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Grass "hat sich, Deutschland und Israel geschadet"

Erstellt von Barney Ross, 05.04.2012, 14:15 Uhr · 290 Antworten · 14.427 Aufrufe

  1. #111

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    Israel hat über 200 Atombomben von daher handelt der Iran richtig wenn nur Atombomben die eigene Sicherheit garantiert dann soll sie auch eine besitzen.

  2. #112
    Avatar von Ilan

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    Zitat Zitat von Zanli Beitrag anzeigen
    Israel hat über 200 Atombomben von daher handelt der Iran richtig wenn nur Atombomben die eigene Sicherheit garantiert dann soll sie auch eine besitzen.
    Wenn Iran eine Atombombe besitzen will, von mir aus... Ich bin dafür dass Atombomben abgeschafft werden.

  3. #113

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    Zitat Zitat von Yuval Kfir Beitrag anzeigen
    Wenn Iran eine Atombombe besitzen will, von mir aus... Ich bin dafür dass Atombomben abgeschafft werden.
    Wenn du für ein Friedlichen Osten bist dann fang bei Israel an erst Atombomben abrüsten den Palis ihr Land zurückgeben .

  4. #114
    Avatar von Ilan

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    Zitat Zitat von Zanli Beitrag anzeigen
    Wenn du für ein Friedlichen Osten bist dann fang bei Israel an erst Atombomben abrüsten den Palis ihr Land zurückgeben .
    Du hast mein Beitrag nicht verstanden.

  5. #115
    Avatar von Bambi

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  6. #116
    Avatar von Katana

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    Daumen hoch

    Ostermärsche

    Friedensaktivisten unterstützen Günter Grass

    DPA
    Grass-Porträt auf Ostermarsch in Frankfurt am Main: Unterstützung für den Schriftsteller



    "Grass hat Tatsachen ins rechte Licht gerückt": Zum Abschluss der traditionellen Ostermärsche sprangen Friedensaktivisten dem Nobelpreisträger bei. Nicht Grass gehöre an den Pranger, hieß es, sondern die Politiker, die die Lage in Nahost eskalieren ließen.


    Berlin - Es ging wie immer gegen Krieg und Waffenexporte, doch in diesem Jahr spielte bei den traditionellen Ostermärschen auch das umstrittene Gedicht von Nobelpreisträger Günter Grass eine zentrale Rolle. In Deutschland liefen am Osterwochenende Tausende bei den traditionellen Kundgebungen mit und demonstrierten für Frieden. Sie prangerten die "Kriegspropaganda" im Westen gegen Iran und Syrien an sowie den nun zehnjährigen Bundeswehreinsatz in Afghanistan.

    Es gab etwa 80 Märsche, die durch hundert Städte führten, wie die Friedensbewegung am Montag bilanzierte. Bei nasskaltem Wetter war die Beteiligung aber oft dürftig. Die Bewegung erklärte sich solidarisch mit Grass, der mit seinem Gedicht über die Politik Israels seit Tagen in der Kritik steht. Der Sprecher des Bundesausschusses Friedensratschlag, Peter Strutynski, erklärte: "Nicht Günter Grass gehört an den Pranger, sondern diejenigen Politiker, die weiter an der Eskalationsschraube im Nahen und Mittleren Osten drehen, indem sie Iran mit Wirtschaftssanktionen immer mehr in die Enge treiben." Dass Israel über 250 Atomsprengköpfe besitze, dem Atomwaffensperrvertrag nicht beigetreten sei sowie keine Kontrollen zulasse und offen das Für und Wider eines "Präventivkriegs" gegen Iran diskutiere, "sind Tatsachen, die Günter Grass auf seine Weise ins rechte Licht gerückt hat", erklärte er.
    Bereits am Sonntag war bei den Märschen Unterstützung für Grass laut geworden. Es gebe kein Recht auf Präventivkriege und Erstschläge, betonte die bundesweite Informationsstelle Ostermarsch in Frankfurt am Main. Dies hätten auch viele Redner bei Ostermarsch-Kundgebungen betont. Die Friedensbewegung teile die Auffassung, dass die Nahost-Region umfassend demilitarisiert werden müsse.
    "Es war ein richtiges Wort von Grass"
    "Was Grass angestoßen hat, kann nicht als antisemitisch unter den Teppich gekehrt werden", betonte der Sprecher der Informationsstelle Ostermarsch, Willi van Ooyen. "Es war ein richtiges Wort von Grass", sagte er zu dem umstrittenen Gedicht des Literatur-Nobelpreisträgers, in dem dieser Israel vorgeworfen hatte, den Weltfrieden zu gefährden. Der israelische Innenminister Eli Jischai sprach daraufhin am Sonntag ein faktisches Einreiseverbot gegen Grass aus.
    Die Ostermärsche haben ihre Wurzeln im Protest gegen das atomare Wettrüsten während des Kalten Krieges. In Deutschland erlebten sie 1968 und 1983 ihre Höhepunkte mit Hunderttausenden Demonstranten. In den vergangenen Jahren hatten sie geringen Zulauf.

    Zu einer der größten Veranstaltungen kamen am Ostersamstag rund tausend Menschen in Stuttgart. Sie warnten vor einer Eskalation der Konflikte um Syrien und Iran und forderten die westlichen Regierungen auf, auf militärische Drohungen und Bombardierungen im Nahen Osten zu verzichten. In Berlin kreisten etwa 750 Demonstranten die US-Botschaft mit einem 700 Meter langen Transparent ein. Damit verbanden sie die Forderung, die Todesstrafe abzuschaffen und politische Gefangene weltweit freizulassen. Der Berliner Ostermarsch stand unter dem Motto: "Krieg darf kein Mittel der Politik sein." An Rhein und Ruhr liefen beim dreitägigen Ostermarsch Tausende Teilnehmer mit, die gegen Krieg, rechten Terror und Atomwaffen protestieren.
    Jüdische Friedensaktivisten aus Deutschland waren dem Nobelpreisträger bereits am Donnerstag beigesprungen. Die "Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost" hatte Grass "für seine aufrichtige Aussage in Bezug auf die Atompolitik Israels" gelobt. Ostermärsche: Friedensaktivisten unterstützen Günter Grass - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik


  7. #117
    Avatar von Katana

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    Daumen hoch

    Debattenbeitrag zu Günter Grass

    Es musste gesagt werden

    Ein Debattenbeitrag von Jakob Augstein

    Mit seinem Gedicht "Was gesagt werden muss" liegt Günter Grass richtig: Er holt Deutschland aus dem Schatten der Worte von Kanzlerin Merkel, die Sicherheit Israels gehöre zur deutschen "Staatsräson". Und der Schriftsteller kritisiert zu Recht, dass Israel der Welt eine Logik des Ultimatums aufdrängt.


    Ein großes Gedicht ist das nicht. Und eine brillante politische Analyse ist es auch nicht. Aber die knappen Zeilen, die Günter Grass unter der Überschrift "Was gesagt werden muss" veröffentlicht hat, werden einmal zu seinen wirkmächtigsten Worten zählen. Sie bezeichnen eine Zäsur. Es ist dieser eine Satz, hinter den wir künftig nicht mehr zurückkommen: "Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden." Dieser Satz hat einen Aufschrei ausgelöst. Weil er richtig ist. Und weil ein Deutscher ihn sagt, ein Schriftsteller, ein Nobelpreisträger, weil Günter Grass ihn sagt. Darin liegt ein Einschnitt. Dafür muss man Grass danken. Er hat es auf sich genommen, diesen Satz für uns alle auszusprechen. Ein überfälliges Gespräch hat begonnen.

    Es ist ein Gespräch über Israel. Und darüber, dass Israel einen Krieg gegen Iran vorbereitet, dessen Führer Mahmud Ahmadinedschad Israel bedroht, es als Schandfleck bezeichnet, der beseitigt werden müsse. Israel, ein Land, das seit Jahren von Feinden umgeben ist, die zum Teil noch immer dem Staat sein Existenzrecht absprechen - und das unabhängig von dessen Politik. Es ist ein Krieg, der die Welt in den Abgrund stürzen kann. Wenn ein Deutscher davon spricht, muss so ein Gespräch auch von Deutschland handeln und von der deutschen Verantwortung. Es gibt da Gesetzmäßigkeiten. Grass wusste, dass man ihn als Antisemit beschimpfen würde. Das ist das geläufige Risiko eines deutschen Israel-Kritikers. "Politisch korrekten Antisemitismus" hat ihm auch gleich Mathias Döpfner vorgeworfen, Chef des Springer Verlags, der sich im Besitz der Deutungshoheit über das deutsch-israelische Verhältnis wähnt. Und auch, dass man ihm gleich einen Platz im Reha-Zentrum deutsche Geschichte zuweisen würde, Abteilung Walser, Flur für geriatrische Flakhelfer, auch damit musste Grass rechnen.
    Aber Grass ist weder Antisemit noch ein deutscher Geschichtszombie. Grass ist Realist. Er prangert das nukleare Potential Israels an, das "keiner Prüfung zugänglich ist". Er beklagt die deutsche Rüstungspolitik, die ein weiteres nuklearwaffenfähiges U-Boot nach Israel liefert. Und er wendet sich voll Überdruss von der "Heuchelei des Westens" ab, die - das muss er gar nicht ausführen - seit jeher Richtschnur unseres Handelns im Nahen Osten ist, von Algerien bis Afghanistan.
    Grass schreibt auch Unfug. Er schwurbelt sich was zurecht: dass er lange schwieg und jetzt nicht mehr schweigt - "gealtert und mit letzter Tinte" - und dass sich nun viele mit ihm vom Schweigen befreien mögen, das ist alles nicht so toll formuliert. Er spinnt sich auch was zurecht: Die Auslöschung des iranischen Volks, vor der er warnt, steht nicht auf der israelischen Agenda. Dieser Text hätte besser gegen Angriffe gewappnet werden können. Aber darum tut er nicht weniger not.
    Es muss uns nämlich endlich einer aus dem Schatten der Worte Angela Merkels holen, die sie im Jahr 2008 in Jerusalem gesprochen hat. Sie sagte damals, die Sicherheit Israels gehöre zur deutschen "Staatsräson". Und damit es keine Missverständnisse gebe, fügte sie hinzu: "Wenn das so ist, dann dürfen das in der Stunde der Bewährung keine leeren Worte bleiben."
    Helmut Schmidt hat dazu gesagt, für Israels Sicherheit mitverantwortlich zu sein, sei eine "gefühlsmäßig verständliche, aber törichte Auffassung, die sehr ernsthafte Konsequenzen haben könnte". Wenn es zum Krieg zwischen Israel und Iran käme, "dann hätten nach dieser Auffassung die deutschen Soldaten mitzukämpfen". Die Israelis halten Deutschland seitdem neben den USA für das einzige Land, auf das sie sich verlassen können.
    Mit der ganzen Rückendeckung aus den USA, wo ein Präsident sich vor den Wahlen immer noch die Unterstützung der jüdischen Lobbygruppen sichern muss, und aus Deutschland, wo Geschichtsbewältigung inzwischen eine militärische Komponente hat, führt die Regierung Netanjahu die ganze Welt am Gängelband eines anschwellenden Kriegsgesangs: "Netanjahus Israel hat die globale Agenda auf eine Weise bestimmt wie kein kleiner Staat je zuvor", schreibt die israelische Zeitung "Haaretz". Vom Ölpreis bis zum Terrorismus - die Welt hat Gründe genug, einen israelisch-iranischen Krieg zu fürchten.
    Niemand behauptet, dass Iran eine Atombombe besitzt. Niemand weiß, ob Iran an einer solchen Bombe arbeitet. Im Gegenteil: Die Amerikaner gehen davon aus, Teheran habe sein Atomwaffenprogramm im Jahr 2003 eingestellt. Das interessiert die Israelis nicht. Es geht ihnen inzwischen nicht mehr nur darum, eine iranische Atombombe zu verhindern. Es geht ihnen darum, zu verhindern, nicht mehr verhindern zu können, dass die Iraner eine solche Bombe bauen könnten. Sie wollen sich nicht mit dem Problem herumschlagen, das die USA seinerzeit mit dem Irak hatten: Die glaubten nämlich noch, sie müssten beweisen, dass ihr Gegner über Massenvernichtungswaffen verfügte. Solche Beweise waren im Irak nicht zu finden - ebensowenig wie solche Waffen. Also fälschten die Amerikaner die Beweise.
    Israel hat der Welt eine Logik des Ultimatums aufgedrängt: Es will gar nicht beweisen, dass Iran eine Bombe hat. Es will nicht einmal beweisen, dass Iran eine Bombe baut. Die israelische Doktrin lautet einfach, dass Teheran die "Zone der Immunität" nicht erreichen dürfe. Israel droht darum mit einem Angriff, bevor die Iraner ihre Atomanlagen so tief im Granit versenken können, dass auch die größten bunkerbrechenden Bomben der Amerikaner sie nicht mehr erreichen.

    Israel spielt mit Iran eine Pokerpartie, bei der beide gewinnen, solange es nicht zum Krieg kommt. Den "Irren aus Teheran" nennt der Boulevard den iranischen Präsidenten. Aber Ahmadinedschad ist nicht irre. Er will sein Amt behalten und unterdrückt deshalb die Opposition: Die Massenproteste gegen sein Regime vor drei Jahren ließ er blutig niederschlagen, viele Oppositionspolitiker einsperren. Ahmadinedschad hält die Welt bewusst im Unklaren über seine nuklearen Absichten. Er profitiert von dieser strategischen Zweideutigkeit, ebenso wie die Israelis von ihren Kriegsdrohungen profitieren. Beide Länder helfen sich gegenseitig, ihren Einfluss weit über ihr eigentliches Maß hinaus zu vergrößern. Auf eine perverse Weise befinden sie sich in einer wechselseitigen Abhängigkeit. Das bliebe ihre eigene Sache, hätten sie nicht die ganze Welt als Geisel genommen. Es ist an der Zeit, wie Grass schreibt, darauf zu bestehen, "dass eine unbehinderte und permanente Kontrolle des israelischen atomaren Potentials und der iranischen Atomanlagen durch eine internationale Instanz von den Regierungen beider Länder zugelassen wird".
    Iran steht bereits durch eine Fülle von Sanktionen unter Druck. Jetzt muss endlich auch auf Israel Druck ausgeübt werden. Wohlgemerkt: Wer das sagt, versucht nicht, "die Schuld der Deutschen zu relativieren, indem er die Juden zu Tätern macht", wie Döpfner sagt. Hier geht es nämlich nicht um die Geschichte Deutschlands. Sondern um die Gegenwart der Welt. Debattenbeitrag zu Günter Grass: Es musste gesagt werden - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

    Es musste gesagt werden, Einreiseverbot und Forderungen zur Aberkennung des Nobelpreises von GG sind total überzogen und sprechen eigentlich nur für das Gedicht

    Danke Herr Augstein !

  8. #118
    Avatar von Marcin

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    Die Achse des Guten: Jakob und seine Brüder


    Jakob und seine Brüder

    Jakob Augstein, der Verleger des Freitag, hat auf SPON einen “Debattenbeitrag zu Günter Grass” geschrieben. Er fängt mit diesen Sätzen an:

    “Ein großes Gedicht ist das nicht. Und eine brillante politische Analyse ist es auch nicht. Aber die knappen Zeilen, die Günter Grass unter der Überschrift “Was gesagt werden muss” veröffentlicht hat, werden einmal zu seinen wirkmächtigsten Worten zählen. Sie bezeichnen eine Zäsur. Es ist dieser eine Satz, hinter den wir künftig nicht mehr zurückkommen: “Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden.” Dieser Satz hat einen Aufschrei ausgelöst. Weil er richtig ist. Und weil ein Deutscher ihn sagt, ein Schriftsteller, ein Nobelpreisträger, weil Günter Grass ihn sagt. Darin liegt ein Einschnitt. Dafür muss man Grass danken. Er hat es auf sich genommen, diesen Satz für uns alle auszusprechen. Ein überfälliges Gespräch hat begonnen.” Debattenbeitrag zu Günter Grass: Es musste gesagt werden - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

    Während Grass pünktlich zu Ostern mit einer Ritualmordlegende um die Ecke kommt, die diesmal globale Konsequenzen haben könnte, nähert sich Augstein der Via Dolorosa von der anderen Seite. Grass ist der Gekreuzigte, der die Sünden aller Menschen auf sich nimmt, um sie von der Schuld zu erlösen. Dafür müssen wir ihm danken. Nun sind vermutlich sowohl Augstein wie Grass aufgeklärte Menschen, Kulturchristen bestenfalls, die man sich weder bei der Beichte noch bei der Wandung vorstellen kann. Aber mehr als 1000 Jahre christlichen Antisemitismus haben tiefe Spuren in ihrem Gemüt hinterlassen. Obwohl der eine nur halb so alt wie der andere, wollen sich doch beide von ihrem Judenknacks befreien.

    Das will auch Georg von Grote, Journalist und Kosmopolit, Jurist und Hobbykoch, der als Blogger beim Freitag seine “Nachgedanken” mit anderen Lesern teilt. Schon mit 16 fühlte er sich schuldig, weil Vater und Mutter Funktionsträger im Dritten Reich waren, natürlich “mehr unfreiwllig als freiwllig”, also reiste er nach Israel, das damals als “unschuldig” und “unantastbar” galt. Ergebnis: “Je öfter ich in Israel war, desto unschuldiger fühlte ich mich.”

    Und nun ist es GG, der ihn von seiner Restschuld befreit hat: “Und aus Schuldgefühlen heraus, machen wir in Deutschland diesen Wahnsinn mit, statt einfach mal ganz klar zu analysieren und Eigeninitive zu ergreifen und auch klipp und klar einem Netanjahu oder auch einem Herrn Broder und allen anderen, die ihnen nachlaufen zu erklären: Nein! Da spielen wir nicht mehr mit!”

    Und „wenn’s Judenblut vom Messer spritzt“, dann gehts Jakob und seinen Brüdern gleich “nochmal so gut”, dann haben sie ihren Judenknacks endlich überwunden.

  9. #119
    Avatar von Katana

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    Von der orthodox jüdischen online Ausgabe des Der Israelit:



    Was gesagt werden muss - Solidarität mit Günter Grass


    Die Aufregung ist erschreckend, denn einer der größten deutschen Schriftsteller Nachkriegsdeutschlands hat es tatsächlich gewagt, sich mit einem Gedicht friedenspolitisch zu positionieren und damit - so die veröffentlichte pro-zionistische Meinung - den über alles erhabenen "Staat Israel" angegriffen. Dies ist natürlich das kapitale Verbrechen schlechthin. Allerspätestens seit dem die Interessen des zionistischen Staates seitens einer deutschen Bundesregierung höher bewertet werden als eigene deutsche.

    Günter Grass will keinen Krieg gegen den Iran. Gut. Er will schon gar keinen, der mit an den zionistischen Staat gelieferten deutschen U-Booten geführt werden könnte. Noch besser. Als orthodoxer Jude kann man diese Haltung nur untersützen. Denn nur so würde sich Deutschland wirklich seiner "historischen Verantwortung" bewusst sowie dem Grundgesetz gerecht werden und ließe sich vor allem nicht noch einmal in ein verheerendes Kriegsabenteuer hineinmanövieren. Der Dichter will das nicht - so verstehen wir ihn zumindest - weil er vollkommen zurecht nicht einsieht, dass ein neuer vom Nationalzionismus provozierter Weltbrand zudem noch mit deutscher Unterstützung entstehen sollte.

    In den Augen selbsternannter Judensprecher der zionistischen Botschaft und des Zentralrates, den üblichen von der Springer-Presse oder von Bundes-Wehrmacht-Akademien ausgehaltenen Alibijuden ist wahrlich kein Frieden mit dem Friedensgedicht von Grass zu machen, denn sie ziehen ihre alt-verstaubten und fanatisch-zionistischen Register selbst aus der untersten Schublade, wenn es darum geht einen Großen der deutschen Literaturwelt als "antisemitisch" motiviert diffamieren zu können.

    Der Dichter selbst ist doch alles andere als ein "Antizionist" und wenn es inhaltich und aus Sicht des authentisch-orthodoxen Judentums innerhalb des Gedichtes etwas zu kritisieren gäbe, dann wäre das eher der unreflektierte und mit nichts zu rechtfertigende Seitenhieb gegen den die jüdische Gemeinde des Iran unterstützenden Präsidenten der Islamischen Republik.

    Doch "Antizionist", also jemanden den man in Zionistenlogik der schlimmsten Sorte Kreatur zurechnet, muss man ja auch noch nicht einmal sein, um in die Schusslinie der nationalzionistischen Lobby zu geraten.

    Es genügt bereits ein im Grunde eher harmloses "Friede-Freude-Eicherkuchen-Gedicht" und man ist sozusagen mitten drin im verbalen Kugel- und Bombenhagel paranoider und gleichwohl selbstgerechter Menschenverachter des Nationalzionismus, die Meinungsallgewalt längst schon nicht mehr anstreben müssen, um darüber zu entscheiden wer was in Deutschland sprechen, schreiben oder drucken darf.

    Denn diese haben sie längst in der deutschen Bananenrepublik, in der sich jedermann duckt, sobald die selbsternannten Möchtegern- und falschen Vorzeigejuden den Massenmord am europäischen Judentum für ihre schmutzige politische Agenda missbrauchen und dabei die jahrzehntelang festgeklopfte Lüge immer wieder bemühen angeblich im Namen des Judentums zu agieren.

    Es kann kaum noch ein Schauspiel geben, das niederträchtiger und ekelerregender ist als dieses und im Grunde nur dem Zweck dient dem antijüdischen Schurkenstaat in Palästina als 5. Kolonne zu dienen und dabei dessen Verbrechen gegen das arabisch-pälastinensische Volk sowie den Frontalangriff auf die jüdische Religion und das Judentum zu legitimieren.

    Armes Deutschland. Meinungs- und Redefreiheit sind längst verkümmert, zusehends eine Farce geworden. Eine aggressive Art zionistischen Meinungsterrors durchzieht mehr und mehr das Land, die politische Klasse und die angeblich freie Medienlandschaft sind längst im Würgegriff einer selbstauferlegten oder aufoktroyierten pro-zionistischen Kontrolle. Eine Gleichschaltung der schlimmsten Sorte, weil obendrein noch als "Pressefreiheit" verkauft.

    Nicht nur die Atommacht "Isreal" ist es, die den Weltfrieden und damit die Menschheit mit ihrem Waffenarsenal bedroht. Es ist die Ideologie des Nationalzionismus insgesamt in all ihren Facetten. Aus Sicht der jüdischen Lehre ist sie die größte spirituelle Unreinheit auf diesem Planeten und vergiftet die ganze Welt.

    Nur das Ende dieser Ideologie und als Folge davon das Ende des zionistischen Gaunerstaates wird die Erlösung des jüdischen Volkes und damit auch die der gesamten Menschheit einleiten. Der Israelit: Was gesagt werden muss - Solidarität mit Günter Grass

  10. #120
    Avatar von Katana

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    Zitat Zitat von Marcin Beitrag anzeigen
    Die Achse des Guten: Jakob und seine Brüder


    Jakob und seine Brüder

    Jakob Augstein, der Verleger des Freitag, hat auf SPON einen “Debattenbeitrag zu Günter Grass” geschrieben. Er fängt mit diesen Sätzen an:

    “Ein großes Gedicht ist das nicht. Und eine brillante politische Analyse ist es auch nicht. Aber die knappen Zeilen, die Günter Grass unter der Überschrift “Was gesagt werden muss” veröffentlicht hat, werden einmal zu seinen wirkmächtigsten Worten zählen. Sie bezeichnen eine Zäsur. Es ist dieser eine Satz, hinter den wir künftig nicht mehr zurückkommen: “Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden.” Dieser Satz hat einen Aufschrei ausgelöst. Weil er richtig ist. Und weil ein Deutscher ihn sagt, ein Schriftsteller, ein Nobelpreisträger, weil Günter Grass ihn sagt. Darin liegt ein Einschnitt. Dafür muss man Grass danken. Er hat es auf sich genommen, diesen Satz für uns alle auszusprechen. Ein überfälliges Gespräch hat begonnen.” Debattenbeitrag zu Günter Grass: Es musste gesagt werden - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

    Während Grass pünktlich zu Ostern mit einer Ritualmordlegende um die Ecke kommt, die diesmal globale Konsequenzen haben könnte, nähert sich Augstein der Via Dolorosa von der anderen Seite. Grass ist der Gekreuzigte, der die Sünden aller Menschen auf sich nimmt, um sie von der Schuld zu erlösen. Dafür müssen wir ihm danken. Nun sind vermutlich sowohl Augstein wie Grass aufgeklärte Menschen, Kulturchristen bestenfalls, die man sich weder bei der Beichte noch bei der Wandung vorstellen kann. Aber mehr als 1000 Jahre christlichen Antisemitismus haben tiefe Spuren in ihrem Gemüt hinterlassen. Obwohl der eine nur halb so alt wie der andere, wollen sich doch beide von ihrem Judenknacks befreien.

    Das will auch Georg von Grote, Journalist und Kosmopolit, Jurist und Hobbykoch, der als Blogger beim Freitag seine “Nachgedanken” mit anderen Lesern teilt. Schon mit 16 fühlte er sich schuldig, weil Vater und Mutter Funktionsträger im Dritten Reich waren, natürlich “mehr unfreiwllig als freiwllig”, also reiste er nach Israel, das damals als “unschuldig” und “unantastbar” galt. Ergebnis: “Je öfter ich in Israel war, desto unschuldiger fühlte ich mich.”

    Und nun ist es GG, der ihn von seiner Restschuld befreit hat: “Und aus Schuldgefühlen heraus, machen wir in Deutschland diesen Wahnsinn mit, statt einfach mal ganz klar zu analysieren und Eigeninitive zu ergreifen und auch klipp und klar einem Netanjahu oder auch einem Herrn Broder und allen anderen, die ihnen nachlaufen zu erklären: Nein! Da spielen wir nicht mehr mit!”

    Und „wenn’s Judenblut vom Messer spritzt“, dann gehts Jakob und seinen Brüdern gleich “nochmal so gut”, dann haben sie ihren Judenknacks endlich überwunden.
    Wie kann man nur so einen intolleranten einäugigen Rassisten wie Henryk Broder zitieren?


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