Spontan-Auftritt im Repräsentantenhaus: "Sie hatte einen verrückten Ausdruck im Gesicht"

Zwischenfall im US-Kongress: Mitten im politischen Krimi um den US-Staatsbankrott verlor eine Stenotypistin die Fassung. Unbemerkt schlich sie zum Rednerpult und wetterte gegen die gottlosen Politiker.

Washington - Während der Abstimmung zum Kompromiss im US-Haushaltsstreit ist es zu einem seltsamen Zwischenspiel gekommen. Im allgemeinen Tumult der Abstimmung ging die Stenotypistin des Repräsentantenhauses unbemerkt ans Rednerpult, um eine Botschaft an die Abgeordneten zu richten. Es war vor allem eine religiöse Botschaft.


"Gelobt sei Gott, gelobt sei Jesus Christus", rief sie. Amerika sei keine Gottesnation, sei es nie gewesen. Die Verfassung sei von Freimaurern geschrieben worden. "Ihr könnt nicht zwei Herren dienen", wetterte sie. Dann wurde sie von den Sicherheitskräften vom Rednerpult fortgezerrt(siehe Video).Offenbar handelt es sich bei der Frau um Dianne Reidy, die Stenotypistin des Repräsentantenhauses. "Ich klopfte mit dem Hammer, um die Situation unter Kontrolle und sie zum Schweigen zu bringen", berichtet die Abgeordnete Ileana Ros-Lehtinen anschließend Fox News. Als verwirrend und herzerweichend beschreibt sie die Szene und ergänzt: "Sie ist eigentlich eine sanfte Person."
Anschließend sei Dianne Reidy von der Polizei befragt und in ein Krankenhaus gebracht worden. Dort wolle man ihren Geisteszustand überprüfen. Sichtlich überrascht war auch der texanische Abgeordnete Joaquin Castro: "Sie hatte einen verrückten Ausdruck im Gesicht."

US-Haushaltsstreit: Stenotypistin stört Repräsentantenhaus-Abstimmung - SPIEGEL ONLINE

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