Frankreich hat laut einem Reuters-Bericht schwere neue Beschränkungen auf Cash-Transaktionen ins Leben gerufen. Ab September 2015 können Frankreichs Bürger nur noch mit Cash von bis zu 1000 Euro bar bezahlen. Aktuell liegt die Grenze bei 3000 Euro. Wer Euros in eine andere Währung umtauschen möchte, muss dann ab 1000 Euro seinen Ausweis vorlegen, aktuell liegt die Grenze bei 8000 Euro.

Ausländische Besucher dürfen dann nur noch Barzahlungen in Höhe von 10.000 Euro durchführen, statt bisher 15.000 Euro. Bei Einzahlungen von über 10.000 Euro monatlich müssen Banken ab September französische Behörden informieren. Angeblich möchte Frankreichs Regierung auf diese Weise den Terrorismus bekämpfen. Finanzminister Michael Sapin wies darauf hin, dass die Personen, die in der Redaktion von Charlie Hebdo 17 Menschen töteten, teilweise mit Bargeld finanziert worden seien.

Es ist nachvollziehbar und auch wünschenswert, dass Frankreich Massnahmen zur Bekämpfung von Terrorismus ergreift, jedoch bezweifle ich stark, dass eine Bargeldeinschränkung oder gar ein Bargeldverbot Terrorismus verhindern kann.


France steps up monitoring of cash payments to fight 'low-cost terrorism' | Reuters