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England totale Überwachung.

Erstellt von Perun, 09.01.2009, 20:51 Uhr · 14 Antworten · 1.137 Aufrufe

  1. #1

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    England totale Überwachung.

    [h6]09. Jänner 2009, 14:50[/h6]
    [h1]Großbritannien führt totale E-Mail-Überwachung ein[/h1]
    [h2]"Eine Datensammlung dieser Größenordnung stellt nichtzuletzt auch eine zusätzlich generierte Gefahr für die innere Sicherheit eines Landes dar.[/h2]

    Ausgehend von einer entsprechenden Direktive der EU-Kommission werden ab 15. März 2009 alle Internet Service Provider (ISPs) in Großbritannien per Gesetz dazu verpflichtet, Informationen über den gesamten E-Mail-Verkehr der Bevölkerung für die Dauer eines Jahres zu speichern und gegebenenfalls den Behörden für ihre Ermittlungstätigkeit zur Verfügung zu stellen. Um den ISPs bei der Durchführung dieser Aufgabe unter die Arme zu greifen und einen reibungslosen Ablauf der Datenprotokollierung zu gewährleisten, will die britische Regierung nun den betroffenen Unternehmen im Rahmen des sogenannten Interception Modernisation Programmes eine finanzielle Unterstützung von mehr als 25 Mio. Pfund (27,8 Mio. Euro) zukommen lassen. Während die neuen Regelungen laut Regierung vor allem der "inneren Sicherheit" im Land zugute kommen sollen, haben die aktuellen Pläne in den Reihen von Datenschutzexperten heftige Proteste ausgelöst.




    "Eine Datensammlung dieser Größenordnung, die den gesamten E-Mail-Verkehr der Bevölkerung beinhaltet, stellt nichtzuletzt auch eine zusätzlich generierte Gefahr für die innere Sicherheit eines Landes dar"
    "Der Begriff 'innere Sicherheit' ist äußerst vielschichtig und darf auf keinen Fall als Argument eingesetzt werden, um wichtige Grundrechte der Bürger fallen zu lassen", stellt Marit Hansen, stellvertretende Leitern des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz (ULD), im Gespräch mit pressetext fest. Die Einführung einer pauschalen E-Mail-Überwachung sei in dieser Hinsicht sicherlich der falsche Weg. "Eine Datensammlung dieser Größenordnung, die den gesamten E-Mail-Verkehr der Bevölkerung beinhaltet, stellt nichtzuletzt auch eine zusätzlich generierte Gefahr für die innere Sicherheit eines Landes dar", betont Hansen. Die Argumentation der britischen Regierung kann die Datenschützerin daher nicht wirklich nachvollziehen. "Abgesehen davon, dass ich vom Grundsystem eines derartigen Überwachungsansatzes nicht überzeugt bin, drängt sich mir auch der Eindruck auf, dass die neuen Regelungen von den Verantwortlichen in Großbritannien nicht konsequent durchdacht worden sind", meint Hansen.
    Sinn
    "Die von der Regierung in Aussicht gestellten Gelder könnten weitaus sinnvoller verwendet werden", kritisiert Richard Clayton, Forscher im Bereich Computersicherheit an der University of Cambridge, gegenüber der BBC. Es sei vollkommen unnötig, jede einzelne E-Mail, die jemand über seinen ISP erhält oder abschickt, mitzuprotokollieren. Auch der Auffassung der deutschen Datenschützerin zufolge, ließen sich die Regierungsgelder sicherlich zweckdienlicher einsetzen. Diese könnten etwa in die Entwicklung eines besseren Datenschutzmanagementsystems investiert werden. "Ein Großteil der Nutzer schickt sensible Informationen immer noch in unverschlüsselten E-Mails. Ein professionelles Datenschutzmanagementsystem hätte hier sicher auch einen positiven Effekt auf die oft genannte innere Sicherheit", ist Hansen überzeugt.
    "Die Überwachungsthematik wird von britischen Bürgerrechtlern zwar bereits seit geraumer Zeit stark thematisiert"
    Dass Großbritannien sich zu einem Vorreiter in Sachen Überwachung in Europa entwickelt hat, sei mittlerweile kein Geheimnis mehr. "Die Überwachungsthematik wird von britischen Bürgerrechtlern zwar bereits seit geraumer Zeit stark thematisiert. Die Diskussion um die zunehmende Videoüberwachung hat in der Vergangenheit aber deutlich gezeigt, dass die Bevölkerung Großbritanniens ein sehr ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis zu haben scheint und eine wesentlich höhere Toleranz an den Tag legt, was Eingriffe in die eigene Privatsphäre betrifft", so Hansen abschließend. (pte)

  2. #2

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    Zitat Zitat von Perun Beitrag anzeigen
    [h6]09. Jänner 2009, 14:50[/h6]
    [h1]Großbritannien führt totale E-Mail-Überwachung ein[/h1]
    [h2]"Eine Datensammlung dieser Größenordnung stellt nichtzuletzt auch eine zusätzlich generierte Gefahr für die innere Sicherheit eines Landes dar.[/h2]

    (pte)
    na endlich, ich dachte schon, ich würde es nie erleben.
    dabei habe ich mich so guuut darauf vorbereitet, und das Buch 1984 mehrmals gelesen.

  3. #3
    Avatar von Caesarion

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    7.453
    Ich will kein Brite sein wenn ich ne richtig private Porno Email rumschick

  4. #4
    Avatar von Knutholhand

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    4.882
    Was ist mit dem Postgeheimnis? Ich dachte das ist bei E-Mails ebenfalls so.

  5. #5

    Registriert seit
    28.09.2008
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    23.630
    Zitat Zitat von Baba Roga Beitrag anzeigen
    Was ist mit dem Postgeheimnis? Ich dachte das ist bei E-Mails ebenfalls so.
    Keine Sorge, du erfährst nichts von den Daten, die man über dich tonnenweise archiviert hat
    Es bleibt für dich ein Geheimnis

  6. #6

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    Zitat Zitat von Baba Roga Beitrag anzeigen
    Was ist mit dem Postgeheimnis? Ich dachte das ist bei E-Mails ebenfalls so.

    wie ich das verstanden habe wird es ja nur mal gespeichert für 1 jahr und nur bei bedarf (sprich bei verdacht von strafbaren handlungen) geöffnet.

    ich finde diese idee grundsätzlich nicht soo schlecht, solange auf diese daten wirklich nur die zuständigen behörden zugriff haben.

    im falle von z.b. kinderpornografie wäre so ein vorgehen sicher von vorteil.


    und wer nichts zu verbergen hat, muss ja nichts befürchten...

  7. #7
    Avatar von Knutholhand

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    4.882
    Zitat Zitat von Balkanmensch Beitrag anzeigen
    Keine Sorge, du erfährst nichts von den Daten, die man über dich tonnenweise archiviert hat
    Es bleibt für dich ein Geheimnis

  8. #8
    Avatar von KraljEvo

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    13.078
    Ich glaube nicht, dass mich jemand ausspioniert

    Ich glaube


    [edit] von :CIA, DIA, FSB, al qaida, Gomorrha

  9. #9

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    16.107
    Zitat Zitat von puella Beitrag anzeigen
    wie ich das verstanden habe wird es ja nur mal gespeichert für 1 jahr und nur bei bedarf (sprich bei verdacht von strafbaren handlungen) geöffnet.

    ich finde diese idee grundsätzlich nicht soo schlecht, solange auf diese daten wirklich nur die zuständigen behörden zugriff haben.

    im falle von z.b. kinderpornografie wäre so ein vorgehen sicher von vorteil.


    und wer nichts zu verbergen hat, muss ja nichts befürchten...
    Immer dieses , wer nichts zu verbergen hat muß nichts befürchten.
    Wenn das so weitergeht sind wir in ein paar Jahren wie in Orwells 1984.

  10. #10

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    Zitat Zitat von Perun Beitrag anzeigen
    [h6]09. Jänner 2009, 14:50[/h6]
    [h1]Großbritannien führt totale E-Mail-Überwachung ein[/h1]
    [h2]"Eine Datensammlung dieser Größenordnung stellt nichtzuletzt auch eine zusätzlich generierte Gefahr für die innere Sicherheit eines Landes dar.[/h2]

    Ausgehend von einer entsprechenden Direktive der EU-Kommission werden ab 15. März 2009 alle Internet Service Provider (ISPs) in Großbritannien per Gesetz dazu verpflichtet, Informationen über den gesamten E-Mail-Verkehr der Bevölkerung für die Dauer eines Jahres zu speichern und gegebenenfalls den Behörden für ihre Ermittlungstätigkeit zur Verfügung zu stellen. Um den ISPs bei der Durchführung dieser Aufgabe unter die Arme zu greifen und einen reibungslosen Ablauf der Datenprotokollierung zu gewährleisten, will die britische Regierung nun den betroffenen Unternehmen im Rahmen des sogenannten Interception Modernisation Programmes eine finanzielle Unterstützung von mehr als 25 Mio. Pfund (27,8 Mio. Euro) zukommen lassen. Während die neuen Regelungen laut Regierung vor allem der "inneren Sicherheit" im Land zugute kommen sollen, haben die aktuellen Pläne in den Reihen von Datenschutzexperten heftige Proteste ausgelöst.




    "Eine Datensammlung dieser Größenordnung, die den gesamten E-Mail-Verkehr der Bevölkerung beinhaltet, stellt nichtzuletzt auch eine zusätzlich generierte Gefahr für die innere Sicherheit eines Landes dar"
    "Der Begriff 'innere Sicherheit' ist äußerst vielschichtig und darf auf keinen Fall als Argument eingesetzt werden, um wichtige Grundrechte der Bürger fallen zu lassen", stellt Marit Hansen, stellvertretende Leitern des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz (ULD), im Gespräch mit pressetext fest. Die Einführung einer pauschalen E-Mail-Überwachung sei in dieser Hinsicht sicherlich der falsche Weg. "Eine Datensammlung dieser Größenordnung, die den gesamten E-Mail-Verkehr der Bevölkerung beinhaltet, stellt nichtzuletzt auch eine zusätzlich generierte Gefahr für die innere Sicherheit eines Landes dar", betont Hansen. Die Argumentation der britischen Regierung kann die Datenschützerin daher nicht wirklich nachvollziehen. "Abgesehen davon, dass ich vom Grundsystem eines derartigen Überwachungsansatzes nicht überzeugt bin, drängt sich mir auch der Eindruck auf, dass die neuen Regelungen von den Verantwortlichen in Großbritannien nicht konsequent durchdacht worden sind", meint Hansen.
    Sinn
    "Die von der Regierung in Aussicht gestellten Gelder könnten weitaus sinnvoller verwendet werden", kritisiert Richard Clayton, Forscher im Bereich Computersicherheit an der University of Cambridge, gegenüber der BBC. Es sei vollkommen unnötig, jede einzelne E-Mail, die jemand über seinen ISP erhält oder abschickt, mitzuprotokollieren. Auch der Auffassung der deutschen Datenschützerin zufolge, ließen sich die Regierungsgelder sicherlich zweckdienlicher einsetzen. Diese könnten etwa in die Entwicklung eines besseren Datenschutzmanagementsystems investiert werden. "Ein Großteil der Nutzer schickt sensible Informationen immer noch in unverschlüsselten E-Mails. Ein professionelles Datenschutzmanagementsystem hätte hier sicher auch einen positiven Effekt auf die oft genannte innere Sicherheit", ist Hansen überzeugt.
    "Die Überwachungsthematik wird von britischen Bürgerrechtlern zwar bereits seit geraumer Zeit stark thematisiert"
    Dass Großbritannien sich zu einem Vorreiter in Sachen Überwachung in Europa entwickelt hat, sei mittlerweile kein Geheimnis mehr. "Die Überwachungsthematik wird von britischen Bürgerrechtlern zwar bereits seit geraumer Zeit stark thematisiert. Die Diskussion um die zunehmende Videoüberwachung hat in der Vergangenheit aber deutlich gezeigt, dass die Bevölkerung Großbritanniens ein sehr ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis zu haben scheint und eine wesentlich höhere Toleranz an den Tag legt, was Eingriffe in die eigene Privatsphäre betrifft", so Hansen abschließend. (pte)

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