Die deutschen PKK-Geiseln sind frei und sollen Anfang nächster Woche zurück in die Heimat fliegen. Zu Details ihrer Befreiung wollen sich Außenminister Steinmeier und Kanzlerin Merkel nicht äußern. Ob ein Lösegeld gezahlt wurde bleibt offen.

Erleichterung in Deutschland: Das Geiseldrama um die drei deutschen Bergsteiger am Ararat ist unblutig zu Ende gegangen. Die von der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK entführten Männer kamen am Sonntag nach zwölf Tagen wieder frei. Die PKK erklärte, sie habe die Deutschen um die Mittagszeit auf freien Fuß gesetzt. Dieser Schritt basiere auf einer freiwilligen Entscheidung der Rebellenorganisation und sei nicht unter Druck von außen zustande gekommen, wurde ein PKK-Sprecher von der prokurdischen Nachrichtenagentur Firat zitiert. Details würden am (morgigen) Montag bekanntgegeben.

Laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) könnten die Bergsteiger bereits Anfang der Woche aus der Türkei zurückkehren. Sie würden zunächst nach Ankara gebracht, um dort ärztlich betreut zu werden. Am Montagabend oder Dienstagmorgen könnten sie dann nach München zurückfliegen. Das hänge aber auch davon ab, was die Männer selbst wünschten. Nach einem Bericht der türkischen Nachrichtenagentur Dogan sollen sie bis zum Montag in der Stadt Agri bleiben. Das Auswärtige Amt wollte die Meldung auf Anfrage am Sonntagabend nicht bestätigen. Mitarbeiter der deutschen Botschaft und der deutschen Sicherheitskräfte betreuten sie, hieß es.

Inwieweit die Deutsche Regierung in die Befreiung involviert war, wurde nicht bekannt. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zeigte sich erleichtert über die Freilassung der Landsleute. „Wir werden die Freigelassenen hoffentlich bald sehen und auch in Deutschland wiederhaben“ , sagte sie am Sonntag in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“. Auf die Frage, ob Lösegeld oder ein politischer Preis gezahlt worden sei, sagte Merkel: „Sie wissen, dass wir alles tun, um die Geiseln frei zu bekommen.“ Der Krisenstab der Bundesregierung habe eine hervorragende Arbeit geleistet. Weitere Details wollte sie nicht nennen.