Zitat Zitat von Ivo2 Beitrag anzeigen
Ich will nicht mit "es war..." beginnen.
Aber doch ein wenig aus meiner Kindheit. Vor allem in den 60er Jahren kamen sehr viele Gastarbeiter aus Ex-YU nach Österreich. Da mein Vater ein sehr hilfsbereiter Mann war, seine Hilfsbereitschaft durfte ich ausbügeln, hat er einer Menge Personen aus Ex-YU seine (meine) Hilfe angeboten für allerlei Behördenwege.
Keiner dieser "Semljaci" konnte auf deutsch mehr als "guten Tag" sagen. Ein Großteil davon konnte Lateinschrift nicht mal lesen, geschweige den schreiben. Statt Hausaufgaben habe ich die diverseste Formulare ausgefüllt, Bewerbungsschreiben verfasst, Meldezettel ausgefüllt usw. Die Hausaufgaben blieben mir nicht erspart, aber ich habe beschlossen, mir diese zu ersparen
Möglicherweise waren auch Familienmitglieder von dir oder Vukovarac dabei, denen meine Hilfe zugute gekommen ist. Aber wie auch immer, es sind noch immer etliche dabei, die über Türken herziehen, selber aber auch nach 30 Jahren Österreich noch immer ein kaum verständliches Deutsch beherrschen.

Das war vl deine Erfahrung, die du gemacht hast. Bei meinen Eltern war das nicht so. Natürlich war es am Anfang besonders schwer, da sie kaum die deutsche Sprache beherrschten, eben nur das, was sie in der Schule unten gelernt haben, was auch nicht wirklich so hilfreich war.

Dennoch kann ich mit Stolz sagen, dass meine Mutter mich nie um etwas fragen musste, was das ausfüllen von irgendwelchen Zetteln angeht, oder wo welche Ämter aufzufinden sind. Das hat sie alles selber geschafft.

Aber gut, es ist auch ein Unterschied, da meine Eltern Ende der 80er bzw Anfang der 90er nach Österreich kamen.

Das was heute abläuft finde ich ungerecht. ZB Wohnungen...... teilweise bekommen türkische Familien schneller eine Wohnung als österreichische. Das ist meiner Meinung nach eine Frechheit. Oder sie bekommen die Staatsbürgerschaft und können kein Wort sprechen....

Na was soll ich dann von den Türken halten?

Meine Eltern könnens wenigstens verstehen und halbwegs verständlich reden.