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Umfrageergebnis anzeigen: Wird der Stuhl des Präsidenten frei ?

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35. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Er wird nicht gehen !

    8 22,86%
  • Doch er wird gehen ob er will oder nicht !

    27 77,14%
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Ergebnis 111 bis 116 von 116

Bundespräsident Wullf

Erstellt von Ouchy, 03.01.2012, 09:27 Uhr · 115 Antworten · 7.139 Aufrufe

  1. #111
    Avatar von Yu-Rebell

    Registriert seit
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    Beiträge
    3.269
    Zitat Zitat von WhiteJim Beitrag anzeigen
    Was ist denn das Problem, niemand sagt was wegen Pralinen, die sollen nichts von Wert annehmen und es wird ihnen nichts in der Hinsicht passieren. Je mehr sie annehmen desto mehr machen sie sich verdächtig, ihr Amt zu missbrauchen, oder denkst du, die Millionäre geben ihnen diese Vorteile einfach so, aus Nächstenliebe? Die machen keine Geschenke ...
    Ich denke gar nichts so lange ein Vertreter des Volkes seine Arbeit gut macht. Der Wullf war ein Sympathie Träger und niemanden hat es interessiert was er vor zehn, oder zwanzig Jahren " geschenkt " bekommen hat, bis die beleidigte Wurst Kai Diekmann ins Spiel kam. Mal schauen, ob er sich auch bei der Kanzlerin für ihr " Korb "revanchieren wird...

  2. #112
    Avatar von papodidi

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    13.512

    Reden

    Zitat Zitat von Ferdydurke Beitrag anzeigen
    Irgendwie scheint das zum neuen guten Stil der Politikergarde zu gehören... Scheiße bauen, leugnen, überzeugt davon sein, dass sich das schon von selber legt und in ein paar Jahren keiner mehr drüber spricht, wenn sie feststellen, dass das nicht funktioniert, beleidigt sein und mit dem Finger auf andere zeigen, wenn das nicht reicht, gekränkt zurücktreten, sich völlig unschuldig fühlen und die Welt nicht mehr verstehen...aber heimlich am Comeback arbeitet

    Ich weiß ja nicht...

    Mir ist da schon fast so ein Berlusconi lieber...
    Weil er ein ehrlicher Gauner ist????

  3. #113
    Ferdydurke
    Zitat Zitat von opadidi Beitrag anzeigen
    Weil er ein ehrlicher Gauner ist????
    Weil er erst selbstherrlich totale Scheiße baut, wenn die Kacke überquillt einfach die Segel streicht und was weiß ich wo Bunga-Bunga macht, während die anderen vor einem Riesenhaufen Dreck stehen...

    Das ist einfach konsequent bis zum schluß.

    Erinnert mich irgendwie an die Strategie von dem Kapitän, der ins Rettungsboot gestolpert ist...

  4. #114
    Avatar von kewell

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    8.225
    18. Februar 2012
    Zur Strecke gebracht

    Im Fall Wulf tauchen die wirklich heiklen Fragen erst jetzt auf – Ein Kommentar

    Der Fall Wulff ist ein unrühmliches Kapitel politischer und medialer Auseinandersetzung in Deutschland. Die wirklich heiklen Fragen tauchen erst jetzt auf. Ein Trost ist immerhin, dass die Selbstgerechtigkeit der Saubermänner bei der Bevölkerung mit sichtlicher Zurückhaltung quittiert wird.

    Von Jürg Dedial
    Andere führen Krieg und rotten ganze Völker aus. Deutschland hingegen leistet sich den Luxus, sich über der Harmlosigkeit seines Staatsoberhauptes wochenlang selbst zu lähmen. Während draussen in der Welt Millionen um ihr Überleben kämpfen, ihr soziales Gefüge zerbrechen sehen und Seuchen, Wirbelstürme und Schlächtereien zu erdulden haben, ergehen sich die politische Klasse und die Medien in unserem Nachbarland in eitlen Balzritualen und Empörungsexerzitien in einem Fall, der an Trivialität und Biederkeit fast nicht mehr zu überbieten ist. Wer dieses Getöse und Gezeter nun monatelang zu ertragen hatte, kann nur sagen: Gott erbarm Dich unser und lass uns gründlich darüber nachdenken, was wir der Welt für ein Schmierenstück geliefert haben. Christian Wulff, der ungelenke und glücklose Bundespräsident, ist zur Strecke gebracht worden. Damit kann man leben. Aber es wäre eine Schande, würde dieses würdelose Stück Zeitgeschichte nun mit einem «Geschafft!» zu den Akten gelegt. Jetzt gilt es erst recht, über einiges nachzudenken.
    Wenn die Meute Blut geleckt hat

    Schon lange hatte der Fall des deutschen Bundespräsidenten eine Eigendynamik angenommen, die mit inhaltlichen Fragen nichts mehr zu tun hatte. Letztlich ging es doch bloss um Ungeschicklichkeiten einer in der Sache überforderten Figur, hinter die man vielleicht moralische Fragezeichen setzen konnte. Persönliche Schwächen und fehlendes Fingerspitzengefühl des Bundespräsidenten mochten stören, aber die Massstäbe der Reinlichkeit und der politischen Tugend, die man an den bedrängten Amtsinhaber anlegte, hatten bald nichts mehr mit den Verhaltensnormen zu tun, die sich die deutsche Real-Gesellschaft selbst gewährte.


    Hinter dem fast täglichen Theater um neue «Enthüllungen», die man kaum mehr goutieren konnte, steckte nichts anderes als der Furor einer selbstgerechten Meute, die Blut geleckt hatte. Man wollte das Opfer, auf welches man Anspruch erhob, um jeden Preis – ein fast hormoneller Mechanismus, wie ihn zur gleichen Zeit ja auch der bedauernswerte und ebenfalls glücklos agierende Oberbürgermeister von Duisburg, Sauerland, zu spüren bekam. Nur weg, war die Devise; was danach käme, interessierte nicht. Die Jagd war das Ziel der Dutzenden von Inszenierungen in diesem deutschen Drama, nach welchem man sich jetzt erschöpft zurücklehnt. Da fragt sich höchstens, ob das Amt des Staatsoberhaupts wirklich durch den Inhaber Schaden genommen hat oder nicht eher durch jene, welche ihm eine Vorbildfunktion andichteten, die es nie gehabt hat. Oder natürlich durch jene, die gar nicht Wulff beschädigen wollten, sondern dessen Mentorin, die Bundeskanzlerin höchstselbst. Interessanterweise war bis jetzt keiner der Heuchler bereit, dies zuzugeben. Ihr taktisches Schweigen hat nichts mit Anstand zu tun.


    Beispiele gefällig? Wie oft hat man gehört, Wulff habe die Macht des Wortes, die ihm zu Gebote stehe und die die Würde des Amtes ausmache, nicht genutzt. Wer aber hat sich denn die Reden, die er gehalten hat, einmal angehört oder sie wenigstens nachgelesen? Waren sie wirklich so nichtssagend und bedeutungslos? Und wer vergleicht sie mit dem, was seine Vorgänger zu sagen hatten? Wenn behauptet wird, Wulff habe das Amt in singulärer Weise beschädigt, wie gross wäre denn heute die Empörung, wenn das Staatsoberhaupt Heinrich Lübke oder Karl Carstens oder auch Johannes Rau hiesse? Sie alle hatten Schatten über ihrem Amt, und selbst der für seine Reden zu Recht vielgerühmte Richard von Weizsäcker müsste heute wohl gewärtigen, dass ihn die Meute der Selbstgerechten über seine frühen Jahre richten würde, in denen er als junger Jurist seinen tief in die Hitlersche Gewaltherrschaft verstrickten Vater verteidigte. Wenn Enthüllungswut zum Selbstzweck wird, schützen keine Verdienste mehr.
    Moral als unteilbares Gut

    Kein Gegenstand ist zu trivial, kein Argument zu fadenscheinig, als dass die Gegner Wulffs sie nicht ausgewalzt hätten. So überrascht auch nicht, dass niemand sich heute der wirklich grossen Affären in der deutschen Nachkriegsgeschichte erinnern will, all der Amigo-Betrügereien in Bayern, der Parteispenden-Millionenskandale, der Fahrten und Flüge und tausend andern Gefälligkeiten, die – wenn man dieselben ethischen Standards anwenden würde – zur Entlassung der halben politischen Elite in Deutschland führen müssten. Und vielleicht könnten jetzt die Moralbuddhas der Medien nach geschlagener Schlacht auch einmal mit ähnlichem Drang darlegen, wie sie sich selbst vom Lockstoff all der Verlockungen und Verführungen betören lassen, denen sie als Journalisten nur allzu oft unterliegen – von Einladungen der tollsten Sorte, Reisen und Rabatten in einem Ausmass, das bei fast allen andern Erwerbszweigen die Schamröte hochtriebe. Wer derart exponiert im Glashaus der Tugend sitzt, sollte sehr vorsichtig mit Anschuldigungen umgehen. Eigenartig, wie viele Augen da plötzlich blind sind.


    Der Fall Wulff ist ein unrühmliches Kapitel politischer und medialer Auseinandersetzung in Deutschland. Ein Trost ist immerhin, dass die Selbstgerechtigkeit der Saubermänner bei der Bevölkerung mit sichtlicher Zurückhaltung quittiert wird. Man spürt in den Niederungen des glanzlosen Alltags wohl eher, wo die Grenze zwischen echten und bloss angeblichen Missständen liegt. Und man fühlt auch, dass mit moralischen Ansprüchen nicht gespielt werden sollte.Zur Strecke gebracht (Startseite, NZZ Online)

    Wunderbarer Artikel der endlich mal die Punkte aufzählt.

  5. #115
    Avatar von Timur

    Registriert seit
    24.11.2011
    Beiträge
    2.294
    Zitat Zitat von kewell Beitrag anzeigen
    Die Linke wird vom Verfassungsschutz beobachtet und Schwarz-Gelbe Politiker gehen deswegen von ihrer Radikalität/Verfassungsuntreue aus. Gegen den Bundespräsidenten wird ermittelt durch die Staatsanwaltschaft und Rot/Rot-Grüne Politiker gehen deswegen von seiner Kriminalität/Untragbarkeit aus. Ich dachte immer, dass man in einem Rechtsstaat erst du ein "Urteil" als straffällig angesehen werden kann, ....aber viele gehen wohl von einem mittelalterlichen Rechtsverständnis aus, wo schon die Anklage ein Zeichen Gottes Missfallen an der Person beweist
    Zitat Zitat von kewell Beitrag anzeigen
    Herr Wulff hat nichts anderes gemacht, wie viele andere PolitikerInnen auch. Eine Hand wäscht die andere. Zum Verhängnis wurde ihm nur, dass er zum Bundespräsidenten gewählt wurde. Da werden andere Maßstäbe gesetzt. Man kann nichts mehr vertuschen und mit der Wirtschaft kungeln. Da hat ihn ganz schnell seine Vergangenheit eingeholt, die er als Ministerpräsident noch problemlos hätte managen können. Da gibt es immer Mittel und Wege. Doch als BP fehlte ihm dieses Instrumentarium

    die Hetzkampange gegen Wulff hat endlich seine Früchte getragen. Viele Bürger haben bei eine Sache nicht genau hin geschaut, nämlich die grossen Medienogule Deutschland lenken und viele haben be- unbewusst mitgemacht
    Hör mal auf hier FB Kommentare zu posten. Wenn du dich selber nicht ausdrücken kannst, dann lass es ganz sein.

  6. #116
    Avatar von kewell

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    8.225

    Daumen hoch

    Bundespräsident: Deutsch-Türken wünschen sich zweiten Wulff

    Deutsch Türkische Nachrichten | Veröffentlicht: 17.02.12, 17:27 | Aktualisiert: 18.02.12, 11:23 | 57 Kommentare
    Mit Wulff hatten Migranten endlich das Gefühl, auch von der deutschen Politik anerkannt zu werden. Besonders für die deutsch-türkische Freundschaft habe er viel geleistet. Nun hoffen sie, dass sich der neue Bundespräsident ihnen gegenüber genauso verhält.



    Wie kein anderer Bundespräsident vorher hat sich Christian Wulff öffentlich für Migranten und Muslime eingesetzt. Auf muslimischen Feiern zum Fastenbrechen war er gern gesehener Gast. Den Einladungen folgte er häufig. Selbst die Korruptionsaffäre hat bei vielen nicht zu Ablehnung geführt. Zu groß ist offenbar das Bedürfnis, auch in der deutschen Politik Anerkennung zu finden. Die Solidarisierung von Migranten und Muslimen mit Wulff zeigt, wie sehr man auf diesen Vorstoß gewartet hatte. Verständlich, dass sich Muslime jetzt über die Zukunft sorgen.Bundespräsident: Deutsch-Türken wünschen sich zweiten Wulff | DEUTSCH TÜRKISCHE NACHRICHTEN

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