Jetzt hat man halt wieder mal hohe Würden Träger verhaftet, was nicht verwundert. So läuft das ganz genauso auch auf dem Balkan und die "Grünen" sind die korrupteste Partei von Deutschland gefolgt von Schröder und Co.

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Honorarkonsul der BRD wegen Korruption vor Gericht:

Windkraftfirma und Ex-Amtsdirektor weiter im Visier der Justiz

Von Frank Bürger

08.07. 2006 --

Berlin/Warschau/Stettin (oderbridge) Bartlomiej Sochánski, Honorarkonsul der BRD in Stettin, steht wegen Korruptionsverdacht vor dem Stettiner Gericht. Das berichtete am 8. Juli die polnische Tageszeitung Dziennik. Auf der Anklagebank sitzen neben ihm13 Personen, ehemalige Mitglieder der Stettiner Regierung, Stadtbeamte und Abgeordnete. Außer den Vorwürfen der Korruption bei Grundstücksverkäufen zwischen 1996 und 1998 werden Ihnen Unterlassung der Wahrnehmung ihre Pflichten und Überschreitung ihre Kompetenzen vorgeworfen. 16,5 Millionen Zloty sollen durch die Geschäfte dem Fiskus verloren gegangen sein. Der Konsul erklärte gegenüber der Zeitung seine Schuld und hofft, dass die Sache vor Gericht endlich geklärt wird.
Sochánski hatte sich zuletzt gegen das Erscheinen des deutschen Buches "Aneta M. - Gejagt von der Polen-Mafia" ausgesprochen, in dem der Frankfurter Autor Jürgen Roth unter anderem auch Korruption ins Visier nimmt. Die überregionale Zeitung Gazeta Wyborcza berichtete, dass sich Sochánski auf Initiative des Gartzer Ex-Amtsdirektors Hartmut Wohlthat eingeschaltet, der in dem Buch unter dem Pseudonym "Sandmann" eine Rolle spielt. Die Zeitung schreibt, dass er dort als Bürgermeister eines Grenzstädtchens vorstellig wurde. Jürgen Roth wirft jeden Vorwurf zurück. Nach seinen Informationen gibt es bisher noch keine Anklageschrift. Inzwischen hat sich der Ex-Amtsdirektor an den polnischen Fernsehsender TV N gewandt und fordert eine Million Zloty Schadensersatz. Das teilte der Reporter Witold Gadowski auf Anfrage von oderbridge mit.

Der polnische Sender hat in seiner landesweit ausgestrahlten Sendung Superwizjer im Dezember den Verdacht ausgesprochen, eine uckermärkische Windkraftfirma und der ehemalige Gartzer Amtsdirektor Hartmut Wohlthat hätten Kontakte zu kriminellen Strukturen in Polen - obwohl vor vier Jahren das Landgericht in Frankfurt (Oder) beide Angeklagte vor allem wegen angeblicher Unglaubwürdigkeit der Zeugin Aneta Mielczarek freigesprochen hatte. Ihnen wurde Bestechlichkeit oder Vorteilsnahme vor allem bei der Aufstellung von Windkraftanlagen vorgeworfen. Ein zweiter Komplex betraf die Herkunft von Geldern, mit denen Wohlthat eine Gaststätte in Polen betrieben habe. Der Sender beruft sich nun aber auf Recherchen des bekannten Frankfurter Autoren und Publizisten Jürgen Roth. In seinem im Oktober 2005 erschienen Buch "Aneta M. - Gejagt von der Polenmafia" hat er die Geschichte der Zeugin dokumentiert und ihre Glaubwürdigkeit unterstrichen. Mielczarek nahm ganz gezielt in dem Kolberger Restaurant Mola, die unter anderem auch Hartmut Wohlthat betrieben haben soll, eine Stelle an und observierte wissenschaftlich die kriminellen Strukturen. 2001 wurde sie enttarnt und von der Mafia verfolgt. Das Buch wurde unter anderem von den Sendern 3-SAT und RBB vorgestellt. Zuletzt beleuchtete das Kulturjournal des NDR am 9. Januar die Schwierigkeiten, mit denen Aneta Mielczarek leben muss. Derzeit ermittelt die Staatsanwaltschaft Neuruppin erneut gegen eine Windkraftfirma und die ehrenamtliche Casekower Bürgermeisterin Donata Oppelt wegen Verdachts der Bestechlichkeit. Die Gemeinde Casekow ist ein Teil des Gartzer Amtsbereichs im Nordosten Brandenburgs.

Jürgen Roth, 60, ist freier Publizist und lebt in Frankfurt am Main. Er hat mehrere Bücher über die Organisierte Kriminalität in Osteuropa veröffentlicht, etwa "Die roten Bosse" (1999), "Der Oligarch" (2001), "Netzwerke des Terrors" (2002), "Die Gangster aus dem Osten" (2003) und "Gejagt von der Polenmafia" (2005). Derzeit beschäftigt er sich mit den angeblich korrupten Strukturen des staatlich-russischen Energiekonzerns Gasprom und den Verbindungen zu Altkanzler Gerhard Schröder. Der Spiegel berichtete darüber. Nun ist gerade Roths neues Buch "Der Deutschland-Clan" auf den Markt gekommen, in dem er diese Strukturen minutiös analysiert.

Wie das polnische Fernsehen und andere Quellen mitteilten, könnte aufgrund der neuen Recherchen das Verfahren gegen Hartmut Wohlthat neu eröffnet werden. Nach Aussagen von Jürgen Roth wird derzeit wieder gegen ihn wegen "übler Nachrede "ermittelt.