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Abendland / Morgenland

Erstellt von Zurich, 08.06.2016, 10:20 Uhr · 148 Antworten · 5.335 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von Holzmichl

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    Zitat Zitat von Zurich Beitrag anzeigen
    Ob's jetzt negativ ist, ist sehr relativ. Für einen Linken oder für einen selbst-betroffenen (Muslime, oder spez. Araber) ist es natürlich negativ. Für einen Rechten oder jemanden der strikt gegen diese Völkervermischung und gegen Multikulti ist, und der ethnische resp. Volks-Identität ganz gross schreibt, für den ist es positiv. Viele rechts-denkende fühlen sich ab dem Gedanken gekränkt, dass ihre monokulturelle Volksidentität seit ca. einem halben Jahrhundert stetig durch Multi-Kulti ersetzt wird, wobei gleichzeitig jene Völker, die einwandern, in ihren Herkunftsländern monokulturel bleiben (vor allem im Bezug auf Ethnie und Religion). Ich persönlich kenne sehr viele Türken und Araber. Ich muss sagen, dass von allen Völker, die ich kenne, jene mit Abstand die aller-grössten Patrioten sind, die sowas, was europäische Völker machen (nämlich die eigene Identität durch Multikulti und Multireligiösität ersetzen) in ihrer Heimat nie und nimmer zulassen würden.



    Ja, aber das war alles, als die Naturwissenschaften und auch die gesellschaftlichen Entwicklungen noch in der """Steinzeit""" waren. Die westliche Welt, sprich Abendland, fing sich erst seit der Renaissance sprunghaftartig zu entwickeln und anschliessend kam das industrielle Zeitalter.
    In dieser Zeit machten sich zig europäische Naturwissenschaftler in der Geschichte einen Namen (von Newton über Galileo bis Einstein), ebenso viele Philosophen, die die Gesellschaft und die Mentalität der Menschen in ihren Grundsätzen prägten und veränderten. Man denke da an Kant, Nietzsche, Engels,...etc....etc..





    Ja die Orthodoxie wurde in diesem Thread mehrfach erwähnt. Es ist in der Tat eine grosse Frage. Dennoch ist die politische Botschaft klar, wer da gemeint ist, wenn rechts-konservative und bürgerliche von Morgenland und Orient sprechen. Bestimmt meinen sie nicht die Griechen, Bulgaren oder Rumänen.
    Für keinen ist der Begriff positiv. Diejenigen, die auf Abendland schwören, beziehen sich vor allem auf Denker, wie Goethe, der das aber ganz anders sa. Das ist eine sehr schizophrene Sicht und zeigt eigentlich nur auf, dass vor allem Leute mit sehr starken Komplexen dem anhängen. Denn sie entsprechen selbst dem eigenen Bild nicht. Sind nicht wirklich gebildet oder Klammern aus, was auf das Gleiche hinaus kommt. Gibt es gute Gründe gegen Völkervermischung zu sein? Ich glaube auch das sind eher Komplexe und Ängste von Leuten, die sich von irgendwas überholt fühlen.

    Und ich verstehe auch nicht, wie man als orthodoxer Morgenlandkanacke dafür so viel Verständnis aufbringen kann. Nur weil bei Orthodoxen die Islamskepsis höher scheint, muss das noch lange nicht bedeuten, dass diese Abendlandspinnern auf derselben Wellenlänge senden.

  2. #22
    Avatar von Zurich

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    Zitat Zitat von Izdajnik Beitrag anzeigen
    Gibt es gute Gründe gegen Völkervermischung zu sein?
    Naja.... Ich hab mal den Satz gehört: "Wenn das so weiter geht mit der Völkervermischung, dann verliert die Welt die kulturelle Vielfalt. Dann haben wir von Alaska bis Neuseeland einen Kulturellen-Einheitsbrei", das heisst Einheit bezüglich: Orts/Stadtbild, Menschen (Kleidung), Bräuche, Küche,...etc... Natürlich gibt es da eine interne Vielfalt (multikulti eben), aber die ist eben dann überall auf der Welt die gleiche. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, dass ist schlicht und einfach relativ.

    Aber ich denke, eines steht sicher: Das Ende von ethnischen Nationen in Europa ist nicht mehr abzuwenden.

  3. #23
    Avatar von Holzmichl

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    Zitat Zitat von Zurich Beitrag anzeigen
    Naja.... Ich hab mal den Satz gehört: "Wenn das so weiter geht mit der Völkervermischung, dann verliert die Welt die kulturelle Vielfalt. Dann haben wir von Alaska bis Neuseeland einen Kulturellen-Einheitsbrei", das heisst Einheit bezüglich: Orts/Stadtbild, Menschen (Kleidung), Bräuche, Küche,...etc... Natürlich gibt es da eine interne Vielfalt (multikulti eben), aber die ist eben dann überall auf der Welt die gleiche. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, dass ist schlicht und einfach relativ.

    Aber ich denke, eines steht sicher: Das Ende von ethnischen Nationen in Europa ist nicht mehr abzuwenden.
    Komisch, dass es das in den USA trotzdem gibt. Vermischung bedeutet ja nicht, dass man danach nichts ist. Du hörst ja nicht auf Serbe zu sein, weil du eine Polin heiratest.oder Kustutica, der hat sich einfach ein neues Volk gesucht und belästigt die ganze Welt damit. Und wer sagt seiner Frau, hej, du bist die Liebe meines Lebens, aber ich muss mein Volk erhalten (was eh nur aus Religion, rakija und krieg besteht) und verlässt sie, um eine aus irgendeinem Dorf zu heiraten

  4. #24
    Avatar von Methica

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    Zitat Zitat von Izdajnik Beitrag anzeigen
    Komisch, dass es das in den USA trotzdem gibt. Vermischung bedeutet ja nicht, dass man danach nichts ist. Du hörst ja nicht auf Serbe zu sein, weil du eine Polin heiratest.oder Kustutica, der hat sich einfach ein neues Volk gesucht und belästigt die ganze Welt damit. Und wer sagt seiner Frau, hej, du bist die Liebe meines Lebens, aber ich muss mein Volk erhalten (was eh nur aus Religion, rakija und krieg besteht) und verlässt sie, um eine aus irgendeinem Dorf zu heiraten
    Kusturica hat sich kein neues Volk gesucht, sondern steht auif dem Standpunkt, dass "Muslim" keine Bezeichung für eine Nationalität ist. Er steht auf dem Standpunkt, dass seine Vorfahren christliche Serben waren und er sich zu dem bekannt hat, was er wirklich ist. Das ist sein gutes Recht.

    Ansonsten scheinen wir Menschen ja leider mit kultureller Vielfalt nicht gut umgehen zu können. Denn die Unterschiedlichkeit wird schnell zu "ich bin besser, du bist schlechter." bzw. man grenzt den anderen aus.

    Das ist das Problematische, nicht die Unterschiedlichkeit selbst.

  5. #25
    Avatar von Holzmichl

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    Zitat Zitat von Methica Beitrag anzeigen
    Kusturica hat sich kein neues Volk gesucht, sondern steht auif dem Standpunkt, dass "Muslim" keine Bezeichung für eine Nationalität ist. Er steht auf dem Standpunkt, dass seine Vorfahren christliche Serben waren und er sich zu dem bekannt hat, was er wirklich ist. Das ist sein gutes Recht.

    Ansonsten scheinen wir Menschen ja leider mit kultureller Vielfalt nicht gut umgehen zu können. Denn die Unterschiedlichkeit wird schnell zu "ich bin besser, du bist schlechter." bzw. man grenzt den anderen aus.

    Das ist das Problematische, nicht die Unterschiedlichkeit selbst.
    Ja nach Großserbienquatsch. Auf diese Art "Kultur" kann man gerne verzichten, Faschismus braucht kein Mensch. Man sieht ja schon, wie er auf Andric abgeht, der das gleiche gemacht hat, aber nie Serbe wurde.

  6. #26
    Avatar von Zurich

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    Zitat Zitat von Izdajnik Beitrag anzeigen
    Komisch, dass es das in den USA trotzdem gibt. Vermischung bedeutet ja nicht, dass man danach nichts ist. Du hörst ja nicht auf Serbe zu sein, weil du eine Polin heiratest.oder Kustutica, der hat sich einfach ein neues Volk gesucht und belästigt die ganze Welt damit. Und wer sagt seiner Frau, hej, du bist die Liebe meines Lebens, aber ich muss mein Volk erhalten (was eh nur aus Religion, rakija und krieg besteht) und verlässt sie, um eine aus irgendeinem Dorf zu heiraten
    Das ist ja der springende Punkt. Bei der Diskussion wurden oft Nationen der neuen Welt erwähnt (also: "Amerikaner", "Kanadier", "Australier", "Brasilianer", "Südafrikaner",...etc...). Die Nationen der neuen Welt sind keine ethnischen Nationen sondern Staatsbürgerschafts-Nationen. Die geschichtliche Entwicklung des sogenannten "alten Kontinents" (Europa) und auch deren Verständnis für eine Nation ist da etwas anders.
    Meine Freundin ist Polin und sie sagt mir ständig, dass ich nie und nimmer Schweizer sein werde oder sonst eine andere Volkszugehörigkeit haben werde, genau wie sie immer Polin bleiben würde. Sie sagte mir: Jemand der Marek heisst, dessen Nachname noch mit -ski aufhört, der polnisch spricht, polnisch (westslawisch) aussieht, dessen Eltern, Grosseltern, Urgrosseltern,...etc.. Polen waren (die Jahrhunderte für das polnische Volk gekämpft hatten), der Katholik ist, der polnisch zuhause isst.......etc....etc.. so einer ist halt eben Pole. Egal ob er nach England oder sonst wo auswandert. Und jemand der halt Mahmud al-Baggr heisst, eingwandert ist, zuhause Arabisch spricht, eine andere Kultur hat, ist eben kein Pole, auch wenn er in Polen wohnt. Das Gleiche gilt eben auch für Tschechen, Italiener, Portugiesen, Isländer, Dänen, Schweden, Rumänen, Ungarn,...etc...etc... alles ethnische Nationen Europas mit ihrem eigenen Land!

    Dieses Verständnis von Nationen resp. Völker ist eben ein riesiger Unterschied zwischen den Nationen der neuen Welt und der Nationen der Alten Welt (Euroasien).

    Dieses Verständnis war in den Köpfen der Europäer seit Jahrhunderten und Jahrtausenden so. Ich verstehe jetzt nicht, wieso man das jetzt, heute im 21. Jahrhundert, in Europa von linken Kreisen nicht nur in Frage stellt, sondern Leute, die immer noch so denken, verurteilt. Wenn für jemanden Volks-Identität wichtig ist, dann hat das nichts mit Fremdenhass zu tun. Nicht jeder, der gegen Multikulti und Völkervermischung ist, ist automatisch ein Nazi und ein hasserfüllter, schlechter Mensch!

    Grundsätzlich hat jeder Mensch seine eigenen Wertvorstellungen. Für die einen ist es halt eben die Wirtschaft, die wählen dann FDP resp. Freisinnige, für die einen ist es Menschlichkeit und Gerechtigkeit, die wählen dann links, wiederum für andere hat die Umwelt oberste Prio und die wählen halt dann grün, und wiederum ist anderen Leuten Heimat, Geschichte und Identität wichtig und die wählen rechts-bürgerlich.

    Das einzige was falsch ist, jemanden seine Wertvorstellung und somit seine Meinung verbieten zu wollen, weil dies nicht der eigenen Wertvorstellung entspricht!

  7. #27
    Avatar von Holzmichl

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    US-Amerikaner sind eine ethnische Nation.

  8. #28
    Avatar von Methica

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    Zitat Zitat von Izdajnik Beitrag anzeigen
    Ja nach Großserbienquatsch. Auf diese Art "Kultur" kann man gerne verzichten, Faschismus braucht kein Mensch. Man sieht ja schon, wie er auf Andric abgeht, der das gleiche gemacht hat, aber nie Serbe wurde.
    Izetbegovic hat dies doch auch bekannt und wusste sogar woher seine Vorfahren waren, hat mich doch einer hier schon belehrt.

    Das hat mit "Großserbien" nichts zu tun wie du siehst, sondern bei vielen mit der Realität.

  9. #29

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    Zitat Zitat von Izdajnik Beitrag anzeigen
    Und ich verstehe auch nicht, wie man als orthodoxer Morgenlandkanacke dafür so viel Verständnis aufbringen kann.
    wow, einfach nur wow.

  10. #30
    Avatar von Methica

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    Ich wiederhole mich ungern: Kultur ist kein statischer Begriff.

    Ich z.B. bzw. ihr hier seid doch der beste Beweis dafür. Man wird durch ein Land geprägt und man prägt auch ein Land mit.

    Nur ist es wichtig, dass der Staat für die Rahmenbedingungen sorgt, in dem man lebt. Wenn jemand die Scharia einführen will, kann er das gern machen...dort, wo das üblich und normal und allgemein akzeptiert ist.

    Hier in Europa geht es eben nicht, weil wir andere Vorstellungen vom Recht haben als eben Scharia-Befürworter.

    Alle anderen können von den Werten hier profitieren und diese unterstützen.

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