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Exkurs - Das Desaster von Kopenhagen

Erstellt von Mastakilla, 19.12.2009, 15:16 Uhr · 4 Antworten · 461 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
    18.03.2008
    Beiträge
    20.935

    Exkurs - Das Desaster von Kopenhagen

    Reaktionen zum Klimakompromiss Das "Desaster" von Kopenhagen

    Umweltschützer kritisieren die Beschlüsse von Kopenhagen als "Fehlschlag", Politiker und Experten zeigen sich tief enttäuscht - die Reaktionen auf das Ergebnis des UN-Klimagipfels fallen überwiegend negativ aus.
    Am Abend hatte US-Präsident Barack Obama das Ergebnis der Verhandlungen als "bedeutendes und beispielloses Klimaabkommen" bezeichnet - allerdings bereits eingeräumt, es dürfe erst der Anfang weiterer Anstrengungen sein. Auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte sich verhalten positiv. Er sprach von einer "wichtigen Etappe". Zwar hätten sich viele Hoffnungen nicht erfüllt, doch "es ist ein Anfang, ein wichtiger Anfang."
    Gemischte Gefühle bei Merkel und Röttgen

    Bundeskanzlerin Angela Merkel gab zu, dass sie den Inhalt der Erklärung "mit gemischten Gefühlen" sehe. Mit den gleichen Worten beschrieb Bundesumweltminister Röttgen im Interview mit den Tagesthemen sein Empfinden. Der Kompromiss sei Erfolg und Enttäuschung zugleich. "Der Schritt hätte größer sein können", so Röttgen. Weiter gehende Schritte habe vor allem die chinesische Delegation verhindert, erklärte der Minister. Sie habe immer wieder Blockaden herbeigeführt.




    Ein "unrühmliches Kapitel"...

    Grünen-Fraktionschefin Renate Künast wertete den Ausgang des Gipfels als "Desaster". "Kopenhagen ist ein unrühmliches Kapitel der internationalen Klimapolitik", sagte Künast. Trotz aller eindringlichen Warnungen der Klimawissenschaft stehe die Weltgemeinschaft klimapolitisch mit leeren Händen da. "Das Erreichen des Zwei-Grad-Ziels ist damit in weite Ferne gerückt", so Künast. Bundeskanzlerin Merkel trage für dieses Scheitern eine Mitverantwortung. Die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth regte ein europäisches Bürgerbegehren für ein verbindliches Klimaabkommen zumindest auf EU-Ebene an.
    ...und ein "schwarzer Tag"

    Der frühere deutsche Chef des UN-Umweltprogramms, Klaus Töpfer, setzte den Minimalkompromiss einem Scheitern gleich. Es müsse nun "klar sein, dass wir nicht dann erst anfangen, die Klimagase zu reduzieren, wenn wir alle gemeinsam einen Vertrag gemacht haben", sagte er dem rbb-Inforadio.
    Der Klimaforscher Mojib Latif von der Universität Kiel zeigte sich "maßlos enttäuscht". Im Gespräch mit tagesschau.de sagte er: "Heute ist ein schwarzer Tag für die Klimaforschung."
    Nach Ansicht von Wissenschaftlern ist der Klimakompromiss kaum geeignet, den Klimawandel zu stoppen. "Ohne abgestimmte Ziele für die Treibhausgas-Reduzierung ist die Erderwärmung nicht auf zwei Grad Celsius zu begrenzen", sagte der Leiter des Fachbereichs Klimawissenschaften am Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut, Peter Lemke.
    Dossier:


    klima.tagesschau.de Wie zeigt sich der Klimawandel weltweit, welche Ziele hatten die Länder in Kopenhagen, und was ist dabei rausgekommen? [mehr]

    "Ohrfeige für das Weltklima"

    Der Bund für Umwelt- und Naturschutz nannte das Ergebnis des Kopenhagener Klimagipfels eine "bittere Enttäuschung". Der BUND-Vorsitzende, Hubert Weiger, bezeichnete es als "Bankrotterklärung" der Staats- und Regierungschefs, dass nach jahrelangen Vorverhandlungen am Ende keine ausreichenden Beschlüsse stehen, die "der Dramatik des Klimawandels angemessen" seien. "Das Kopenhagen-Ergebnis ist eine Ohrfeige für das Weltklima und die ärmsten Staaten der Erde, die unter den Folgen des Klimawandels am meisten leiden." Die Bemühungen um mehr Klimaschutz seien um Jahre zurückgeworfen worden, so Weiger.
    "Schande für die Industrieländer"

    [Bildunterschrift: Greenpeace-Aktivisten beim Klimagipfel in Kopenhagen ]
    Die Umweltorganisation Greenpeace sprach von einem "ernüchternden" Ergebnis. Eine historische Chance sei verpasst worden, kritisierte der Klimachef von Greenpeace International, Martin Kaiser. Christoph Bals von Germanwatch bemängelte, die Klimaschutzambitionen seien völlig unzureichend. "Wenn sie nicht nachgebessert werden, wird es die Existenz von Staaten gefährden." Die Substanz des Kompromisses sei "erbärmlich schwach." Die Staatschefs sollten gleich einen neuen Termin vereinbaren.
    Als "reine Farce" bewertete das globalisierungskritische Netzwerk Attac den UN-Gipfel. "Kopenhagen war höchstens in Bezug auf das Ausmaß seines Scheiterns ein historischer Gipfel", erklärte Attac-Klimaexperte Chris Methmann
    Auch die Kirchen übten scharfe Kritik. "Wir sind leider kaum einen Schritt weiter, der Schöpfungsverantwortung gerecht zu werden", erklärte der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch. Das katholische Hilfswerk Misereor nannte das Ergebnis eine "Schande für die Industrieländer und eine Katastrophe für die Menschen in den Entwicklungsländern". Die Direktorin des evangelischen Hilfswerks "Brot für die Welt", Cornelia Füllkrug-Weitzel, bemängelte Bundesregierung und EU hätten "viel zu lange taktiert, um die Kosten niedrig zu halten". Ihr Fazit: "Die internationale Klimapolitik steht vor einem Scherbenhaufen".

  2. #2
    Baader








    Das ist Klimagipfel.

  3. #3
    Avatar von TheAlbull

    Registriert seit
    26.07.2009
    Beiträge
    2.492
    Zitat Zitat von Baader Beitrag anzeigen








    Das ist Klimagipfel.


    Krasssss!!!!! Kaum zu glauben, die Zukunft von +6 Milliarden Menschen, die Zukunft unserer Kinder liegt in den Händen von solchen ("paar") Nichtsnutzen!!!
    Unglaublich!!!

  4. #4

    Registriert seit
    12.04.2007
    Beiträge
    16.107
    War schon vorher klar , das daraus nichts wird.

  5. #5
    Ghostbrace
    Mein Lebensplan endet mit einem goldenen Schuss auf dem Pariser Hauptbahnhof im Alter von 27 nach einer erfolgreichen Karriere als Jazzkritiker. Deswegen interessiert mich das Klima von in 30 Jahren nicht.

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