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Fiscal Cliff: Merry Xmas, USA

Erstellt von papodidi, 22.12.2012, 18:38 Uhr · 9 Antworten · 786 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von papodidi

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    Cool Fiscal Cliff: Merry Xmas, USA



    Fiscal Cliff“ kurz erklärt:

    Im August 2011 konnten sich Kongress und Regierung nicht auf eine gemeinsame Linie in der Haushaltspolitik einigen, und sie beschlossen daher gemeinsam, eine Expertenkommission einzusetzen, die bis Ende 2012 einen Kompromiss finden sollte. Die Vorschläge der Kommission wurden von den republikanischen Abgeordneten abgelehnt, und alle weiteren Vermittlungsversuche scheiterten bisher.
    Kommt es bis zum 31.12.12 zu keiner Einigung, greifen gesetzlich festgelegte Massnahmen, und die bedrohen Staat und Bevölkerung (Zitat Focus):

    Allein im kommenden Jahr würden die Steuern quer durch alle Einkommensgruppen um etwa 400 Milliarden Dollar steigen. 90 Prozent der Amerikaner wären davon betroffen. Im Durchschnitt kämen auf jede Familie Mehrabgaben von 2000 Dollar zu.

    Die Regierung müsste im selben Zeitraum 200 Milliarden Dollar sparen. Davon betroffen wären vor allem Arme: Arbeitslose würden statt 99 Wochen nur noch 26 Wochen lang staatliche Unterstützung erhalten. Rund 100 000 Kinder aus sozial schwachen Familien würden ihre kostenlose Vorschulförderung „Head Start“ verlieren.

    Zwar ließe sich das Haushaltsdefizit dadurch nach einer Prognose des US-Kongresses 2013 um ca. 3,7 Prozent senken, zugleich würde aber die Wirtschaft wegen höherer Steuern und sinkender staatlicher Aufträge langsamer wachsen: um etwa 0,6 Prozent.


    Na da müssen die Rep´s aber schwerwiegende Gründe haben, wenn sie ihr Land im wahrsten Sinne des Wortes über die Klippe springen lassen, denkt man sich.
    Aber weit gefehlt, es sind Peanuts:

    Der Präsident wollte den Einkommenssteuersatz für die „Besserverdienenden“ ab 200.000$ Jahreseinkommen um ganze 4,6% erhöhen, nämlich von 35 auf 39,6%!!!
    Ein Steuersatz, der übrigens bei Clinton galt und später von Bush sen. verringert wurde – und der nur ca. 2% der amerikanischen Bevölkerung betrifft.

    In den bisherigen Verhandlungen hat Obama die Grenze auf 400.000$ angehoben, und die republikanische Führung wollte eine Obergrenze von 1 Mio. ziehen, ist aber damit bei ihren eigenen Leuten nicht durch gekommen – die Tea-Party-Fraktion will überhaupt keine Steuererhöhungen, lieber schickt sie eine Nation in den Abgrund.

    Über Weihnachten bleibt es spannend, die gemäßigten Republikaner werden wohl einem Kompromiss zustimmen (müssen!!!), und dann droht die Spaltung der GOP...




  2. #2
    Avatar von papodidi

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    Cool

    http://www.realclearpolitics.com/articles/2012/12/28/reid_mcconnell_to_seek_budget_compromise_plan_1165 41.html


    Reid, McConnell to Seek Budget Compromise Plan


    By Alexis Simendinger - December 28, 2012



    Senate leaders Harry Reid and Mitch McConnell agreed Friday to work through the weekend to develop a possible fiscal-cliff plan they hope could pass in both chambers of Congress before Dec. 31.
    The eleventh-hour effort was the upshot of an hour-long discussion at the White House among congressional leaders and President Obama. Speaker John Boehner told the group that the House, which is scheduled to return to work Sunday night, will act only after the Senate makes the next move.
    Should Congress fail to ratify legislation in time for Obama to sign it before midnight Monday, more than $500 billion in automatic spending cuts and tax increases will take effect New Year’s Day...

    Es gibt noch Hoffnung, viele von euch sehen die Gefahr für die Volkswirtschaften von D/A/CH überhaupt nicht...und auch nicht die politischen Folgen...

  3. #3
    Avatar von Karoliner

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    Weiles nicht so weit kommen wird... spätestens am 31.01. haben sie einen Kompromiss..

  4. #4
    Avatar von Lilith

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    Zitat Zitat von Karoliner Beitrag anzeigen
    Weiles nicht so weit kommen wird... spätestens am 31.01. haben sie einen Kompromiss..
    Der auch wie bei den letzten Malen wohl einfach in der Anhebung der Schuldenobergrenze bestehen wird.... Man darf gespannt sein. Denn letztlich würde es ansonsten Rezession bedeuten und das bliebe wie auch sonst für niemanden folgenlos.

  5. #5
    Avatar von artemi

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    Arbeitslose würden statt 99 Wochen nur noch 26 Wochen lang staatliche Unterstützung erhalten.
    --

    wie soll das funktionieren..

  6. #6
    Avatar von papodidi

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    Cool

    Zitat Zitat von jopδαn Beitrag anzeigen
    Arbeitslose würden statt 99 Wochen nur noch 26 Wochen lang staatliche Unterstützung erhalten.
    --

    wie soll das funktionieren..
    Das ist den Superreichen, für die die Republikaner - die Grand Old Party - zur Zeit stehen, doch scheissegal...
    Ab dem 1.1.2013 müssen dann wohl 2 Mio. Amerikaner auf diese Unterstützung verzichten, das heisst dann ab zum Sozialamt und in die Suppenküchen...

  7. #7
    Avatar von papodidi

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    Cool

    Nun ja, ich war wieder ein Mal zu optimistisch, der Deal noch vor Mitternacht scheint unmöglich - erst recht unter Beachtung der Verfassungsregelungen - immerhin schon über 225 Jahre alt, und deshalb nicht unbedingt geeignet, heutige Probleme zu lösen.
    Letzter Stand:

    Shape of Fiscal Deal Emerging, but Spending Still at Issue

    By JONATHAN WEISMAN

    Published: December 31, 2012 416 Comments

    WASHINGTON — Vice President Joseph R. Biden Jr. and Senator Mitch McConnell, the Republican leader, on Monday reached agreement on a tentative deal to stave off large tax increases starting on Tuesday, but remained stuck on whether and how to stop $110 billion in across-the-board spending cuts in 2013, an official familiar with the negotiations said.


    Speaking at the Eisenhower Executive Office Building, adjacent to the White House, President Obama took note of the progress.
    “Today it appears that an agreement to prevent this New Year’s tax hike is within sight, but it is not done,” he said. “There are still issues left to resolve, but we are hopeful that Congress can get it done. But it is not done.”
    Mr. Obama used the occasion to warn Republicans that he would continue to press for more tax increases even beyond whatever may be included in a deal now. “If Republicans think I will finish the job of deficit reduction through spending cuts alone,” he said, then “they’ve got another think coming. That’s not how it’s going to work.”
    ...

    http://www.nytimes.com/2013/01/01/us....html?hp&_r=1&

    Schaun mer mal...

  8. #8
    Kejo
    USA stürzen von Fiskalklippe - SPIEGEL ONLINE

    Plötzlich ist es doch nicht so schlimm, dass erst im neuen Jahr abgestimmt wird. Uhh, wie unerwartet.

  9. #9
    Avatar von papodidi

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    Zitat Zitat von Harput Beitrag anzeigen
    USA stürzen von Fiskalklippe - SPIEGEL ONLINE

    Plötzlich ist es doch nicht so schlimm, dass erst im neuen Jahr abgestimmt wird. Uhh, wie unerwartet.
    Du krisst meine letzte Antwort (in diesem Jahr!!!) :

    Selbstverständlich ist es schlimm, wenn übermorgen über 2 Mio. Arbeitslose vergeblich auf ihren Scheck warten, zusammen mit ihren Familien...
    Und das sind ganz sicher keine Menschen, die nicht arbeiten wollen...mir geht das Messer in der Tasche auf!!!

  10. #10
    Avatar von papodidi

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    Cool

    1. Januar 2013 09:04 Nach Sturz von Fiskalklippe
    US-Senat stimmt für Kompromiss im Haushaltsstreit


    Im US-Haushaltsstreit bahnt sich eine Lösung an: Der Senat stimmt nach wochenlangen Verhandlungen einem Kompromissvorschlag zu - allerdings erst nach Ablauf der Frist um Mitternacht. Jetzt kommt es auf das Votum im Repräsentantenhaus an, in dem die Republikaner die Mehrheit haben.


    Der US-Senat hat den in zähen Verhandlungen erreichten Kompromiss im Haushaltsstreit abgesegnet. Der Senat stimmte am frühen Dienstagmorgen (Ortszeit) mit überwältigender Mehrheit (89 zu 8) einem Kompromiss zu.
    ...
    Weil die Einigung aber erst nach Ablauf der Frist um Mitternacht erzielt wurde, stürzt die weltgrößte Volkswirtschaft zunächst von der sogenannten Fiskalkippe - zumindest kurzfristig. Das heißt, zum Jahresbeginn treten zunächst umfangreiche Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen in einem Gesamtumfang von 600 Milliarden Dollar zum Defizitabbau in Kraft.
    ...
    Der zwischen Vizepräsident Joe Biden und dem republikanischen Minderheitsführer im Senat, Mitch McConnell, am Montagabend vereinbarte Kompromiss sieht unter anderem vor, Jahreseinkommen von mehr als 450.000 Dollar stärker zu besteuern. Dies dürfte jedoch auf den Widerstand vieler Republikaner stoßen.
    ...
    Nach Sturz von Fiskalklippe - US-Senat stimmt für Kompromiss im Haushaltsstreit - Politik - Süddeutsche.de

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