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ISIS [Sammelthread]

Erstellt von abdul maz, 24.06.2014, 13:13 Uhr · 11.183 Antworten · 486.407 Aufrufe

  1. #2251
    Avatar von BlackJack

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    Die Wege nach Syrien dicht zu machen für Möchtegernkrieger, das ist eine Sache. Eine militärische Rolle im Kampf gegen den IS dürfte die Türkei freilich vor unlösbare Probleme stellen. Einserseits würde sie damit 49 türkische Staatsbürger gefährden, die vom IS als Geiseln gehalten werden. Andererseitens mag die türkische Führung ihre Beliebtheit bei Muslimen weltweit nicht einbüßen.
    Ohne UN-Mandat an der Seite Amerikas gegen den IS zu kämpfen, das würde der Türkei in der islamischen Welt den Ruf eines "Dieners Amerikas" einbringen. Auch die Bewaffnung der Kurden im Kampf gegen die Terrorarmee sieht Ankara mit Misstrauen. Denn das stärkt letztlich auch die kurdischen PKK-Rebellen. Und schließlich sähe man es in Ankara vielleicht gar nicht ungern, wenn ein sunnitischer Staat entstehen würde auf dem Gebiet des heutigen Irak und Syriens.

    So ist das nunmal, man kann nicht alles haben. Man muss sich auch mal festlegen und eigene Linie fahren, auch wenn nicht alles perfekt ist.

  2. #2252
    Avatar von Lubenica

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    Ein Interview von Kaveh, ein politischer Rapper. Ich poste dieses Interview hier, da er auf viele Dinge eingeht, die zum Thema beitragen und Gegenstand der Diskussion sind. Schaut es euch an, es ist interessant.


  3. #2253
    Avatar von Qasr-el-Yahud

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    Die Türkei ist das Drehkreuz des globalen Dschihad

    Der Islamische Staat wirbt in der Türkei ganze Familien für seinen bestialischen Krieg an, doch die türkische Regierung reagiert nur verhalten. Lange Zeit lieferte Erdogan syrischen Islamisten Waffen.



    Als Fadil Dag vom Tod seines jüngsten Sohnes Orhan erfuhr, schluckte er die Tränen herunter. Dag wollte seinem neunjährigen Enkel die Geburtstagsfeier nicht verderben. Seiner Frau ging es sowieso nicht gut, sie litt an Diabetes. Und seine Tochter, die Lehrerin werden wollte, hatte in zwei Tagen eine wichtige Prüfung vor sich. Also schnitt der 52-jährige Bauarbeiter in seinem Haus in Adana den Familienkuchen an und tat so, als sei nichts geschehen. Doch wer genau hinsah, bemerkte, dass seine Hände zitterten.
    Dags Sohn Orhan war mit 28 Jahren in Syrien gefallen. Er hatte sich von seiner Familie losgesagt und den Kämpfern des Islamischen Staates (IS) angeschlossen. "Wir haben uns immer um ihn gekümmert", sagt Fadil Dag. "Und dann haben sie ihn von uns gestohlen."
    Mit "sie" meint Dag nicht nur die Dschihadisten, die überall in der Türkei junge Männer in die Reihen des IS locken. Dag ist auch enttäuscht vom türkischen Staat. Denn das politische Klima, das nach Ausbruch des Bürgerkriegs in Syrienin der Türkei entstanden ist, habe geholfen, seinen jüngsten Sohn in die Arme der Terroristen zu treiben.

    Waffen für Islamisten mit "Hilfskonvois" geliefert


    Tatsächlich ist die Haltung der von der konservativen islamischen AKP geführten Regierung in Ankara gegenüber dem Islamischen dubios. Lange Zeit unterstützte Erdogan die militante Opposition gegen Syriens Präsidenten Baschar al-Assad. Trotz Bedenken der Amerikaner sah die Türkei kein Problem darin, die islamistischen Kämpfer der al-Nusra-Front üppig mit Waffen auszustatten. Heute arbeitet al-Nusra in Syrien mit dem Islamischen Staat zusammen.


    Türkische Medien berichteten immer wieder über Waffentransporte an die Islamisten, die als Hilfskonvois getarnt werden. Im November 2013 flog so ein Manöver in Adana auf. Der dortige Gouverneur erklärte nach einer Durchsuchung, dass nicht etwa Lebensmittel und Hilfsgüter an Bord der Lkw gewesen seien, sondern Sprengköpfe für Granatwerfer. Der Konvoi sei von Mitarbeitern des Geheimdienstes gesichert gewesen, die mit der örtlichen Polizei darüber stritten, ob man die Ladungen untersuchen dürfe. Bis heute hat Recep Tayyip Erdogan, früher Premierminister nun Präsident, die blutigen Machenschaften des IS nicht direkt als Terrorismus verurteilt. Auch der neue türkische Regierungschef Ahmet Davutoglu meidet das böse Wort. Der Islamische Staat sei "reaktionär" heißt es – mehr nicht.

    Mit dem IS ins Geschäft kommen?


    An der von den USA gerade geschmiedeten Staaten-Koalition gegen den IS-Terror will sich Ankara militärisch nicht beteiligen, sondern nur mit logistischer und humanitärer Unterstützung. Die Zurückhaltung hat mehrere Gründe: Zum einen hat sich Erdogan früh darauf festgelegt, die Feinde von Assad als seine Freunde zu betrachten. Offenbar halten es die Außenpolitiker der türkischen Regierung auf längere Sicht für möglich, mit dem IS politisch ins Geschäft zu kommen. Zum anderen wurden Anfang Juni 49 Angehörige eines türkischen Konsulats in Syrien von Kämpfern des IS in Geiselhaft genommen – und mit ihnen auch die Irak- und Syrienpolitik der türkischen Regierung. Über dieses Thema wie auch über den LKW-Zwischenfall an der Grenze zu Syrien wurden Nachrichtensperren verhängt. Man wolle das Leben der Konsulatsmitarbeiter nicht gefährden und wäge deshalb seine Worte, heißt es in Ankara.

    IS wirbt auf türkischen Marktplätzen Männer an


    Die Türkei hat sich derweil zum wichtigsten Transitraum der IS-Terroristenentwickelt. Junge Männer verabreden sich via Facebook und Twitter zum heiligen Krieg. "Das Netzwerk des IS in der Türkei ist weitreichend und stark", erklärt ein Professor aus Ankara, der seit Jahren die Terrorstrukturen der Region erforscht. Seinen Namen will er aus Sicherheitsgründen nicht nennen. Auf Marktplätzen, in Cafés, sogar in Einkaufspassagen würden junge Männer von IS-Kadern in der Türkei angeworben. Selbst Buchhandlungen würden zu Kontaktstationen umgewandelt. Manche Hodschas, türkische Religionsgelehrte, würden Kämpfer für den IS anwerben. Niemand hält sie bisher dabei auf. Für die Fahrt in den Dschihad müssten die Kämpfer dann bis zu 150 türkische Lira zahlen – etwas mehr als 50 Euro.
    Wie dieser heilige Krieg aussieht, hat Fadil Dag mit eigenen Augen gesehen. Drei Tage, nachdem er vom Tod seines Sohnes hörte, machte er sich in einem Jeep auf den Weg in die syrische Stadt Rakka. Er wollte den Leichnam nach Hause bringen. In Rakka befindet sich das Hauptquartier des Islamischen Staates. Was Dag dort gesehen hat, wird er nie mehr vergessen. Auf den Straßen lagen amputierte und verrottete Körper, abgeschlagene Köpfe von hingerichteten Männern waren auf Gitterstäbe gespießt. Trotz dieses Panoptikums des Horrors geht das alltägliche Leben dort weiter.
    Fadil Dag traf während seines 24-stündigen Aufenthalts in Rakka Ende August zwischen 40 und 50 Landsleute. Sogar von einer türkischen Brigade hat er gehört. Morgens fuhren sie in den Kampf wie zur Arbeit. Abends kamen sie dezimiert zurück. Wer gefallen war, wurde als Märtyrer gefeiert. Der Monatssold beträgt 100 bis 150 Dollar.

    "Der Staat hat meinen Sohn nicht schützen können"


    Inzwischen ist Fadil Dag nach Hause zurückgekehrt – ohne den Leichnam seines Sohnes. Die Kämpfer der IS verweigerten ihm die Herausgabe des Leichnams. Dag macht sich Vorwürfe – und seinem Land: "Der Staat hat meinen Sohn nicht schützen können. Der Staat hat seine Pflicht nicht erfüllt!"
    Solche Dramen spielen sich inzwischen in vielen türkischen Familien ab. Immer mehr Eltern verzweifeln darüber, dass ihre Kinder in den Krieg wollen – und der Staat sie ziehen lässt. Selbst wenn die Eltern die Behörden warnen, sieht die Polizei keine Möglichkeit, die jungen Männer aufzuhalten. Ein pensionierter Imam aus Konya, der ebenfalls anonym bleiben möchte, berichtet, dass er seinem Sohn sogar heimlich Beruhigungsmittel verabreicht, um ihn zu Hause zu halten. Zuvor hatte sich der Sohn in Syrien dem IS angeschlossen, war aber vom Vater zurückgeholt worden.
    Aus Sorge kontrollierte der Imam nun den Computer seines Sohnes. Auf dessen Facebook-Account entdeckte er, dass sich 16 Menschen, darunter Ehefrauen, verabredet hatten, die Grenze zum IS zu überschreiten. Der Imam informierte den Gouverneur in Hatay. Doch es war zu spät. Neun Personen waren schon weg. Auch der Sohn hat sich inzwischen wieder ins Kalifat abgesetzt - und diesmal seine Frau und seine beiden kleinen Kinder mitgenommen.

    IS wirbt ganze Familien an


    Einer der wenigen Politiker, die sich um das Schicksal der verlorenen Söhne kümmern, ist der CHP-Abgeordnete Atilla Kart. In einer Parlamentsanfrage erkundigte er sich bereits am 16. April 2013 nach ihrem Schicksal. Bis heute hat er keine Antwort bekommen.
    Die USA drängen Ankara zu effektiveren Grenzkontrollen. Offenbar mit wenig Erfolg: In Konya berichtete Kart am Samstag, dass allein aus der grenznahen türkischen Stadt Gaziantep am 11. September 53 Ehepaare mit ihren Kindern in den Islamischen Staat aufgebrochen seien. Sie hätten sich an einer Kreuzung nahe einer Teppichfabrik getroffen. Offenbar wirbt der IS nicht mehr nur Kämpfer, sondern ganze Familien an - und zwar in einer Zeit, in der auch in Syrien mit US-Luftangriffen auf IS-Zentren zu rechnen ist.

    Offenbar hat die türkische Regierung lange geglaubt, die islamistischen Gruppen kontrollieren zu können. Doch der IS hat sich längst verselbstständigt. Von Irak und Syrien in die Türkei sind es nur ein paar Schritte. Und Drohungen von Führern des IS gegen Ankara hat es auch schon gegeben. Motto: Wenn ihr uns in die Quere kommt, greifen wir Euch an. Die Türkei sitzt längst auf einem Minenfeld, aber bisher will die Politik es noch nicht wahrhaben.


    http://www.welt.de/politik/ausland/article132246350/Die-Tuerkei-ist-das-Drehkreuz-des-globalen-Dschihad.html

  4. #2254
    Avatar von Dinarski-Vuk

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    Iran will den Amis im Kampf gegen die IS-Terroristen nicht helfen.


    Khamenei: Iran rejected US offer to cooperate against IS


    In his first statements since leaving the hospital after prostate surgery, Iran’s Supreme Leader Ayatollah Ali Khamenei said that US Secretary of State John Kerry had requested via Iran’s foreign minister that Iran cooperate with the United States and its coalition against the Islamic State group (IS) in Iraq, and that Iran rejected the offer.
    Khamenei: Iran rejected US offer to cooperate against IS - Al-Monitor: the Pulse of the Middle East

  5. #2255
    Avatar von papodidi

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    16. September 2014 17:04

    Gewalt im Irak

    Deutsche sprengen sich für IS in die Luft


    Am 19. Juni steuert ein Selbstmordattentäter, wahrscheinlich Ahmet C., einen weißen Kleinwagen auf einen Checkpoint im Süden Bagdads. Im Untertitel des Propaganda-Videos zum Anschlag steht: "Abu Al-Kaa'Kaa' Al-Almani (der Deutsche), Gott sei ihm gnädig."



    Sie heißen "Almanis", kommen aus der Bundesrepublik und verüben für die Terrorgruppe "Islamischer Staat" Anschläge im Irak und in Syrien. Bundesinnenminister Thomas de Maizière ist alarmiert über die wachsende Zahl deutscher Selbstmordattentäter.

    Die Anzahl der aus Deutschland stammenden Selbstmordattentäter, die im Irak und in Syrien Anschläge verüben, steigt nach Erkenntnis der Bundesregierung in besorgniserregendem Tempo. Nach Informationen von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR sind bislang mindestens fünf Anschläge sicher Tätern aus Deutschland zuzuordnen, drei bis vier weitere Attentate werden derzeit noch untersucht.
    ...
    Westliche Geheimdienste haben festgestellt, dass der Islamische Staat inzwischen gezielt aus dem Ausland eingereiste Kämpfer für Selbstmordanschläge einsetzt, auch aus propagandistischen Gründen. Die Anzahl der von Europäern verübten Anschläge soll sich nach Erkenntnissen westlicher Nachrichtendienste seit Anfang März vervierfacht haben. "Die Anzahl der Europäer nimmt stetig zu, sie werden gezielt angeworben und sind brutaler als die Araber", sagte der Sprecher der irakischen Streitkräfte, General Kassem Atta. In Bagdad haben die Behörden einen Mann verhaftet, den sie für einen hochrangigen IS-Funktionär halten. Dieser gestand, im Juli einen deutschen Selbstmordattentäter in den Süden Bagdads gefahren zu haben, wo der Deutsche einen Anschlag verübte, bei dem 54 Menschen starben.
    ...
    Zwar habe es auch in Afghanistan Attentate Deutscher gegeben, aber nur vereinzelt. De Maizière spricht von einer "neuen Dimension". In der Debatte um deutsche IS-Kämpfer geht es zumeist nur um die Gefahr ihrer Rückkehr nach Deutschland. Der Chef des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes, Burkhard Freier, sagte: "Wir müssen die Ausreisen von Radikalen unterbinden, damit sie keine Selbstmordanschläge begehen." Hans-Georg Maaßen, Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, sagte: "Wir schauen auf die Sicherheitslage in Deutschland, aber wir haben auch eine Verantwortung gegenüber den Menschen, die in Syrien und im Irak leben."

    Die vollständige Geschichte über den jungen Deutschen Ahmet C., der bei einem Selbstmordattentat in Bagdad sich und 54 andere Menschen in die Luft gesprengt haben soll, lesen Sie auf der SEITE DREI der Mittwochsausgabe der Süddeutschen Zeitung oder in der digitalen Ausgabe für iPad, iPhone, Android, Windows 8 oder PC.

    Irak - Deutsche sprengen sich für IS in die Luft - Politik - Süddeutsche.de

    Schlimm...



  6. #2256
    Avatar von Qasr-el-Yahud

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    Kranke Scheisse. Sie werden als menschliche Bomben benutzt, weil sie für sonst nichts zu gebrauchen sind.
    Die haben sich ihren Jihad bestimmt anders vorgestellt.

  7. #2257
    Avatar von Qasr-el-Yahud

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    Dschihad-Nachwuchs aus der TürkeiBeichte eines ehemaligen IS-Terroristen: Musste einen Mann lebendig begraben

    Die Terrormiliz Islamischer Staat braucht Kämpfer, die bereit sind in den Dschihad zu ziehen. Der Nachwuchs an jungen, muslimischen Männern kommt dabei zunehmend aus der Türkei. Der 27 Jahre alte Can war IS-Mitglied. Nach seiner Rückkehr berichtete er von unfassbaren Grausamkeiten.

    Die Geschichte vom Gefahrenpotenzial junger, perspektivloser und deshalb wütender Männer ist nicht neu. Aber in Zeiten des skrupellosen IS-Terrors ist das Thema umso aktueller. Ausgerechnet aus der säkular verfassten Türkei kommen auffallend viele junge IS-Rekruten, berichtetdie „New York Times“. Die Terrororganisation sucht offenbar gezielt in den Armenvierteln des wirtschaftlich eigentlich erfolgreichen Landes nach den Abgehängten und Perspektivlosen, um sie für ihren „heiligen Krieg“ zu gewinnen. Bei mehr als tausend türkischen Staatsbürgern war IS bereits erfolgreich – so viele Türken sollen sich der Gruppe bereits angeschlossen haben.
    Der 27 Jahre alte Can war einer von ihnen. Statt für den radikalenIslamzu sterben, ist er nach Ankara zurückgekehrt. Can ist auch nicht sein richtiger Name. Den Großteil seines jungen Lebens hat er als Junkie in einem Armenviertel der türkischen Hauptstadt Ankara verbracht. Er hatte nichts zu verlieren als er mit zehn Kindheitsfreunden illegal nach Syrien einreiste, um sich dem IS anzuschließen.

    150 Dollar für jeden Tag im Kampf


    In der Türkei hatten die Männer keine Perspektive. Statt eines Lebens in Armut und die Aussicht auf einen frühen Drogentod bot der IS Wohlstand. „Wenn du kämpfst bieten sie dir 150 Dollar pro Tag“, erklärt Can der „New York Times“, „außerdem ist alles kostenlos. Die Ladenbesitzer geben ihre Produkte umsonst, aus Angst“.
    Nach ihrer Ankunft in der syrischen Stadt Raqqa, dem Hauptquartier des IS, mussten Can und seine Freunde zunächst ein 15-tägiges Trainingscamp absolvieren. Dann wurden sie verschiedenen Einheiten zugewiesen. Can kam zu einer Kampftruppe. „Ich habe zwei Männer getötet und an einer öffentlichen Hinrichtung mitgewirkt“, sagt er der Zeitung. Er sei aber erst als IS-Kämpfer akzeptiert worden, nachdem er einen Mann bei lebendigem Leib begraben habe.

    „Hier gibt es sieben Moscheen aber keine Schule“


    Die Kämpfer dort seien wie in Trance: „Jeder schreit 'Gott ist groß' und das gibt dir göttliche Kraft, den Feind zu töten ohne sich dabei an Blut oder zerfetzten Organen zu stören“, erzählt Can. „IS ist brutal“, sagt er, „sie interpretieren den Koran zu ihrem eigenen Vorteil. Gott hat nie befohlen, dass Muslime andere Muslime töten sollen“.
    Ausgerechnet der recht liberale Islam, der in der Türkei vorherrschend ist, scheint Strenggläubige in die Arme der Extremisten zu treiben. „Diese verwässerte Form des Islam, die in der Türkei praktiziert wird, ist eine Beleidigung der Religion“, sagte ein etwa Mann aus Hacibayram, einem ärmeren Viertel Ankaras der Zeitung. „Ich unterstütze die Vision einer islamischen Regierung des IS“. Er hofft, seine Söhne auch nach Raqqa schicken zu könne, wenn sie alt genug sind. Ein anderer Anwohner schimpft auf die türkische Politik: „Hier gibt es sieben Moscheen, aber keine Schule“.

    49 türkische Geiseln sind noch in IS-Gewalt


    Mittlerweile ist auch das Ausland darauf aufmerksam geworden, dasdie Türkeifruchtbarer Boden für den Nachwuchs an radikalen Islamisten darstellt. Seit einer Weile üben die USA Druck auf die türkische Regierung aus, die etwa 900 Kilometer lange Grenze zu Syrien stärker zu bewachen.

    Doch die Türkei hat durchaus Gründe für ihre Zurückhaltung. Zum einen fährt das von instabilen Nachbarländern umgebene Land seit Jahren gut mit ihrer eingeschlagenen Politik. Zum anderen befinden sich derzeit noch immer 49 türkische Geiseln in der Gewalt von IS-Terroristen. Eine unüberlegte Wendung hin zu einem härteren außenpolitischen Kurs, könnte die Gefangenen das Leben kosten.


    http://www.focus.de/politik/ausland/ich-unterstuetze-die-vision-des-is-die-tuerkei-versorgt-is-mit-kaempfer-nachwuchs_id_4137959.html

  8. #2258
    GLOBAL-NETWORK

    Ausrufezeichen

    TÜRKISCHER EX-KÄMPFER PACKT AUS

    So brutal musste ich für ISIS töten


    Sie kommen in die Armengegenden von Ankara und anderen türkischen Städten, dort finden sie ihre Opfer: Junge Männer ohne Zukunft, ohne Hoffnung. Für die ISIS-Terroristen der ideale Nachwuchs. Immer mehr Türken schließen sich der Miliz an, die ihre Mitglieder auf Rekrutierungstouren in die Türkei schickt.

    Etwa 1000 Türken sollen inzwischen auf der Seite von ISIS kämpfen, berichtet die „New York Times“ unter Berufung auf Regierungsmitarbeiter und türkische Medien.
    Auch der 27-jährige Can ließ sich mitreißen von dem Versprechen auf ein besseres Leben und den Kampf für eine gerechte Sache. Die meiste Zeit seiner Jugend hatte er als Drogenabhängiger verbracht, er glaubte nicht, dass er etwas zu verlieren hatte...

    Nach drei Monaten war Can wieder zu Hause. Schockiert und angewidert. In der „New York Times“ packt er aus, erzählte von den unglaublichen Grausamkeiten, die er im Namen der Terroristen beging.
    Can, der sich aus Angst vor Rache nicht fotografieren ließ und für den Artikel nur einen mittleren Namen benutzt, ließ sich zusammen mit zehn Freunden aus Kindheitstagen nach Syrien schmuggeln. In der ISIS-Hochburg al-Rakka absolvierte er ein 15-tägiges Training, kam direkt danach zu einer Kampfeinheit.

    „Wenn du da drüben kämpfst, dann bist du wie in Trance“, erzählt er, „jeder schreit ,Gott ist groß‘, was dir göttliche Stärke verleiht, den Feind zu töten und nicht durch Blut oder herausspritzende Eingeweide aus der Fassung gebracht zu werden.“

    Er selbst habe zwei Männer erschossen und an einer öffentlichen Hinrichtung teilgenommen. Aber erst, als er einen Mann bei lebendigem Leibe begraben habe, sei er von ISIS als vollwertiger Kämpfer anerkannt worden.


    Inzwischen bereut er, sagt: „ISIS ist brutal. Sie interpretieren den Koran zu ihren Gunsten. Gott hat nie befohlen, dass Muslime Muslime töten.“

    Viele seiner Mitstreiter würden vor allem durch finanzielle Versprechen gelockt: „Wenn du kämpfst, bieten sie dir 150 Dollar am Tag. Dann ist alles frei“, sagt Can zur „New York Times“, „sogar die Ladenbesitzer geben dir vor lauter Angst alles umsonst.“

    Wegen ihrer laschen Haltung gegenüber ISIS wird die Türkei von der internationalen Gemeinschaft heftig kritisiert. Das Nato-Land grenzt sowohl an Syrien als auch an den Irak und hat sich bisher nicht öffentlich hinter das Vorgehen gegen ISIS gestellt.

    Über die Türkei sind vermutlich zahlreiche ISIS-Kämpfer nach Syrien gekommen. Die türkische Regierung in Ankara schaute weg – in der Hoffnung, die radikalislamischen Kämpfer würden das Assad-Regime aus Damaskus vertreiben.

    Die Extremisten halten nun 49 Geiseln aus der Türkei in ihrer Hand, darunter Angestellte des türkischen Konsulats in Mossul. Auch daher rührt die Zurückhaltung der Regierung, die Angst vor Vergeltung ist groß.

    Die USA drängen die türkische Regierung jedoch, den Widerstand gegen ein Mitwirken an der globalen Strategie aufzugeben.

    Am Dienstag hieß es nun, die Türkei erwäge die Einrichtung einer Pufferzone gegen ISIS an ihren Grenzen. Das Militär arbeite derzeit an entsprechenden Plänen, sagte Präsident Tayyip Erdogan. Auf welcher Seite der Grenze eine solche Pufferzone entstehen und wie sie durchgesetzt werden würde, gab der Staatschef nicht bekannt.

    Bild.de






    Ein kurzes Kommentar meinerseits:

    Schade,Gott schenkte ihm ein Leben.Warum musste er es so verschwenden...Kannte er seinen Glauben nicht? Wusste er NICHT das man keine Menschen Töten darf? Wusste er überhaupt auf wen er Geschossen hat? War er zu Schwach...

    Das passiert,wenn man eine Religion oder die Politik Instrumentalisiert und die Menschen durch sie Manipuliert.Man kann sie drehen und lenken wie man will.

    Ähnliches hatten wir bereits in NS Deutschland.Der Unterschied,dort wurde NICHT in Namen Gottes gemordet sondern für "Volk Führer und Vaterland!" Das Resultat war das gleiche,Tote,Kaos und Zerstörung!

    Lernen wir NICHT aus fehlern?

    Der Krieg ist etwas Schlimmes...Er bedeutet Unvorstellbares Leid.

    Die Toten haben es bereits hinter sich.Was ist mit den Menschen,die in Homs immer noch in ihren Häusern sitzen und abwarten? Werden sie den Morgigen Tag erleben?

    Jeder Mensch wünscht sich einen Schnellen Tod,ohne leiden zu müssen.

    Selbst das ist ihnen NICHT garantiert! Denn wer garantiert ihnen denn,das in nächster Minute,Assads schergen NICHT die Tür ihres Hauses aufbrechen,um sich an den Kindern und der Mutter zu vergehen?

    Um sie VOR DEN AUGEN des Mannes und Vaters evt zu Ermorden?

    Krieg ist Unvorstellbares Leid.Mit keinem Alptraum zu vergleichen!

    Schaut in die Gesichter der leidtragenden...

    Das sind die Menschen.Die in ihren Träumen zuflucht suchen.Weil es der einzige Ort ist,der ihnen Sicher erscheint.

    Danke!



    Kommentar Ende






  9. #2259
    Amarok
    Britische Dschihadistinnen zwingen 3000 gefangen genommene Irakerinnen zur Prostitution

    Deutsch Türkische Nachrichten | 17.09.14, 11:36
    Die Gräueltaten von Dschihadisten gegen Unschuldige haben eine neue Dimension erreicht. Britische Gotteskriegerinnen haben gleich mehrere Tausend irakische Frauen in die Zwangsprostitution verschleppt. Anschaffen müssen sie in Bordellen im Irak und in Syrien. Betrieben werden die Häuser von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

  10. #2260

    Registriert seit
    30.01.2014
    Beiträge
    2.383
    IS ist ein Projekt vom Mossad und Washington sagt dieser Bosniakische Professor

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