BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Erweiterte Suche
Kontakt
BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Benutzerliste

Willkommen bei BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen.
Seite 28 von 51 ErsteErste ... 1824252627282930313238 ... LetzteLetzte
Ergebnis 271 bis 280 von 509

Immer mehr Türken verlassen Deutschland

Erstellt von Popeye, 30.10.2008, 12:21 Uhr · 508 Antworten · 46.950 Aufrufe

  1. #271

    Registriert seit
    04.03.2010
    Beiträge
    18.841
    was interesieren mich so experten.frag mal die deutsche bevölkerung und nich so hampelheinis.du wirst überrascht sein wieviel froh wären

  2. #272
    Avatar von ProudEagle

    Registriert seit
    13.10.2010
    Beiträge
    4.442
    Wieso sollte jemand froh sein wenn ein voll integrierter, studierter Mensch der auf die Kosten von Deutschland studiert hat seine Bildung nicht hier einbringt? Darüber freuen sich maximal ein paar NPDler...

    Es geht hier schließlich nicht um das Gesocks dass man sonst so sieht Die wandern eh nicht ab solange es vom Staat Geld gibt.

  3. #273
    Avatar von skorpion

    Registriert seit
    25.10.2009
    Beiträge
    3.739
    Zitat Zitat von *alaturka Beitrag anzeigen
    So ist es,

    die Deutschen betonen ja oft genug, dass die Türken weg sollen,
    aber wenn die "guten" weg sind, heulen sie rum.
    Auch die "schlechten" gehören zur Gesellschaft.

    Aber es ist erfreulich, dass die Wurzeln nie verloren gehen und die Verbindung immer da bleibt.

    Wir sind immernoch Gastarbeiterkinder und keine Einheimischen!
    Klar, ganz ehrlich: am Liebsten würden wir uns Türken "backen". Auf der Arbeit die perfekten Preußen plus türkisches Improvisationstalent. Privat die gastfreundlichen Türken mit ihren kulinarischen Köstlichkeiten und ihrem lebensfrohen Temperament minus Aggressivität, Islamismus und Machotum. Dazu natürlich top-gebildet, dennoch kostengünstig als Arbeitskraft. Diese Sorte Immigranten erfreuen sich überall auf der Welt großer Beliebtheit. Ein paar davon gibt es ja auch, aber wie Du schon schreibst, auch die "Schlechten" sind zahlreich vertreten. Leider ist das Verhältnis, wie übrigens auch bei den Inländern, nicht optimal... Aber wenn beide Seiten daran arbeiten, sollte es wohl gehen.

    Und wer ist schon "einheimisch"? Selbst deutsche Flüchtlinge aus den ehemaligen Ostgebieten sind selten "einheimisch" geworden und ein Friese in Bayern wird auch sein Leben lang ein "Fischkopp" bleiben, in den Augen der Katholiken kein "Rechtgläubiger".

    "Heimat" hat man im Herzen und wer als Türke hier aufwächst und sich als Deutscher fühlt, der wird es auch sein. Ein Deutscher mit türkischen Wurzeln eben. Und wer sich selbst zu allererst als Türken sieht, auch wenn er die Türkei nur aus dem Urlaub und aus den Erzählungen der Alten kennt, wer die deutsche Sprache nicht richtig erlernt, obwohl er hier lebt und wer Traditionen über Recht und Gesetz stellt, der wird es eben nicht sein, sondern ein Fremder bleiben. Dabei ist es doch eigentlich eine komfortable Ausgangssituation, wenn man die Möglichkeit hat, zu wählen. Die Deutschen hier und die Türken in der Türkei haben diese Möglichkeit nicht. Jeder muß/ kann sein Leben selbst gestalten und wer diesen Reichtum nicht erkennt, er hat ihn auch nicht verdient.- Und das gilt selbstverständlich nicht exklusiv für Türken, sondern für Migranten jeder Herkunft.

  4. #274
    Kelebek
    Auswandern ins Land der Eltern



    Die Wirtschaft der Türkei boomt. Der Aufschwung zieht scharenweise junge, gut ausgebildete Türken aus Deutschland an. Im Land ihrer Eltern bekommen sie endlich die Chance, die ihnen in ihrer Heimat verwehrt wurde.

    "Er hat mir etwas mitgebracht", juchzt Cigdem Akkaya: "Wurst!" Schnell wirft sie einen Blick in die rote Plastiktüte, bedankt sich überschwänglich und stellt den Gast aus Deutschland vor. Sie muss laut reden, um den prasselnden Regen zu übertönen, der vom Sturm gegen die Plastikscheiben der überdachten Terrasse geschleudert wird. Einige applaudieren, andere lachen. Dann verstaut sie die Tüte unter ihrem Stuhl. "Schweinefleisch", flüstert Akkaya ihrem Sitznachbarn zu. "Lecker!"

    Eben noch hatte die 47-jährige Ökonomin den Wandel in der Türkei gelobt, die Vielfalt, die es mittlerweile gebe. Noch bis vor ein paar Jahren, sagt sie, habe sie Freunden jedes Mal eine Liste mitgegeben, mit Dingen, die sie ihr aus Deutschland mitbringen sollten. Aber das war einmal. Heute sei die Bestellliste fast auf null, man bekomme ja in der Türkei fast alles. Nur eben kein Schweinefleisch.

    Es ist der letzte Donnerstag im Monat: Rückkehrerstammtisch. Alle vier Wochen treffen sich im Istanbuler Restaurant "Teras 6" deutsche Türken, die am Bosporus ihr Glück suchen. Der Stimmenwirrwarr erinnert an den Großen Basar auf der anderen Seite des Goldenen Horns, wo Schmuck, Ramsch und T-Shirts feilgeboten werden. Zigarettenschwaden wabern durch den Raum, es wird gegessen, getrunken, gelacht. Man spricht deutsch, manchmal klingt ein hessischer oder schwäbischer Zungenschlag durch. Die Hälfte der Anwesenden sind Frauen, etwa die Architektin Emine Sahin, die gegen den Rat ihrer Eltern aus Unterfranken in die Türkei ging und jetzt als Bauleiterin Einkaufscenter hochzieht. Oder Halide Yildirim, die sich von ihrem türkischen Mann in Salzgitter trennte und jetzt bei Vaillant in der Nähe von Istanbul arbeitet. Oder eben Akkaya, die Chefin einer türkischen PR-Agentur ist.

    Sie hat den Stammtisch vor fünf Jahren zusammen mit zwei Freundinnen gegründet. Als Netzwerk, als Anlaufstelle, als Gemeinschaft. Damals war sie gerade nach Istanbul zurückgekehrt, nach 24 Jahren in Deutschland. In Essen war sie zuletzt Vizedirektorin bei der Stiftung Zentrum für Türkeistudien gewesen - ein guter Job. Doch zunehmend nervte sie die ewige Integrationsdebatte, die alle paar Jahre aufkeimte und immer ergebnislos versandete. Sie nervten die Klischees, die immer nur um Kopftuch und Islam kreisten. Das Schubladendenken, das Reduziertwerden auf die Herkunft. Also ging sie dahin zurück, wo sie sich für ihre Wurzeln nicht rechtfertigen musste: nach Istanbul.

    Beim Stammtisch lernte sie Menschen mit ähnlichem Hintergrund kennen. Sie hatten die gleichen Erfahrungen gemacht und die gleichen Probleme erlebt - in Deutschland wie in der Türkei. Bei den ersten Treffen waren sie zu zwölft, heute hat der Stammtisch knapp 1000 Mitglieder. "Der Zustrom ist enorm", sagt Akkaya.

    Tatsächlich zieht seit einigen Jahren eine stetig wachsende Schar junger Leute mit türkischen Wurzeln aus Deutschland zurück an den Bosporus. Wenn man so will, hat sich die Migrationsrichtung umgekehrt: Vergangenes Jahr kamen 30.000 Türken nach Deutschland, 40.000 packten zeitgleich ihre Koffer und machten sich auf in die Gegenrichtung. Die überwältigende Mehrheit von ihnen ist gut ausgebildet, hat studiert.

    Auswandern ins Land der Eltern

    Goldgräberstimmung am Goldenen Horn

    Laut einer aktuellen Studie des Instituts Futureorg erwägen 36 Prozent der gut ausgebildeten Deutschtürken abzuwandern. Fachkräfte, die in Deutschland schmerzlich vermisst werden: Migrationsforscher sprechen von einer Verschleuderung von Humankapital. Der deutsche Staat zahlt die Ausbildung, doch die Steuern zahlen die Akademiker später in der Türkei. Und der Massenexodus hat erst begonnen. Denn zu den bisherigen Beweggründen für eine Rückkehr in die Türkei - etwa der Suche nach der türkischen Identität oder der Perspektivlosigkeit in Deutschland - kommt jetzt ein weiterer, gewichtiger Grund hinzu: Auf die Deutschtürken warten lukrative Jobs, sie wollen im Land ihrer Eltern Karriere machen.

    Am Goldenen Horn herrscht Goldgräberstimmung. Nach einem kurzen krisenbedingten Einbruch floriert die türkische Wirtschaft wie nie zuvor, das Bruttoinlandsprodukt wuchs im ersten Quartal 2010 um sagenhafte 11,7 Prozent, im zweiten Quartal um 10,3 Prozent - nur China kennt ähnliche Dimensionen. Der Import stieg in den ersten sechs Monaten um 33,6 Prozent. Der Leitindex hat die Vorkrisenwerte bereits weit überschritten, seit Jahresbeginn legte der ISE 100 um über ein Drittel zu. Tendenz steigend.

    Ohne Staatshilfe meisterten die Banken und die großen Konzerne die Finanzkrise. Sie hatten ihre Lektion bereits 2001 gelernt, als das türkische Finanzwesen in sich zusammenfiel und der Internationale Währungsfonds eingreifen musste. Doch die Türken rappelten sich auf, sie setzten radikale Reformen durch, bauten den Bankensektor auf ein neues, tragfähiges Fundament - und hatten Erfolg. Der in Istanbul geborene Starökonom Nouriel Roubini sagte der Zeitung "Hürriyet", die jüngste Krise wäre nicht entstanden, wenn Europa aus den Erfahrungen der Türkei gelernt hätte.

    Das ist Balsam für die geschundene türkische Seele. Jahrelang mussten sich das Land von der Europäischen Union anhören, wirtschaftlich sei es noch nicht reif für die EU. Häufig hört man in diesen Tagen in Istanbul, dass jetzt die Türken die EU nicht mehr bräuchten, eher wohl die EU die Türkei. Und das ist nicht als Scherz gemeint.

    Einer der Profiteure des Booms ist Savas Barun. Der 36-Jährige ist Deutscher, seine Eltern sind Türken. Etwas verloren wirkt der untersetzte Mann im Trubel der bekanntesten Einkaufsstraße Istanbuls, der Istiklal. Menschenmassen drängen an ihm vorbei, auf dem Weg in eines der neuen Geschäfte, die fast täglich hier eröffnen. Vor Kurzem, sagt Barun in hessisch eingefärbtem Tonfall, habe Nordsee hier eine Filiale eröffnet. Er sei gleich hin, um einen "Bremer" zu essen - wie "zu Hause". Ein bisschen panierte Heimat, eingeklemmt zwischen zwei Brötchenhälften.

    Jetzt sitzt er in einem der neuen Cafés, die gerade den türkischen Markt erobern. Espresso, Latte macchiato oder Cappuccino gibt es hier, türkischen Mokka dagegen nicht. Barun kommt aus dem Frankfurter Nordend, an der Goethe-Uni studierte er Soziologie und BWL. Ihrem Sohn sollte es mal besser gehen als ihnen, fanden seine Eltern, die einst aus Ostanatolien fortgezogen waren, um ihr Geld in Deutschland zu verdienen.

    "Viele Hürden, gerade für mich als Ausländer"

    Nach dem Studium wollte Barun etwas von der Unterstützung zurückgeben, die er von seinen Eltern erhalten hatte. 97 Bewerbungen schrieb er, 83-mal lud man ihn zu Bewerbungsgesprächen ein. Doch einen Job bekam er nicht. In gehobenen Positionen, glaubt Barun, sei ein türkischer Name wohl ein Hindernis. Als Aushilfskraft während seines Studiums sei es jedenfalls kein Problem gewesen, für ein paar Euro zu arbeiten.

    Weil er in Deutschland keine Zukunft mehr sah, schrieb er nur noch eine einzige weitere Bewerbung - und die ging nach Istanbul, zu Siemens . Das war vor zwei Jahren, er bekam den Job. Barun lacht. "Es ist doch komisch. Meine Eltern verließen ihre Heimat, um in Deutschland Geld für ihre Familien zu verdienen. Und ich muss jetzt von Deutschland ausgerechnet in die Türkei, um das Gleiche zu tun."

    Schon nach zehn Monaten schmiss Barun bei Siemens hin. Er hatte gemerkt: In dieser Stadt, in diesem Land herrscht Aufbruchstimmung. Oder, wie er es ausdrückt: "Hier ist eine Lokomotive am Start, an die ich mich ranhängen wollte." Also machte Barun sich auf die Suche nach der Nische für ein eigenes Geschäft. Bei einem Badeausflug telefonierte ein Freund den Akku seines Handys leer und fluchte. "Du brauchst ein Solarladegerät", sagte Barun. Der Freund hielt ihn für verrückt. "So was gibt's doch nicht!", habe der gesagt. Zurück von dem Ausflug checkte Barun, ob es die Ladegeräte wirklich nicht gibt. Natürlich gab es sie, nur nicht in der Türkei. Er hatte seine Nische gefunden.

    2500 Euro hatte er und einen Laptop. Nicht viel, um durchzustarten. Also eröffnete er einen Onlineshop, arbeitete von seiner kleinen Bude aus - zwischen Bett und Wohnzimmer. Mittlerweile hat Barun 15 Großkunden, Einzelhandelsketten, die Solarprodukte über ihn beziehen. Vor wenigen Tagen hat er mit zwei Freunden eine weitere Gesellschaft gegründet. "Die Zukunft wird die Fotovoltaik sein", sagt Barun. Sein Traum: die türkischen Dächer mit Solarpanels zu bestücken. Wenn das nationale Stromnetz privatisiert werde, dann werde seine große Stunde schlagen - da ist sich Barun sicher.

    Aber auch ihm ist der Erfolg nicht in den Schoß gefallen. "Es gibt hier viele Hürden, gerade für mich als Ausländer. Schließlich habe ich einen deutschen Pass. Wer über die deutsche Bürokratie meckert, der muss nur mal in die Türkei kommen", lacht er. "Dann ist er kuriert." Auch wenn Barun mit seiner Familie in Deutschland türkisch gesprochen hat, merken die Türken, dass er Ausländer ist. "Deutscher" nennen sie ihn. Sein Wortschatz ist antiquiert, auf dem Stand von damals, als seine Eltern die Türkei verlassen haben. Fachvokabular aus der Wirtschaft musste er neu lernen.

    Und auch die leidige Integration ist in der Türkei wieder ein Thema - nur eben genau andersherum als zu Hause in Frankfurt. "Die Kultur ist anders, auch die Sitten. An vieles musste ich mich erst gewöhnen", sagt Barun: An den schroffen Ton der Leute untereinander zum Beispiel. Oder an den entspannteren Umgang mit Absprachen und Terminen. Dafür hat er aber auch an einigen ziemlich deutschen Gewohnheiten festgehalten. Heute Abend will er sich mit Freunden ein DFB-Pokalspiel ansehen: Bayern gegen Bremen. So ganz habe er sich eben noch nicht integriert, sagt Barun und grinst. Dann zieht er ab, hinein in die Masse auf der Istiklal.

    Praktiker, Media Markt, Rossmann, alle sind schon daBis spät in den Abend drängen sich die Istanbuler an den Hunderten hell erleuchteten Läden und Bars vorbei. Selbst der starke Regen stört die meist jungen Türken nicht. Shoppen ist Freizeitbeschäftigung: Das Durchschnittsalter liegt bei unter 28 Jahren. Mit über 70 Millionen Einwohnern hat die Türkei eine enorme Kaufkraft. Das entdecken zunehmend auch die deutschen Einzelhändler, die sich Geschäfte in den besten Lagen sichern. Mehr als 4000 deutsche Unternehmen haben mittlerweile Filialen oder Niederlassungen in der Türkei. "Vor zehn Jahren waren es keine 500", sagt Marc Landau, Geschäftsführer der Deutsch-Türkischen Industrie- und Handelskammer.

    Die Schuhkette Deichmann zum Beispiel hat in den vergangenen vier Jahren 40 Filialen in 23 Städten bis an die syrische Grenze eröffnet, Nordsee ist gekommen, Real ist beinahe in jeder türkischen Stadt vertreten. Der türkische Handwerker kauft bei Praktiker, die Stereoanlage kommt von Saturn oder Media Markt und das Shampoo von Rossmann. Fast täglich verändert die Metropole Istanbul ihr Gesicht. Neue Boutiquen eröffnen oder werden umgebaut, überall dröhnen Presslufthammer, es wird gemauert und gespachtelt. Alteingesessene Läden weichen den Handelsketten, die es in jeder europäischen Großstadt gibt. Ein riesiges Plakat auf dem Taksim-Platz verheißt die baldige Ankunft des Moderiesen H&M .

    "Die Türken konsumieren unglaublich viel. Und es müssen immer die neuesten und tollsten Produkte sein", sagt Özlem Erdogan. Im dritten Stock eines unscheinbaren Hauses in dem quirligen Einkaufsviertel Nisantasi hat sie ihr Büro. Die Wände sind hellweiß getüncht, auf den Tischen stehen riesige Monitore, das Interieur ist karg. Die 33-Jährige ist Account-Managerin bei der türkischen Werbe- und PR-Agentur Metingursoy.

    Erdogan strahlt. Man sieht ihr an, dass sie sich wohlfühlt. Auf der asiatischen Seite der Stadt hat sie in einem angesagten Viertel eine kleine Wohnung gefunden, fährt jeden Morgen mit der Bosporusfähre zur Arbeit. Warum sie kein Auto habe, werde sie oft gefragt. Wer es sich leisten kann, der fahre doch Auto in der Türkei. Sie könnte es - aber sie will nicht. "Bei den überfüllten Straßen macht das überhaupt keinen Sinn", sagt sie. "Das ist wahrscheinlich wieder typisch deutsch." Sie nimmt einen Schluck Kaffee. Der kommt von Tchibo.

    "Wer in der Türkei gut arbeitet, macht Karriere", sagt Erdogan. Auch als Frau. Nicht wie in Deutschland, wo Leistung nicht das ausschlaggebende Kriterium sei. Viele gut bezahlte Spitzenpositionen bei Banken und großen Unternehmen seien in der Türkei mit Frauen besetzt. "Wer eine gute Ausbildung hat, einen interessanten Lebenslauf, der hat hier sehr gute Chancen."

    Kritik der alten Istanbuler Elite

    Geboren und aufgewachsen in Frankfurt, studierte sie Soziologie und Medienwissenschaften, hinzu kamen Praktika und ein Traineeprogramm in London. Bei der Werbeagentur Ogilvy & Mather startete sie ihre Karriere. Doch je länger sie im Berufsleben stand, umso mehr nervten sie die Vorurteile, mit denen sie konfrontiert wurde. Die waren nicht unbedingt böse gemeint, verletzten aber. Einmal, sagt Erdogan, habe ihr Chef die Leiterin der Istanbuler Dependance gelobt. Wie gut die doch sei - für eine türkische Frau.
    Vor zwei Jahren fasste Erdogan dann den Entschluss, in die Türkei zu gehen. In das Land ihrer Eltern. "Die ersten Monate waren sehr hart. Erst in der Türkei habe ich gemerkt, wie deutsch ich bin", sagt sie und lächelt. Zu freundlich und zu höflich sei sie, monierten ihre neuen, türkischen Chefs einmal.

    Überhaupt werde in der Türkei anders gearbeitet, sagt Erdogan: Die Produktivität sei höher, die Taktung schneller, dafür sei man nicht so detailverliebt. Ihre Agentur profitiert vom Aufschwung; immer neue Marken erobern die Straße: Erdogans Firma macht Werbung für Absolut Vodka, den Luxushersteller Hermès, Imperial Tobacco und Apple . Bereut hat Erdogan ihren Entschluss nicht, in die Türkei zu gehen. "Wer in Europa studiert hat, der wird hier hoch angesehen", sagt sie. "Man darf aber nicht erwarten, dass die Türken den roten Teppich für uns ausrollen."

    Denn es gibt auch Vorbehalte gegen die deutschen Türken, gerade in der Boomregion am Marmarameer: Die alte Istanbuler Elite beäugt kritisch, wie die Nachkommen der belächelten Ostanatolier, die einst nach Deutschland auswanderten, nun zurückkehren und Spitzenpositionen in der Wirtschaft besetzen - oft bei deutschen oder internationalen Unternehmen. Aber die Entwicklung ist nicht aufzuhalten, die Rückkehrer sind begehrt.

    "Es gibt einen regelrechten Run auf junge, qualifizierte Deutschtürken", sagt Landau von der AHK. Die Anreize für gut ausgebildete Türken, Deutschland den Rücken zu kehren, werden immer größer. Die Ablehnung in Deutschland tut ein Übriges. Und so wird der Rückkehrerstammtisch auch künftig keine Nachwuchssorgen haben. "Deutschländer" nennen sich die Rückkehrer selbst. Eine Abbildung der gleichnamigen Würstchen ziert die Einladung zu den monatlich stattfindenden Treffen. Und über Würstchen freut sich Cigdem Akkaya ja ganz besonders.

    Agenda: Auswandern ins Land der Eltern, Seite 5 | FTD.de

  5. #275

    Registriert seit
    04.03.2010
    Beiträge
    18.841
    find ich schon gut so das die in ihre heimat gehn.hoffe einige werden folgen.

    die statistik würde mich interesieren wieviele endlich abgehauen sind

  6. #276
    Kelebek
    Zitat Zitat von Alekks Beitrag anzeigen
    find ich schon gut so das die in ihre heimat gehn.hoffe einige werden folgen.

    die statistik würde mich interesieren wieviele endlich abgehauen sind
    Vergangenes Jahr kamen 30.000 Türken nach Deutschland, 40.000 packten zeitgleich ihre Koffer und machten sich auf in die Gegenrichtung. Die überwältigende Mehrheit von ihnen ist gut ausgebildet, hat studiert.
    Wobei die 30.000 "Türken" mehrheitlich Kurden und andere sind.

  7. #277

    Registriert seit
    04.03.2010
    Beiträge
    18.841
    Zitat Zitat von CAPO Beitrag anzeigen
    Wobei die 30.000 "Türken" mehrheitlich Kurden und andere sind.

    noch kein grund zum jubeln

  8. #278
    Avatar von Pjetër Balsha

    Registriert seit
    02.05.2010
    Beiträge
    6.287
    JUHUUUUUUUU

    ganz deutschland ist in feierstimmung



  9. #279

    Registriert seit
    04.03.2010
    Beiträge
    18.841
    Zitat Zitat von Pjetër Malota Beitrag anzeigen
    JUHUUUUUUUU

    ganz deutschland ist in feierstimmung



    nich bei 10 000 vlt wenn mal zwei 0 len dahinter hängen dann schon

  10. #280
    Avatar von Muratoğlu

    Registriert seit
    30.09.2010
    Beiträge
    4.724
    Zitat Zitat von Alekks Beitrag anzeigen
    nich bei 10 000 vlt wenn mal zwei 0 len dahinter hängen dann schon
    Ich würde jubeln wenn so kleine pupertierende Hirnis wie du endlich verschwinden würden.

Ähnliche Themen

  1. Immer mehr Sodomie in Deutschland
    Von Styria im Forum Kriminalität und Militär
    Antworten: 17
    Letzter Beitrag: 11.04.2010, 03:32
  2. warum haben immer mehr und mehr albos....
    Von John Wayne im Forum Rakija
    Antworten: 54
    Letzter Beitrag: 28.02.2009, 00:02
  3. Immer mehr Luxusautos werden in Deutschland gestohlen...
    Von benutzer1 im Forum Kriminalität und Militär
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 19.12.2008, 17:51
  4. Immer mehr Neonazis in Deutschland
    Von pqrs im Forum Aussenpolitik
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 21.05.2006, 17:09