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Kosovodokumentation "Es begann mit einer Luege"

Erstellt von vwxyz, 06.06.2007, 16:27 Uhr · 60 Antworten · 4.015 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von skenderbegi

    Registriert seit
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    Idee

    Zitat Zitat von Zurich Beitrag anzeigen
    So eine Scheisse... Das ist überhaupt nicht meine Meinung noch hab ich das je irgendwo gesagt oder was ähnliches!!! Also hör bitte auf mit diesen Unterstellungen. Die, die mich ein bisschen besser kennen, wissen 100%, dass das überhaupt nicht sein kann und eine totale Lüge ist!



    Zu deiner anderen Frage:
    Nein es gibt dazu keine Fakten. Man brauch nicht für jeden scheiss Fakten. Man muss nur ein wenig logisch überlegen um Schlüsse herauszuziehen. Dass der Iran eine Atombombe bauen will gibts auch keine Fakten, dennoch het er es sehr eilig mit dem Zeug und zugleich Sprach der Präsident, dass Israel ausradiert werden müsse. Da braucht es keine Fakten, mann muss nur 1+1 zusammenzählen und etwas logisch denken. In vielen politischen Fragen gab es keine Fakten und dennoch resultieren daraum viele poltische Entscheide. (das mit dem Iran war jetzt ein etwas krasses Beispiel, aber egal)

    Dass ihr damals von Jugoslawien weg wolltet, war mehr als deutlich zu erkennen und es war offensichtlich (und ihr hattet sogar einen Grund). Dafür braucht es keine öffentliche schrifliche Beurkundung. Denn, wenn es nicht so wäre, dann hätten die ganzen Aktionen, Bestrebnise und Verhalten überhaupt keinen Sinn ergeben!!!






    Noch was zu deinem Verhalten hier:

    Viele User würden hier bestätigen, dass du in Sachen Balkanpolitik sehr, sehr national und einseitig eingestellt bist!!! Wir können ruhig eine Umfrage starten wenn du möchtest (allerdings wenn möglich, (aus neutralitäts Gründen) dass Serben und Albaner da nicht abstimmen können, sondern der Rest, wird aber kaum machbar sein).
    Find's immer noch scheisse, dass du oft anderen Faschismus vorwirfst, User als Faschisten beschimpfst und selber nicht viel besser bist. Und ich beobachte hier schon länger wie du mit anderen Usern redest bzw. schreibst und dich verhällst und finde das unter aller Sau! Aber gut, dass du nicht in der Politik bist. Denn mit so einem Verhalten hätte man dich längst rausgeschmissen (völlig egal was du für Meinungen hattest bzw. welche politische Einstellung du hattest). So diskutiert und redet man nicht! Sei bitte ein wenig anständiger! Und unterlasse den Smylie mit dem Mittelfinger, denn du immer und immer wieder in Gebrauch nimmst.

    was du hast aber nicht das gefühl das du mir was vorschreiben könntest oder......?

    es ist immer wieder lustig das du im namen von vielen user sprichst bist jetzt also jetzt auch noch ein anwalt welcher die anderen user vertritt????

    nochmals du gebrachst eine rethorik die untörricht ist und du unterstellst den albaner das diese damals sich abspalten wollten von jugoslawien !!!!!

    sollte es dir entgangen sein war
    1. damals albanien völlig abgeschotet so das dies überhaupt nicht attraktiv gewesen wäre dür die albaner aus kosova einen zusammenschluss in erwähgung zu ziehen!!!!!

    2. da einige albaner im ausland damals weilten haben diese die vorzüge der ausreisefreiheit genossen welche die albaner aus albanien nicht hatten....


    du hast das gefühl du könntest und darfst dir das recht nehmen den albanern die zu unterstellen ???

  2. #12
    Avatar von Zurich

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    Ich hatte hier nie was von irgendeinem Anschluss an Albanien gesagt! Ich sagte nur, dass es mehr als offensichtlich war, dass ihr eine Unabhängigkeit in Aussicht gestellt habt. Es gibt keine offiziellen Fakten dazu, aber jeder normaldenkende Mensch würde das schnell bemerken, da sonst alles andere und die ganzen Aktionen überhaupt keinen Sinn ergeben würden.

  3. #13
    Avatar von KraljEvo

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    SO, jetzt habe ich es ganz durchgeschaut, und kann mich noch an dieses Bild erinnern das bei Rugovo wo die toten "Zivilisten" waren... das es mal im forum reingepostet wurde und jemand darüber gelacht hat, und dann hat jemand geantwortet das man tote Kinder usw. nicht auslachen, und jetzt stellt es als Propaganda dar, also das diese Propaganda noch bei einige Fuss fasst, obwohl es Beweise gibt, das dieses von Scharping nicht bestätigen...

  4. #14
    Avatar von KraljEvo

    Registriert seit
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    13.078

  5. #15
    Avatar von skenderbegi

    Registriert seit
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    11.090

    Idee

    Zitat Zitat von Zurich Beitrag anzeigen
    Ich hatte hier nie was von irgendeinem Anschluss an Albanien gesagt! Ich sagte nur, dass es mehr als offensichtlich war, dass ihr eine Unabhängigkeit in Aussicht gestellt habt. Es gibt keine offiziellen Fakten dazu, aber jeder normaldenkende Mensch würde das schnell bemerken, da sonst alles andere und die ganzen Aktionen überhaupt keinen Sinn ergeben würden.
    gut dann ausser den serben sagt das niemand????

    in diesem fall sind die serben die einzig normaldenkenden oder wie oder

    was...???

    sag doch einfach das dies deine meinung ist aber hör auf mit solchen pauschaulisierungen und im namen von anderen menschen zu sprechen.

    danke

    die albaner wollten nichts anders als die gleichberechtigung mit den anderen republiken....

    worum sollten die albaner dies nicht haben dürfen......

    ganz klar ,weil dann wir heute nicht mehr darüber diskutieren müssten...

    ps:
    schiptar hat dir den spiegel vorgehalten....:iconbiggrin::iconbiggrin::iconbigg rin:

  6. #16
    Lucky Luke
    Zitat Zitat von raza Beitrag anzeigen
    http://video.google.de/videoplay?doc...37190221762301

    Kosovodokumentation "Es begann mit einer Luege" produziert vom WDR und ausgestrahlt auf ARD - also keine Chance es als serbische Propaganda zu bezeichnen.

    Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01 März 2001/u

    Bulldozer-Journalismus: Was der WDR-Film "Es begann mit einer Lüge" verschwiegt

    Von Matthias Rüb

    Öffentliche Debatten beschreiben mitunter sonderbare Bewegungslinien Da geht es zunächst spiralförmig aufwärts, Argument und Gegenargument treiben den Streit voran und dessen Niveau in die Höhe Doch dann kann es jäh zu Einbrüchen kommen, und alles geht sozusagen wieder mit der Grundschule los Oft werden solche Rückfälle von naßforschen Späteinsteigern verursacht, die die wichtigsten Gedanken der Debatte gar nicht kennen, aber dennoch den Scharf-Richter geben Für diejenigen, die schon länger dabei sind und denen weiterhin an der Sache liegt, beginnt dann ein quälender Prozeß: Sie müssen noch einmal buchstabieren, was das Publikum, das man ja nie unterschätzen sollte, schon hundertmal hat lesen, hören und sehen können

    In einer solchen Phase befindet sich zur Zeit die Debatte über den Luftkrieg der Nato um das Kosovo von Ende März bis Mitte Juni 1999 Die Rolle der verspäteten Naßforschen haben die Mitarbeiter des Westdeutschen Rundfunks, Jo Angerer und Mathias Werth, mit ihrer Fernsehdokumentation "Es begann mit einer Lüge" übernommen Der Film aus der Redaktion des Magazins "Monitor" wurde am 8 Februar zur besten Sendezeit ausgestrahlt Die Reaktionen reichten von euphorischer Zustimmung bis zu empörter Ablehnung Vier Tage später wurde der Beitrag im dritten Programm des WDR wiederholt Anschließend gab es eine Live-Diskussion, zu welcher Fürsprecher und Kritiker des Films und seiner Thesen - auch der Autor dieser Zeilen - eingeladen wurden

    Kritiker erhoben gegen Angerer und Werth schwere Vorwürfe - von verkürzender Darstellung über Manipulation bis zu Fälschung Daß die Redaktion und der Sender trotzdem zu den Autoren stehen, kann niemanden überraschen Doch das "Strickmuster" des Films und die Art und Weise, wie er und dessen Autoren vom WDR verteidigt werden, macht die Affäre, die vielleicht gerade erst begonnen hat, zu einem Lehrstück über Arbeitsmethoden und Machtgebaren des größten Einzelsenders innerhalb der ARD

    Angerer und Werth legen die Latte hoch "Dieser Film zeigt, weshalb Bomben auf Belgrad fielen", heißt es Auch der Titel "Es begann mit einer Lüge" ist nicht eben anspruchslos: Obacht, hier kommen, mehr als anderthalb Jahre nach Kriegsende, Wahrheit und Aufklärung eimerweise, nachdem alle anderen, die sich seit Jahren professionell mit dem Kosovo-Konflikt und natürlich auch mit der Zeit des Bombardements beschäftigt haben, offenbar zu dämlich waren, Ursachen und Verlauf des Krieges auch nur ansatzweise wahrheitsgemäß darzustellen und zu erklären Der Impetus des Hoppla-jetzt-kommen-Wir prägt die Machart des Films und die Verteidigungstaktik der Redaktion nach dessen Ausstrahlung: ein strenger Fall von Bulldozer-Journalismus

    Zuerst muß man wissen, daß für die Berichterstattung aus Südosteuropa und damit auch über Krisen und Kriege im ehemaligen Jugoslawien in Radio und Fernsehen der ARD der Bayerische Rundfunk, genauer: dessen Südosteuropa-Studio in Wien, zuständig ist Seit Jahren leisten die Journalisten dieses Studios hervorragende Arbeit, bieten Zuhörern und Zuschauern genaue Analysen und anschauliche Reportagen - geschätzt vom Publikum, geachtet von den Kollegen, honoriert mit Preisen Aus dem belagerten Sarajevo etwa berichtete der BR für die ARD, auch von den Kriegen in Kroatien und zuletzt im Kosovo Für ihren eigenen Kosovo-Film haben Angerer und Werth ausgiebig auf die Infrastruktur des Studios in Wien und im Kosovo zurückgegriffen, haben sich ungezählte Filmaufnahmen der Kamerateams des BR überspielen und zusenden lassen Auf Rat und Kenntnisse der Kollegen glaubte man aber verzichten zu können Man wußte eben in Köln alles schon vorher besser als die Kollegen, die die Region seit Jahren bereist hatten

    Als man im Studio Wien des Produkts der Dreharbeiten des WDR im Kosovo, die sich über mehrere Wochen im Sommer 2000 hinzogen, ansichtig wurde, war man - gelinde gesagt - erschrocken Für die in vielen Medien geäußerte Kritik an dem Film hatte man zum einen mehr Verständnis als für den Film selbst Zum zweiten aber, was schwerer wiegt, weiß im Kosovo und in Serbien kaum jemand zwischen Anstalten wie BR und WDR zu unterscheiden Was hier plötzlich als Produkt des Ersten Deutschen Fernsehens auftaucht, beschädigt die Reputation der ARD als ganzer und des BR im besonderen schwer - und zwar bei Albanern im Kosovo wie auch in Serbien selbst Im Kosovo planen gemäßigte Medien der Albaner einen Aufruf, mit den beiden WDR-Autoren, denen vorgeworfen wird, die an Kosovo-Albanern begangenen Verbrechen generell geleugnet und serbische Propaganda wie aus der Milosevic-Ära verbreitet zu haben, nicht mehr zusammenzuarbeiten Ein solcher Boykott wird gewiß die ganze ARD treffen

    Und in Serbien? Dort und damit auch im Kosovo war der WDR-Film mehrfach zu sehen, mit eingesprochener serbischer Übersetzung Ausgestrahlt wurde der Beitrag in dem Privatsender "YU-Info" mehr als ein halbes Dutzend Mal, wie es heißt Da stellt sich zunächst die Frage, wie der serbische Sender überhaupt an den Film kommen konnte "YU-Info" ist nicht Mitglied der European Broadcasting Union EBU und darf deshalb Beiträge der ARD nicht einfach übernehmen Der WDR hat bisher offenbar nichts gegen die "Raubausstrahlung" des Films durch "YU-Info" unternommen Oder gibt es gar eine Verbindung zwischen Köln und Belgrad? Zu "YU-Info" muß man wissen, daß der Sender von der Partei "Jugoslawische Linke" JUL kontrolliert wird JUL ist die von Milosevics Ehefrau Mira Markovic geführte altkommunistische Kader- und Bonzenpartei Heute ist JUL in Serbien die wahrscheinlich verhaßteste aller Parteien, weil sie die rasche Rückkehr zu den Zeiten Milosevics und seiner diktatorischen Herrschaft fordert Der österreichische Dichter Peter Handke hat sich übrigens bei seinen Reisen durch Serbien Informationen und Gesprächspartner von JUL zuführen lassen Das staatliche serbische Fernsehen RTS - die einst übelste Propagandawaffe Milosevics - entwickelt sich derweil in kleinen Schritten zu so etwas wie einem öffentlich-rechtlichen Fernsehen, das sogar von Serben begangene Kriegsverbrechen im Kosovo, in Kroatien und Bosnien behandelt Da kommt aus Deutschland ein Film daher, der in seinem hämisch-apodiktischen Ton und seiner manipulativen Machart genau dem Muster der alten RTS-Propaganda entspricht Und wie durch Zufall ist dieser Film auf Mira Markovics Sender "YU-Info" zu sehen

    Wie es denen ergeht, die sich gegen Inhalt und Machart des WDR-Films aussprechen, hat als erster der albanische Übersetzer des BR und damit der ARD in Prishtina, Besnik Hamiti, zu spüren bekommen Er war so leichtsinnig, sein Entsetzen gegenüber einem deutschen Offizier der internationalen Friedenstruppe im Kosovo Kfor zu äußern Hamitis Stellungnahme zu den Umständen der Dreharbeiten wurde unter anderem in dieser Zeitung FAZ vom 21 Februar veröffentlicht Daraufhin rief der stellvertretende Chefredakteur des WDR, Albrecht Reinhardt, beim ARD-Studio in Wien an und teilte - in rüdem Ton, wie es heißt - sein Mißvergnügen darüber mit, daß Herr Hamiti Interna der ARD verbreite Zudem forderte er eine schriftliche Stellungnahme von Herrn Hamiti zu den Vorgängen In dieser Stellungnahme wiederholt Hamiti im Detail all jene Vorwürfe, die er schon gegenüber dem Kfor-Presseoffizier Rettelbach gegen Werth erhoben hatte Danach wurden Zeugenaussagen weggelassen und grob verkürzt, wenn sie nicht ins Konzept des Filmes paßten An die Interviews von Werth in Racak im Mittelkosovo, wo am 15 Januar 1999 fünfundvierzig Albaner getötet wurden, erinnert sich der Übersetzer Hamiti mit folgenden Worten: "Herr Werth hat die ganze Zeit darauf bestanden, von den Leuten dort die Stellungnahme zu bekommen, die kosovo-albanische Befreiungsarmee UCK habe die serbische Polizei provoziert, und daß 24 der 45 Menschen, die dort getötet wurden, UCK-Kämpfer gewesen seien Dies wurde von den Dorfbewohnern nicht bestätigt" Die in Racak geführten Interviews mit zwei Augenzeugen, die die mutmaßlichen Massenerschießungen überlebt hatten, wurden für den Film nicht verwendet

    Statt dessen behandelt der Film ausführlich den Vorfall vom 29 Januar 1999 in dem Dorf Rogovo Dort wurden vierundzwanzig Kosovo-Albaner getötet, nachdem zuvor ein serbischer Polizist von der UCK erschossen worden war Der Zeuge Remzi Shala erzählt im Film: "Damals am 29 Januar ist folgendes passiert: Es war ein Freitag Morgens kurz nach fünf ging es drüben im Haus meines Nachbarn Shefqet Berisha los Es waren Schüsse aus Maschinengewehren, drei oder vier Stunden lang" Der Augenzeuge Shefqet Berisha, der nach Angaben des Übersetzers Hamiti berichtete, "daß die Polizei Waffen neben die Toten gelegt" habe, bevor Beobachter der OSZE und ein Kamerateam in den zuvor sorgfältig arrangierten Hof gelassen wurden, kommt in dem Film nicht zu Wort, weil er Werth unglaubwürdig erschien Dabei wird im Fall Racak so gerne das Argument vorgebracht, UCK-Kämpfer hätten ihre getöteten Kameraden in Zivilkleider gesteckt, um ein Massaker vorzutäuschen Während das Argument der Täuschung für glaubwürdig gehalten wird, wenn es die serbische Polizei vorbringt, kann es offenbar nicht gelten, wenn ein albanischer Augenzeuge von einem solchen Vorgehen berichtet

    Wie zu erwarten wird in dem WDR-Film der ehemalige General und OSZE-Mitarbeiter Heinz Loquai in den Zeugenstand gerufen Loquai kommt immer und überall zu Wort, wenn jemand gebraucht wird, der abstreitet, daß es im Kosovo schon vor Beginn des Luftkriegs der Nato im März 1999 eine humanitäre Katastrophe und eine "ethnische Säuberung" durch serbische Soldateska gegeben habe Dabei wurden allein im Jahr 1998 nach Angaben internationaler Menschenrechtsorganisationen mehr als 2000 Albaner getötet, in der Mehrheit Zivilisten Zeitweilig befanden sich 500 000 Albaner auf der Flucht, 40 000 Häuser und Wohnungen wurden planmäßig zerstört, Dutzende Dörfer "abgefackelt" Im gleichen Zeitraum kamen nach serbischen Angaben 115 Polizisten ums Leben

    Loquai war zugegebenermaßen nie im Kosovo, hat also wie die Filmautoren Angerer und Werth keine eigene Anschauung vom Zustand der serbischen Provinz im Sommer und Herbst 1998 Vielleicht muß man ja ganze Landstriche im Zustand fast totaler Zerstörung gesehen haben, über verbrannte Dörfer und Felder gefahren sein, vielleicht den Verwesungsgeruch von verendetem Vieh gerochen haben, um einen angeblichen Bürgerkrieg von der Taktik der "ethnischen Säuberung" unterscheiden zu können

    In seinem Buch "Wege in einen vermeidbaren Krieg" schreibt Loquai - in schlechtem Deutsch zwar - über Rogovo den bemerkenswert zutreffenden Satz: "Wahrscheinlich ist, daß nach einem Feuerüberfall auf eine Polizeipatrouille, bei der ein Polizist getötet wurde, die Polizei nicht nur furchtbare Rache an der UCK-Gruppe genommen hat, die den Überfall initiiert hatte, sondern auch noch unbeteiligte Zivilisten umgebracht hat" Das ist, mit gesundem Menschenverstand gelesen, die genaue Definition für ein Massaker: Rache und willkürliche Morde an unbeteiligten Zivilisten Im Film aber sagt Loquai: "Es war auch ganz klar, daß das kein Massaker an der Zivilbevölkerung war Also zu einem Massaker hat es eigentlich der deutsche Verteidigungsminister dann interpretiert" Hat man Loquai souffliert? Dieser Zeuge jedenfalls hat seine Aufgabe gut gemacht, er darf im Film bleiben und sich noch mehrfach äußern, ganz nach dem Geschmack der Autoren

    Kaum jemand bestreitet, daß in Racak und Rogovo auch UCK-Kämpfer getötet wurden Aber die OSZE bezeichnet in ihrem 1999 veröffentlichten Bericht "As Seen, As Told" den Fall Racak ausdrücklich als "Massaker", während Rogovo "ein komplexeres Bild" ergebe, zu dem aber auch "willkürliche Tötung" durch die serbische Polizei gehörte Damit wird die Behauptung der serbischen Polizei von damals und die im Film wiedergegebene Version zurückgewiesen, alle 24 Getöteten Albaner seien UCK-Kämpfer gewesen

    An diesen und weiteren Beispielen wird deutlich, was man dem Film grundsätzlich vorwerfen muß: Statt differenziert aufzuzeigen, "weshalb Bomben auf Belgrad fielen", schwelgen die Autoren in ihrer Verschwörungstheorie, wonach die von Washington angefeuerte Nato Jugoslawien ohne triftigen Grund, dazu völkerrechtswidrig und offenbar aus reiner Kriegslust, bombardiert habe Die ganze Breite der Diskussion über Nato, UN und das Völkerrecht, über die Vorgänge im Kosovo überhaupt und in Rogovo im besonderen wird grob verkürzt Informationen und Zeugenaussagen werden "verbogen" und verfälscht - und im Resultat kommt eine verheerend falsche Story heraus Dazu paßt auch die hämmernde Sprache mit Formulierungen wie "in keinem einzigen Bericht der OSZE", "auf keiner einzigen Tür", obwohl nachweislich nicht alle Berichte der OSZE zu Rate gezogen und nicht alle Türen in Prishtina dahingehend in Augenschein genommen wurden, ob darauf ein besonderes Zeichen zu erkennen war, mit dem sich die in den betreffenden Wohnungen und Häusern lebenden Serben als solche zu erkennen gaben, um nicht irrtümlich vertrieben zu werden siehe unser Bild Bemerkenswert ist auch, daß in dem Film des WDR nur ein einziges Mal - und zwar ganz am Anfang - ein brennendes Gebäude gezeigt wird: Es ist ein von einer Nato-Bombe getroffenes Regierungsgebäude in Belgrad Hat es anderswo im Kosovo nicht gebrannt? Hat es mutwillig von den serbisch-jugoslawischen Truppen angezündete albanische Häuser nicht gegeben?

    So gut wie alle apodiktisch hingeworfenen Behauptungen des Films lassen sich widerlegen oder doch wenigstens mit Gegenmeinungen konterkarieren So soll es den "Hufeisenplan" zur systematischen Vertreibung der Kosovo-Albaner nicht gegeben haben Der pensionierte Oberst der jugoslawischen Armee Dragan Vuksic, ehemaliger Militärattaché in Bonn und enger Mitarbeiter des von Milosevic Ende 1998 entlassenen Generalstabschefs Momcilo Perisic, bestätigte aber mehrfach öffentlich dessen Existenz In einem Vortrag in Wien vom März 2000 sagte Vuksic: "Was Milosevic wirklich beabsichtigte, als er das Land und sein Volk der Nato-Schwertschärfe aussetzte, werden wir kaum je erfahren In der Realität ist er in den Konflikt mit der Nato geraten und hat den Befehl zur Ausführung der Operation ,Hufeisen' erlassen" Der angeblich von bulgarischen und westlichen Geheimdiensten erfundene "Hufeisenplan" war nichts anderes als die seit Ende 1998 mit einem Aufmarsch von Polizei und Armee vor allem im Norden der Provinz vorbereitete systematische Vertreibung der Kosovo-Albaner Milosevic wartete gleichsam auf den von ihm provozierten "Startschuß" der Nato-Bomben am 24 März, um diesen Plan zu verwirklichen: Binnen weniger Wochen waren 1,5 Millionen Kosovo-Albaner vertrieben, etwa 10 000 wurden getötet Wäre die brutale Massenvertreibung schon an den ersten Tagen der Bombardements ohne vorherige Planung und genaue Vorbereitung überhaupt möglich gewesen?

    Fragen, die Angerer und Werth nicht interessieren - und deshalb auch ihren Zuschauern vorenthalten Statt dessen versuchen sie eine Aussage Scharpings vom 27 März 1999, es gebe im Kosovo eine "zur Zeit nicht zählbare Zahl von Toten", wie folgt zu widerlegen: "Nicht zählbare Tote schon vor Beginn der Nato-Bombardierungen?" Doch Scharping sprach drei Tage nach Beginn des Bombardements - und inzwischen weiß man, daß die ersten Tage der Luftangriffe für die Albaner im Kosovo mit die schlimmsten waren Es herrschte Chaos Maskierte Polizisten und Freischärler traten Türen zu Wohnungen und Häusern ein, gaben den Menschen einige Minuten, um das Nötigste zusammenzupacken Flüchtlingstrecks verstopften die Straßen nach Montenegro, Albanien und Mazedonien Immer wieder wurde "Wegegeld" verlangt; wer nicht genug zahlen konnte, mußte sterben Männer wurden von ihren Familien getrennt und viele von ihnen vor den Augen ihrer Angehörigen erschossen Das alles ist in ungezählten Zeugenaussagen dokumentiert Konnten so monströse Taten spontan und ohne Plan ins Werk gesetzt werden?

    Auch aus der Hauptstadt Prishtina wurden Zehntausende Albaner planmäßig vertrieben, vorzugsweise mit Zügen vom Bahnhof in der Nähe des Stadions Das verweist auf ein letztes Beispiel der Taktik der Zeugenbefragungen Shaban Kelmendi, der im Film als "albanischer Politiker" ausgegeben wird und in Wahrheit Mitarbeiter einer serbischen Behörde war, erzählt, daß im Stadion niemals Albaner vor der Vertreibung mit den Zügen zusammengetrieben worden seien Der Übersetzer Hamiti erinnert sich, daß Kelmendi jedoch gesagt habe, daß "nördlich des Stadions mindestens 10 000 Leute in der Nähe des Bahnhofs" gewesen seien Von dort wurden sie dann nach Mazedonien deportiert

    Diese Aussage kommt im Film nicht vor Sie sei auch gar nicht gefallen, behauptet Werth, dessen Aussage gegen die Hamitis steht Statt dessen eine weitere Lüge zu dem Bild kickender Jugendlicher im Stadion: "Die Jugendmannschaft trainiert hier wie eh und je" Das suggeriert, albanische Kinder und Jugendliche hätten im Stadion von Prishtina immer trainieren können Hamiti sagt dazu in seinem Bericht: "Aber ich habe Herrn Werth gesagt, daß sie die albanischen Jugendlichen in den vergangenen zehn Jahren das von den Serben geleitete Stadion nicht einmal betreten konnten" Chef des serbisierten Fußballclubs FC Prishtina und damit Herr über das Stadion der Stadt war übrigens der Verbrecherkönig und mutmaßliche Kriegsverbrecher Zeljko Raznjatovic, genannt Arkan

    Inzwischen bezeichnete Werth den ARD-Mitarbeiter Hamiti mehrfach indirekt als Sympathisanten der UCK Gerade diese Unterstellung ist nur durch Bösartigkeit oder durch vollkommene Ahnungslosigkeit eines Journalisten zu erklären, der erst ein gutes Jahr nach Kriegsende zum ersten Mal ins Kosovo gereist ist; der von den historischen Voraussetzungen des Kosovo-Konflikts sichtlich keinen Schimmer hat und sich auch gar nicht dafür interessiert Denn die gesamte Familie Hamiti ist eng mit der seit je streng pazifistischen Partei Demokratische Liga Kosovo LDK des gewählten Präsidenten der Kosovo-Albaner, Ibrahim Rugova, verbunden Ein Bruder von Besnik Hamiti ist der engste Berater Rugovas Beim BR weiß man, daß Besnik Hamitis Ablehnung der UCK so weit geht, daß er sich sogar weigerte, ein Interview mit dem früheren UCK-Kommandeur und heutigen Politiker Hashim Thaci vorzubereiten

    Auch in der "Nachbehandlung" also gehören Verdrehung und Verleumdung zur bevorzugten Methode von Angerer und Werth Wenn Zeugen sich nicht der vorher festgesetzten Argumentationslinie der Autoren anpassen, werden sie als "widersprüchlich" und "unglaubwürdig" aus dem Programm genommen Wenn sich ein Übersetzer über die manipulative Vorgehensweise der Filmemacher beschwert, wird er als UCK-Sympathisant abgetan Wenn in vermeintlich "befreundeten" Medien ein kritischer Bericht zu dem Film erscheint, gibt es einen Anruf oder einen Brief aus Köln, was das wohl zu bedeuten habe Wir dürfen auf die nächsten Schritte gespannt sein.

    Was der WDR-Film "Es begann mit einer Lüge" von Jo Angerer und Mathias Werth nicht zeigte und behauptete, nicht zeigen zu können, weil es so nicht gewesen sei, haben uns Bilder demonstriert, die im Erschrecken über Mord und Massenvertreibung im Kosovo im Frühjahr vor zwei Jahren untergegangen sind Das Magazin "Spiegel TV" brachte sie am 11 April 1999 Sie bezeugen die Lage im von den Serben überrannten Prishtina und erinnern, wie die Moderatorin Maria Gresz zu Recht meinte, an den Zweiten Weltkrieg Genau wie auf jenen Bildern, die damals ein AP-Fotograf machen konnte siehe unten, waren im Fernsehen Menschen zu sehen, die in Massen durch die Straßen getrieben und am Bahnhof in Züge gequetscht wurden Die Szenen, die "Spiegel TV" zeigte, stammten von einem griechischen Fernsehteam, das eigentlich im Sinne der Serben filmen sollte Und obzwar ausschließlich Menschen zu Wort kommen, die sich über die Bombenangriffe der Nato beschweren, will die propagandistische Absicht nicht gelingen Das Leid derer, die mit nichts als der Kleidung an ihren Leibern vertrieben werden, spricht für sich Die Menschen, die aus Prishtina verjagt wurden, sahen wir später durch die Augen westlicher Kameras wieder, als sie ausgemergelt, halb verhungert, zum Teil gefoltert, an den Grenzen des Kosovo anlangten und erzählten, was ihnen widerfahren war Die Autoren des WDR mußten es also besser wissen Sie hätten nur auf die eigenen Kollegen aus dem Studio Wien hören oder zum Beispiel "Spiegel TV" sehen und dort unter anderem auch erkennen können, daß die aus ihren Häusern vertriebenen Menschen vor dem Stadion von Prishtina rasten mußten In dem Film von "Spiegel TV" sieht man unter anderem die Überreste des erzwungenen Nachtlagers, das Eltern mit kleinen Kindern besonders hart traf Von den nachgereisten Journalisten des WDR wurde unter anderem auch dieses Faktum bezweifelt, das uns im Verhältnis zu den noch viel schwerer wiegenden Beweisen, die in Bild, Ton und der Überlieferung von Betroffenen und Augenzeugen vorliegen, von untergeordnetem Belang erscheint Der Titel des Films "Es begann mit einer Lüge", den die ARD am 8 Februar zeigte, richtet sich nun gegen die Absicht und die Methode der Autoren selbst, die nicht zuletzt jene Kollegen erschüttern, die nicht erst jetzt, sondern vor zwei Jahren, zum Teil unter Lebensgefahr, nach bestem Wissen und Gewissen über den Krieg um das Kosovo berichtet haben.

  7. #17
    Avatar von lupo-de-mare

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    Zitat Zitat von raza Beitrag anzeigen
    Typisch! Kein Wort über die Anerkennung der Verfälschungen - sondern ellenlange Fakten in Skenderbeg Manier...

    Wieso erwartet ihr eigentlich Solidarität, wenn ihr selber Sturköpfe seid?
    Du hast einfach Recht. Wer Nichts zu Sagen hat, der hat nun mal Nichts zu Sagen, sondern verbreitet nur seine Mythen Propaganda.

  8. #18
    Avatar von KraljEvo

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    Zitat Zitat von lupo-de-mare Beitrag anzeigen
    Wer Nichts zu Sagen hat, der hat nun mal Nichts zu Sagen, sondern verbreitet nur seine Mythen Propaganda.
    will da nur mal "Athisaari" erwähnen..

  9. #19
    Avatar von albaner

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    wie oft wollt ihr parasiten das video noch posten ? warum nimmt ihr es nicht als signatur, anstatt merhmals dassselbe thema, mit dem selben video zu posten ?

  10. #20

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    Dieser Film widerspielt eindeutig nicht die wirkliche Situation vor und nach dem Krieg. Ausagen und Bilder wurden so zusammengeschnitten, dass man das wahre Bild verfälschte, von einer differenzierten Haltung der Autoren kann nicht die Rede sein... Kein einziges Mal haben sie das Leiden der albanischen Bevölkerung gezeigt, stattdessen zeigten sie "nur" heulende, serbische Kinder und haben dann auch noch die Frechheit die humanitäre Katastrophe zu leugnen, diese Faschisten... Ich hab das mehrere Male erwähnt und hab auch einige Artikel dazu gepostet. Der letzte Artikel von Bravehart bringt es auf den Punkt und deckt die wirkliche Lüge auf... Aber gegen Fakten sind einige User hier resistent und auf Argumente können sie nicht wirklich eingehen, stattdessen kommen sie mit irgendwelchen Stammtischparolen daher und tun so, als wären sie die Kosovoexperten schlechthin, kennen die genauen Ursachen des Konflikts genau und haben die Weisheit mit Löffeln gefressen... Daher würde ich diesen Usern empfehlen weniger Filme zu schauen und mehr Bücher zu lesen...

    Echt widerwertig dieser Film, wenn ich bedenke, dass jedes zweite Haus in Kosova abgefackelt wurde, wobei das noch das Kleinste übel ist, aber ich möchte jetzt darauf nicht weiter eingehen, dieser Film widert mich an....

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