Seit der Krieg im ehemaligen Jugoslawien beendet wurde, ist der heute unabhängige Staat Serbien-Montenegro wieder ein Reiseziel. Die wilde, schöne Küste entlang der südlichen Adria und ihr bergisches Hinterland wurden einst u. a. von Byzanz, dem Osmanischen Reich und Österreich-Ungarn regiert, die im Laufe der Geschichte kulturelle Vielfalt in das kleine Land brachten. Die venezianische Vergangenheit wird von der mittelalterlichen Festungsstadt Kotor, die zum Weltkulturerbe erklärt wurde, repräsentiert. Die unberührte, teilweise raue Landschaft des Montenegro beschwört Erinnerungen an Karl Mays Beschreibungen des Balkans. Ein Fjord, die "Boka Kotorska" schiebt sich mit kontrastreichen Formationen 30 Kilometer tief in die Karstberge. Im großen Skutari-See, von dem ein Teil schon zu Albanien gehört, liegt die exklusive Hotelinsel "Sveti Stevan". Hoch auf dem Lovæen-Massiv steht das Mausoleum des Bischofs Njegou, des vielleicht bedeutendsten Balkandichters. Der Politiker, Dissident und Schriftsteller Milovan Djilas widmete ihm eine Biographie. Der Film wandelt auf den Spuren von Njegou und zeichnet seine Bedeutung für das heutige Selbstverständnis der Montenegriner nach. So entsteht das Bild eines Landes, das für Westeuropäer zum "exotischen" Erlebnis wird.