....naja noch nicht ganz wie in Frankreich....trotzdem.....auch in Deutschland scheinen sich Unruhen anzubahnen...

Auch in Deutschland Autos in Brand gesetzt

In der Nacht zum Montag sind in Berlin und Bremen sechs Autos in Brand gesetzt worden. Die Polizei schließt nicht aus, daß die Brandstiftungen von Nachahmern der Jugendkrawalle in Frankreich verübt wurden

Berlin - Elf Tage nach Beginn der Jugendkrawalle in Frankreich sind in der Nacht zum Montag auch in Berlin und Bremen sechs Autos in Brand gesetzt worden. Die Polizei in der Hauptstadt schloß nicht aus, daß die Anschläge auf fünf Fahrzeuge im Stadtteil Tiergarten von Nachahmern der Jugendkrawalle in Frankreich verübt wurden, die das Land seit mehr als einer Woche erschüttern.

Die Behörden ordneten eine Verstärkung der Polizei-Präsenz in dem Stadtteil an. In Bremen, wo bereits in der Nacht zum Sonntag Brandanschläge auf drei Autos verübt worden waren, ging ein Wohnmobil in Flammen auf. Zudem wurden mehrere Müllcontainer angezündet.

Zwischen den politischen Parteien lösten die Taten einen Streit darüber aus, ob flächendeckende Krawalle auch in Deutschland zu befürchten sind. Unionspolitiker forderten ein Umsteuern in der Integrationspolitik.

Verletzt wurde bei den Brandanschlägen in beiden Städten niemand. In Berlin, wo sich die Taten innerhalb von drei Stunden ereigneten, übernahm der Staatsschutz die Ermittlungen. In Bremen waren bereits in der Nacht zum Sonntag drei Wagen bei einem Autohändler angezündet worden. Dabei entstand ein Schaden von mehreren zehntausend Euro. In derselben Nacht habe es auch Feuer in einer ehemaligen Schule gegeben. Die Polizei erklärte, in dem betroffenen Viertel habe es in der letzten Zeit häufiger Probleme mit Jugendlichen gegeben.

Paris als Mahnung verstehen

Regierungssprecher Thomas Steg warnte in Berlin vor einer Dramatisierung der Ereignisse. „Wir sollten uns von voreiligen Analogien und Rückschlüssen hüten, daß das auch in Deutschland bevorsteht“, sagte er mit Blick auf Frankreich. Allerdings würden die Bemühungen um eine verbesserte Integration von Kindern aus Ausländerfamilien auch in den laufenden Koalitionsverhandlungen eine tragende Rolle spielen. Die neue Bundesregierung werde auch unter dem Eindruck der Ereignisse in Frankreich in diesem Bereich Schwerpunkte setzen, kündigte Steg an. „Die Bilder aus Paris sind für alle Demokratien eine Mahnung, daß Integrationsbemühungen nie abgeschlossen sein dürfen, sondern mit neuem Elan fortgeführt werden müssen.“

Parteiübergreifend wurden stärkere Anstrengungen zur Verbesserung der Sprachkenntnisse ausländischer Kinder und Jugendlicher sowie größere Chancen auf dem Arbeitsmarkt für diese Gruppe als Schlüssel für eine bessere Integration genannt. Der Grünen-Politiker Volker Beck sagte, es müsse sicher gestellt werden, daß keine Kinder mehr in die Schulen kämen, die nicht ausreichende Deutsch-Kenntnisse hätten.

Der designierte Innenminister einer großen Koalition, Wolfgang Schäuble (CDU), sagte der „Bild“-Zeitung, zwar seien die Verhältnisse in Frankreich und Deutschland unterschiedlich, aber auch in Deutschland gebe es Viertel mit einem hohen Ausländeranteil, die sich immer mehr von der übrigen Gesellschaft abschotteten.

Auch der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft GdP, Konrad Freiberg, warnte: „Einige Ursachen für diese explosive Mischung sind auch bei uns vorhanden.“ Bayerns Innenminister Günther Beckstein sprach von „bedenklichen Entwicklungen zu einer Parallelgesellschaft“. Im SWR sagte der CSU-Politiker, auch Deutschland sei nicht vor Verhältnissen wie in Frankreich gefeit. „Ich hoffe, daß es bei uns nicht dieses Maß an Gewalt ist, aber daß wir die Integration bei weitem nicht so gut geschafft haben, wie wir uns das erträumt haben, das muß man eindeutig feststellen“, sagte Beckstein, der zu einer „Ablehnung multikultureller Parallelgesellschaften“ aufrief.

http://morgenpost.berlin1.de/desk/800319.html
Die eurabische Intifada scheint sich auszubreiten....