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Grass "hat sich, Deutschland und Israel geschadet"

Erstellt von Barney Ross, 05.04.2012, 14:15 Uhr · 290 Antworten · 14.443 Aufrufe

  1. #201
    Avatar von BlackJack

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    Zitat Zitat von Ferdydurke Beitrag anzeigen
    Ich habe mich nicht nur auf deine Beiträge bezogen sondern auf den Ton hier allgemein. Und da kamen genau Beiträge in dem Ton. Wenn jemand als Jugendlicher bei der SS war, aber das Glück hatte, noch nicht in die Situation gekommen zu sein, wo wirklich Blut an seinen Händen klebte, ist er für mich nicht für den Rest seines Lebens eine Person, die sich zu bestimmten Dingen nicht äußern darf.


    Was Waffenlieferungen allgemein betrifft- ich denke, wir sind uns da einig, dass das das Thema hier wirklich sprengen würde, oder? Allgemein ist das der Bocksfuß der westlichen Demokratien, einerseits die Menschenrechte beispielhaft hochzuhalten, einerseits die Bereicherung an so gut wie allen blutigen Konflikten weltweit voranzutreiben.
    Keine Ahnung wovon du redest, zum zehnten mal, ich selber habe nie seine SS-Zugehörigkeit thematisiert und nie gesagt, er dürfe sich deswegen zu irgendwas nicht äußern.

    Ich verstehe nicht, was es an diesen Scheiß-Waffenlieferungen rumzukaspern gibt. Du hast gesagt:
    Letztendlich sind die im Gedicht geforderten Dinge garnicht so utopisch und relativ vernünftig- Kontrolle aller Atomprogramme, also auch des israelischen, und ein Stop deutscher Waffenlieferungen.
    Und ich habe nur angemerkt, dass ein Stop deutscher Waffenlieferungen doch wohl nicht nur Israel betreffen soll sondern für alle gelten müssen. Das bedeutet, es kann nicht sein, dass Deutschland nicht mehr Israel beliefert, dafür aber andere Länder.

    Ich weiß nicht, was es da so zu komplizieren gibt ...

  2. #202
    Avatar von BlackJack

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    Zitat Zitat von mosnik Beitrag anzeigen
    genau das ist der springende punkt,es geht nicht um den staat israel oder das jüdische volk sondern gegen die politik die betrieben wird von derr likud-partei,und je mehr apartheid in israel herscht desto mehr unterstützung kriegen idioten ala hamas,intifada u.s.w.
    man muss ja schon angst haben irgendetwas gegen israel zu sagen um nicht gleich in die Nazi-ecke abgestempelt zu werden.
    Das ist nur das übliche pauschale Antiisraelgewäsch und hat mit dem Thema nichts zu tun.

    Ob Grass ein Antisemit ist oder nicht weiß ich nicht, er hat jedenfalls in seinem Gedicht völlig einseitig Israel als potentiellen Weltfriedenszerstörer identifiziert

  3. #203

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    Zitat Zitat von Hassist Beitrag anzeigen
    Wenn man sich nur anschaut von welcher Person der Jimi 90% seiner DANKES bekommen hat, dann sagt das schon eine Menge über die Qualität seiner Hinhalte aus.

    Langsam habe ich das Gefühl, dass Jimi sogar einen pädophilen Juden in Schutz nehmen würde und das Kind zum Antisemiten abstempeln würde.
    Für die Aussage sollte man Dich verwarnen, dass ist eine der übelsten Verleumdungen die ich je gelesen habe und schon dieses Gedankengut zeigt was Du für ein dummer Antisemit bist, es ist allgemein bekannt, was Juden in Bezug auf Kinder Jahrhunderte lang vorgeworfen wurde das ist eine typische antisemitische Verleumdung und genau in diese Richtung geht dein Beitrag bzw. Vergleich.

  4. #204
    Avatar von Katana

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    Feridun Zaimoğlu: „Ich kann Grass nur beglückwünschen“

    Feridun Zaimoğlu findet die Diskussion um Günter Grass Gedicht einfach nur lächerlich. Es sei natürlich klar gewesen, dass beim Ansprechen dieses Themas die „Antisemitismuskeule aus dem Sack“ geholt werde. Er findet, Grass habe lediglich die Wahrheit ausgesprochen. „Sowohl in Deutschland als auch in Israel herrscht ein Überbietungswettbewerb im Vorwurf des Antisemitismus“, erklärt er im Gespräch mit den Deutsch Türkischen Nachrichten. „Ich kann Grass nur beglückwünschen“, sagt er.
    Die Leute, die Grass jetzt so attackieren, seien solche, „die sowieso noch eine alte Rechnung mit Grass zu begleichen hatten“. Zaimoglu kann auch die politische Einmischung nicht nachvollziehen: „Wenn Westerwelle ihm Realitätsverlust vorwirft, dann will ich sagen: Realitätsverlust, dein Name sei Guido Westerwelle!“.


    „Unverschämt“ findet er diejenigen, die nun so viel Kritik an dem Autor üben. „Hetzer wie Henryk M. Broder, die ihn als Antisemit bezeichnen, haben den Startschuss für die Kritik gegeben“, meint er. „Israel besitzt Atomwaffen und ist eine Bedrohung für viele Staaten, eine Gefahr für den Frieden“, sagt Zaimoğlu. Doch bei der Verurteilung von Grass tue man so, als sei „die jetzige israelische Regierung keine rechtskonservative, die mit fast allen Staaten im Streit ist. Grass hat darauf hingewiesen und damit hat er recht“, erklärt Zaimoglu. Ob das wohl richtig erkannt wurde? Der Autor ist sich sicher: „Die Hunde kläffen, aber die Karawane zieht weiter“.
    Feridun Zaimo

  5. #205

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    Zitat Zitat von WhiteJim Beitrag anzeigen
    Das ist nur das übliche pauschale Antiisraelgewäsch und hat mit dem Thema nichts zu tun.

    Ob Grass ein Antisemit ist oder nicht weiß ich nicht, er hat jedenfalls in seinem Gedicht völlig einseitig Israel als potentiellen Weltfriedenszerstörer identifiziert
    Jeden Tag finden wir einseitige Meinungsmache zum Thema "Iran" , aber beim Thema Israel ist dies strengstens untersagt ja sogar verpöhnt. Widerlich diese Doppelmoral.

  6. #206
    Avatar von kewell

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    Spieß umdrehen: Netanjahu und Liebermann sind Antisemiten - sie beschädigen das Bild Israels in der Welt!

    Israelischer Autor Uri Avnery zu Grass-Gedicht
    "Kritik-Verbot an Israel ist antisemitisch"


    10.04.2012, 07:35
    Der israelische Autor Uri Avnery nimmt Günter Grass in Schutz: Es sei antisemitisch darauf zu bestehen, dass Israel in Deutschland nicht kritisiert werden dürfe. Das Einreiseverbot für Grass in Israel empört derweil viele deutsche Politiker - dennoch will die SPD künftig auf seine Hilfe im Wahlkampf verzichten.

    Der israelische Autor Uri Avnery nimmt Literaturnobelpreisträger Günter Grass in Schutz. Nicht dessen israel-kritisches Gedicht sei antisemitisch, sagte Avnery der Hannoverschen Neuen Presse. "Es ist antisemitisch, darauf zu bestehen, dass Israel in Deutschland nicht kritisiert werden darf." Israel wolle mit denselben Maßstäben wie andere Staaten gemessen werden. "Jede Einstellung, die besagt, dass Israel eine Art Sonderbehandlung haben muss, ist antisemitisch", sagte er.
    Bild vergrößern Der israelische Schriftsteller Uri Avnery warnt davor, Kritik an Israel mit Antisemitismus gleichzusetzen. (© dapd)


    Avnery sagte, es sei völlig unnötiger politischer Krawall, dass Deutsche und Israelis darum wetteiferten, "wer kann Grass mehr beschimpfen, und wer findet extremere Ausdrücke für ihn." Grass hatte in seinem umstrittenen Gedicht Was gesagt werden muss deutsche Waffenlieferungen an Israel kritisiert und dem Land vorgeworfen, einen Atomschlag gegen den Iran zu planen.


    Das Einreiseverbot nannte Avnery "völligen Blödsinn", Israels früherer Botschafter Shimon Stein sagte, es sei überflüssig. Der jüdische Publizist Ralph Giordano hingegen meinte, er könne "die Regierung Netanjahu absolut verstehen".


    Auch mehrere deutsche Politiker hatten das Einreiseverbot gegen Grass zuvor kritisiert. Die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Renate Künast, sagte der Nachrichtenagentur dpa: "Am Ende reden alle über das Einreiseverbot und nicht mehr über den Inhalt von Grass." Der außenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag, Rolf Mützenich, sagte der Süddeutschen Zeitung: "Das ist der Auseinandersetzung, die notwendig ist, unangemessen". Der außenpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Rainer Stinner, kritisierte den Schritt in der SZ als "Überreaktion der israelischen Regierung".


    Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Reinhold Robbe (SPD), sagte der Welt, souverän wäre es gewesen, wenn Israel Grass eingeladen hätte, damit dieser seine Vorurteile und Feindbilder anhand der Wirklichkeit überprüfen könne. Der Linken-Vorsitzende Klaus Ernst bezeichnete das Einreiseverbot in der Mittelbayerischen Zeitung als "absurd" und forderte, die gesamte Debatte zu versachlichen. Zwar sei die Politik der iranischen

    Führung inakzeptabel und gefährlich - es gebe aber kein Recht eines Staates auf einen Erstschlag. Der Vorsitzende der Jungen Union, Philipp Mißfelder, forderte Grass im Tagesspiegel dagegen auf, sich für seine Kritik an Israel zu entschuldigen.

    SPD-Politiker wollen auf Wahlkampfhilfe Grass' verzichten


    Führende Sozialdemokraten kündigten unterdessen an, künftig auf Wahlkampfhilfe von Grass verzichten zu wollen. Mit seinem Gedicht zu Israels Atompolitik habe sich "die Frage von künftigen Wahlkampfunterstützungen für die SPD erledigt", sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Christian Lange, der Welt.


    Ähnlich äußerte sich der SPD-Politiker Robbe. "Ich möchte Grass nicht mehr in einem Wahlkampf für die SPD erleben", sagte er dem Blatt. Der Schriftsteller habe sich mit seinen jüngsten Äußerungen zwischen sämtliche Stühle gesetzt. "Wahlkampfaktionen mit Grass würden viele Sozialdemokraten jetzt als Provokation und nicht als Unterstützung empfinden." Davon abgesehen gelte mit Blick auf Grass: "Seine Zeit ist einfach vorbei."

    Thierse widerspricht seinen Parteifreunden


    Wolfgang Thierse widersprach seinen Parteifreunden. Einen vorzeitigen Ausschluss aus dem SPD-Wahlkampf halte er "nicht für sonderlich sinnvoll". Zudem sei völlig offen, ob der Schriftsteller überhaupt erneut Wahlkampf für die SPD machen wolle. "Er hat nie alle Positionen der SPD vertreten, sondern war ihr in kritischer Solidarität verbunden." Thierse warnte zugleich davor, Grass zum Antisemiten zu erklären. "Wenn man Günter Grass wegen dieser einseitigen kritischen Position zum Antisemiten macht, dann ist das fatal", sagte er.


    Grass machte seit Jahrzehnten Wahlkampf für die SPD. In den 1960er Jahren hatte er sich leidenschaftlich für die Wahl des Sozialdemokraten Willy Brandt zum Kanzler eingesetzt. Seine Erfahrungen im Bundestagswahlkampf 1969 hatte Grass in dem Buch "Aus dem Tagebuch einer Schnecke" verarbeitet.Israelischer Autor Uri Avnery zu Grass-Gedicht - "Kritik-Verbot an Israel ist antisemitisch" - Politik - sueddeutsche.de

    spd
    Einen Hetzer, wie Sarrazin dulden sie, aber den Literaturnobelpreisträger Grass, der vor einem Flächenbrand warnt, jagen sie davon.

  7. #207
    Avatar von BlackJack

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    Zitat Zitat von Apophis Beitrag anzeigen
    Jeden Tag finden wir einseitige Meinungsmache zum Thema "Iran" , aber beim Thema Israel ist dies strengstens untersagt ja sogar verpöhnt. Widerlich diese Doppelmoral.
    hä? Grass und Israel sind nunmal das Thema hier, oder etwa nicht?

  8. #208

  9. #209
    Avatar von BlackJack

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    Zitat Zitat von Charlie Brown Beitrag anzeigen
    Für die Aussage sollte man Dich verwarnen, dass ist eine der übelsten Verleumdungen die ich je gelesen habe und schon dieses Gedankengut zeigt was Du für ein dummer Antisemit bist, es ist allgemein bekannt, was Juden in Bezug auf Kinder Jahrhunderte lang vorgeworfen wurde das ist eine typische antisemitische Verleumdung und genau in diese Richtung geht dein Beitrag bzw. Vergleich.
    ach vergiss es, das ist zu hoch für den Heini dass rafft er nicht, und siehst ja, eine Moderatorin schwadroniert hier munter rum statt ihm seinen üblen Scheiß um die Ohren zu hauen, drauf geschissen

  10. #210
    Ferdydurke
    Zitat Zitat von WhiteJim Beitrag anzeigen
    Keine Ahnung wovon du redest, zum zehnten mal, ich selber habe nie seine SS-Zugehörigkeit thematisiert und nie gesagt, er dürfe sich deswegen zu irgendwas nicht äußern.

    Ich verstehe nicht, was es an diesen Scheiß-Waffenlieferungen rumzukaspern gibt. Du hast gesagt:

    Und ich habe nur angemerkt, dass ein Stop deutscher Waffenlieferungen doch wohl nicht nur Israel betreffen soll sondern für alle gelten müssen. Das bedeutet, es kann nicht sein, dass Deutschland nicht mehr Israel beliefert, dafür aber andere Länder.

    Ich weiß nicht, was es da so zu komplizieren gibt ...
    äh- ja. Ich hatte geschrieben- dazu hat sich Grass ebenfalls geäußert, mehrmals in den letzten dreissig bis vierzig Jahren.

    Und zum Thema schwadronieren- das von dir beanstandete Zitat finde ich genauso unter die Gürtellinie wie der iranischen Bevölkerung ihr Mullah-Regime als "sie wollten es so" zu deklarieren. Wenn das erstere eine Verwarnungsgrund darstellt, dann letzteres auch, du beziehst da ja ganz hemmungslos die tausenden von Opfern mit ein.


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