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Dank des dummen CIA, konnte Pakistan die A-Bombe bauen

Erstellt von lupo-de-mare, 09.08.2005, 14:55 Uhr · 4 Antworten · 715 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von lupo-de-mare

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    Dank des dummen CIA, konnte Pakistan die A-Bombe bauen

    Noch dümmer kann ein Geheimdienst nicht sein. Besonders unter Georg Tenet, verkam der CIA zu einem Dumm Doofi Club, der sehr gut auch mit Bin Laden und seinen Abzweigern wie der Kosovaren UCK KLA KPC zusammen arbeitete.

    R
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    09. August 2005 Druckversion | Versenden | Leserbrief
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    SPIONAGEVERDACHT

    Niederlande ließen Atomwissenschaftler auf CIA-Wunsch laufen

    Der US-Geheimdienst CIA soll die holländische Regierung in den siebziger Jahren gebeten haben, den pakistanischen Atomwissenschaftler Khan nicht festzunehmen. Die Niederlande verdächtigten ihn der Spionage. Khan gilt als Vater der pakistanischen Atombombe.

    Abdul Qadir Khan: Vater der pakistanischen Atombombe
    Großbildansicht
    AP
    Abdul Qadir Khan: Vater der pakistanischen Atombombe
    Hamburg – Der ehmalige Premierminister Ruud Lubbers berichtete in einem Interview, die Niederlande hätten Abdul Qadir Khan 1975 und 1986 absichtlich laufen lassen. Dies sei auf Anfrage des amerikanischen Geheimdienstes CIA geschehen, sagte Lubbers, der damals Wirtschaftsminister war, in einem Interview des niederländischen Radiosenders VPRO, das heute Abend ausgestrahlt wird. Der CIA habe eine Verhaftung verhindert, um den der Atomspionage verdächtigten Khan weiter zu beobachten.

    Die CIA-Agenten hätten eine ihrer üblichen Taktiken angewandt. "Sie sagten uns: Geben Sie uns alle Informationen und nehmen Sie ihn nicht fest. Wir werden ihm folgen und weitere Details aufdecken", sagte Lubbers nach Angaben der Nachrichtenagentur AP. "Ich hatte Zweifel, dass das der richtige Weg war." Der amerikanische Geheimdienst hat die Aussagen bisher nicht kommentiert.

    Die niederländische Justiz war erst 1970 gegen Khan vorgegangen. Er wurde in Abwesenheit zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Das Urteil wurde 1985 wegen eines Formfehlers aufgehoben und nicht weiter verfolgt.

    Abdul Qadir Khan gilt als Vater der pakistanischen Atombombe. Er soll in den siebziger Jahren in einer Urananreicherungsfabrik im niederländischen Almelo Informationen über den Bau von Ultrazentrifugen gestohlen haben. Dieses Wissen soll er benutzt haben, um in Pakistan Uran anzureichern und Kernwaffen zu entwickeln. Khan hat im vergangenen Jahr zugegeben, seine Kenntnisse auch an Libyen, Nordkorea und Iran weitergegeben zu haben. Pakistan führte 1998 erstmals einen unterirdischen Atombombentest durch.

    Khan hatte 1968 an der technischen Universität im niederländischen Delft sein Ingenieurstudium abgeschlossen. In den siebziger Jahren arbeitete er für das Ingenieurbüro FDO, das Zentrifugentechnologie für die Anreicherungsfabrik Urenco in Almelo entwickelte. Jahrelang hatte Khan Zugang zu vertraulichen Informationen.

    In den achtziger Jahren baute Khan nach Recherchen der amerikanischen Zeitung "New York Times" einen atomaren Waffenhandel auf. Er bestellte bei Waffenhändlern aus Deutschland, den Niederlanden und Frankreich mehr Zentrifugenteile, als er für das pakistanische Atomprogramm brauchte. Die überzähligen Teile verkaufte er an Iran weiter.

    Kerstin Jansen

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...368974,00.html

    Hört man Terror, hört man Drogen so hat mit Garantie der CIA eine verdeckte Operation in der Welt gestartet um seine Verbrecher Operationen durch zu führen.

  2. #2

    Registriert seit
    16.10.2004
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    1.476
    Der Thread ist sehrgut dafür geeignet, um auf die Doppelmoral der Welt in Bezug auf Atomwaffen hinzuweisen.

    In diesen Tagen regt sich jeder über den Iran auf.

    In diesem Zusammenhang ist der folgende Aufsatz interessant.

    Der politische Zionismus beanspruchte die Atomkraft als Waffe nicht nur für sich, sondern war auch bereit, diese anderen extremen Rassisten zur Verfügung zu stellen. So schrieb am 21. April 1997 die Zeitung Haaretz, dass : "Israel" in den 70er und frühen 80er Jahren Südafrika bei der Entwicklung von Atomwaffen geholfen habe. Der stellvertretende südafrikanische Außenminister Aziz Pahad sagte der Zeitung, er verfüge über zahlreiche Unterlagen über die Zusammenarbeit beider Länder auf dem Gebiet der Atomwaffentechnologie. Weil die Zusammenarbeit streng geheim gewesen sei, seien viele Dokumente zerstört worden. Laut Pahad nahm Südafrika im September 1979 einen Atomtest vor. Seinerzeit hatte ein US-Spionagesatellit einen "Blitz" vor der südafrikanischen Küste registriert. "Haaretz" zitierte ferner Publikationen, wonach "Israel" im Laufe von mehreren Jahren 550 Tonnen Uraniumerz erhalten habe, die in der südisraelischen Atomzentrale Dimona verarbeitet wurden. Im Gegenzug habe Israel Pretoria Informationen und Material geliefert, um die Wirksamkeit von Atomsprengköpfen zu erhöhen. Verantwortlich auf israelischer Seite sei der frühere Präsident der israelischen Atomenergiekommission, David Ernst Bergman, gewesen.

    Auf der Internetseite der "internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. Regionalgruppe Hamburg" wird zudem ein Zeitungsartikel zitiert wonach ausländische Militärexperten zufolge Israel über bis zu 200 Atombomben sowie über Mittel- und Langstreckenraketen vom Typ Jericho II verfügt, die mit Atomsprengköpfen bestückt werden können.

    Mehrere Israelis selbst haben schon ausführliche Bücher über den Atomwaffenbesitz der Zionisten geschrieben. Danach werden sogar zahlreiche Standorte für Atomwaffen genannt wie z.B. Be'er Yaakov, Dimona, Eilabun, Haifa-Rafael, Haifa-Kishon Port, Mishor Rotem, Nes Ziyyona, Nevatim, Palmachim, Sedot Mikha, Soreq, Tel Aviv, Tel Nof, Tirosh, Yodefat, Zachariah u.v.a.m.

    "Israel" ist im gesamten Nahen Osten der einzige Staat der den Nichtverbreitungsvertrags (NVV) bis heute nicht unterzeichnet hat. Das Abschlussdokument des Vorsitzenden der Vorbereitungskonferenz 1999 für den NVV ruft Israel dazu auf, "dem Nichtverbreitungsvertrag beizutreten und sämtliche Nukleareinrichtungen sofort und ohne Einschränkungen unter umfassende Sicherungsmaßnahmen der IAEA zu stellen". Bis heute lässt Israel als einzige Atommacht die Inspektion seiner Einrichtungen nicht zu.

    In 2000 kommt es zu einer massiven deutschen Hilfe bei Israels Nuklearrüstung. Der Spiegel vom 18. Juni 2000 berichtete, dass "Israel von zwei aus Deutschland gelieferten U-Booten aus Marschflugkörper abgefeuert hat, die mit Atomwaffen bestückt werden können." Demnach sei Israel neben den USA und Russland nun das dritte Land, das Atomwaffen von U-Booten starten könne. Zu den Tests seien zwei der insgesamt drei U-Boote des Typs "Dolphin" verwendet worden, die von Deutschland finanziert und gebaut worden seien. Diese Nachricht hatte der Spiegel einem Bericht der britischen Zeitung "The Sunday Times" entnommen, die sich wiederum auf Quellen im israelischen Verteidigungsministerium berief. Demnach fanden die Tests mit den Marschflugkörpern im Mai 2000 in der Nähe von Sri Lanka statt. Die Cruise Missiles hätten Seeziele in 1500 Kilometer Entfernung getroffen. Insgesamt lieferte Deutschland 3 derartige U-Boote von denen jedes 300 Millionen kostete.

    Einen guten Einblick in das israelische Atomprogramm kann in zahlreichen Büchern nachgelesen werden, wobei wir beispielhaft eines angebe:

    Einführung in "Atommacht Israel - Das geheime Vernichtungspotential im Nahen Osten", Seymour M. Hersh, aus dem Amerikanischen Droemer Knaur, deutschsprachige Ausgabe bei Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf., München 1991:

    Dieses Buch schildert den geheimen Weg Israels zur nuklearen Atommacht. Der Beweis wird erbracht, dass dieses Geheimnis den höchsten politischen und militärischen Kreisen der Vereinig- ten Staaten seit Eisenhower bekannt war, dass die israelische Atomrüstung insgeheim gutgeheißen und verräterische Aktionen auf dem Weg zur Bombe bewusst ignoriert wurden. Viele höhere amerikanische Beamte werden zitiert. Sie berichten, was sie und seit wann sie es wussten. Häufig gaben sie zum ersten Mal solche Stellungnahmen ab. Diese Menschen brachen ihr Schweigen nicht aus Feindseligkeit gegenüber der israelischen Regierung, sondern weil ihnen die Unredlichkeit der amerikanischen Politik bewusst geworden war: Nach außen hin wird in Washington vorgegeben, man wisse nichts von Israels nuklearem Waffenarsenal. Diese Politik wurde und wird fortgesetzt. Ich zog es vor, bei den Recherchen für dieses Buch nicht nach Israel zu reisen. Zum einen waren die wenigen Israelis, die bereit waren, mit mir zu reden, viel offener und zugänglicher, wenn sie in Washington, New York und auch in Europa interviewt wurden. Zum anderen unterwirft Israel alle in- und ausländischen Korrespondenten der Zensur. Nach israelischem Recht muss alles Material, das Journalisten in Israel produzieren, der Militärzensur vor- gelegt werden. Die Zensoren können jederzeit Änderungen und Streichungen vornehmen, wenn sie die nationale Sicherheit Israels bedroht sehen. Aus einleuchtenden Gründen konnte ich mich der israelischen Zensur nicht unterwerfen. Wer in der Vergangenheit gegen diese Gesetze verstieß, wurde von Israel mit Einreise- verbot belegt. Die Israelis, die mir Informationen gaben, waren keine Kritiker des israelischen Nuklearpotentials. Sie halten die Bombe für not- Page 6 wendig zur Sicherung des Staates Israel. Sie gaben Auskünfte, weil sie glauben, dass eine umfassende und offene Diskussion des israelischen Atomarsenals - und der Konsequenzen, die das mit sich bringen müsste - in einer demokratischen Gesellschaft unerlässlich ist.
    Seymour M. Hersh Washington, D.C. Page

    Israels Kernwaffen
    junge Welt 09.04.2002 - Ausland John Steinbach

    Ariel Scharon: »Die Araber mögen das Öl haben - wir haben die Zündhölzer.«

    Mit 200 bis 500 Kernwaffen und einem hochentwickelten Trägersystem hat Israel ohne Aufsehen Großbritannien vom Platz fünf der großen Atommächte der Welt verdrängt und kann jetzt mit Frankreich und China rivalisieren, was Art und Entwicklungsgrad des Kernwaffenbestandes betrifft. Obgleich ein Nuklearwinzling, verglichen mit den USA und Rußland, die beide mehr als 10 000 Kernwaffen besitzen, ist Israel eine große Nuklearmacht und sollte als solche in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden.

    Das israelische Kernwaffenprogramm begann Ende der 40er Jahre unter der Leitung von Ernst David Bergmann, dem »Vater der israelischen Bombe«, der 1952 die Israelische Atomenergiekommission gründete. Den Großteil der frühen Unterstützung für das israelische Nuklearprogramm lieferte Frankreich. Höhepunkt war die Errichtung von Dimona, einer Fabrik in der Nähe von Berscheba in der Negev-Wüste, mit einem Reaktor, der von schwerem Wasser gebremst und mit natürlichem Uran betrieben wurde, und einer Plutoniumgewinnungsanlage. Mit kritischen technischen Gutachten hatte Israel von Beginn an einen aktiven Anteil am französischen Kernwaffenprogramm. Das israelische Kernwaffenprogramm kann als ein Ausdruck dieser früheren Zusammenarbeit angesehen werden. Dimona ging 1964 in Betrieb, die Plutonium-Wiederaufbereitung begann kurz danach. Die Israelis behaupteten, Dimona sei eine Mangananlage oder eine Textilfabrik, die angewendeten extremen Sicherheitsmaßnahmen erzählten eine ganz andere Geschichte. 1967 schoß Israel eine eigene Mirage-Maschine ab, die Dimona zu nahe kam, und 1973 schoß es ein libysches Zivilflugzeug ab, das vom Kurs abgekommen war, und tötete so 104 Menschen.

    Es gibt glaubwürdige Annahmen, daß Israel Mitte der 60er Jahre eine oder vielleicht auch mehrere Kernwaffen in der Negev-Wüste nahe der israelisch-ägyptischen Grenze zündete und daß es sich aktiv an den französischen Atomtests in Algerien beteiligte. Während des »Jom-Kippur-Krieges« 1973 besaß Israel einen Bestand von wahrscheinlich mehreren Dutzend einsatzfähiger Atombomben und ging in volle atomare Alarmbereitschaft.

    Im Besitz einer fortgeschrittenen Nukleartechnologie und mit Atomwissenschaftlern der »Weltspitzenklasse« war Israel schon früh mit einem Hauptproblem konfrontiert: der Beschaffung des notwendigen Urans. Israels eigene Uranquelle waren die Phosphatlager in der Negev-Wüste, die aber dem sich rasch erweiternden Programm überhaupt nicht genügten. Die kurzfristige Antwort war, Kommandounternehmen in Frankreich und Großbritannien zu starten, die erfolgreich Urantransporte entführten und 1968 in Zusammenarbeit mit Westdeutschland 200 Tonnen Uranoxid (»Yellowcake«) umleiteten. Später wurde diese geheime Beschaffung des Urans für Dimona durch die verschiedenen beteiligten Länder vertuscht. Israel löste das Uranproblem durch die Entwicklung enger Beziehungen zu Südafrika mit einem Quid-pro-quo-Arrangement, wonach Israel mit Technologie und Gutachten die »Apartheid-Bombe« unterstützte, während Südafrika Uran lieferte.

    Helfershelfer Südafrika

    1977 wurden die USA von der Sowjetunion über Satellitenfotos informiert, die auf die Vorbereitung eines Atomwaffentests Südafrikas in der Kalahariwüste hinwiesen. Wegen des ausgeübten Drucks unterließ das Apartheidregime den Test. Im September 1979 entdeckte ein Satellit der USA den Test einer kleinen Atombombe in der Atmosphäre über dem Indischen Ozean vor der Küste Südafrikas. Wegen der offensichtlichen Beteiligung Israels wurde der Bericht rasch durch einen sorgfältig ausgewählten wissenschaftlichen Ausschuß »weißgewaschen«, der die wesentlichen Einzelheiten im dunkeln ließ. Später wurde aus israelischen Quellen bekannt, daß es dort tatsächlich drei sorgfältig abgesicherte Tests israelischer miniaturisierter atomarer Artilleriegranaten gegeben hatte.

    Die Kollaboration Israel-Südafrika wurde bis zum Sturz der Apartheid fortgesetzt, speziell mit der Entwicklung moderner Artillerie und von Raketen mittlerer Reichweite. Südafrika unterstützte Israel nicht nur mit Uranlieferungen und den Testmöglichkeiten, sondern auch mit großen Investitionen, während Israel dem Apartheidstaat den Zugang zu einem großen Markt bot, der das Umgehen internationaler Wirtschaftssanktionen ermöglichte.

    Die Vanunu-Enthüllungen

    Die USA waren mit der Bereitstellung von Nukleartechnologie wie etwa einem kleinen Forschungsreaktor (1955 im »Atome für den Frieden«-Programm) von Beginn an am israelischen Nuklearprogramm beteiligt. Israelische Wissenschaftler wurden weitgehend an US-Universitäten ausgebildet und hatten generell Zugang zu den Atomwaffenlabors. In den frühen 60er Jahren wurden die Bedienungselemente für den Dimona-Reaktor heimlich von einer Firma namens Tracer Lab bezogen, der Hauptlieferantin für die entsprechenden Instrumente in US-Militärreaktoren, gekauft über eine belgische Tochterfirma und offensichtlich mit Zustimmung der Nationalen Sicherheitsagentur (NSA) und der CIA. 1971 genehmigte die Nixon-Regierung den Verkauf Hunderter Krytonen (Hochgeschwindigkeitsschalter, die für die Entwicklung modernster Kernwaffen erforderlich sind) an Israel. Und 1979 wurden unter Carter ultrahochauflösende Fotos vom KH-11-Satelliten geliefert, die zwei Jahre später bei der Bombardierung des irakischen Osirak-Reaktors genutzt wurden. Der Transfer entwickelter Technologie nach Israel erfolgte unter Nixon und Carter, erfuhr eine dramatische Steigerung unter Reagan und wird bis heute unvermindert fortgesetzt.

    Bis Mitte der 80er Jahre schätzten die meisten Geheimdienste den israelischen Kernwaffenbestand auf eine Größenordnung von zwei Dutzend. Das änderte sich über Nacht mit den Enthüllungen von Mordechai Vanunu, einem Atomtechniker, der in der Dimona-Plutonium-Wiederaufbereitungsanlage arbeitete. Als linker Sympathisant Palästinas glaubte sich Vanunu gegenüber der Menschheit verpflichtet, Israels Kernwaffenprogramm vor der Welt zu enthüllen. Er schmuggelte Dutzende Fotos und wissenschaftliche Daten über die Grenzen Israels; 1986 wurde seine Geschichte in der Londoner »Sunday Times« veröffentlicht. Wissenschaftliche Untersuchungen der Daten Vanunus ließen erkennen, daß Israel etwa 200 hochentwickelte miniaturisierte thermonukleare Bomben besaß. Seine Informationen bewiesen, daß die Kapazität des Dimona-Reaktors auf ein Mehrfaches vergrößert worden war und daß Israel genug Plutonium produzierte, um zehn bis zwölf Bomben pro Jahr produzieren zu können. Kurz vor der Veröffentlichung seiner Informationen wurde Vanunu von einer »Mata Hari« des Mossad nach Rom gelockt, geschlagen, unter Drogen gesetzt, nach Israel entführt und nach einer Desinformations- und Verleumdungskampagne in der israelischen Presse von einem Sondergericht wegen Landesverrats zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt. Er verbrachte elf Jahre in Einzelhaft in einer zwei mal drei Meter großen Zelle. Nach einem Jahr bedingter Freilassung (der Kontakt zu Arabern war ihm verboten) wurde Vanunu wieder in Einzelhaft genommen und hat drei weitere Haftjahre vor sich. Wie vorauszusehen war, wurden die Vanunu-Enthüllungen von der Weltpresse weitgehend ignoriert, besonders in den Vereinigten Staaten, und Israel hatte weiterhin relativ freie Hand in seiner Kernwaffenpolitik.

    Gegenwärtig schätzt man Israels Kernwaffenbestand auf mindestens 200 bis über 500. Und es gibt kaum einen Zweifel daran, daß Israels Atomwaffen, die vor allem für die Kriegführung im Nahen Osten vorgesehen sind, zu den am höchsten entwickelten der Welt gehören. Einen Teil des israelischen Kernwaffenbestandes bilden Neutronenbomben, miniaturisierte Atombomben, mit einem Maximum tödlicher Gammastrahlung bei einem Minimum an Sprengwirkung und langfristiger Strahlung - im wesentlichen dazu bestimmt, Menschen zu töten und ihren Besitz zu schonen. Zu den Waffen gehören auch ballistische Raketen und Bomber, die Moskau erreichen können, Flügelraketen (Cruise missiles), Landminen (in den 80ern verlegte Israel nukleare Landminen entlang der Golanhöhen) und Artilleriegeschosse mit einer Reichweite von 70 Kilometern. Im Juni 2000 traf eine von einem israelischen U-Boot abgeschossene Flügelrakete ein Ziel in 1500 Kilometer Entfernung, das war zuvor nur den USA und Rußland gelungen. Von diesen praktisch nicht zu besiegenden U-Booten wird Israel drei stationieren, jedes ist mit vier Flügelraketen ausgerüstet.

    Das Spektrum der Bomben reicht von »Städte-Knackern« (city-busters), größer als die Hiroshimabombe, bis zu taktischen Miniatomwaffen. Israels Bestand an Massenvernichtungswaffen läßt die tatsächlichen oder potentiellen Bestände aller anderen Nahoststaaten zusammengenommen recht mickrig erscheinen, und übersteigt bei weitem jegliches nachvollziehbare Bedürfnis nach »Abschreckung«.

    »Ethnobombe«

    Israel besitzt auch ein umfassendes Arsenal chemischer und biologischer Waffen. Nach Angaben der Sunday Times hat Israel chemische und biologische Waffenarten mit hochentwickelten Trägersystemen produziert. Mit den Worten eines hohen israelischen Geheimdienstlers: »Es gibt wohl keine einzige bekannte oder unbekannte Form chemischer oder biologischer Waffen, ... die im Biologische Institut Nes Tziyona nicht erzeugt würde.« Derselbe Bericht beschrieb F-16 Kampfjets, die speziell für chemische und biologische Ladungen bestimmt sind und deren Besatzungen dafür ausgebildet wurden, diese Waffen in Windeseile zu bestücken. Die Sunday Times berichtete, daß Israel unter Nutzung von Forschungsergebnissen aus Südafrika eine »Ethnobombe« entwickelte. »Bei der Entwicklung ihrer "Ethnobombe" versuchen die israelischen Wissenschaftler, Forschungsergebnisse der Medizin bei der Identifizierung eines besonderen Gens zu nutzen, das einige Araber haben, und dann genetisch modifizierte Bakterien oder Viren zu schaffen ... Die Wissenschaftler versuchen, tödliche Mikroorganismen herzustellen, die nur Menschen mit diesen Genen angreifen.« Dedi Zucker, ein linker Abgeordneter der Knesset, prangerte diese Forschung mit den Worten an: »Eine solche Waffe ist, wenn wir von unserer Geschichte, unserer Tradition und Erfahrung ausgehen, moralisch ungeheuerlich und muß geächtet werden.« (Sunday Times, 15. November 1998)

    Die israelische Bombe ist in der gängigen Vorstellung eine »Waffe der ultima ratio«, die also in letzter Minute eingesetzt wird, wenn die vollständige Vernichtung droht, und viele gutwillige, aber irregeführte Sympathisanten Israels glauben immer noch, daß dies der Fall ist. Mag sein, daß diese Vorstellung auch in den Köpfen der frühen israelischen Kernwaffenstrategen eine Rolle spielte - heute ist das israelische Kernwaffenpotential untrennbar in die allgemeine militärische und politische Strategie Israels integriert. Wie Seymour Hersch in klassischer Untertreibung sagte: »Die Samson-Option ist nicht länger die einzige Kernwaffenoption, über die Israel verfügt.« Israel hat zahllose verschleierte atomare Drohungen gegen die arabischen Völker und gegen die Sowjetunion (und nach dem Ende des Kalten Krieges gegen Rußland) geäußert. Ein erschreckendes Beispiel kommt von Ariel Scharon, dem gegenwärtigen Ministerpräsidenten. »Die Araber mögen das Öl haben - wir haben die Zündhölzer.« (1983 bot Scharon Indien an, gemeinsam mit Israel die pakistanischen Nuklearanlagen anzugreifen, in den späten 70ern schlug er vor, israelische Fallschirmjäger nach Teheran zu schicken, um den Schah zu unterstützen, und 1982 rief er dazu auf, Israels Sicherheitsbereich von »Mauretanien bis Afghanistan« auszudehnen.) In einem anderen Fall sagte der israelische Nuklearexperte Oded Brosh 1992: »... wir müssen uns nicht schämen, daß die Kernwaffenoption ein Hauptinstrument unserer Verteidigung als Abschreckung gegen alle ist, die uns angreifen.« In den Worten Israel Schahaks: »Nicht der Wunsch nach Frieden, wie so häufig angenommen, ist meines Erachtens Prinzip der israelischen Politik, sondern der Wunsch, die Herrschaft und den Einfluß Israels auszudehnen.« Und: »Israel bereitet sich auf einen Krieg vor, wenn es sein muß, auf einen Kernwaffenkrieg, um zu verhindern, daß es in einigen oder allen Staaten des Nahen Ostens zu inneren Veränderungen kommt, die ihm nicht passen ... Israel bereitet sich eindeutig darauf vor, die offene Hegemonie über den gesamten Nahen Osten zu erreichen ... und zögert nicht, zu diesem Zweck alle verfügbaren Mittel zu nutzen, einschließlich nuklearer.«

    Israel nutzt seinen Kernwaffenbestand nicht nur im Kontext der »Abschreckung« oder der direkten Kriegführung, sondern auch auf subtilere Weise. Zum Beispiel kann der Besitz von Massenvernichtungswaffen ein kräftiger Hebel zur Aufrechterhaltung des Status quo oder zur Beeinflussung von Ereignissen sein, bei denen ein deutlicher Vorteil für Israel durchzusetzen ist: etwa zum Schutz der sogenannten gemäßigten arabischen Staaten vor inneren Aufständen oder zum Eingreifen in einen Krieg zwischen arabischen Staaten. Im israelischen Strategiejargon wird dieses Konzept »nichtkonventioneller Druck« (»nonconventional compellence«) genannt. Ein Zitat von Schimon Peres belegt das: »Ein überlegenes Waffensystem zu beschaffen bedeutet die Möglichkeit, es für die Ausübung von Druck zu nutzen - das heißt, die andere Seite zu zwingen, Israels Forderungen zu akzeptieren, was wahrscheinlich die Forderung einschließt, daß der traditionelle Status quo akzeptiert und ein Friedensvertrag unterzeichnet wird.«

    Seine überwältigende Kernwaffenüberlegenheit erlaubt es Israel, sogar angesichts einer weltweiten Opposition straflos zu agieren. Als typischer Fall kann die Invasion in den Libanon und die Zerstörung Beiruts 1982 gelten, die von Ariel Scharon geführt wurde - zum Schluß mit 20000 Toten, die meisten davon Zivilisten. Trotz der Vernichtung eines arabischen Nachbarstaates konnte Israel den Krieg über Monate ausdehnen, nicht zuletzt auch aufgrund seiner atomaren Drohung.

    Mittel der Erpressung

    Ein anderer Hauptzweck der israelischen Bombe ist der Druck auf die USA, sogar dann zugunsten Israels zu agieren, wenn das gegen die eigenen strategischen Interessen gerichtet ist. Während des Krieges von 1973 nutzte Israel die nukleare Erpressung, um Kissinger und Nixon zu zwingen, gewaltige Mengen Kriegsmaterial über eine Luftbrücke nach Israel zu bringen. Ein Beispiel für diese Strategie lieferte Amos Rubin, der Wirtschaftsberater des Ministerpräsidenten Yitzhak Schamir, im Jahre 1987: »Wenn Israel alleingelassen wird, wird es keine andere Wahl haben, als auf eine riskante Verteidigung zurückzugreifen, die es selbst und die Welt stark gefährden wird ... Um Israel in die Lage zu versetzen, auf die Abhängigkeit von Atomwaffen zu verzichten, braucht es zwei bis drei Milliarden Dollar an US-Hilfe jährlich.« Seither hat sich Israels Kernwaffenbestand exponentiell vergrößert, sowohl quantitativ als auch qualitativ, und der Geldhahn der USA bleibt weit offen.

    Weltweit wurde kaum wahrgenommen, daß der Nahe Osten am 22. Februar 2001 vor dem Ausbruch eines Krieges stand. Nach Angaben der Londoner Sunday Times und von DEBKAfile gab Israel Raketenalarm, nachdem es von den USA Nachrichten über die Bewegung von sechs an der syrischen Grenze stationierten irakischen Panzerdivisionen und Startvorbereitungen von Boden-Boden-Raketen erhalten hatte. DEBKAfile, ein »Antiterrorismus«-Informationsdienst in Israel, behauptet, die irakischen Raketen seien vorsätzlich in die höchste Alarmstufe versetzt worden, um die Antwort der USA und Israels zu testen. Trotz eines unverzüglichen Angriffs von 42 Militärflugzeugen der USA und Großbritanniens erlitten die Iraker anscheinend nur geringen Schaden. Die Israelis warnten den Irak, sie seien bereit, in einem Präventivangriff gegen die irakischen Raketen Neutronenbomben einzusetzen.

    Die Existenz eines Arsenals von Massenvernichtungswaffen in einer solch instabilen Region hat schwerwiegende Konsequenzen. Seymour Hersch warnt: »Sollte erneut ein Krieg im Nahen Osten ausbrechen ... oder irgendeine arabische Nation Raketen auf Israel lenken, wie damals die Iraker, würde eine nukleare Eskalation, früher undenkbar außer als "ultima ratio", nun sehr wahrscheinlich.« Und Ezar Weissman, Israels gegenwärtiger Präsident, sagte: «Der Kernwaffeneinsatz gewinnt an Bedeutung (und der) nächste Krieg wird kein konventioneller sein.«

    Literatur:

    Seymour Hersh: The Samson Option. Israel’s Nuclear Arsenal and American Foreign Policy. New York, 1991, Random House
    Mark Gaffney: Dimona. The Third Temple. The Story Behind the Vanunu Revelation. Brattleboro, VT, 1989
    U.S. Army Lt. Col. Warner D. Farr: The Third Temple Holy of Holies. Israel’s Nuclear Weapons, USAF Counterproliferation Center, Air War College Sept 1999
    Barbara Rogers & Zdenek Cervenka: The Nuclear Axis: The Secret Collaboration Between West Germany and South Africa, New York, 1978
    Peter Hounam: Woman From Mossad. The Torment of Mordechai Vanunu, London, 1999
    Israel Shahak: Open Secrets: Israeli Nuclear and Foreign Policies, London, 1997
    * Original: www.middleeast.org/mernew.htm. Übersetzt aus dem Amerikanischen: Dr. Ernst Herbst
    Vorabdruck - stark gekürzt - aus Marxistische Blätter, Heft 3/2002, das Mitte Mai mit dem Schwerpunkt Kriegsgefahr im Nahen Osten erscheint. Neue Impulse Verlag, Hoffnungstr. 18, 45127 Essen; Tel. 0201-2486482; Fax: 2486484; NeueImpulse@aol.com

  3. #3
    Avatar von lupo-de-mare

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    Zitat Zitat von Kimyager
    Der Thread ist sehrgut dafür geeignet, um auf die Doppelmoral der Welt in Bezug auf Atomwaffen hinzuweisen.

    In diesen Tagen regt sich jeder über den Iran auf.
    m
    Die dummen US Politiker und der noch dümmere CIA!

    Geburts Helfer und Ausbilder für jede Art von Terrorismus und jeder Art von A-Bombe für durchgeknallte korrupte Staaten.

    11.08.2005

    Ausland

    CIA deckte Nuklearhandel

    US-Geheimdienst förderte Atomwaffenentwicklung Pakistans

    Washington. Im Jahr 1975 hat der US-Geheimdienst CIA die Regierung der Niederlande gebeten, gegen Abdul Kadir Khan, der später als »Vater der pakistanischen Atombombe« bekannt werden sollte, nicht weiter wegen des Verdacht des Nukleardiebstahls zu ermitteln. Wie der ehemalige niederländische Ministerpräsident Ruud Lubbers jetzt in einem Interview mit einem holländischen Radiosender bestätigte, geschah dies dann auch. 1975 arbeitete Khan im niederländschen Urananreicherungsunternehmen Urenco. Im vergangenen Jahr gestand Khan im pakistanischen Fernsehen, nukleare Waffentechnologie an Iran, Libyen und Nordkorea verkauft zu haben. Als Motiv für das Verhalten der CIA deutete Expremier Lubbers an, daß Washington während des Kalten Krieges von dem Wunsch getrieben gewesen sei, Pakistan zu helfen, um die mit der Sowjetunion sympathisierende Nuklearmacht Indien zu »neutralisieren«.

    (rwr)
    http://www.jungewelt.de/2005/08-11/022.php

  4. #4
    is schon geil

    us darf awaffen haben, iran keine a-waffen


    hehe

  5. #5
    Avatar von lupo-de-mare

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    Zitat Zitat von Kimyager
    Der Thread ist sehrgut dafür geeignet, um auf die Doppelmoral der Welt in Bezug auf Atomwaffen hinzuweisen.

    In diesen Tagen regt sich jeder über den Iran auf.

    In diesem Zusammenhang ist der folgende Aufsatz interessant.

    Der politische Zionismus beanspruchte die Atomkraft als Waffe nicht nur für sich, sondern war auch bereit, diese anderen extremen Rassisten zur Verfügung zu stellen. So schrieb am 21. April 1997 die Zeitung Haaretz, dass : "Israel" in den 70er und frühen 80er Jahren Südafrika bei der Entwicklung von Atomwaffen geholfen habe. m
    Und wenn es um das Geschäft geht, so sollte erwähnt werden, das Rumsfeld prächtig damit verdiente, das er Nord Korea direkt Zivile Atom Ausrüstung für deren Kraftwerke verkaufte und diese modernisierte.

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