Der Eigentümer eines bei einem Großbrand zerstörten argentinischen Nachtklubs ist am Dienstagabend freigelassen worden. Bei dem Feuer kamen Ende vergangenen Jahres 193 Menschen ums Leben. Omar Chabán, der Hauptangeklagte in dem Fall, hinterlegte eine Kaution von 500.000 Pesos - das sind umgerechnet etwa 133.000 Euro.





Angriff auf Nachtclubbesitzer
Chabán verließ in Polizeigewahrsam das Untersuchungsgefängnis in der Hauptstadt Buenos Aires und wurde unter strengen Sicherheitsvorkehrungen zum Haus seiner Mutter gebracht. Dort musste die Polizei einschreiten, als aufgebrachte Angehörige der Opfer versuchten, Chabán anzugreifen.
"Rechte Hand" noch in Haft
Er kam als Vorletzter von 22 Untersuchungsgefangenen frei. Nur Chabáns "rechte Hand" Raúl Villareal sitzt derzeit noch in Haft. Er dürfte bis zum Beginn des Prozesses aber ebenfalls freikommen.




Überfüllter Club
Bei dem Feuer in der Diskothek "República Cromagnon" kamen am 30. Dezember vergangenen Jahres 193 Menschen - meist Jugendliche - ums Leben. Im Club ist Platz für 1200 Gäste. Zum Zeitpunkt des Brandes hielten sich dort aber wegen eines Konzertes rund 4000 Menschen auf.