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Baugeschwindigkeit West-Europa vs. Rest der Welt

Erstellt von Zurich, 03.11.2014, 15:35 Uhr · 31 Antworten · 1.778 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von Zurich

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    Kann mir dann jemand erklären, wieso man eine Quartierstrasse in Meiner nähe vor 2 Jahren fast 1 Jahr lang saniert hat??? Und dieses Stück ist nur ein paar hundert Meter lang.
    Und von einem Bekannten weiss ich, wie er erlebt hat, wie eine Strasse in den USA über Nacht saniert wurde. Quasi in einer "Nacht- und Nebel- Aktion". Klar... es waren da hunderte Leute und X Baufirmen am Werk. Aber, wie es aussieht, geht es.

  2. #12

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    Die Araber können es sich einfach leisten mehrere Baufirmen auf einmal dort arbeiten zu lassen. Dazu noch hunderte Ingenieure, Architekten und tausende Arbeiter, dann noch Tags und Nachts bauen damit man so schnell wie möglich fertig wird.

  3. #13
    Avatar von Lanchiii

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    Vielleicht muss ein Bauunternehmen, je nach dem wie viele Baustellen es hat auch mehr oder weniger Steuern bezahlen oder so, was nicht ganz logisch ist…aber ich kann mir gut vorstellen, dass es etwas mit Steuern zu tun hat

  4. #14
    Mal
    Avatar von Mal

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    Zitat Zitat von Zurich Beitrag anzeigen
    Ich denke nicht, dass es in Dubai oder USA keinen Brandschutz, Fluchtwege,...etc.. gibt.
    Und ich habe das Gefühl, dass es hier mehr darum geht, Leute zu beschäftigen und Arbeit zu generieren, als möglichst schnell fertig zu werden.
    Es geht nicht ja nicht darum, dass es anderswo kein Brandschutz oder Fluchtwege gibt, bloß würden diese nicht den deutschen Kriterien in D, CH und A erfüllen. Hier gibt es ja extra Architekten für die Planung von Rettungswege.

    Stuttgart 21: Verweigert wurde der Bau, dass an einigen Stellen der Abstand zwischen Bahnsteigkante und Treppen nur 2,05 Meter beträgt. Der ganze Bahnhof musste - der seit über zwei Jahrzehnten geplant ist - nochmal neu entworfen werden. Natürlich dauert es dann Jahre bis ein Großprojekt fertig ist.

    Die überarbeitete Planung sieht die Positionierung je einer Fahrtreppe und einer zusätzlichen Festtreppe beidseits am Steg A vor - pro Bahnsteig also zwei Fahrtreppen, zwei Festtreppen und ein Personenaufzug. Dadurch ergibt sich eine neue Durchgangsbreite von 2,86 m.
    direktzu Stuttgart21 - Breite und Anordnung von Treppen (und Aufzügen)

    Als ob in einem anderen Land es irgendjemanden jucken würde, ob der Durchgangsweg nun 2 Meter oder 3 Meter ist. Da wird einfach gebaut und gut ist. Hier gibt es aber Gesetz und Punkt ist.


    Komm, keine lapidaren Pauschalaussagen und Spekulationen. Weise nach, dass die Verordnungen in USA, Dubai und China so viel lockerer sind, dass daraus ein entscheidender Vorteil bei der Baugeschwindigkeit resultiert.
    Das ist Logik oder erwartest du das ich dir eine Studie darüber aufsuche? Ja weniger (strenge) Gesetze, desto schneller lässt sich etwas planen und bauen. Gäbe es kein Baugesetz, könnte ich dir in eine Stunde ein Wolkenkratzer zeichnen


    Aber dass da so viel Wert auf Arbeitsrecht gelegt wird, glaube ich ehrlich gesagt nicht. Schneller bauen bedeutet schlicht und einfach teurer bauen. Die Arbeiter werden in beiden Fällen geschützt, nur eben, ein Zweischichtenbetrieb kommt um einiges teurer….
    Es sind glaube ich vor allem die Bauunternehmen selbst, die da Geld sparen, sich an ihre Budgetvorgaben halten, sich die Zeit so einteilen, dass sie finanziell gut mitkommen.
    Ja, den Arbeitern in den Emiraten, Indien und China geht es ganz genau so gut wie den Bauarbeitern in Deutschland^^. Hier gibt es 2-Schicht-Tage, dort erledigt das ein Arbeiter alleine. 12 Stunden Arbeit ist dort ganz normal. Da ihr Lohn auch pro Tag sich an einer Hand in € abzählen lässt, stellst du 100x so viele Arbeiter ein wie nötig. Da ist es doch normal, dass ein Gebäude dort viel schneller gebaut wird wie hier

  5. #15

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    Aber Deutschland ist echt hart mit den Bauvorschriften, das stimmt. Z.B. darf eine Treppe maximal 18 Stufen haben bis zum nächsten Treppenabsatz, welcher natürlich auch über eine DIN genormt ist.

  6. #16
    Mal
    Avatar von Mal

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    Zitat Zitat von Zurich Beitrag anzeigen
    Kann mir dann jemand erklären, wieso man eine Quartierstrasse in Meiner nähe vor 2 Jahren fast 1 Jahr lang saniert hat??? Und dieses Stück ist nur ein paar hundert Meter lang.
    Und von einem Bekannten weiss ich, wie er erlebt hat, wie eine Strasse in den USA über Nacht saniert wurde. Quasi in einer "Nacht- und Nebel- Aktion". Klar... es waren da hunderte Leute und X Baufirmen am Werk. Aber, wie es aussieht, geht es.
    Ich kann dir jetzt nicht jeden Fall erklären, aber: ich würde als Arbeiter in Deutschland niemals 100% für meinen Chef geben, wieso auch, ich bekommen auch kein 100% Lohn was mir zustehen würde aber das ist ein anderes Thema. Ich hab hier Kündigungsschutz, Arbeitsschutz, Gewerkschaft, wovor soll ich Angst haben? In anderen Ländern, zum Beispiel auch in den USA, wirst du einfach entlassen, wenn dein Chef sieht, dass du nicht wie ein Ochse arbeitest. In Entwicklungsländern und aggresiv-kapitalistischen Staaten geben ja Arbeiter bis zur Erschöpfung alles, bloß um nicht die Arbeit zu verlieren. Irgendwie muss der ja seine sieben Kinder ernähren. Da ist es auch wieder leicht zu erklären, dass übermotivierte Arbeiter schneller eine Arbeit zu ende bringen als ein Arbeiter, der unter seiner Leistung arbeitet. Klar, das ist jetzt keine Antwort auf deine Frage, weshalb ein Jahr statt paar Tage

  7. #17
    Avatar von BlackJack

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    Bei uns haben die auch schon vor Monaten alle umgebenden Sraßen aufgerissen, unsere kleine Straße wurde für deren Baufahrzeuge reserviert, ihr Dixieklo ist direkt vor unserem Haus Sie fangen zwar bereits um 7 an aber verpissen sich schon um 4. Hätten sie bis z.B. 19 Uhr und Samstags gearbeitet wäre das sicher längst fertig.

    Es entsteht ein ungeheurer volkswirtschaftlicher Schaden allein durch die tausende Staus in Deutschland.

  8. #18
    Avatar von papodidi

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    Zitat Zitat von BlackJack Beitrag anzeigen
    Bei uns haben die auch schon vor Monaten alle umgebenden Sraßen aufgerissen, unsere kleine Straße wurde für deren Baufahrzeuge reserviert, ihr Dixieklo ist direkt vor unserem Haus Sie fangen zwar bereits um 7 an aber verpissen sich schon um 4. Hätten sie bis z.B. 19 Uhr und Samstags gearbeitet wäre das sicher längst fertig.

    Es entsteht ein ungeheurer volkswirtschaftlicher Schaden allein durch die tausende Staus in Deutschland.
    Blackie, hätte, hätte, Fahradkette...

    Die Vertragspartner, in dem Fall öffentliche Hand und Bauunternehmen, halten das ein, was in der Ausschreibung festgelegt ist, u.a. auch Termine. Wenn ein Unternehmen ein Angebot abgibt, dann basiert das natürlich auch auch und vor allem auf den vorhandenen eigenen Ressourcen (Arbeitskräfte, Gerät etc.), denn z.B. kurzfristig Arbeitskräfte nur für einen Auftrag einzustellen, ist in D nicht einfach, wegen Kündigungsschutz etc.
    Man kann auch nicht immer nach dem "Chinesen-Prinzip" arbeiten: 1 Mann = 100 Tage, 100 Mann = 1 Tag, das mag bei einigen wenigen Groß-Projekten ab und an gehen, aber es ist nicht der Normalfall.
    Um bei Deiner Straße zu bleiben: Die Ausweitung der täglichen/wöchentlichen Arbeitszeit braucht die Zustimmung des Betriebsrats und der Aufsichtsbehörde, in Berlin Landesamt für Arbeitsschutz, außerdem müssen noch die Lärmschutz-Auflagen berücksichtigt werden usw.usw.usw...

    Nun mal zu meinen Erfahrungen bei Groß-Projekten, bei denen ich selber mitgefummelt habe (Flughafen Tegel, Krankenhaus Neukölln, Erweiterung TH Darmstadt, ICC Berlin, Rauchgas-Entschwefelung KW Reuter-West etc.): Anders als z.B. in den USA haben wir immer mit "gleitender" Planung gearbeitet, d.h. der Baubeginn war immer lange vor der Beendigung der Planung. Das hat Vorteile, aber auch einen entscheidenden Nachteil: Ich habe noch nie einen Bauherren ohne Änderungswünsche getroffen, und was das während der Planungs- und Bauphase bedeutet, ist wohl allen klar, vor allem, wenn eine Vielzahl von Vorschriften zu beachten und einige Aufsichtsbehörden beteiligt sind.

    Nur beim ICC Berlin gab es keine Probleme: Es war ein "politischer" Bau, der unabhängig von den Kosten termingerecht fertig werden musste, weil die DDR ihren "Palast der Republik" bereits eröffnet hatte...

    Zum Schluss muss auch das immer umfangreichere Einspruchsrecht der Bürger berücksichtigt werden, das gerade bei Großprojekten zu erheblichen Verzögerungen führen kann, etwas, was man ich China sicher nicht zu befürchten hat...

    Ob unsere Regulierungswut nun immer sinnvoll ist, will ich nicht entscheiden, aber in jedem Fall leben wir dadurch "sicherer", denn z.B. größere Brandkatastrophen oder Einstürze sind hier (fast) ausgeschlossen. Selbstverständlich haben sich auch hier die Arbeitsbedingungen auf dem Bau verschlechtert (Billiglöhner aus Osteuropa und dem Balkan), aber von den Sklavenhalter-Verhältnissen in Arabien oder Asien sind wir glücklicherweise (noch) weit entfernt...

  9. #19
    Avatar von BlackJack

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    Die Vertragspartner, in dem Fall öffentliche Hand und Bauunternehmen, halten das ein, was in der Ausschreibung festgelegt ist, u.a. auch Termine. Wenn ein Unternehmen ein Angebot abgibt, dann basiert das natürlich auch auch und vor allem auf den vorhandenen eigenen Ressourcen (Arbeitskräfte, Gerät etc.), denn z.B. kurzfristig Arbeitskräfte nur für einen Auftrag einzustellen, ist in D nicht einfach, wegen Kündigungsschutz etc.
    Man kann auch nicht immer nach dem "Chinesen-Prinzip" arbeiten: 1 Mann = 100 Tage, 100 Mann = 1 Tag, das mag bei einigen wenigen Groß-Projekten ab und an gehen, aber es ist nicht der Normalfall.
    Um bei Deiner Straße zu bleiben: Die Ausweitung der täglichen/wöchentlichen Arbeitszeit braucht die Zustimmung des Betriebsrats und der Aufsichtsbehörde, in Berlin Landesamt für Arbeitsschutz, außerdem müssen noch die Lärmschutz-Auflagen berücksichtigt werden usw.usw.usw...
    Mir doch egal wie das hinfrickeln, alles nur eine Frage des Willens

  10. #20

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    Guter Beitrag Didi. Der erste lange Beitrag von dir welchen ich mir komplett durchgelesen habe, du darfst dich geehrt fühlen.

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