In Srebrenica und Umgebung sprechen Hinterbliebene und Wissenschaftler, die an den Exhumierungen arbeiten, über das Trauma einer Nation. Der Film aus dem Jahr 2008 berichtet von der Lage in Srebrenica 13 Jahre nach dem Massaker.

11. Juli 1995. Nachdem die Sicherheitszone Srebrenica von den bosnischen Serben erobert worden ist, strömen Tausende muslimische Flüchtlinge in Richtung der holländischen Militärbasis. Frauen, Kinder und ältere Männer suchen Schutz in der alten Fabrik in Potocari, wo das holländische Bataillon im Auftrag der UN stationiert ist. Männer im wehrfähigen Alter flüchten durch den Wald. Schon an diesem Tag beginnt das große Schlachten. Mehr als 8.000 Muslime werden von den bosnischen Serben exekutiert und in Massengräbern verscharrt. 13 Jahre danach warten viele Witwen und Waisen noch immer darauf, dass die sterblichen Überreste ihrer Lieben gefunden und identifiziert werden.