seine Schwester griechische Königin,
    was des Kaisers Parteinahme für Griechenland erklärt.
    Schließlich blieb als Lösung nur noch
    die Wiederherstellung des Status quo ante:
    die Abdankung Wieds und die erneute Verwaltung durch die IKK
    (Internationale Kontrollkommission).
    Wied spielte bereits Mitte Juli mit dem Gedanken an Rücktritt, wurde
    aber von seiner Frau zu Bleiben bewegt
    . Doch die Chance eines erneuten Kompromisses
    der Großmächte zu seinen Gunsten war spätestens mit dem Attentat in
    Sarajevo am 28. Juni geschwunden und
    der Kriegsbeginn Anfang August bedeutete
    praktisch das Ende. Die ausländischen Militärs mussten heimkehren .. Nachdem
    auch noch Vlorë von den Rebellen eingenommen worden war, beurteilte Wied seine
    Lage als aussichtslos und verließ Albanien am 3. September, ohne allerdings abzudanken.
    Die IKK übernahm die Regierung wieder
    (ebd.). Aber auch Durazzo/Durrës
    wurde bald von den Aufständischen eingenommen, die wiederum 1915 vom heimgekehrten
    Esat Pasha Toptani mit serbischer Hilfe entmachtet.
    Wieds Abreise hatte
    das alte Machtvakuum wiederhergestellt. Serbien, Montenegro, Griechenland und
    Italien besetzten albanische Gebiete
    (Schmidt-Neke, 1987). Die katholischen Clans
    im Norden stellten ihre ursprüngliche Macht wieder her.
    So endete die ›Xenokratie‹
    über Albanien, um einer langen Besatzungsherrschaft Platz zu machen
    (ebd.).
    Wieds Abreise und damit das Ende der Xenokratie hatte nicht nur das alte Machtvakuum
    wiederhergestellt, es
    bedeutete für Albanien das vorläufige Ende der staatlichen
    Unabhängigkeit, an die erst im Januar 1920 in Lushnjë wieder angeknüpft wurde

    (Schmidt-Neke, 1988). Immerhin verschwand es nach dem 1. Weltkrieg nicht wie
    Montenegro als Provinz in ein übergeordnetes Staatsgebilde, auch wenn seine staatliche
    Autonomie zunehmend von Italiens expansionistischer Politik vereinnahmt wurde.
    Aber das ist ein anderes Kapitel im Fortbestehen der bald 100jährigen staatlichen
    Unabhängigkeit Albaniens.
    Wie können wir abschließend den schwierigen Weg Albaniens hin zur Eigenstaatlichkeit
    zwischen 1912 und 1914 beurteilen?
    Die imperialistischen Mächte hatten völlig unterschiedliche balkanpolitische Konzeptionen,
    unter denen die Tolerierung der einseitigen Staatsgründung vom 28.11.
    1912 Grundlage für einen Kompromiss war. Die Unterwerfung unter das Diktat der
    sechs Mächte war für Albanien die Rettung vor der völligen Besetzung durch seine
    Nachbarn. Der Konsens der Mächte reichte gerade noch hin, um sich auf Wied als
    Fürsten zu einigen. Die Absicherung seiner Herrschaft jedoch scheiterte an der Eskalation
    ihrer Gegensätze
    , so Schmidt-Neke. Aber auch die Voraussetzungen, unter
    denen Albanien als Staat entstand, waren viel ungünstiger als in den Nachbarstaaten:
    Die verspätete sozialökonomische Entwicklung, das geringe Bildungsniveau, die
    religiöse Heterogenität, das Fortbestehen der im Osmanischen Reich gewachsenen
    Elite, die von den Türken behinderte Ausbreitung nationalsprachlicher Kultur, die unzureichende
    Verwaltungsstruktur machten es schon der Provisorischen Regierung
    unmöglich, geordnete Verhältnisse zu schaffen
    (ebd.).
    Für jemanden wie Prinz Wilhelm zu Wied aber, der für seine Aufgabe nicht vorbereitet
    war, da er die Distanz zur Bevölkerung seines Landes nicht überwinden konnte
    (von der Sprachbarriere bis hin zur Ignoranz sozialer und kulturell gewachsener Belange)
    und weil er sich nur mit Beratern der Feudalklasse umgab, was zu krassen
    Fehlentscheidungen führte, war es ein vergebliches Unterfangen, das er nie gewinnen
    konnte. Auch, weil er nur auf Versprechungen der Großmächte baute und sein
    Land damit abhängig von imperialistischen Launen und Rivalitäten war (schon im
    November 1912 hatten die 37 Patrioten bei der Ausrufung der staatlichen ›Unabhängigkeit‹
    auf die Großmächte als Garanten gesetzt und damit die Abhängigkeit durch
    die Hintertür hereingeholt).
    Wenn der Historiker Michael Schmidt-Neke nun feststellt, dass das Regime Wied

    nicht nur
    (in Hinblick auf die 180 Tage Existenz) eine Fußnote der albanischen Geschichte
    (war)
    , sondern ein wichtiger Mosaikstein im Panorama Europas auf dem
    Höhepunkt der Krise des Imperialismus, die sich im 1. Weltkrieg entlud
    , dann drückt
    das den inneren Widerspruch zwischen Albaniens formaler Unabhängigkeit als eigener
    Staat und seiner realen Abhängigkeit von Garantiemächten vor dem 1. Weltkrieg
    in knappster Form aus. Als
    wichtiger Mosaikstein im weltpolitischen Gesamtzusammenhang
    hatte Albaniens Eigenstaatlichkeit vor und mit Wied einfach keine andere
    Möglichkeit als - zunächst - zu scheitern. Die britische Albanienfreundin Mary Edith
    Durham, die das Experiment vor Ort beobachtet hatte, schrieb deshalb später:
    Die
    Geschichte Wilhelms zu Wied gehört zu den allerniederträchtigsten, die die Mächte
    ersonnen haben. Der neugebackene Staat Albanien wurde den Wölfen vorgeworfen,
    um die älteren Staaten zu retten.
    Das allerdings, kann man im Nachhinein sagen, ist
    auch nur bedingt gelungen.

    Buchberger
    , Carl (Thopia, Karl): Das Fürstentum Albanien - eine zeitgeschichtliche Studie, in:
    L.v.Thallóczy (Hg),
    Illyrisch-albanische Forschungen (2 Bände), München 1916, Bd. 2, S. 219-289

    Daum
    , Werner: Einführung, in: Albanien zwischen Kreuz und Halbmond, München 1998, S. 11-35

    Durham
    , Mary Edith: Die slawische Gefahr - 20 Jahre Balkan-Erinnerungen, Stuttgart 1922

    Puto
    , Arben: Die nationalen Kräfte gegen das imperialistische Diktat bei der Organisierung des albanischen
    Staates (1912-1914)
    , Tirana 1983

    Roth
    , Joseph: 8 Reportagen aus Albanien, in: Werke in 4 Bänden, Köln 1976, Bd. 3, S. 594-601,
    1033-1051, 1056

    Schmidt-Neke
    , Michael: Entstehung und Ausbau der Königsdiktatur in Albanien (1912-1939) - Regierungsbildungen,
    Herrschaftsweise und Machteliten in einem jungen Balkanstaat
    , München 1987

    ders.
    : Fürst Wilhelm von Albanien - Faktoren einer ephemeren Herrschaft, in: Aspekte der Albanologie
    (Kongress 1988)
    , Wiesbaden 1991, S. 203-220

    Tönnes
    , Bernhard: Sonderfall Albanien - Enver Hoxhas ›eigener Weg‹ und die historischen Ursprünge

    seiner Ideologie
    , München 1980

  2. #2

    Registriert seit
    18.03.2008
    Beiträge
    20.935
    Ich sag dir jetzt mal was, sobald auch nur ein Fuß in Richtung Einstaatlichkeit gesetzt wird gibts Haue von allen Seiten

  3. #3
    Karim-Benzema

    d

    Zitat Zitat von Mastakilla Beitrag anzeigen
    Ich sag dir jetzt mal was, sobald auch nur ein Fuß in Richtung Einstaatlichkeit gesetzt wird gibts Haue von allen Seiten




















    wie soll ich das verstehen?

  4. #4
    Avatar von Lorik

    Registriert seit
    27.02.2008
    Beiträge
    11.842
    Aha sehr sehr interessant.^^-----------------------

  5. #5
    El Greco
    Zitat Zitat von AlbNYC Beitrag anzeigen
    wie soll ich das verstehen?
    Was willst dim dem hier ereichen? das wird keiner lesen

  6. #6
    Karim-Benzema

    und???

    Zitat Zitat von El Greco Beitrag anzeigen
    Was willst dim dem hier ereichen? das wird keiner lesen


    Ja und dann ist es mir doch egal Ich habe das veröffentliccht weil es um Balkan geht wenn es einer lesen will kann er es machen
    Habt ihr damit probleme doer was?

  7. #7
    El Greco
    Zitat Zitat von AlbNYC Beitrag anzeigen
    Ja und dann ist es mir doch egal Ich habe das veröffentliccht weil es um Balkan geht wenn es einer lesen will kann er es machen
    Habt ihr damit probleme doer was?
    Mir ist es scheiß egal weil ich mich nicht um sowas wie ALbanien interessiere aber nett von dir es zu posten =)

  8. #8
    Karim-Benzema

    kjjj

    Zitat Zitat von El Greco Beitrag anzeigen
    Mir ist es scheiß egal weil ich mich nicht um sowas wie ALbanien interessiere aber nett von dir es zu posten =)


    Ja und

    Albanien liegt aufm balkan da dieses forum balkanforum heisst habe ichd as recht hier sowas zu eröffnen mir sei es auch egal ob es keiner liest aber in dem text geht es um balkan

  9. #9

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    14.07.2004
    Beiträge
    11.391
    deshalb sind die griechen, serben, montis und bulgaren bei uns albanern sehr beliebt....

    bis heute noch wird diese besatzungszeit von unseren nachbarn als befreiung verkauft....

  10. #10
    Avatar von illyrian_eagle

    Registriert seit
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    Beiträge
    6.793
    Die waren
    entweder romanisiert, slawisiert oder gräzisiert, ihre Identität wurde von Venezianern,
    Serben oder Byzantinern bestimmt.

    Welch unketniss ausgebreitet wird.

    Gräzisiert ???? Etwa von dem Griechenland das um das 13 Jahrundert mit Leuten aus Albanien gefüllt wurde damit da Leute wieder leben ????

    Romanisiert ???? Von wen ???

    Ich bitte da kommt mir die Geschichte von Kadare wieder in den Sinn wo er sich lustig macht über die Unkentniss der westlichen Europäer in Bezug auf Albanien.

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