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ISIS [Sammelthread]

Erstellt von abdul maz, 24.06.2014, 13:13 Uhr · 11.183 Antworten · 485.466 Aufrufe

  1. #451
    Avatar von Aetents

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    Wird eigentlich die IS immernoch von Qatar ausgerüstet?

  2. #452
    Avatar von Usakli

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    Zitat Zitat von Aetents Beitrag anzeigen
    Wird eigentlich die IS immernoch von Qatar ausgerüstet?
    Behauptet zumindest der Ministerpräsident von Irak Maliki

    Irak wirft Saudi-Arabien Unterstützung der Rebellen vor - Politik - Süddeutsche.de

  3. #453
    Avatar von DerBossHier

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    Zitat Zitat von Aetents Beitrag anzeigen
    Wird eigentlich die IS immernoch von Qatar ausgerüstet?
    Saudi Arabien hat doch 2012-2013 ISIS ausgerüstet und Katar die Al-Nusra Bande. Kann auch sein das ich die verwechselt habe.

  4. #454
    MB7
    Ende 2013 und Anfang 2014 war es der Westen, als die noch gegen Assad gekämpft haben.

  5. #455
    Avatar von DerBossHier

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  6. #456
    Avatar von Aetents

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    Zitat Zitat von DerBossHier Beitrag anzeigen
    Saudi Arabien hat doch 2012-2013 ISIS ausgerüstet und Katar die Al-Nusra Bande. Kann auch sein das ich die verwechselt habe.
    War es eigentlich nicht so das Katar die ISIS unterstützt hat und die Saudis die Nusra und co. ? Darum hatten die sich doch auch untereinander in die Haare bekommen.....

  7. #457
    Avatar von DerBossHier

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    Zitat Zitat von Aetents Beitrag anzeigen
    War es eigentlich nicht so das Katar die ISIS unterstützt hat und die Saudis die Nusra und co. ? Darum hatten die sich doch auch untereinander in die Haare bekommen.....
    Oder so.. da gab es mal ein Artikel von derstandart.at .. Vielleicht finde ich ihn noch

  8. #458
    Avatar von Sazan

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  9. #459
    Avatar von DerBossHier

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    Gewitterwolken über den arabischen Golfstaaten

    Katar zieht sich den Zorn Saudi-Arabiens, Bahrains und der Emirate zu. Es geht um Syrien, Ägypten, den Iran und radikale Gruppen

    Am Horizont hat es schon lange gedonnert, jetzt ist es da, das Gewitter am Golf, genauer gesagt auf der arabischen Seite des Persischen Golfs. Der Golfkooperationsrat (GCC: Saudi-Arabien, Kuwait, Bahrain, Katar, Vereinigte Arabische Emirate, Oman) befindet sich mit einem Donnerschlag inmitten der vielleicht größten Krise seit seiner Gründung 1981: Saudi-Arabien, Bahrain und die Emirate haben ihre Botschafter aus Katar zurückgezogen.
    Mehr an Sanktionen könnte folgen, wenn Emir Tamim bin Hamad Al Khalifa, der erst im Juni 2013 nach dem Rückzug seines Vaters ins Amt kam, nicht einlenkt und seine Außenpolitik den Wünschen des GCC-Hegemons, Saudi-Arabien, anpasst. Nicht leicht für ihn: Tut er es, wird er das zuhause noch durchzusetzen haben, denn die Politik macht er nicht alleine – der Einfluss des alten Emirs Hamad bin Khalifa Al Thani und dessen mächtigen Außenminister Hamad bin Jassim Al Thani dürften noch groß sein. Der von Saudi-Arabien erhoffte Politikwechsel ist nach der Amtsübergabe in Doha jedenfalls nicht eingetreten. Fügt sich Emir Tamim aber nicht, dann gefährdet er mittelfristig die Existenz des Golfkooperationsrats.
    Der Succus der von Saudi-Arabien, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten vorige Woche abgegebenen langwierigen Erklärung ihrer Entscheidung war, dass sich Katar nicht an eine am 23. November 2013 geschlossene Politikvereinbarung halte – die unter anderem vorsieht, dass sich die GCC-Mitglieder in die Angelegenheiten anderer GCC-Staaten einzumischen haben. Diese Haltung habe er auch bei einem Treffen im Februar nicht revidiert und damit gefährde er die Sicherheit des GCC. Bei dem Treffen am 17. Februar hatte der saudische Außenminister Prinz Saud al-Faisal dem anwesenden Emir Tamim folgende punitive Maßnahmen in Aussicht gestellt: Abzug der Botschafter, Schließen der Grenzen, Luftraumverbot für katarische Flugzeuge, am Ende auch Ausschluss aus dem GCC und aus der Arabischen Liga. Letzteres ist ein Hinweis, wo einer der katarisch-saudischen Konflikte angesiedelt ist: in Ägypten. Das Land steht seit dem Sturz von Mohammed Morsi im Juli 2013 unter den weit ausgebreiteten Fittichen Riads – und Katar, so die Klage, agiert dagegen.
    Drei Vorwürfe an Katar

    Es geht beim Streit mit Katar im Wesentlichen um drei Themenfelder: Katars Beziehung zu den Muslimbrüdern, Katars Beziehung zum Iran, Katars Politik in Syrien und Unterstützung von radikalen Gruppen.
    Saudi-Arabien wirft Katar vor, durch die Unterstützung der Muslimbrüder die Sicherheit sowohl der Golfstaaten als auch Ägyptens zu gefährden, das seinen Botschafter deswegen schon vor einiger Zeit aus Katar abgezogen hat. Katar sei zum sicheren Hafen für Elemente geworden, die die Golfstaaten und Ägypten destabilisieren wollen – und da spielen seit den Umstürzen 2011 laut Meinung der Golfaraber die Muslimbrüder die gefährlichste Rolle. Ein besonderer Stein des Anstoßes ist der aus der ägyptischen Muslimbruderschaft stammende Prediger Yussuf al-Qaradawi, zu Ruhm gekommen durch seine Sendung auf Al-Jazeera TV, dem medialen Prestigeobjekt der Kataris, das allerdings in den vergangenen Jahren viel Glanz eingebüßt hat – und zum Hassobjekt der neuen politischen Führung in Kairo avanciert ist (Prozesse gegen Al-Jazeera-Journalisten laufen gerade). Qaradawi darf jedenfalls in Doha weiter seine Reden schwingen: Zum Beispiel kritisierte er eine Prozessreihe gegen Islamisten aus einer den Muslimbrüdern zugerechneten Organisation in den Emiraten und natürlich auch den Morsi-Sturz in Ägypten sowie die saudische Unterstützung desselben. Trotz seiner Versprechungen hat Emir Tamim das nicht abgestellt.
    Unterstützung von „Terroristen"

    Dass Saudi-Arabien am Freitag nun unter anderem die Muslimbrüder pauschal zu Terroristen erklärte – die Emirate folgten am Wochenende –, gehört ins Gesamtbild: Katar unterstützt demnach eine Terrororganisation. Es finden sich aber auch noch etliche andere Gruppen auf der Liste, etwa die Huthis im Jemen. Das ist eine zaiditisch-schiitische – nicht imamitisch-schiitisch wie die Mehrheit der Schiiten – Rebellenbewegung im Nordjemen, an der Grenze zu Saudi-Arabien, deren Instrumentalisierung Riad dem Iran anlastet. Außenminister Prinz Saud soll beim großen Showdown im Februar auch Emir Tamim vorgeworfen haben, den Huthis zu helfen.
    Dem Schritt der GCC-3 vorausgegangen war eine zunehmende Anti-Katar-Kampagne in den saudi-arabischen Medien. Dabei kam auch der Vorwurf vor, dass Katar „iranischen Infiltratoren" den Weg in den GCC öffnet. Richtig ist auf alle Fälle, dass Katar seine Politik dem Iran gegenüber möglichst pragmatisch zu halten versucht: Immerhin teilt man sich ein riesiges Gasfeld.
    „Kleinstaatensyndrom"

    Mit einer etwas anderen Iran-Politik ist Katar aber im GCC nicht völlig allein: Auch Kuwait ist zurückhaltend, und immerhin war der Oman Schauplatz von geheimen amerikanisch-iranischen Gesprächen, die im Frühjahr 2013 begannen. Aber Katar ist reicher und aktiver und versucht, so klein es ist, völlig solo zu spielen: Es leide am „Small State Syndrom", agiere wie ein „Unguided Missile", heißt es immer wieder – und das gerade in einer Zeit, in der Saudi-Arabien beschlossen hat, die Integration des GCC voranzutreiben, zu einem in Sicherheits- und Politikfragen eng zusammenarbeitenden Staatenbund. Katar ist natürlich, muss man zu seinen Gunsten sagen, das personifizierte Unbehagen darüber, dass es in diesem Bund einen Staat geben würde, der mehr oder weniger alleine die Linie vorgibt.
    Der Vorwurf an Katar Syrien betreffend lautet, dass es dort – unisono mit der Türkei – ebenfalls die Muslimbrüder unterstützt hat, aber auch, konträr zu einer Entscheidung des GCC, das nicht mehr zu tun, die jihadistische Jabhat al-Nusra – die sich nun prompt ebenfalls auf der saudischen Terrorliste wiederfindet. Katar hat in der Tat nie Berührungsängste mit allen möglichen Gruppen gehabt, während Saudi-Arabien seine Politik in dieser Hinsicht zu überdenken scheint, denn das jihadistische Unwesen in Syrien gefährdet nicht nur die Sicherheit der Region, sondern auch die westliche Unterstützung für den Aufstand.

    Angst vor dem übermächtigen Bruderstaat

    Die Motivation für Katar, ständig gegen den Stachel zu löcken, ist wohl, dass es sich vor Saudi-Arabien mehr fürchtet als vor allen anderen Akteuren. Schon alleine die Anerkennung der Grenzen Katars durch die Saudis ließ Jahrzehnte auf sich warten: Dass es bei der Gründung des wahhabitischen Königreichs nicht diesem einverleibt wurde, hatte es einem britischen Veto zu verdanken. Die saudisch-katarischen Beziehungen waren in den 1990er Jahre besonders turbulent: Sheikh Hamad hatte 1995 seinen Vater abgesetzt, die Saudis unterstützten einen (misslungenen) Gegencoup. Mit Emir Hamad kam die unabhängige katarische Außenpolitik – und der Sender Al-Jazeera, der sich als Speerspitze gegen Saudi-Arabien betätigte.
    2002 zog Riad bereits einmal seinen Botschafter aus Doha ab, für ganze sechs Jahre. Gerade in dieser Zeit entwickelte Katar jedoch sein Profil, pflegte Beziehungen zum Iran und zu Syrien, vermittelte in Konflikten im Libanon, Jemen, bei den Palästinensern. 2008 wurden die Beziehungen zwischen Riad und Doha weitgehend normalisiert, nach einer neuen Krise über die Haltung zum israelischen Angriff auf Gaza 2008/2009 schien 2010 die Stunde der Beruhigung gekommen. Inzwischen war der Irak den arabischen Sunniten strategisch verlorengegangen und der Iran drohte mit seiner nuklearen Option zur Hegemonialmacht am Golf aufzusteigen. Auch die Herausforderungen des arabischen Frühlings, in dem die Menschen nach demokratischen Systemen verlangten, die undemokratischen Golfstaaten weiter zusammen.
    Telefonat mit Gaddafi

    Aber Katar kochte immer wieder seine eigene Suppe: Die libanesische Zeitung Al-Akhbar berichtet von einem geleakten Telefonat zwischen dem katarischen Außenminister Hamad bin Jassim Al Thani mit dem später (mit katarischer Hilfe gestürzten) libyschen Herrscher Muammar al-Gaddafi im Jänner 2011. Darin äußert sich Hamad bin Jassim sehr despektierlich über den saudischen König Abdullah, sagt den Zerfall Saudi-Arabiens voraus und informiert Gaddafi darüber, dass die USA und Großbritannien sich von ihm über die Situation in Saudi-Arabien berichten lassen. Wenn man weiß, dass Gaddafi gegen Abdullah, als dieser noch Kronprinz war, einen Mordanschlag geplant hatte, kann man sich vorstellen, wie dieses Leak in Riad ankam. Aber auch in die andere Richtung gibt es einige Perlen, wie die Aussage des – jetzt offenbar entmachteten – saudischen Geheimdienstchefs Prinz Bandar: Katar sei kein Land, sagte er, sondern „300 Leute und eine Fernsehstation". (Gudrun Harrer, derStandard.at, 9.3.2014)

  10. #460
    Avatar von Sazan

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