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Defamation: Israel und der Antisemitismus

Erstellt von economicos, 06.04.2013, 14:31 Uhr · 168 Antworten · 5.345 Aufrufe

  1. #31
    Esseker
    Zitat Zitat von Mulinho Beitrag anzeigen
    Heimat, Heimat, wie lange darf man zurück? Man kann das nicht damit begründen, dass es mal die Heimat vor tausenden von Jahren war. Somit könnte ja jedes Volk auf dieser Welt auf seine alte Heimat zurückgreifen oder nicht? Dieses Argument zählt einfach nicht. Punkt.
    Wenn Heimat als Argument nicht zählt, wieso dann diese "Israel ist die alleinige Heimat der Palästinenser"? Dann kann ich ja überall einen Staat hinbauen, Heimat zählt nicht.

    Das einzige was zählt, ist: Die Juden brauchten einen Staat. Dieser wäre auch in Argentinien möglich gewesen. Punkt.
    Das siehst du aber etwas zu naiv! Herzl wollte bspw. von Anfang an am Hügel des Zion einen jüdischen Staat, aufgrund des Antisemitismus' in Europa, das alles noch vor dem 2. Weltkrieg. Großbritannien hatte Palästina und stellte dieses Gebiet eben zur Verfügung. Argentinien stand zu Debatte, übrigens genauso wie Madagascar, aber die Grundidee war, dass es beim Zion ist, in Jerusalem.

    Stattdessen, wie gesagt, wurde falsch entschieden und das haben eh alle erkannt, aber man bleibt daran fest, weil niemand zugeben will, dass man falsch entschieden hat. Diese Demütigung wäre eine Genugtuung für über die Hälfte aller Staaten dieser Welt. Dass die Araber aus ihren Gebieten verdrängt wurden, ihr politisches System abgeschafft und alles auf den Kopf gestellt wurde, ist eine Schweinerei, bloss weil die Europäer einen Fehler begangen haben und diesen versuchen abzuschieben. Einfach lächerlich.
    Lächerlich ist zu behaupten, dass alle Konflikte, alle Kriege und alle Übergriffe in diesen Gebieten deswegen nicht geklärt wurden, "weil man den eigenen Fehler" nicht eingestehen wollte.

    Es ist, wie es gekommen ist. Herzl träumte vom Zion, es wurde verwirklicht und nun ist das eben das Endprodukt. Was will man jetzt? Alles wieder auslöschen oder soll das Resultat jetzt aussehen?

    Zitat Zitat von Afroasiatis Beitrag anzeigen
    Mein Einwand war darüber, dass du scheinst, die Araber als eine muslimische Nation zu betrachten, obwohl das die arabische Nationalisten nicht so sehen. Gottesstaaten sind die arabischen i.d.R. nicht, und gerade die Palästinenser sind eine säkular definierte Nation, im Gegensatz zu den Israelis.
    Man ist aber von Gottesstaaten umgeben bzw. wird auch umgeben werden (arabische Revolution). Palästina ansich ist kein Gottesstaat, das ist richtig. Übrigens ist auch Israel ein säkularer Staat, was die jüdisch-orthodoxen selbst ablehnen.

    Man kann auch den Begriff "Anti-Judaismus" benutzen, wenn dir "Judenhass" nicht gefällt. Dass viele Europäer/Amerikaner sich darauf bestehen, den Begriff "Antisemitismus" zu benutzen, obwohl er ganz offensichtlich falsch ist (es wäre als ob man den Russen Anti-Slawismus vorwirft, wenn sie die Polen nicht mögen), ist natürlich gar nicht unschuldig. Es gibt bestimmte Gründe dafür.
    Antijudaismus ist ein theologisch geprägter Begriff und kritisiert nur die Religon der Juden, nicht den Juden ansich. Würde also auch nicht gehen.


    Zur Entstehung des israelischen Staates, gilt für alle Zionismus-Fans: ihr dürft von mir aus Zionismus unterstützen. Aber seid zumindest so ehrlich wie die ersten Zionisten, und akzeptiert die historische Tatsache, dass in Palästina die Gründung eines jüdischen Staates ohne die Säuberung der nicht-Juden schlicht und einfach unmöglich war.
    Wenn man zugibt, dass wenn Israel die Waffen niederlegt es auch zu Verbrechen kommt, ja.

  2. #32

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    22.11.2012
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    6.696
    ~~ Antisemit Crew ~~
    -- Killuminati Crew --

  3. #33

    Registriert seit
    23.11.2009
    Beiträge
    3.360
    Zitat Zitat von Esseker Beitrag anzeigen

    Man ist aber von Gottesstaaten umgeben bzw. wird auch umgeben werden (arabische Revolution). Palästina ansich ist kein Gottesstaat, das ist richtig. Übrigens ist auch Israel ein säkularer Staat, was die jüdisch-orthodoxen selbst ablehnen.
    Die Nachbarländer sind i.d.R. keine Gottesstaaten, sondern eher vom arabischen Nationalismus bestimmt, mit einer kleineren oder größeren Islam-Referenz. Ich glaube auch nicht, dass das durch den arabischen Frühling sich radikal verändert, kurzfristig könnte es zu einer größeren Betonung des Islams kommen, mehr nicht.

    Das einzige Nachbarland, dass man richtig als Gottesstaat sehen könnte, Saudi-Arabien, hat übrigens mit Israel nicht so viele Probleme. Historisch gesehen, hat Israel eher die säkular-fortschrittliche Araber als gefährlicher betrachtet, weniger die traditionell-konservative Regimes.

    Ich kann nicht sagen, inwieweit Israel ein säkularer Staat ist, die israelische National-Identität hat aber keine säkulare Wurzel, im Gegensatz zur palästinensischen. Die Türkei mag auch offiziell ein säkularer Staat sein, die türkische National-Identität ist aber auch nicht säkular gegründet. Das ist was ich meinte.

    Antijudaismus ist ein theologisch geprägter Begriff und kritisiert nur die Religon der Juden, nicht den Juden ansich. Würde also auch nicht gehen.
    OK, dann finden wir einen passender Begriff. Nur nicht den falschen Begriff Antisemitismus, den man gerade deswegen verwendet, um zu falschen Assoziationen zu führen.



    Wenn man zugibt, dass wenn Israel die Waffen niederlegt es auch zu Verbrechen kommt, ja.
    Das verstehe ich nicht genau. Zu Verbrechen könnte es unter allen Umständen kommen. Das hat aber mit einer möglichen Lösung der Palästina-Frage zu tun, und das ist hier nicht das Thema, würde zu weit gehen, darüber zu diskutieren.

  4. #34
    Avatar von BlackJack

    Registriert seit
    11.10.2009
    Beiträge
    65.473
    Zitat Zitat von Mulinho Beitrag anzeigen
    Heimat, Heimat, wie lange darf man zurück? Man kann das nicht damit begründen, dass es mal die Heimat vor tausenden von Jahren war. Somit könnte ja jedes Volk auf dieser Welt auf seine alte Heimat zurückgreifen oder nicht? Dieses Argument zählt einfach nicht. Punkt.

    Das einzige was zählt, ist: Die Juden brauchten einen Staat. Dieser wäre auch in Argentinien möglich gewesen. Punkt.

    Stattdessen, wie gesagt, wurde falsch entschieden und das haben eh alle erkannt, aber man bleibt daran fest, weil niemand zugeben will, dass man falsch entschieden hat. Diese Demütigung wäre eine Genugtuung für über die Hälfte aller Staaten dieser Welt. Dass die Araber aus ihren Gebieten verdrängt wurden, ihr politisches System abgeschafft und alles auf den Kopf gestellt wurde, ist eine Schweinerei, bloss weil die Europäer einen Fehler begangen haben und diesen versuchen abzuschieben. Einfach lächerlich.


    Viele Albaner begründen Gebietsansprüche mit Illyrern, das ist nicht etwa grotesk sondern selbstverständlich ...

  5. #35
    Mulinho
    Zitat Zitat von Esseker Beitrag anzeigen
    Wenn Heimat als Argument nicht zählt, wieso dann diese "Israel ist die alleinige Heimat der Palästinenser"? Dann kann ich ja überall einen Staat hinbauen, Heimat zählt nicht.
    Sagt auch niemand, dass keine Juden in Palästina leben dürfen. Nur wurde damals ein Staat ausgerufen, der nicht dem Willen des Volkes entsprach, denn die Alteingesessenen Palästinenser wurden nicht befragt, ob sie diesen Staat wollten oder nicht. Erst nach der Vertreibung der Palästinenser folgten Wahlen, die zugunsten der jüdischen Bevölkerung ausfielen und die Gesetze dementsprechend angepasst wurden. Jeder Jude hatte Zutritt zu diesem Land, was verheerende Folgen hatte. Das Geld des Landes aber wurde für die Einwanderer gebraucht, statt sie der ganzen Bevölkerung zu verteilen. Und während Juden feucht fröhlich einwandern durften, harrten Palästinenser in Lagern aus. Die Vertreibung wurde systematisch durchgeführt, um die Palästinenser nie die Möglichkeit zu lassen, gegen diesen Staat zu stimmen.
    Alleine hier wurde die UN-Charta missachtet!

    Zitat Zitat von Esseker Beitrag anzeigen
    Das siehst du aber etwas zu naiv! Herzl wollte bspw. von Anfang an am Hügel des Zion einen jüdischen Staat, aufgrund des Antisemitismus' in Europa, das alles noch vor dem 2. Weltkrieg. Großbritannien hatte Palästina und stellte dieses Gebiet eben zur Verfügung. Argentinien stand zu Debatte, übrigens genauso wie Madagascar, aber die Grundidee war, dass es beim Zion ist, in Jerusalem.
    Also erstens einmal: Das stimmt so nicht! Denn Grossbritannien sah es vor, dass die Juden eine palästinensische Staatbürgschaft annehmen. Ausserdem zwangen sie den Palästinensern auf, alle vorgefertigten Gesetze anzunehmen. Typisch Kolonialismus halt. Mag ja sein, dass rechtlich ging, aber moralisch mehr als verwerflich. Das hinterhältigste ist sowieso, dass die Briten die Araber zur Unterstützung holten, um ihr Reich im Nahen Osten auszuweiten und ihnen danach das Gebiet um Palästina versprachen, gleichzeitig aber auch den Juden Land versprachen. Ich sag doch: Israel in seiner heutigen Form existiert nur auf Lügen.

    Zweitens: Weisst du eigentlich was du redest? Die Zionisten berufen sich auf ein Glaubensbuch und begründen ihre Forderungen mit dem Inhalt dieses Buches. Stell dir vor, die Araber kommen und sagen, sie sind das auserwählte Volk Gottes und nur ihre Sprache zählt, weil Gott keine anderen Sprachen versteht. Oh, das machen sie ja auch und nimmt das jemand auf politischer Ebene Ernst? [/QUOTE]

    Zitat Zitat von Esseker Beitrag anzeigen
    Lächerlich ist zu behaupten, dass alle Konflikte, alle Kriege und alle Übergriffe in diesen Gebieten deswegen nicht geklärt wurden, "weil man den eigenen Fehler" nicht eingestehen wollte.

    Es ist, wie es gekommen ist. Herzl träumte vom Zion, es wurde verwirklicht und nun ist das eben das Endprodukt. Was will man jetzt? Alles wieder auslöschen oder soll das Resultat jetzt aussehen?
    Das ist es ja, ihr (du und die meisten deiner Gleichdenkenden) gesteht keinen einzigen Fehler ein. Ihr begründet alles mit irgendwelchen faktlosen Argumenten. Und am Schluss heisst es: Ja ist halt so.
    Ich würde mich als Palästinenser nicht damit zufrieden geben und verstehe ihre Denkweise. Selbst die USA wissen, was für ein beschissener Staat Israel ist. Irgendwann wird aber diese Sturheit bröckeln und Eingeständnisse gemacht werden. Ich hoffe, dass das Gleichgewicht wieder hergestellt wird und sich diese Penner aus den besetzten Gebieten zurückziehen und Israel wirklich zu einem demokratischen Staat wird.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von BlackJack Beitrag anzeigen


    Viele Albaner begründen Gebietsansprüche mit Illyrern, das ist nicht etwa grotesk sondern selbstverständlich ...
    Ja und wie sieht die Tatsache aus? Gehört Kroatien zu Albanien? Nach deiner Argumentation, müsste es ja so sein. Ist es aber nicht. Also ist deine Aussage nichts wert.

  6. #36
    Avatar von Sazan

    Registriert seit
    27.05.2009
    Beiträge
    13.046
    hier mal was interessantes von meinen wahrhaftigen jüdischen brüdern:




    auch sehr interessant, juden protestieren gegen den zionismus:


  7. #37
    economicos
    Zitat Zitat von Sazan Beitrag anzeigen
    hier mal was interessantes von meinen wahrhaftigen jüdischen brüdern:




    auch sehr interessant, juden protestieren gegen den zionismus:

    Die übertreiben für mein Geschmack etwas, aber dennoch interessant zu sehen.

  8. #38

    Registriert seit
    23.11.2009
    Beiträge
    3.360
    Zitat Zitat von economicos Beitrag anzeigen
    Eine interessante Dokumentation über den Begriff Antisemitismus.
    Was ist überhaupt Antisemitismus? Oder was bedeutet Antizionismus?
    Ein Antisemit ist laut Prof. Finkelstein eine Person, die Juden aufgrund ihrer Religion diskriminiert oder den Holocaust leugnet. Ist man aber auch gleich ein Antisemit, wenn man die politische Ideologie Israels oder die der Juden kritisiert? Des Weiteren stellt sich die Frage, inwieweit die tragische Geschichte der Juden in der Vergangenheit, heute in der Gegenwart für politische und wirtschaftliche Ziele missbraucht wird.
    In der Dokumentation erfahrt ihr mehr.


    Spurensuche einer Verleumdung - Antisemitismus in Israel - YouTube

    Ziemlich gut gemacht diese Dokumentation.

  9. #39
    Avatar von Buntovnik

    Registriert seit
    31.03.2012
    Beiträge
    2.826
    Israel darf kritisiert werden. Aber die Auflösung Israels zu fordern ist Idiotie.
    Man muss kein Fan vom Zionismus sein um ihnen einen Staat zu gönnen. Aber auch Israel muss sich an die Spielregeln halten.

  10. #40

    Registriert seit
    23.11.2009
    Beiträge
    3.360
    Zitat Zitat von Legenda1 Beitrag anzeigen
    Israel darf kritisiert werden. Aber die Auflösung Israels zu fordern ist Idiotie.
    Hängt davon ab, in welcher Weise diese Auflösung abzulaufen hat. Es gibt eine ziemlich komplizierte Situation jetzt da, und ob das Weiterbestehen eines rein jüdischen Staates realistisch ist, darüber kann man diskutieren.

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