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Iran böse, Saudi-Arabien gut

Erstellt von Harput, 11.10.2013, 05:10 Uhr · 80 Antworten · 3.192 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von Lance Strongo

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    Zitat Zitat von Elma2 Beitrag anzeigen
    Schau es dir bevor du urteilst.
    1. Die Doku kenn ich.
    2. Das Forum ist genauso seriös wie unseres hier, was fundiertes Geschichtswissen angeht.

  2. #22

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    Zitat Zitat von Aviator Beitrag anzeigen
    Die Araber waren schon immer die Kamelnomaden deshalb verwundert hier die Einstellung zu den Frauen auch überhaupt nicht
    Das was heute die Araber sind, hat mit Kamelnomaden nicht viel zu tun. Die heutige arabische Nation ist aus z.T. hochzivilisierten und sehr urbanisierten Völkern heraus entstanden.

    Und Araber sind nicht gleich Saudi-Arabien, das muss man merken.

  3. #23
    Avatar von Arbeiter

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    Zitat Zitat von Lance Strongo Beitrag anzeigen
    2. Das Forum ist genauso seriös wie unseres hier, was fundiertes Geschichtswissen angeht.
    Von dem die Meisten nur kopiert sind von anderern Seiten...

  4. #24
    Yunan
    Zitat Zitat von Aviator Beitrag anzeigen
    Die Araber waren schon immer die Kamelnomaden deshalb verwundert hier die Einstellung zu den Frauen auch überhaupt nicht
    Du bist doch nur beleidigt weil du Probleme mit Algebra hattest.

  5. #25
    Avatar von Aviator

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    Zitat Zitat von Afroasiatis Beitrag anzeigen
    Das was heute die Araber sind, hat mit Kamelnomaden nicht viel zu tun. Die heutige arabische Nation ist aus z.T. hochzivilisierten und sehr urbanisierten Völkern heraus entstanden.

    Und Araber sind nicht gleich Saudi-Arabien, das muss man merken.
    Blödsinn

    Die Perser waren schon immer die Gelehrten und bestimmt nicht die Araber..und nein ich meine nicht nur Saudi Arabien..aber in diesem Thread geht's um genau die 2 Länder

  6. #26
    Avatar von Arbeiter

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    Glanz und Zerfall der arabischen Hochkultur


    Das «Haus des Islam» und dessen oft verkanntes Erbe
    Von Arnold Hottinger, © NZZ 06.12.1996
    (1. und 5. Zwischentitel: MoneyMuseum)
    Im konventionellen Geschichtsbild der Europäer treten die Araber in erster Linie als Eroberer auf. Von ihrer Religion beflügelt, seien sie «von der Wüste» aufgebrochen und hätten die halbe damals bekannte Welt erobert, wird gelehrt. Was die Araber dann getan und geleistet haben, darüber wird kaum noch gesprochen.


    Die arabische Kultur entsteht

    Darüber, was sich nach den grossen Eroberungen der Araber im «Haus des Islams», wie die Muslime ihr sich von Zentralasien bis nach Spanien erstreckendes Herrschaftsgebiet nannten, abspielte, erfährt der durchschnittliche Europäer wenig. Er wird sich daher kaum des Umstandes bewusst, dass die Muslime und deren arabische Ursprungsnation eine eigene Geschichte besitzen, mit einem eigenen Ablauf, mit eigenen Höhepunkten und Krisen, Errungenschaften und Schwächen. Im Laufe dieser Geschichte wurden Werte und Werke geschaffen, die zu den höchsten Ausformungen menschlicher Kultur überhaupt gezählt werden müssen. Die frühen Muslime, die aus den Handelsstädten Mekka und Medina stammten, haben, getragen vom Schwung ihres neuen Glaubens an den einen allmächtigen Gott, zwei alte Kaiserreiche zerschlagen: das eine, jenes der sassanidischen Perser, vollständig, das andere, Ostrom, zur Hälfte. Wichtiger jedoch als diese kriegerische Leistung war der aufbauende Beitrag: Die Muslime haben es in erstaunlich kurzer Zeit vermocht, das kulturelle Erbe der beiden bisherigen Todfeinde und Erzrivalen, Byzanz und Iran, zu einer neuen Synthese zu verschmelzen. Diese stand natürlich im Lichte der neuen Religion, die man «Islam» (Ergebenheit, Hingabe) nannte. Sie übernahm aber auch das hellenistische Erbe, das in Byzanz fortgelebt hatte, und die Traditionen, die Bräuche und das Herrschaftswissen des uralten persischen Grossreichs.
    Ebenso überraschend wie die plötzliche Machtausdehnung von den Grenzen Chinas bis zum Atlantik ist der Umstand, dass aus den heterogenen Erbgütern, die von den eroberten Reichen hinterlassen wurden, etwas gänzlich Neues, unverwechselbar Eigenes entstand, die arabische Kultur. Ein Lebensstil, Formen der bildenden Künste und der Literatur, Fragestellungen der Theologie und der Philosophie sowie Grundhaltungen gegenüber Gesellschaft und Natur, welche Erkenntnisse der hellenistischen und der indischen Mathematik, Medizin, Astronomie und Naturwissenschaft berücksichtigten und fortentwickelten – all dies wurde damals erarbeitet und verbreitet.


    Die arabische Sprache als Brücke

    Das umfassende Band war die arabische Sprache, die des Korans wegen als Gottes Sprache angesehen wurde. Arabisch war auch die Sprache der Dichter, der Rechtsgelehrten und Theologen, der Verfasser historischer und lehrhafter Werke, der Kosmographen, Geographen, der Berichterstatter über die Pilgerfahrt nach Mekka, das zum Treffpunkt für die islamischen Völker wurde. Von arabischen Sprachforschern lernten die jüdischen Grammatiker in Spanien, ihre eigene, der arabischen verwandte semitische Sprache zu analysieren und darin sogar Gedichte nach den arabischen Versmassen zu verfassen. Ins Arabische übersetzt wurden die grossen, zusammenfassenden Werke der hellenistischen Gelehrten von Alexandria, darunter der «Megistos» des Ptolemäus (das grosse Handbuch der antiken Astronomie), das medizinische Handbuch des Galenus und die «Elemente» des Euklid, die Grundlage der Geometrie während vieler Jahrhunderte.
    Alle diese Wissenszweige und Erkenntnisse wurden von arabischen Gelehrten weiterentwickelt. Sie und nicht die antiken Gelehrten haben zum Beispiel die Algebra erfunden und das Rechnen nach dem Dezimalsystem, das sie aus Indien übernahmen, für den allgemeinen Gebrauch eingeführt. Der Italiener Leonardo Fibonacci (auch Leonardo da Pisa genannt), den sein Vater nach Tunis gesandt hatte, um die arabischen Handelsmethoden zu lernen, und der später zum Hofmathematiker Kaiser Friedrichs II. aufstieg, hat die Methode dann nach Europa gebracht. Sogar unser X als mathematisches Symbol ist arabischen Ursprungs. Die Werke der griechischen Philosophen Platon und Aristoteles wurden ins Arabische übersetzt. Arabische Philosophen traten an diese Gedankenwelt mit neuen Fragestellungen heran, die die Antike nicht kannte.


    Öffnung nach Asien

    Die damalige arabische Welt war ausserordentlich offen für alle Einflüsse, die aus der weiten asiatischen Welt und aus dem indischen Subkontinent einwirkten, vom Papier über den Kompass und das Schiesspulver aus China bis zu Früchten: «Al-barquq» aus Anatolien wird spanisch «albaricoque», dann «abricot» und «Aprikose». «Al-badinjan», die Aubergine, kam aus Persien. Die «maiolica» ist eine Technik der vielfarbigen Glasur, welche die Araber auf Mallorca einführten, von wo sie dann nach Italien gelangte.
    Das Pantschatantra ist ein indischer Fürstenspiegel in der Form eines Fabelbuchs, das aus dem Sanskrit über das Mittelpersische und das Arabische in fast alle Literatursprachen Asiens und Europas gewandert ist. Den Weg aus Indien über Persien hat die Geschichtensammlung von «Tausendundeiner Nacht» zurückgelegt, wobei sie in Bagdad und später in Kairo mit weiteren Märchen und Geschichten angereichert wurde. Sie ist allerdings in Europa berühmter geworden, als sie es in ihrer arabischen Heimat je war, weil die Sammlung in einer halb mundartlichen Vulgärsprache niedergeschrieben ist, die der Unterhaltung für das einfache Volk in den Kaffeehäusern diente. Der Universalgelehrte al-Biruni (gestorben im Jahre 1050), der persischer Herkunft war, aber arabisch schrieb, hat uns neben wichtigen Werken in den Bereichen der Mathematik, Astronomie, Physik und anderer Naturwissenschaften die beste Beschreibung des mittelalterlichen Indien hinterlassen, die es überhaupt gibt. Die arabischen Weltreisenden übertrafen Marco Polo an Präzision und Welterfahrung. Was ein arabischer Ritter aus Syrien über die barbarischen Methoden der Rechtsfindung und der medizinischen Behandlung dachte, die er bei den sein Land verunsichernden europäischen Kreuzfahrern feststellte, kann man in der Autobiographie des Usama Ibn Munqidh nachlesen, die inzwischen auch ins Deutsche übersetzt worden ist.


    Das Grundgesetz der bildenden Kunst


    Die darstellenden Künste sind einem Europäer leichter zugänglich, weil sie nicht an die schwer zu erlernende arabische Sprache gebunden sind. Doch auch für die Aufnahme der bildenden Kunst müssen europäische Augen und Gedanken eine gewisse Schulung durchmachen. Bei der arabischen und aller späteren islamischen Kunst handelt es sich nie um «prometheische», sondern immer um «kosmische» Kunst; es geht dabei nicht um eine Herausforderung Gottes durch die Schöpferkraft des Künstlers, sondern stets um ein Mitschwingen in der Schöpfung. Die Kunst der Arabeske, der Miniatur, der Innenräume von Gotteshäusern, der geschwungenen Buchstabenformen und der verzierten Teller zielt stets darauf ab, symbolisch die geordnete Vielfalt zu spiegeln, die der Schöpfung zugrunde liegt.


    Zenith und Zerfall der arabischen Kultur

    Dies alles und sehr viel mehr, was die arabische Hochkultur ausmacht, liegt allerdings weit zurück. Die Kultur der Araber hat um das Jahr 1100 ihren Höhepunkt überschritten. Es folgt eine lange Zeit abnehmender geistiger Beweglichkeit, mehr der Lähmung als der Dekadenz. Die Ursachen waren verschiedener Art. Die Araber verloren die politische Macht zugunsten des türkischen Soldatenvolks. Später brachen die Mongolen zerstörerisch über den ganzen Orient herein. Nur nach Kairo gelangten sie nicht. Dann verlor der Nahe Osten eine der Quellen seines Reichtums, als die Portugiesen Afrika umschifften und dadurch das alte Handelsmonopol der Araber auf der Seestrasse durch den Persischen Golf in den Indischen Ozean brachen. Der kulturelle Schwerpunkt des Islams verlagerte sich nach Osten, nach Persien und Indien, und nach Norden, nachdem die Türken Istanbul erobert hatten. Kurz darauf wurde die arabische Welt ein Bestandteil des osmanischen Vielvölkerstaats.
    Im geistigen Bereich breitete sich über die ganze islamische Welt eine Welle der Mystik aus; die Suche nach dem direkten und intuitiven Weg zur Schau Gottes wurde das wichtigste Anliegen der geistigen Eliten. Volkstümliche Formen der Mystik mit der Verehrung geheiligter Personen wurden zum Lebensinhalt ganzer Bevölkerungen. Die Orden und Heiligen predigten Abkehr von dieser Welt. Die politischen Zustände, voll von Grausamkeit und Gewaltherrschaft, bestätigten die Lehre der Mystiker von der Eitelkeit dieser Welt. Die von allen Seiten eindringenden Heere der europäischen Kolonialmächte mit ihrer überlegenen Kriegstechnik bewirkten ein brutales Erwachen der Muslime.

    Money Museum

  7. #27

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    Zitat Zitat von Aviator Beitrag anzeigen

    Die Perser waren schon immer die Gelehrten und bestimmt nicht die Araber..
    Wer hat denn überhaupt den Ackerbau erfunden, die das Ende des Nomadismus überhaupt möglich gemacht hat? Die Schrift, die Gesetzgebung, die Stadtbildung, die bewässerte Landwirtschaft etc? Das waren die Völker, woraus die heutige arabische Nation entstanden ist. Wenn man heute "Araber" sagt, meint man nicht dasselbe, was man im 6. Jahrhundert meinte.

  8. #28
    Avatar von Aviator

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    Zitat Zitat von Afroasiatis Beitrag anzeigen
    Wer hat denn überhaupt den Ackerbau erfunden, die das Ende des Nomadismus überhaupt möglich gemacht hat? Die Schrift, die Gesetzgebung, die Stadtbildung, die bewässerte Landwirtschaft etc? Das waren die Völker, woraus die heutige arabische Nation entstanden ist. Wenn man heute "Araber" sagt, meint man nicht dasselbe, was man im 6. Jahrhundert meinte.
    Ja genau, wer hat denn diesen erfunden? Soweit ich weiss war das in Mesopotamien...das wäre das heutige gebiet zwischen dem Irak und Iran

  9. #29
    Avatar von Arbeiter

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    Zitat Zitat von Aviator Beitrag anzeigen
    Ja genau, wer hat denn diesen erfunden? Soweit ich weiss war das in Mesopotamien...das wäre das heutige gebiet zwischen dem Irak und Iran
    Nein, Mesopotamien ist das Gebiet zwischen den Flüssen Euphrat und Tigris.

    mesopotamien-1b.jpg

  10. #30

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    Zitat Zitat von Aviator Beitrag anzeigen
    Ja genau, wer hat denn diesen erfunden? Soweit ich weiss war das in Mesopotamien...das wäre das heutige gebiet zwischen dem Irak und Iran
    Und welches Volk bewohnt dieses Gebiet heute?

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