Festnahmen wegen Bombenfunds in Ankara

Im Zusammenhang mit einem jüngst vereitelten Bombenanschlag in Ankara hat die türkische Polizei einem Medienbericht zufolge zwei Verdächtige festgenommen.

Dabei handele es sich vermutlich um Mitglieder der kurdischen Rebellengruppe PKK, berichtete die Zeitung „Sabah“ am Samstag. In den Wohnungen der beiden Männer seien Unterlagen der Separatistenorganisation gefunden worden. Ein DNA-Abgleich solle klären, ob Spuren vom Bombenfundort auf einen der beiden Verdächtigen – einen Studenten – passen.



Am Dienstag, dem sechsten Jahrestag der El-Kaida-Anschläge in den USA vom 11. September, hatte die türkische Polizei einen mit Sprengstoff beladenen Kleinbus in einem Parkhaus in der Hauptstadt Ankara gefunden. Die Behörden sprachen angesichts der Sprengkraft der Bombe davon, dass eine Katastrophe verhindert worden sei.

In der Türkei sind in der Vergangenheit immer wieder von kurdischen Separatisten als auch von Linksextremisten und militanten Islamisten Bombenanschläge verübt worden. 2003 wurde bei einem von der El Kaida verübten Anschlag mehr als 60 Menschen getötet. Im Mai dieses Jahres kamen sechs Menschen bei einem Selbstmordanschlag in einem Einkaufsviertel von Ankara ums Leben. Die Behörden machten kurdische Separatisten dafür verantwortlich. Die PKK bestritt allerdings eine Verwicklung.