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Bootsunglück vor Lampedusa

Erstellt von DZEKO, 07.10.2013, 18:13 Uhr · 161 Antworten · 6.915 Aufrufe

  1. #121
    Avatar von Bambi

    Registriert seit
    16.06.2008
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    37.047

  2. #122
    Yunan
    Zitat Zitat von Jezersko Beitrag anzeigen
    "Der Welt würde es innerhalb von kurzer Zeit sehr viel besser gehen, wenn solche imperialistischen Staaten wie die europäischen und auch China die betroffenen Länder einfach [politisch, wirtschaftlich, gesellschaftlich] in Ruhe lassen würden."

    Ich HABE den Beitrag belesen und auch großteils verstanden, was der Autor damit ausdrücken wollte.

    Nur das was du mir als "Antwort" präsentierst ist auch nur eine von vielen Behauptungen des Autors, die nicht verifizierbar sind. Ich hätte aber gern von DIR (in eigenen Worten und nicht copy&paste!) Antworten und Vorschläge gelesen.

    Wann und wo immer es einen politischen, wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Krisenherd gibt, wird sofort der Ruf nach "Hilfe" laut. Aktuell eben die Situation Afrikas, die diese Flüchlingswelle ausgelöst hat.

    "Europa MUSS viel mehr Flüchtlinge aufnehmen...bla, bla, bla..." sagst ja auch du. Noch bevor europäische Länder in Afrika wirksam (!) Hilfe leisten können, bezeichnest du diese Länder noch im selben Atemzug als imperialistisch.

    Du glaubst doch selber nicht, was du da reinkopiert hast, dass es der Welt sofort sehr viel besser gehen würde, wenn die betroffenen Länder politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich ihrem Schicksal überlassen werden - pardon:"In Ruhe gelassen würden".

    Import, Export, Welthandel, Globalisierung,... sind dir doch bekannte Begriffe. Oder ist in deiner Welt beim aktuellen 5-Jahres Plan schon Schluß.

    Junge, Junge! Du solltest dringend deinen Horizont erweitern!
    Der Beitrag ist von mir und verifizierbar ist das alles mit ein bisschen Grundwissen zur Geschichte des Kolonialismus und des Imperialismus, dessen Phase bis heute nicht abgeschlossen ist sondern nur subtilere Formen angenommen hat.

    Die Situation "Afrikas" (was soll das überhaupt sein? Afrika ist kein Land und auch kein homogener Kontinent) kann nicht losgelöst von seiner Geschichte und den heutigen Machtstrukturen in den Ländern und zwischen Peripherie und Zentrum betrachtet werden. Wann immer ein Krieg oder eine Hungersnot in Afrika ausbricht, ist der Westen direkt oder indirekt beteiligt, entweder aufgrund seiner Verbrechen in der Vergangenheit und der Auswirkung dieser auf die gegenwärtige Situation, oder durch gezielte Einflussnahme auf die Politik in den jeweiligen Krisenregionen - oder auch beides zusammen. Soll heißen: Der Ruf nach Hilfe ist überhaupt erst von Europa und später auch von den USA verursacht worden. Wie Lubenica schon richtig angemerkt hat, gehört eine gehörige Portion Kleingeistigkeit und kleinbürgerliche Engstirnigkeit dazu, um diese Tatsachen nicht zur Kenntnis zu nehmen. Man könnte es auch als Realitäsverweigerung bezeichnen "weil ja eigentlich alles passt wie ist jetzt ist und wie es war."

    Keiner der Flüchtlinge hat ein besonderes kulturelles Interesse an Europa sondern ist durch wirtschaftliche oder politische Zwänge dazu veranlasst worden, sein Heimatland zu verlassen. Es wäre auch überhaupt nicht nachvollziehbar, wieso sich Menschen aus so reichen Kulturen aufgrund von Kultur auf den Weg nach Europa machen sollten. Sie machen sich auf den Weg nach Europa um Geld zu verdienen und sie erledigen meistens sowieso die Arbeit, für die sich die Europäer selbst zu schade sind. Sie kommen hier her, weil du und die Politiker die du gewählt hast es ihnen unmöglich gemacht haben, ihr Leben in ihrem Land so zu gestalten wie sie es haben möchten. Wenn ich nicht vermuten würde dass du einfach die Zusammenhänge nicht erfasst, würde ich reine Frechheit unterstellen bei dem Versuch, die Ausgangslage so darzustellen als würde Europa zu irgendetwas gebeten werden mit dem es überhaupt nichts zu tun hat.

    Zu guter letzt wirfst du noch ein paar Begriffe in wirrer Reihenfolge und kontextlos ein, die wahrscheinlich deine Verwirrung ziemlich genau wiedergeben (Import, Export, Welthandel, Globalisierung - hä?) und bist auch noch der Meinung, jemanden gerade belehrt zu haben. Weißt du, ihr Svabos aus Slowenien werdet ja nicht umsonst als verlängerter Arm Österreichs auf dem Balkan bezeichnet, und dementsprechend k.u.k.-monarchisch sind dann eben auch die Ansichten(es sind ja bei Gott nicht alle so). Wieso ich das jetzt sage? Weil mich dein gutbürgerliches Geschwätz nervt und sich kein selbstbewusster Balkaner so ein dummes Geschwätz aus Europa anhören muss.

    Was das Bezahlen von Steuern und die Erweiterung des Horizonts angeht, solltest du dich noch einmal schlau machen, was ein "Generationenvertrag" ist. Irgendwann müssen diese Parasiten nämlich einmal deine Rente bezahlen, ob es ihnen gefällt oder nicht.

  3. #123
    Jezersko
    Zitat Zitat von Lubenica Beitrag anzeigen
    I wie Imperialismus


    Soldat*innen der NATO halten weltweit Länder besetzt. Das ist Imperialismus. Aber was bedeutet der Begriff „Imperialismus“ eigentlich?
    Imperialistische Außenpolitik entspricht einem bestimmten Stadium in der Entwicklung des Kapitalismus. Die ursprüngliche Entstehung des modernen Großkapitals schuf den Nationalstaat. Dies diente dem Binnenmarkt nach Innen und oftmals der bloßen wirtschaftlichen Schutzpolitik gegen ausländische Konkurrenz nach Außen.
    Zum Ende des 19. Jahrhunderts trat die Entwicklung des Kapitalismus in ein neues Stadium ein. Der interne Binnenmarkt war nicht mehr genug. Die ewige Konkurrenz um Profit, trieb die nationalen Kapitalist*innen über die Grenzen ihrer jeweiligen Staatsgebiete hinaus. Sie schufen Kolonien und verursachten zwei Weltkriege.
    Dabei ist Imperialismus nicht nur militärische Besatzung. Imperialismus ist auch deutsche Europapolitik, wie wir sie gerade erleben: Die Ausgestaltung des europäischen Kontinents nach den wirtschaftlichen Interessen des deutschen Kapitals.
    Die EU ist deswegen ein imperialistisches Projekt und scheitert gerade an den widersprüchlichen Interessen der bürgerlichen Nationalstaaten. Ein vereintes Europa ist im Kapitalismus nur möglich, wenn die herrschende Klasse einer Nation alle anderen Nationen unterwirft.
    Wirkliche internationalistische und friedliche Einheit Europas ist dagegen nur im revolutionären Kampf gegen die EU und für die Vereinigten Sozialistischen Staaten von Europa zu erreichen. Daher dürfen wir keine Illusionen in reformistische Parteien wie SYRIZA haben. Vor allem muss unsere Parole jedoch lauten: Gegen den deutschen Imperialismus! Der Hauptfeind steht im eigenen Land!

    Quelle: www.klassegegenklasse.org

    Die Euro-Krise spielt sich im Ausland ab… | Klasse Gegen Klasse

    Für mich ist das Alles sehr verallgemeinendes Anti-EU-wischi-waschi. Nenne doch die Dinge beim Namen: Wer (oder was) ist die herrschende Klasse, und wie kam sie in diese Position?

    Die bürgerlichen Nationalstaaten sind:
    1. ?
    2. ?
    3. ?

    Die vereinigten Sozialistischen Staaten sind:
    1. ?
    2. ?
    3. ?
    ...

    Wer (oder was) ist der Hauptfeind?

    In wessen Interesse ist es, zwischen diese Länder einen Keil hinein zu treiben?


    Ich darf die Antwort wohl vorwegnehmen, die Quelle des zitierten Textes sagt ja schon Alles:
    Anhang 49519

    Eine Umfrage zu starten, wer denn unter uns (wieder) kommunistische Verhältnisse haben möchte, wäre nicht zielführend, da es vermutlich keinen einzigen User gibt, der kommunistische Systeme aus eigener Erfahrung, sondern bestenfalls vom Hörensagen oder aus Medienberichten kennt. Auch ich nicht. Für mich persönlich ist aber klar: In einem kommunistischen Staat, oder in einer kommunistischen Welt ist auch nicht alles eitel-wonne.

    Ich orte auch noch ein weiteres Problem bei Dir, Yunan und ein paar anderen Dunkelroten: Euch ist fad! Die Unis sind ein Sumpf und um aus dem Dreck da raus zu kommen, konzentriert ihr euch eben auf Klassenkampf. "Klassenkampf STATT Unisumpf!" Tolle Freizeitbeschäftigung. Echt.
    Anhang 49520

  4. #124
    Avatar von RexHum

    Registriert seit
    12.11.2011
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    809
    Zitat Zitat von Harput Beitrag anzeigen
    Viele Ärzte, Ingenieure und andere Akademiker müssen hier putzen gehen, weil man ihre Abschlüsse nicht anerkennt.

    Als Dojtscha wäre es ja auch unwürdig putzen zu gehen oder sich die Finger schmutzig zu machen. Das sollen doch die Untermenschen machen (Vorsicht Ironie)!

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Lance Strongo Beitrag anzeigen
    Yunan ist einfach King.
    Wettert gegen die kapitalistische, nationalistische, egoistische, heuchlerische Gesellschaft und ist trotzdem ein Teil davon.
    Yay.
    Ja solche und noch mehr brauchen wir uach in dieser Geselllschaft, damit sich was ändert

  5. #125
    Avatar von Indianer

    Registriert seit
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    Beiträge
    24.882
    Zitat Zitat von Lubenica Beitrag anzeigen
    Anscheinend haben sich einige Leute hier nicht mit der Geschichte des Kolonialismus und des Imperialismus auseinandergesetzt und sind auch nicht in der Lage (in Bezug zum gegenwärtigen Imperialismus und seiner Auswirkungen
    auf bestimmte Länder wie in Afrika) Zusammenhänge zu erkennen und in Relation zu setzen.
    Stattdessen sehe ich kleinbürgerliche (Angst) Reflexe, Xenophobie, Arroganz, Schuldzuweisungen, Unterstellungen, Verklärung der Verhältnisse, Realitätsverlust, "Left-Bashing" usw.
    All das dient dazu seinen eigenen Status Quo zu verteidigen , als den Besten darzustellen und ihn als Normalzustand zu deklarieren.
    Dieser ideologische Überbau der bürgerlichen Gesellschaft macht dieses System hier bombensicher! Es läuft alles nach Plan!
    Ich lasse mir diesen Status Quo jedenfalls nicht von einer Zombie-Mehrheitsgesellschaft aufzwingen, die immer noch nicht begriffen hat, das die Welt sich nicht einfach so entwickelt hat oder ist wie sie ist. Sie wurde so gemacht.
    Das zu begreifen wäre schon mal der erste Schritt, bevor man anfängt Lösungsvorschläge zum Besten zu geben. Und davon gibt es mehr als genug. Das Lösungsvorschläge und ein "Umdenken" von der Herrschenden Klasse nicht gewollt sind, das ist wiederum ein weiters Thema, welches einem jeden Tag begegnet, wenn man mit offenen Augen durch die Welt läuft.

    Pozdrav
    erklär mir das bitte im bezug auf syrien.
    müssen wir wirklich die ganze welt retten?
    hast du noch platz für stockbetten in deiner Wohnung?

  6. #126
    Jezersko
    Zitat Zitat von Afroasiatis Beitrag anzeigen
    Länder wie GR sind schon mit Flüchtlingen überflutet, ich schätze ähnlich ist es in Spanien und Italien. Den anderen Balkanländer wird wahrscheinlich Ähnliches passieren, wenn sie irgendwann in die Shengen-Zone kommen.

    Man muss denken, diese sind sowieso ökologisch marginale Räume, und die werden das mit dem Klimawandel viel mehr. Außerdem ist ihre Wirtschaft eher schwach, um Zuwanderer darin zu integrieren.
    Also von "Überflutung" in GR und ITA würde ich nicht reden, im Falle von Spanien schon überhaupt nicht! Die Ost./Südosteuropäischen Länder drängen sich auch nicht gerade an die Spitze.

    Zur Info: Die Tabelle stellt die Anzahl der AsylANTRÄGE dar. Die Reihenfolge ändert sich ein wenig, wenn man die Zahl der GEWÄHRTEN Asylanträge hernimmt. Das Gesamtbild bleibt aber annähernd gleich. Ein Umstand, der in der (letztverfügbaren) Quelle logischerweise noch nicht berücksichtigt ist, ist das Faktum, dass im Jahr 2013 die Zahl um fast ein Viertel gestiegen ist. Dennoch ändert sich an der Kurve nicht viel.

    Anhang 49521

    Dass die Wirtschaft der Südeuropäischen Länder eher (zu) schwach wäre um Zuwanderer zu integrieren, will ich so nicht gelten lassen! TATSÄCHLICH verfolgten Flüchtlingen (politisch, rassistisch, kriegerisch) wird wohl jedes zivilisierte Land Schutz und Asyl bieten.

    Wir dürfen nur nicht Flüchtlinge mit ZUWANDERERN (aus wirtschaftlichen Gründen) verwechseln. Ich finde es ist das RECHT, und gegenüber der heimischen Bevölkerung sogar die PFLICHT, eine geregelte Zuwanderungspolitik zu betreiben. Nur weil es in heutigen Tagen tendentiell verschlossene Türen gibt, heisst das nicht, dass nicht vielleicht schon in wenigen Jahren gerade der umgekehrte Fall eintritt.

    Gerade eine verantwortungsbewusste Zuwanderungspolitik würde ich mir aber nicht gerne von außen (oder links, oder rechts) vorschreiben oder gar abpressen lassen.

  7. #127
    Yunan
    Grenzen dicht! (I)


    10.10.2013



    BERLIN


    (Eigener Bericht) - Trotz der Flüchtlingskatastrophe vor Lampedusa weist Berlin sämtliche Forderungen nach einer Milderung der EU-Asylbestimmungen kategorisch zurück. Die derzeit gültigen Regelungen blieben "selbstverständlich" unangetastet, verkündet der Bundesinnenminister. Einige EU-Staaten hatten darauf gedrungen, wenigstens die "Dublin II-Verordnung" zu modifizieren; aus Berliner Perspektive ist sie eine zentrale Säule des europäischen Migrationsregimes, weil sie die Bearbeitung von Asylanträgen schwerpunktmäßig den Ländern an den EU-Außengrenzen aufträgt. Keinerlei Einwände hat Berlin gegen die weitere Hochrüstung der EU-Außengrenzen. Neue Maßnahmen zum Aufspüren unerwünschter Flüchtlinge werden als Schritte zur Rettung von Schiffen in Seenot angepriesen, darunter auch das neue System "Eurosur", das die Grenzabschottung weiter vervollkommnen soll und in US-Medien als "Traum von Security-Hardlinern und der weltweiten Waffenindustrie" beurteilt wird. Während SPD-Politiker öffentlich gegen die Berliner Flüchtlingsabwehr Position beziehen, hat ihre Partei in ihrer Regierungszeit bewiesen, dass sie bei Bedarf die Abschottung der EU ebenfalls zuverlässig forciert.



    www.german-foreign-policy.com

  8. #128
    Jezersko
    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    Der Beitrag ist von mir und verifizierbar ist das alles mit ein bisschen Grundwissen zur Geschichte des Kolonialismus und des Imperialismus, dessen Phase bis heute nicht abgeschlossen ist sondern nur subtilere Formen angenommen hat.

    Die Situation "Afrikas" (was soll das überhaupt sein? Afrika ist kein Land und auch kein homogener Kontinent) kann nicht losgelöst von seiner Geschichte und den heutigen Machtstrukturen in den Ländern und zwischen Peripherie und Zentrum betrachtet werden. Wann immer ein Krieg oder eine Hungersnot in Afrika ausbricht, ist der Westen direkt oder indirekt beteiligt, entweder aufgrund seiner Verbrechen in der Vergangenheit und der Auswirkung dieser auf die gegenwärtige Situation, oder durch gezielte Einflussnahme auf die Politik in den jeweiligen Krisenregionen - oder auch beides zusammen. Soll heißen: Der Ruf nach Hilfe ist überhaupt erst von Europa und später auch von den USA verursacht worden. Wie Lubenica schon richtig angemerkt hat, gehört eine gehörige Portion Kleingeistigkeit und kleinbürgerliche Engstirnigkeit dazu, um diese Tatsachen nicht zur Kenntnis zu nehmen. Man könnte es auch als Realitäsverweigerung bezeichnen "weil ja eigentlich alles passt wie ist jetzt ist und wie es war."

    Keiner der Flüchtlinge hat ein besonderes kulturelles Interesse an Europa sondern ist durch wirtschaftliche oder politische Zwänge dazu veranlasst worden, sein Heimatland zu verlassen. Es wäre auch überhaupt nicht nachvollziehbar, wieso sich Menschen aus so reichen Kulturen aufgrund von Kultur auf den Weg nach Europa machen sollten. Sie machen sich auf den Weg nach Europa um Geld zu verdienen und sie erledigen meistens sowieso die Arbeit, für die sich die Europäer selbst zu schade sind. Sie kommen hier her, weil du und die Politiker die du gewählt hast es ihnen unmöglich gemacht haben, ihr Leben in ihrem Land so zu gestalten wie sie es haben möchten. Wenn ich nicht vermuten würde dass du einfach die Zusammenhänge nicht erfasst, würde ich reine Frechheit unterstellen bei dem Versuch, die Ausgangslage so darzustellen als würde Europa zu irgendetwas gebeten werden mit dem es überhaupt nichts zu tun hat.

    Zu guter letzt wirfst du noch ein paar Begriffe in wirrer Reihenfolge und kontextlos ein, die wahrscheinlich deine Verwirrung ziemlich genau wiedergeben (Import, Export, Welthandel, Globalisierung - hä?) und bist auch noch der Meinung, jemanden gerade belehrt zu haben. Weißt du, ihr Svabos aus Slowenien werdet ja nicht umsonst als verlängerter Arm Österreichs auf dem Balkan bezeichnet, und dementsprechend k.u.k.-monarchisch sind dann eben auch die Ansichten(es sind ja bei Gott nicht alle so). Wieso ich das jetzt sage? Weil mich dein gutbürgerliches Geschwätz nervt und sich kein selbstbewusster Balkaner so ein dummes Geschwätz aus Europa anhören muss.

    Was das Bezahlen von Steuern und die Erweiterung des Horizonts angeht, solltest du dich noch einmal schlau machen, was ein "Generationenvertrag" ist. Irgendwann müssen diese Parasiten nämlich einmal deine Rente bezahlen, ob es ihnen gefällt oder nicht.
    Zuerst einmal bin ich froh darüber, dass wir hier eine durchausvernünftige Diskussion führen können, im Gegensatz zu anderen Threads, wo es nur um eine (angebliche?) Feindschaft zwischen Mazedonieren und Griechen geht.

    In vielen Bereichen haben wir aber einfach grundverschiedene Ansichten. So wie du mir mangelndes Grundwissen zur Geschichte des Kolonialismus und des Imperialismus vorwirfst, könnte ich dir genauso gut Realitätsverweigerung, zumindest politische Verblendung in Bezug auf Europa unterstellen. Es gibt nämlich auch eine Welt AUSSERHALB der Lehrsääle des "Unisumpfs" und jenseits der kommunistischen Planwirtschaft.

    Ja! Die USA, vor allem aber Europa sind das WIRKLICH BÖSE! Es muss der reine Horror sein, hier zu leben. Oder gar hier zu studieren mit dem Ziel sich später eine eigene Existenz auf zu bauen. Wenn die vielen Flüchtlinge wüssten, was sie da erwartet... Vom Regen in die Traufe so zu sagen.

    Nein! Kein selbstbewusster Balkaner muß sich so ein dummes, gutbürgerliches (was bedeutet eigentlich "gutbürgerlich"? Was ist das Gegenteil von "gutbürgerlich" - schlechtsozialistisch?) Geschwätz aus Europa anhören.
    Umgekehrt muss sich auch kein selbstbewusster Mitteleuropäer dieses weinerliche, mitleidhaschende, retrokommunistische gutmenschen-Geschwätz eines Balkaners anhören. Es nervt schön langsam. Anm.: Das Gegenteil von "Gutmensch" ist Arschloch hat jemand mal in diesem Forum völlig richtigerweise erkannt. Du kannst mich jetzt nennen wie du willst.

    Fürchtet man sich am Balkan so sehr vom "verlängerten Arm" Österreichs? Meine Erfahrungen sind Andere. Es ist schon einige Jahre her (zu der Zeit, als Österreich den EU Vorsitz hatte), da saß ich mit Freunden in Montenegro in einem Strandcafe. Wie so oft kam die Rede auf Politik und Geschichte (inkl. Habsburger-Monarchie). Nikola meinte abschließend: "Vielleicht könnte Österreich Montenegro wieder erobern. Wir werden und diesmal NICHT wehren."
    PS: Ich bin kein Svabo aus Slowenien. Ich habe das auch noch nie, auch nur mit einer Silbe angedeutet. Bilder entstehen eben doch im Kopf.

  9. #129

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    Beiträge
    10.420
    Zitat Zitat von Jezersko Beitrag anzeigen
    Für mich ist das Alles sehr verallgemeinendes Anti-EU-wischi-waschi. Nenne doch die Dinge beim Namen: Wer (oder was) ist die herrschende Klasse, und wie kam sie in diese Position?

    Die bürgerlichen Nationalstaaten sind:
    1. ?
    2. ?
    3. ?

    Die vereinigten Sozialistischen Staaten sind:
    1. ?
    2. ?
    3. ?
    ...

    Wer (oder was) ist der Hauptfeind?

    In wessen Interesse ist es, zwischen diese Länder einen Keil hinein zu treiben?


    Ich darf die Antwort wohl vorwegnehmen, die Quelle des zitierten Textes sagt ja schon Alles:
    Anhang 49519

    Eine Umfrage zu starten, wer denn unter uns (wieder) kommunistische Verhältnisse haben möchte, wäre nicht zielführend, da es vermutlich keinen einzigen User gibt, der kommunistische Systeme aus eigener Erfahrung, sondern bestenfalls vom Hörensagen oder aus Medienberichten kennt. Auch ich nicht. Für mich persönlich ist aber klar: In einem kommunistischen Staat, oder in einer kommunistischen Welt ist auch nicht alles eitel-wonne.

    Ich orte auch noch ein weiteres Problem bei Dir, Yunan und ein paar anderen Dunkelroten: Euch ist fad! Die Unis sind ein Sumpf und um aus dem Dreck da raus zu kommen, konzentriert ihr euch eben auf Klassenkampf. "Klassenkampf STATT Unisumpf!" Tolle Freizeitbeschäftigung. Echt.
    Anhang 49520
    Nix Anti-EU Wischi Waschi! Ganz im Gegenteil!
    Wer oder was die Herrschende Klasse ist? Im Ernst jetzt?
    Also, ich denke nicht, dass du das nicht weißt. Mal abgesehen davon kannst du dich im Netzt sehr gut informieren.
    Der Hauptfeind ist zB. derjenige, der dir blühende Landschaften verspricht!
    Hast du die letzten zwei Jahrzehnte gepennt?

    "In wessen Interesse ist es, zwischen diese Länder einen Keil hinein zu treiben?"
    Frag mal Genscher, Fischer , Schröder, Albright und Co!

    Was deine "Umfrage" betrifft. Es liegt wohl eher daran, dass es bisher keinen real existierenden Kommunismus gegeben hat.
    Du kannst aber auch reflexartig mit deinem Finger auf die bösen Sowjets zeigen, wie das so viele andere auch tun.
    Ich möchte dich aber daran erinnern, das einige bedeutende europäische Länder ( nichtkommunistische) mit dazu beigetragen haben, dass die Nazis den Krieg gegen die Völker in so einer erbarmungslosen Art und Weise geführt haben
    und mitverantwortlich sind, für über 50 Millionen Tote! Durch direkte Kriegseinwirkung. Man schätzt die Gesamtzahl der Toten auf 80 Millionen.


    • Gesamtopfer des Zweiten Weltkriegs: ca. 50 Mio
    • Sowjetunion: 17-25 Mio, davon 8-9 Mio Soldaten, 9-16 Mio Zivilisten
    • Polen: 5 Mio, davon 3,1 Mio polnische Juden
    • Jugoslawien: 1,5 Mio, davon 1,2 Mio Zivilisten
    • Griechenland: 500.000


    Opfer deutscher Massenverbrechen im Kriegsverlauf

    http://de.wikipedia.org/wiki/Kriegst...en_Weltkrieges

    Wie viele Kriege wurden nach dem 2WK von Nichtkommunistischen Ländern geführt? Wie viele dauern bis heute an?



    Der Begriff "Gutmenschen" wird gerne von Nazis benutzt. Der Begriff kommt auch aus der Ecke! "Der Stürmer" !

    Aber nochmal in Bezug auf meinen Ersten Post und das was du jetzt zitiertest von mir. Wieso gehst du nicht auf den Inhalt ein? Was gibt es daran nicht zu verstehen? Wieso kommst du mit der "Kommikeule"?
    Auch auf den Inhalt von Yunan bist du nich wirklich eingegangen. Wie stehst du denn nun zum heutigen Imperialismus?
    Wenn du jetzt diese Kommi-Sache als Futter für dich benutzt und dir das ausreicht um zu diffamieren, bitte. Ich lass mich aber nicht darauf reduzieren und für mich ist die Welt auch nicht schwarz/weiß.

  10. #130
    Avatar von H3llas

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    18.04.2010
    Beiträge
    16.644
    leider stimmt das schon, zb. Studierte aus Russland haben eine viel bessere Ausbildung genossen als manche hier in Deutschland.und trotzdem werden diese nicht anerkannt.es ist aber leider nicht nur außereuropäisch so...die Wirtschaftsuniversität Athen (Athens University of Economics and Business) gehört zu denn 20 besten Wirtschaftsfakultäten Europas, und wird nicht mal anerkannt in Deutschland.das Paradoxe, die meisten Dozenten da sind Politiker, wie zb. Manolis Glezos oder Professoren die zugleich als Wirtschaftsexperte tätig sind die in Deutschland auch als Gastdozenten eingeladen werden..um über ihre Bücher zu berichten.aber auch gerne eingeladen werden in Talkshows und geben Interview in Spiegel oder Focus.der heutige Finanzminister Giannis Stournaras ist selber immer noch Dozent da tätig.(Ausbildung: Nationale und Kapodistrias-Universität Athen (1978), University of Oxford)

    - - - Aktualisiert - - -

    dieser Text solte fuer Bambi und Harput sein...habe sie zitiert aber keine ahnung, ging irgendwie nicht

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