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Defamation: Israel und der Antisemitismus

Erstellt von economicos, 06.04.2013, 14:31 Uhr · 168 Antworten · 5.343 Aufrufe

  1. #71
    Mulinho
    Zitat Zitat von BlackJack Beitrag anzeigen
    Dann erläutere das doch mal konkret:
    Wo zeigt sich das "
    zunehmende Gewicht der Araber in internationalen Beziehungen"?
    Wirtschaftskrisen gab es schon früher, sie sind Teil der Konjunkturzyklen - wie sollen welche Schwellenländer den Westen so verdrängen, dass sie merklich an Einfluss verlieren? Und wer sagt denn, dass diese "Schwellenländer" unbedingt für die Palästinenser Partei ergreifen und Israel "abwürgen" würden?
    Die Araber arbeiten immer mehr zusammen und bauen an ihren Organisationen. die MENA-Länder waren früher eher unbedeutend, nehmen aber immer mehr an Gewicht zu. Das BIP wächst überdurchschnittlich und für Länder wie Deutschland dürften auch die Touristen aus dieser Region von hoher Bedeutung sein. Bisher wurden diese Gebiete in der Weltwirtschaft eher vernachlässigt, aber mit dem arabischen Frühling und dem anbrechenden Strukturwandel dürfte sich das ändern.
    Man spricht hier nicht von 5 Jahren, sondern von 20-30 Jahren. Die Entwicklungen für diese Länder sind positiv, auf jeden Fall positiver als für Israel und die USA. Russland pflegt ohnehin seit dem Kalten Krieg gute Beziehungen zu den arabischen Ländern. Japan ist gänzlich auf die die Ölimporte aus der arabischen Region + Iran angewiesen.

    Wir können als USA-Fans ja sagen was wir wollen, aber die Realität sieht so aus, als würde es eine Verschiebung des Machtgewichtes geben. Die MENA-Staaten bewegen sich zunehmends von 3.Staaten zu entwickelte Staaten.

    Vorausgesetzt für diese ganzen Szenarien ist natürlich das Interesse der Araber an den Palästinensern. Eins ist aber klar: Israel wird immer weniger etwas zu sagen haben.
    Vergiss nicht, dass die Bevölkerung in den MENA-Staaten bei über 300 Millionen liegt.

  2. #72

    Registriert seit
    13.02.2013
    Beiträge
    1.157
    Zitat Zitat von Mulinho Beitrag anzeigen
    Vergiss nicht, dass die Bevölkerung in den MENA-Staaten bei über 300 Millionen liegt.
    Was du angeführt hast ist ja soweit richtig, jedoch vergiss nicht, dass die arabische Nation alles andere als politisch homogen ist. Aus welchem arabischen Staat sind in den 90er Jahren fast eine halbe Million palästinensischer Flüchtlinge gewaltvoll vertrieben worden (Kuwait)? In wievielen arabischen Staaten werden Palästinenser wie Menschen zweiter Klasse behandelt (z.B.: Jordanien)?

    Selbst der Panarabismus unter Nasser scheiterte:

    Er schaffte es für kurze Zeit, die Staaten Ägypten und Syrien zur Vereinigten Arabischen Republik zu vereinen. Als Reaktion darauf gründeten der irakische König Faisal II. und sein jordanischer Cousin Hussein I. im Februar 1958 die Arabische Föderation, welche jedoch nur sechs Monate bestand.
    Hinter Israel steht immer noch eine mächtige Diaspora und the one and only Superpower.

  3. #73
    Avatar von Ilan

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    Beiträge
    10.225
    Zitat Zitat von Arafat Beitrag anzeigen
    Ist es nicht so, das die Ultraorthodoxen einen Arabischen Staat unterstützen, da ein Jüdischer Staat nur von einem Messias gegründet werden kann?
    Die Ultraorthodoxen sind nur angekotzt dass Israel ein säkularer Staat ist, wäre Israel ein Gottesstaat würden sie nichts sagen und begründen dass der Messias Israel gegründet hat.

  4. #74
    Avatar von Buntovnik

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    Beiträge
    2.826
    Zitat Zitat von Legenda1 Beitrag anzeigen
    Israel darf kritisiert werden. Aber die Auflösung Israels zu fordern ist Idiotie.
    Man muss kein Fan vom Zionismus sein um ihnen einen Staat zu gönnen. Aber auch Israel muss sich an die Spielregeln halten.
    Und damit meine ich, dass sich Israel aus allen besetzten Gebieten zurückzieht.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    Ich sehe das ähnlich. Ich halte es aber für kein gottgegebenes Recht dass die Zionisten irgendeine Art von alleinigem Anspruch auf das Land dort hätten. Der einzige Weg zu langfristigem Frieden besteht darin, Juden(im ethnischen Sinne) und Araber als Staatsvölker zu deklarieren und eine gemeinsame Koexistenz in Frieden anzustreben. Eine andere Lösung ist nicht möglich und die ganzen Fritzen, die hier ihre Sprüche klopfen und sich gegenseitig zu ihren Kommentaren beglückwünschen, sollten sich zuerst einmal für drei Tage im Ghaza-Streifen aufhalten wenn Israel wieder deutsche und amerikanische Gratis-Bomben auf Wohnhäuser abwirft und dabei ganze Familien dabei auslöscht. Danach kann man ja sehen, ob sie weiterhin ihre ignorante Meinung weiterhin vertreten.
    Siehe oben.

  5. #75
    Mulinho
    Zitat Zitat von IN.PE.RA.TO.RE.BT Beitrag anzeigen
    Was du angeführt hast ist ja soweit richtig, jedoch vergiss nicht, dass die arabische Nation alles andere als politisch homogen ist. Aus welchem arabischen Staat sind in den 90er Jahren fast eine halbe Million palästinensischer Flüchtlinge gewaltvoll vertrieben worden (Kuwait)? In wievielen arabischen Staaten werden Palästinenser wie Menschen zweiter Klasse behandelt (z.B.: Jordanien)?

    Selbst der Panarabismus unter Nasser scheiterte:



    Hinter Israel steht immer noch eine mächtige Diaspora und the one and only Superpower.
    Das stimmt. Deshalb habe ich im letzten Satz angefügt, dass die Voraussetzung ist, dass die Araber überhaupt Interesse an den Palästinensern haben. Mein Fazit ist ja auch im Endeffekt: Israel immer unwichtiger, arabische Länder immer wichtiger. Und wenn sie wollen, können sie in weiter Zukunft Israel zum Einlenken bringen.

  6. #76

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    Beiträge
    3.357
    Zitat Zitat von BlackJack Beitrag anzeigen
    Dann erläutere das doch mal konkret:
    Wo zeigt sich das "
    zunehmende Gewicht der Araber in internationalen Beziehungen"?
    Wirtschaftskrisen gab es schon früher, sie sind Teil der Konjunkturzyklen - wie sollen welche Schwellenländer den Westen so verdrängen, dass sie merklich an Einfluss verlieren? Und wer sagt denn, dass diese "Schwellenländer" unbedingt für die Palästinenser Partei ergreifen und Israel "abwürgen" würden?
    Mulinho hat das meiste eigentlich schon gesagt. Es muss natürlich klar sein, dass wir hier nicht den momentanen Zustand im Kopf haben, sondern die Perspektive. Noch dazu, die arabische Welt wird als potentieller Markt für Produkte sowohl aus dem Westen wie aus den Schwellenländer immer schwieriger zu ignorieren. Und auf einer verstärkten Zusammenarbeit wird besonders EU angewiesen sein.
    Es gibt schon heute Zeichen dafür, dass in vielen westlichen Ländern ein Umdenken in der Nahost-Politik stattfindet. Nicht vergessen das Ergebnis der letzten UN-Abstimmung zur Palästina, und das Verhalten vieler europäischen Staaten. Auch die Ergebnisse des letzten Obama-Besuchs sollte man im Kopf haben, auch wenn diese eher symbolische Zugeständnisse waren.
    Der schwache Punkt in diesen Analysen wurde auch schon von Mulinho (und IN.PE.RA.TO.RE.BT) erwähnt: die Solidarität der arabischen Staaten für Palästinenser war und ist gar nicht selbstverständlich. Wegen der zunehmenden Demokratisierung wird es aber auch da welche Veränderung geben, wenn auch klein.

    Zur Wirtschaftskrise: ich glaube nicht wirklich, dass es bei dieser, die wir gerade erleben, um einen Teil eines einfachen Konjukturzyklus handelt. Aber auch wenn es so wäre, haben sogar diese welche Veränderungen als Ergebnis. In diesem Fall, ist die langsame Verschiebung der Weltwirtschaft in Richtung Osten und Süden ziemlich offensichtlich, auch vor der Krise eigentlich, und dies wird auch seit langem auch in Westen erkannt.




    Ich hoffe, dass es zu jedem hier klar ist: wenn ich über eine mögliche Auflösung des israelischen Staates spreche, meine ich keine Zerstörung durch einen äußeren Angriff. Was ich im Kopf habe, ist eine schrittweise Umwandlung Israels von einem jüdischen Nationalstaat zu einem jüdisch-arabischen eher föderativen Staat. Das wäre für die Zionismus-Ideologen einer Auflösung gleich, für den durchschnittlichen israelischen Juden wäre das aber nicht unbedingt von Nachteil, praktisch gesehen.

    Ich bin auch nicht sicher, dass die 2-Staaten-Lösung ganz unmöglich ist, jedoch wird sie das mit der Zeit immer mehr. Und zwar, vor allem durch die Taten des israelischen Staates.

  7. #77
    Avatar von BlackJack

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    Zitat Zitat von Mulinho Beitrag anzeigen
    Die Araber arbeiten immer mehr zusammen und bauen an ihren Organisationen. die MENA-Länder waren früher eher unbedeutend, nehmen aber immer mehr an Gewicht zu. Das BIP wächst überdurchschnittlich und für Länder wie Deutschland dürften auch die Touristen aus dieser Region von hoher Bedeutung sein. Bisher wurden diese Gebiete in der Weltwirtschaft eher vernachlässigt, aber mit dem arabischen Frühling und dem anbrechenden Strukturwandel dürfte sich das ändern.
    Man spricht hier nicht von 5 Jahren, sondern von 20-30 Jahren. Die Entwicklungen für diese Länder sind positiv, auf jeden Fall positiver als für Israel und die USA. Russland pflegt ohnehin seit dem Kalten Krieg gute Beziehungen zu den arabischen Ländern. Japan ist gänzlich auf die die Ölimporte aus der arabischen Region + Iran angewiesen.

    Wir können als USA-Fans ja sagen was wir wollen, aber die Realität sieht so aus, als würde es eine Verschiebung des Machtgewichtes geben. Die MENA-Staaten bewegen sich zunehmends von 3.Staaten zu entwickelte Staaten.

    Vorausgesetzt für diese ganzen Szenarien ist natürlich das Interesse der Araber an den Palästinensern. Eins ist aber klar: Israel wird immer weniger etwas zu sagen haben.
    Vergiss nicht, dass die Bevölkerung in den MENA-Staaten bei über 300 Millionen liegt.
    allein die USA haben fast so viele Einwohner also ich sehe das überhaupt nicht so, garnichts wird sich verschieben. So wie die westlichen Industrieländer auf Öl angewiesen sind, sind die anderen auf deren Produkte angewiesen, was produzieren die denn schon? Allein das westliche GPS-System ist mehr wert als deren gesamte "Industrie"

    Zitat Zitat von Afroasiatis Beitrag anzeigen
    Noch dazu, die arabische Welt wird als potentieller Markt für Produkte sowohl aus dem Westen wie aus den Schwellenländer immer schwieriger zu ignorieren. Und auf einer verstärkten Zusammenarbeit wird besonders EU angewiesen sein.

    Wieso ignorieren, die importieren nahezu alles aus dem Westen, können vermutlich selbst nicht mal Kloschüsseln in Massenproduktion herstellen


    Ich hoffe, dass es zu jedem hier klar ist: wenn ich über eine mögliche Auflösung des israelischen Staates spreche, meine ich keine Zerstörung durch einen äußeren Angriff. Was ich im Kopf habe, ist eine schrittweise Umwandlung Israels von einem jüdischen Nationalstaat zu einem jüdisch-arabischen eher föderativen Staat. Das wäre für die Zionismus-Ideologen einer Auflösung gleich, für den durchschnittlichen israelischen Juden wäre das aber nicht unbedingt von Nachteil, praktisch gesehen.
    Praktisch gesehen kann es nur eine Lösung für die Juden geben, nämlich die wo ihre Sicherheit wie auch immer garantiert ist. Wenn das nicht der Fall ist, gibts auch nix zu diskutieren

  8. #78

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    Zitat Zitat von BlackJack Beitrag anzeigen

    Wieso ignorieren, die importieren nahezu alles aus dem Westen, können vermutlich selbst nicht mal Kloschüsseln in Massenproduktion herstellen


    Genau so ist es nicht, aber auf jeden Fall, die Bedeutung des arabischen Marktes wird wachsen.

    Praktisch gesehen kann es nur eine Lösung für die Juden geben, nämlich die wo ihre Sicherheit wie auch immer garantiert ist. Wenn das nicht der Fall ist, gibts auch nix zu diskutieren
    Von niemanden kann die Sicherheit völlig garantiert werden. Unter den heutigen Bedingungen ganz besonders nicht, auch nicht diese der Israelis, wie man sieht.

    Also, mit einer Lösung gäbe es zumindest die Möglichkeit, in die Zukunft mehr Sicherheit für alle zu schaffen. Für Juden wie auch für Araber (diese ist übrigens auch wichtig, irgendwie vergisst man das oft).

  9. #79
    Avatar von BlackJack

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    ja ist völlig richtig, jede Lösung muss beide umfassen ... aber wie zum Henker soll man das bloß hinbekommen ...

  10. #80
    Mulinho
    Zitat Zitat von BlackJack Beitrag anzeigen
    allein die USA haben fast so viele Einwohner also ich sehe das überhaupt nicht so, garnichts wird sich verschieben. So wie die westlichen Industrieländer auf Öl angewiesen sind, sind die anderen auf deren Produkte angewiesen, was produzieren die denn schon? Allein das westliche GPS-System ist mehr wert als deren gesamte "Industrie"


    Wieso ignorieren, die importieren nahezu alles aus dem Westen, können vermutlich selbst nicht mal Kloschüsseln in Massenproduktion herstellen



    Praktisch gesehen kann es nur eine Lösung für die Juden geben, nämlich die wo ihre Sicherheit wie auch immer garantiert ist. Wenn das nicht der Fall ist, gibts auch nix zu diskutieren
    Du bist wie jede Firma, die auf ihr Super-Produkt gesetzt hat und alles Neue und sich Veränderte verflucht hat und nicht gemerkt hat, dass die Konkurrenz einen schon längst überholt hat

    Man kann die Umwelt nicht ignorieren. Es ist Tatsache, dass die USA schwächelt, während die anderen Staaten sich weiter entwickeln. Die Einwohnerzahl habe ich genannt, weil diese Menschen ein Marktpotential sind, das man nicht ignorieren kann.

    PS: Bezugenehmend zu dienem Post an Afrosiatis. Die Juden werden ihre Sicherheit kriegen, aber auf dem Platz, wo sie hingehören.

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