[h1]Erfolgsstory Bosporus[/h1]

Dank politischer und wirtschaftlicher Stabilität wuchs die türkische Wirtschaft zwischen 2002 und 2006 um 43%. Das Land am Bosporus erlebte einen beeindruckenden Bauboom.

Die türkische Wirtschaft steht dank strikter Einhaltung des vom Internationalen Währungsfonds verordneten Spar-Programms nach der Wirtschaftskrise zwischen 2000 und 2003 auf stabilen Beinen und schrieb seitdem eine wahre wirtschaftliche Erfolgsstory, wovon die Bauwirtschaft und gleichzeitig die Holz verarbeitende Industrie am stärksten profitierten.

[h3]Türkische Erfolgsgeschichte[/h3]
Die Türkei ist eines der größten Schwellenländer Europas. Groß in vielerlei Hinsicht: Die Türkei ist mit einer Fläche von 814.578 km2 das größte Land Europas und erfüllt bereits jetzt eine politische und wirtschaftliche Brückenfunktion zum Vorderen Orient. Mit 71 Millionen Einwohnern, wovon 25 % unter 15 Jahre alt sind, ergibt sich ein interessanter Markt insbesondere für den Wohnbau.
Die wirtschaftlichen Voraussetzungen sind im Land am Bosporus gegeben. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs von 2001 bis 2006 im Schnitt um 5 %/J (EU 2,8 %/J). Die türkische Lira (TRY) war seit zwanzig Jahren nicht mehr so stark (1,766 TRY/€), und die ausländischen Direktinvestitionen erreichten ihren Höhepunkt 2006 mit über 20 Mrd. US-$ (14 Mrd. €), wodurch die Türkei zu den Top10-Investitionsländern weltweit zählte.
Der wirtschaftliche Fortschritt jedoch weist ein ausgesprochenes West-/Ost-Gefälle auf. Im stark industrialisierten Raum um Istanbul verdienen die Arbeitnehmer im Schnitt 40 % der Löhne der westeuropäischen Kollegen, wohingegen im Osten des Landes nur 7 % erzielt werden.
Die Gründe für die türkische Erfolgsgeschichte sind laut Experten die transparenteren und gesenkten Einkommenssteuern, der allgemeine türkische Modernisierungsprozess, die Angleichung an internationale Standards, die Förderpolitik, die andauernde Privatisierungswelle und vor allem die Bestrebungen, ein Mitglied der Europäischen Union zu werden. Große Sorgen bereiten den Ökonomen die politischen Spannungen mit den Nachbarstaaten und die ungeklärte Kurdenfrage.


[h3]Mit Reformen zu Rekordwerten[/h3]
Die Reformen bei den türkischen Staatsforsten führten 2006 zu einer Steigerung des Einschlags um 10%. 2007 wird die Rekordmarke von 10 Mio. fm für Sägerund- (56%) und Faserholz voraussichtlich erreicht werden. Die Importe gingen daraufhin leicht zurück und betrugen 2006 2 Mio. fm. Große Auswirkungen auf den türkischen Rundholzmarkt werden in den kommenden Jahren von den russischen Exportzöllen erwartet. Für 2008 rechnen türkische Experten mit weiteren jedoch leichten Einschlagssteigerungen.

http://www.timber-online.net/parse.p...doc_id=4359415

[h3]Türkei Facts[/h3]
Einwohner: 71 Millionen
Bevölkerungsdichte: 91 Einwohner pro km2
Landesfläche: 814.578 km2
BIP 2007: 446 Mrd. € (AT: 258 Mrd. €)
BIP/Kopf 2007 (PPP): 6306 € (AT: 23.400 €)
Währung: 1,766 TRY/€
Waldfläche: 26% (99,8% Staatsforste)
Einschlag 2006: 18,5 Mio. fm