Bildquelle ZDFZaba, Alja und Simona auf der Flucht vor dem Hüter der Grenze

Hüter der Grenze (Varuh meje)

Ein unbeschwerter Ausflug entpuppt sich als Horrortrip

Während der Sommerferien unternehmen die drei Freundinnen Alja, Zana und Simona eine ausgedehnte Kanufahrt auf der Kolpa, dem Grenzfluss zwischen Slowenien und Kroatien.

Alja, Zana und Simona, drei junge Studentinnen aus Ljubljana, fahren gemeinsam in die Sommerferien. Ehe sie zu ihrer Boots-Tour auf dem slowenisch-kroatischen Grenzfluss Kolpa aufbrechen, erfahren sie, dass ein junges Mädchen aus der Grenzregion vermisst wird. Vermutlich wurde sie ermordet. Auf ihrer Bootsfahrt werden die Mädchen vom selbsternannten "Hüter der Grenze" beobachtet, ohne es zu merken. Der "Hüter" ist ein konservativer Lokalpolitiker, ein selbsternannter Wächter der traditionellen slowenischen Werte. Er scheint keine Skrupel zu haben, gegen die vorzugehen, die diese verletzen.


Wachsendes Misstrauen

Während der Fahrt bleibt plötzlich das Kanu von Alja und Zana an einem Felsen hängen. Simona treibt alleine in ihrem Kanu weiter. Plötzlich steht ein Mann vor ihr: Der "Hüter der Grenze", der sie geheimnisvoll anlächelt. Simona ist wie hypnotisiert, angezogen und ängstlich zugleich. Ihre Freundinnen nehmen ihr diese Geschichte zunächst nicht ab. Bald kommt es jedoch immer wieder zu unheimlichen Begegnungen mit dem "Hüter". Nach und nach zeigen sich immer mehr Risse: Gibt es zwischen Alja und Zana mehr als nur freundschaftliche Gefühle? Empfindet Simona eine heimliche Sympathie für den "Hüter"?


Infobox

Montag, 30. Juli 2007, 0.00 Uhr

Spielfilm Slowenien/Deutschland 2002
Regie: Maja Weiss
Buch: Brock Norman Brock, Zoran Hocevar, Maja Weiss
Kamera: Bojan Kastelic
Schnitt: Peter Braatz
Musik: Stewart Dunlop
Produzent: Bela Film
in Koproduktion mit Taris Film
in Zusammenarbeit mit ZDF/ARTE
und TV Slovenia
Redaktion: Jörg Schneider
Länge: 100'

Besetzung

Simona - Iva Krajnc
Zana - Pia Zemljic
Alja - Tanja Potocnik
Guardian of the frontier - Jonas Znidarsic


Grenzverletzungen

Die Bootsfahrt geht weiter: Zuerst ein Ausflug auf die kroatische Seite, dann landen die Mädchen in einem slowenischen Grenzdorf. Auf einem traditionellen Fest werden sie von zwei jungen Männern belästigt. Der "Hüter" tritt auf die Bühne und hält eine reaktionäre politische Rede. Die Mädchen flüchten, der "Hüter" und die Männer folgen ihnen ...

Wo beginnen und wo enden die Grenzen von Freundschaft, Sexualität, Gewalt und Moral? "Hüter der Grenze" erzählt spannend von einer abenteuerlichen Grenzreise, vom Überschreiten der realen und imaginierten Grenzen.


Preise
Festivals und Auszeichnungen

Der Debütfilm von Maja Weiss hatte seine Premiere auf der 52. Berlinale 2002 und gewann dort den LVT - Manfred Salzgeber Preis. "Hüter der Grenze" wurde beim Europäischen Filmpreis 2002 als bester Debütfilm für den Rainer Werner Fassbinder Award nominiert. Darüber hinaus gewann der weltweit auf vielen Festivals gezeigte Film u.a. den slowenischen Filmpreis für die beste Regie und die beste weibliche Darstellerin, den Levi's First Feature Award bei dem 26th San Francisco International Lesbian&Gay Film Festival.

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