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ISIS [Sammelthread]

Erstellt von abdul maz, 24.06.2014, 13:13 Uhr · 11.183 Antworten · 487.229 Aufrufe

  1. #8061
    Amarok
    Zitat Zitat von Lubenica Beitrag anzeigen
    Das schaffen die bei mir nicht, den Türken zu verteufeln, die haben es auch früher nicht geschafft den Serben bei mir zu verteufeln oder den Afghanen oder wie sie es jetzt auch mit dem Russen versuchen.

    Ich hasse Ilner, Lanz und Gauck! Und auch die meisten Gäste die dort eingeladen werden. Dummes reaktionäres propagandistisches Geschwätz von allen Seiten.

    Ich propagiere nichts Amarok. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Türkei destabilisiert wird und zwar von innen wie auch von aussen. Die Frage ist, wem nützt das und wer profitiert davon. Ich würde mal behaupten, die Türken und die Kurden profitieren nicht so sehr von einer Destabilisierung des Landes. Was mir aufgefallen ist, in der letzten Zeit gab es im Konflikt zwischen der türkischen Regierung und der kurdischen Opposition, sowie auch mit der PKK, erhebliche Fortschritte für mehr Diplomatie und weitere Friedensgespräche. Das ist alles unterbrochen worden und auf Eis gelegt, Zwangsläufig sozusagen. Die Frage wieder, woher dieser Zwang?


    Martin Schulz, allein für diesen Namen hat er schon Prügel verdient. Ich weiß auch das die Türkei reich ist. Aber nicht nur im Materiellen, Geld, Gold etc. Die Türkei ist reich an Kultur und allem. Die Natur , die Landschaft, alles was dort wächst dies das.
    Dieser Typ hat keine Ahnung. Wenn ich ihn treffe bekommt er einen Roundhousekick.

    Was die Sache mit der PKK und den Kurden betrifft habe ich vermutlich ne etwas andere Sicht oder Meinung dazu. Zb. Wenn PKK-KämpferInnen in der Türkei wegen ihrer Kriegsverletzungen behandelt werden , dann kann ich das nur begrüßen. Sie kämpfen ja auch gegen den IS. Und wer den IS sozusagen gezüchtet hat, das wissen wir doch.

    Ich muss dir aber auch ehrlich sagen, für mich ist diese Geschichte immer noch teilweise schwer zu verstehen, da ich mitbekommen habe wie komplex die ganze Geschichte ist. Ich mein, wir reden auch über den Irak und Syrien, eigentlich über den ganzen Nahen Osten, mit der Vorgeschichte, die irgendwann angefangen hat, als die Afghanen die Russen um Hilfe gerufen haben. Und wer wen hier und da auch schon früher mit Waffen unterstützt hat ist auch kein Geheimnis mehr.

    Ich sag nur, inshallah, auch hier wird die Wahrheit früher oder später ans Licht kommen. Nichts bleibt verborgen unter dem großen blauen Himmel. Tengri sieht alles
    Schön das du Tengri mit beziehst aber ich bin ja Moslem. Wir Türken sagen zu Allah(Gott) trotzdem noch Tanri(Tengri). Beides beschreibt in dem Sinne einen Gott über uns .

    Die Türkei ist nicht Reich auch was das BIP-Pro Kopf eingeht liegen wird zurück trotzdem ist das Land bestimmt nicht das ärmste in dieser Region abgesehen von irgendwelchen Kulturellen dingen wenn nicht sogar erfolgreicher als so manch ein EU-Mitgliedsstaat. Man ist nicht umsonst in der G20.

    Bei der PKK-Frage hat jeder immer seine Eigene Meinung vor allem eher vielleicht nicht Türken die direkt davon betroffen sind. Gut lass ich aber trotzdem so stehen.

    Die Frage bleibt, welches Land versucht man denn nicht zu destabilisieren. Die Türkei hat ettliche Feinde von denen der kleine Haufen sogar im verborgenen bleibt. Damit meine ich nicht mal Armenien, Griechenland usw. sondern ganz andere Staaten die von einer destabilisieren in der Türkei luftsprünge machen würden.

    Ich hasse Ilner, Lanz und Gauck! Und auch die meisten Gäste die dort eingeladen werden. Dummes reaktionäres propagandistisches Geschwätz von allen Seiten.
    Dazu kann man nur zustimmen.

  2. #8062
    Avatar von Lubenica

    Registriert seit
    19.09.2013
    Beiträge
    7.958
    Zitat Zitat von Amarok Beitrag anzeigen
    Schön das du Tengri mit beziehst aber ich bin ja Moslem. Wir Türken sagen zu Allah(Gott) trotzdem noch Tanri(Tengri). Beides beschreibt in dem Sinne einen Gott über uns .

    Die Türkei ist nicht Reich auch was das BIP-Pro Kopf eingeht liegen wird zurück trotzdem ist das Land bestimmt nicht das ärmste in dieser Region abgesehen von irgendwelchen Kulturellen dingen wenn nicht sogar erfolgreicher als so manch ein EU-Mitgliedsstaat. Man ist nicht umsonst in der G20.

    Bei der PKK-Frage hat jeder immer seine Eigene Meinung vor allem eher vielleicht nicht Türken die direkt davon betroffen sind. Gut lass ich aber trotzdem so stehen.

    Die Frage bleibt, welches Land versucht man denn nicht zu destabilisieren. Die Türkei hat ettliche Feinde von denen der kleine Haufen sogar im verborgenen bleibt. Damit meine ich nicht mal Armenien, Griechenland usw. sondern ganz andere Staaten die von einer destabilisieren in der Türkei luftsprünge machen würden.



    Dazu kann man nur zustimmen.
    Es ist nie verkehrt sich für besonders schlechte Zeiten ein paar mehr Götter warm zu halten. Man weiß ja nie. Besser man betet zu ein paar mehr, dann ist die Chance größer das einer helfen wird. aber ja, ich weiß das du Moslem bist, ich weiß es von deinem Thread. Und ja, in unseren Kulturkreisen gibt es halt nur einen Gott. Ist eh egal , ob Tengri, Allah oder Gott oder Javeh etc. Ich selbst bin nicht so religiös.

    Was den Reichtum betrifft, Geld , BIP-Pro Kopf etc. da ist es eigentlich nur wichtig, wie überall anders auch, das es den Menschen gut geht und es ihnen an den wichtigsten Dingen nicht fehlt. Und das die Menschen genug haben um sich zu ernähren und das sie sich verwirklichen können. Wenn das ein Land schafft, dann ist es in meinen Augen reich. Und das wichtigste, das darf man ja dabei nicht vergessen. Der Frieden!
    Frieden ist immer da. aber Frieden und Krieg wird auch gemacht, es wird dafür gearbeitet und beides muss man wollen. die Sache ist nur, vom Krieg profitieren wenige, vom Frieden profitieren ALLE.

    Es gibt vielleicht einige Länder die man nicht versucht zu destabilisieren. Mich würde interessieren wie viele Feinde die Türkei deiner Meinung nach hat, bzw. wer denn die Luftsprünge machen würde. Der Iran vielleicht?

  3. #8063
    Amarok
    Zitat Zitat von Lubenica Beitrag anzeigen
    Es ist nie verkehrt sich für besonders schlechte Zeiten ein paar mehr Götter warm zu halten. Man weiß ja nie. Besser man betet zu ein paar mehr, dann ist die Chance größer das einer helfen wird. aber ja, ich weiß das du Moslem bist, ich weiß es von deinem Thread. Und ja, in unseren Kulturkreisen gibt es halt nur einen Gott. Ist eh egal , ob Tengri, Allah oder Gott oder Javeh etc. Ich selbst bin nicht so religiös.

    Was den Reichtum betrifft, Geld , BIP-Pro Kopf etc. da ist es eigentlich nur wichtig, wie überall anders auch, das es den Menschen gut geht und es ihnen an den wichtigsten Dingen nicht fehlt. Und das die Menschen genug haben um sich zu ernähren und das sie sich verwirklichen können. Wenn das ein Land schafft, dann ist es in meinen Augen reich. Und das wichtigste, das darf man ja dabei nicht vergessen. Der Frieden!
    Frieden ist immer da. aber Frieden und Krieg wird auch gemacht, es wird dafür gearbeitet und beides muss man wollen. die Sache ist nur, vom Krieg profitieren wenige, vom Frieden profitieren ALLE.

    Es gibt vielleicht einige Länder die man nicht versucht zu destabilisieren. Mich würde interessieren wie viele Feinde die Türkei deiner Meinung nach hat, bzw. wer denn die Luftsprünge machen würde. Der Iran vielleicht?
    In vielen Berichten von dem damaligen MHPli (Bozkurts) Alparslan Türkes und weiteren wurden ettliche Feinde der Türkei (damalige Zeit) aufgelistet darunter fanden sich Russen, Serben, Griechen, Armenier, Kurden, Iraner, Amerikaner,Chinesen, Franzosen, Engländer. Vor allem dabei auf die Betonung auf die Russen, Griechen und Iraner.

    In der heutigen Zeit, wären die heutigen Feinde der Türkei weites gehend immer noch der Iran. Dieser ist nämlich der vernichter jeglichen Türkentums und kontrolliert durch propagandistische und deren Lehren die Azerbaidschanische Bevölkerung im Norden. Auch schickt die Iranische Regierung immer wieder Spione in die Türkei die Millitärstützpunkte auskundschaften sollen. Andere treten in TV-Shows auf und verunglimpfen den ehmaligen Gründer der Republik Atatürk und loben dafür den Iranischen Nationalhelden. Der Iran fürchtet eine Einnahme der Türken von Täbriz. Einer Stadt die von Azerbaidschanern bewohnten Siedlung/Gebiet im Norden Irans und damit die Anbindung von Kuzey-Azerbaycan an Azerbaycan. Außerdem die Frage ob und wie weit Azerbaidschaner denn Türken sind oder Iraner.

    Ebenso auch wenn es gerade anderer Tatsachen entspricht ist der gemeine Russe immer noch ein Feind auch wenn sich die Lage in den letzten Jahrzehnten geändert hat. Russland versuchte durch Kommunisten, die damlige Republik von Mustafa Kemal zu stürzen. Dies versuchten sie aber vergeblich. Die lage hat sich aber in den letzten Jahrzehnten sehr entspannt. Russische-Abgeordnete fürchten weiterhin ein aufkeimen der Türkstaaten und damit eine gewisse Bedrohung jedoch wird dies eher nicht dazu kommen. Der Russische Einfluss gerade in Kasachstan ist sehr krass, wer schon mal selbst in Astana war wird es merken.

    Der wohl größte Feind aber auch größte Freund der Türkei ist Europa. Das ist einer der lustigsten Beziehungen die man jemals gesehen hat. Auch ist die lage zwischen Azerbaycan und Armenien sehr angespannt, selbst wenn Moskau vermittelt ist ein Türkisches Eingreifen möglich.

    Auch wie man sehen kann in den ganzen Threads hier neuerdings. Die Lage um Zypern verschärft sich und da keimt wieder der alte Griechenland-Türkei beef hoch. Ebenso werden auch die Araber als alte Feinde der Türken genannt. Neuerdings hat dieser in Form von Sisi(Ägypten) sogar gestalt angenommen.

  4. #8064
    Avatar von Dinarski-Vuk

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    20.06.2006
    Beiträge
    12.208
    Zitat Zitat von Amarok Beitrag anzeigen
    Okay pass auf. Bei dir geht gerade richtig einer ab wie ich sehe aber in der Realität wäre der Iran nicht mal in der Lage Israel, wären sie denn Nachbarn weder zu besetzen noch entscheidend zu besiegen. Sie würden sich sogar schwer tun, Azerbaycan zu okkupieren. Ihnen fehlt jegliche Technologie und Förderung vor allem sind sie eben durch die Sanktionen geplagt. Zudem reden wir wenn wir von der Hisbollah sprechen von einer Organisation und keiner Armee ähnlich aufgestellt wie die PKK, YPG, Hizbullah, Hamas usw. und sofort die können sich bei jeder Gefahrenlage sofort zurück ziehen und ein Monat später wieder zuschlagen. Dieses Problem haben sehr viele Länder wie eben Brasilien, Russland, Türkei, China wo sich einfach Organisationen oder Volksgruppen bilden die mit einer Armee nicht zu bewältigen ist außer du vergisst dabei jegliche Menschenrechte was natürlich für einen medialen Aufschrei sorgt.

    Vieles was den Iran betrifft ist ebenso auch unklar. Es gingen viele Meldungen raus, der Iran hätte eine funktionierende Drohne(Was falsch ist). Es wurde sogar laut, dass der Iran in kürzester Zeit ein Flugabwehr-Raketensystem entwickelt habe die der S-300 der Russen sehr ähnlich sein soll wenn sogar nicht besser. Ebenso sind die Iranischen Angaben was Reichweite der Raketen betrifft und Anzahl meist das Doppelte was aus den Papieren hervor geht von CIA, FBI und Mossad.

    Die Marine, Luftwaffe und ebenso Infanterie-Ausbildung sind im Iran ein Witz muss man hier deutlich sagen ohne den Iran oder den hier schreibenden Iranern/Iran-Freunden ans Bein zu kacken. Das meiste bezieht der Iran aus Russland und dann auch noch altes zeug aus der Sovjet-Zeit bis heute. Ettliche dinge wie Satteliten wurden in der Ukraine fertiggestellt für den Iran. Was das Raketenarsenal angeht sind die Iraner eine Hausnummer was Stückzahl anbelangt aber auch hier wird es deutlich, dass diese lediglich zur Abwehr dient/dienen und eben nicht zu einem Angriff.

    In einem Ranking der Top 5 stärksten Millitärnationen im Nahen Osten unter Arabern, Persern, Juden (Türkei nicht mitgezählt/EU-Kandidat/Eurasier) würde sie wie folgt aussehen.

    1. Israel
    2. Iran(Ganz knapp dahinter)
    3. Ägypten
    4. Syrien
    5. Saudi-Arabien
    Interessanter und aufschlussreicher Beitrag, danke.

    Zur iranischen Technologie stimm ich dir grössenteils zu. Man darf nicht vergessen dass ihre Technologie grössenteils dank der westlichen Sanktionen zustande gekommen ist. Dennoch muss man ihnen Respekt zollen, da sie vieles aus "eigener Hand" in hohem Mass auf Kreativität, Ideenreichtum, Improvisation auf die Beine gestellt haben und in den letzten 20 Jahren, besonders den letzten 10 Jahren auf hohe Bildung und besonders viele Forschungsergebnisse investiert und gesetzt haben. Mir ist auch bewusst dass vieles aus dem Bereich der Technologie aus Russland und China auf dem (halb-)legalen Weg zustande gekommen ist.

    Für ein Land wie dem Iran mit 40 Jahren Sanktionen und einem grossen schweren Verteidigungskrieg, sind ihre Produkte und Waffen heute dennoch erstaunlich konkurrenzfähig. Dazu kommt das Spiel mit dem "Understatment" und dem fast schon Klischeehaften blumigen Ausschmücken von Papierflugzeugen oder anderen Waffen. Was dem Bild des Irans noch mehr verzerrt. Vergiss nicht, der Iran war 1988 das erste Land welches eine bewaffnete Drohne einsetzte. Er ist zudem heute in der Lage viele US Kopien incl. modernster Software nicht nur herzustellen sondern auch erfolgreich in Syrien, Libanon, Sudan, Gaza etc. einzusetzen.

    Bei der Luftwaffe bin ich bei dir. Ihre Luftwaffe hat ein "Rechtfertigungs Problem", da ihre Doktrin hauptsächlich auf die Verteidigung eines Angriffs der USA beruht. Wenn der einzig existentiell bedrohliche Feind (sprich die USA) über eine Überzahl Moderne Kampfflugzeuge der 4. - 5. Generation verfügt, welchen Sinn macht dann die Beschaffung von ein paar Dutzend Kampfflugzeugen der 4. Generation? Man könnte sie kurz vor dem Krieg im Sand vergraben. Diese Logik der Iraner versteh' ich nicht ganz. Viel mehr würde es Sinn machen, Investitionen in die Zukunft für eine flächendeckend Moderne und vernetzte boden gestützte Luftabwehr zu tätigen, präzise und viele Raketen, "EloKA", viele Drohnen und Anti-Drohnen Systeme, schnellere Marineeinheiten und natürlich sehr viel Infanterie. Selbst 50 "Su-35" wären dagegen nur fürs Bilderbuch.

    Über eine "Okkupation" Israels war bei mir nie die Rede, sondern welche Effekte gewisse Faktoren auslösen können. Aber kann man 100% ausschliessen, dass beispielsweise der Iran versuchen wird, das Leben in Israel über "Cyber-Angriffe" zum Erliegen zu bringen, um seine doch eher begrenzten Offensivfähigkeiten seines Raketenarsenals auszugleichen? Berücksichtigt man auch die Bedeutung der Ölproduktion für die Betreibung der militärischen Fahrzeuge, Flugkörper und Seestreitkräfte, dürfte Iran als 6. grösster Ölproduzent der Welt bei einem militärischen Konflikt im Zusammenhang einen sehr langen Atem haben.

    Und Teheran verfolgt sowieso eine strategische Tiefe. Sind sie nicht schon längst durch eine Reihe militärische Kräfte im Nahen Osten präsent, die entweder unter ihrer Obhut stehen, wie die libanesische Hisbollah oder die irakische Ahl al-Haq oder die eigenständig agieren, wie der "Islamische Jihad" oder die Hamas?

  5. #8065
    Avatar von Cebrail

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    Zitat Zitat von Dinarski-Vuk Beitrag anzeigen
    Interessanter und aufschlussreicher Beitrag, danke.

    Zur iranischen Technologie stimm ich dir grössenteils zu. Man darf nicht vergessen dass ihre Technologie grössenteils dank der westlichen Sanktionen zustande gekommen ist. Dennoch muss man ihnen Respekt zollen, da sie vieles aus "eigener Hand" in hohem Mass auf Kreativität, Ideenreichtum, Improvisation auf die Beine gestellt haben und in den letzten 20 Jahren, besonders den letzten 10 Jahren auf hohe Bildung und besonders viele Forschungsergebnisse investiert und gesetzt haben.
    Wir sprechen aber weiterhin über den Iran, ja?

    Zitat Zitat von Dinarski-Vuk Beitrag anzeigen
    Mir ist auch bewusst dass vieles aus dem Bereich der Technologie aus Russland und China auf dem (halb-)legalen Weg zustande gekommen ist.
    Das pass schon eher.

  6. #8066
    Amarok
    Zitat Zitat von Dinarski-Vuk Beitrag anzeigen
    Interessanter und aufschlussreicher Beitrag, danke.

    Zur iranischen Technologie stimm ich dir grössenteils zu. Man darf nicht vergessen dass ihre Technologie grössenteils dank der westlichen Sanktionen zustande gekommen ist. Dennoch muss man ihnen Respekt zollen, da sie vieles aus "eigener Hand" in hohem Mass auf Kreativität, Ideenreichtum, Improvisation auf die Beine gestellt haben und in den letzten 20 Jahren, besonders den letzten 10 Jahren auf hohe Bildung und besonders viele Forschungsergebnisse investiert und gesetzt haben. Mir ist auch bewusst dass vieles aus dem Bereich der Technologie aus Russland und China auf dem (halb-)legalen Weg zustande gekommen ist.

    Für ein Land wie dem Iran mit 40 Jahren Sanktionen und einem grossen schweren Verteidigungskrieg, sind ihre Produkte und Waffen heute dennoch erstaunlich konkurrenzfähig. Dazu kommt das Spiel mit dem "Understatment" und dem fast schon Klischeehaften blumigen Ausschmücken von Papierflugzeugen oder anderen Waffen. Was dem Bild des Irans noch mehr verzerrt. Vergiss nicht, der Iran war 1988 das erste Land welches eine bewaffnete Drohne einsetzte. Er ist zudem heute in der Lage viele US Kopien incl. modernster Software nicht nur herzustellen sondern auch erfolgreich in Syrien, Libanon, Sudan, Gaza etc. einzusetzen.

    Bei der Luftwaffe bin ich bei dir. Ihre Luftwaffe hat ein "Rechtfertigungs Problem", da ihre Doktrin hauptsächlich auf die Verteidigung eines Angriffs der USA beruht. Wenn der einzig existentiell bedrohliche Feind (sprich die USA) über eine Überzahl Moderne Kampfflugzeuge der 4. - 5. Generation verfügt, welchen Sinn macht dann die Beschaffung von ein paar Dutzend Kampfflugzeugen der 4. Generation? Man könnte sie kurz vor dem Krieg im Sand vergraben. Diese Logik der Iraner versteh' ich nicht ganz. Viel mehr würde es Sinn machen, Investitionen in die Zukunft für eine flächendeckend Moderne und vernetzte boden gestützte Luftabwehr zu tätigen, präzise und viele Raketen, "EloKA", viele Drohnen und Anti-Drohnen Systeme, schnellere Marineeinheiten und natürlich sehr viel Infanterie. Selbst 50 "Su-35" wären dagegen nur fürs Bilderbuch.

    Über eine "Okkupation" Israels war bei mir nie die Rede, sondern welche Effekte gewisse Faktoren auslösen können. Aber kann man 100% ausschliessen, dass beispielsweise der Iran versuchen wird, das Leben in Israel über "Cyber-Angriffe" zum Erliegen zu bringen, um seine doch eher begrenzten Offensivfähigkeiten seines Raketenarsenals auszugleichen? Berücksichtigt man auch die Bedeutung der Ölproduktion für die Betreibung der militärischen Fahrzeuge, Flugkörper und Seestreitkräfte, dürfte Iran als 6. grösster Ölproduzent der Welt bei einem militärischen Konflikt im Zusammenhang einen sehr langen Atem haben.

    Und Teheran verfolgt sowieso eine strategische Tiefe. Sind sie nicht schon längst durch eine Reihe militärische Kräfte im Nahen Osten präsent, die entweder unter ihrer Obhut stehen, wie die libanesische Hisbollah oder die irakische Ahl al-Haq oder die eigenständig agieren, wie der "Islamische Jihad" oder die Hamas?
    Ich meine wir reden hier klar von einer Iranischen Streitmacht aber wenn man sich diese Streitmacht ansieht, ist diese größtenteils für die Abwehr und den Schutz des eigenen Landes ausgelegt und nicht unbedingt für den Angriff oder gar eine Invasion.

    Natürlich muss man berücksichten, dass sie durch die Sanktionen geplagt erstaunliches erreicht haben aber auch sie möchte, dass diese eben aufhören. Letztens gab es noch einen Atomwaffen-Sitz wo Botschafter aus EU und dem Iran über das Atomwaffen-Programm sprachen und hauptsächlich möchte die Regierung im Iran die Aufhebung der Sanktionen gegen ihr Land. Man merkt schon, dass Sanktionen erheblichen Schaden anrichten können gerade bei Staaten die von Waren aus der EU profitieren oder selber welche verkaufen.

    Die strategische Tiefe die du ansprichst, ist eher eine Art Schiitische-Brotherhood jedoch im bewaffneten Kampf. Da größtenteils die Schiiten im sunnitisch geprägten Nahen Osten unterbesetzt sind.

    Für ein Land wie dem Iran mit 40 Jahren Sanktionen und einem grossen schweren Verteidigungskrieg, sind ihre Produkte und Waffen heute dennoch erstaunlich konkurrenzfähig.
    Da bin ich bei dir, absolut wie gesagt für die reine Verteidigung ihrer Staates ist es alles absolut bis dato ausreichend.

  7. #8067
    Avatar von Lubenica

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    Zitat Zitat von Amarok Beitrag anzeigen
    In vielen Berichten von dem damaligen MHPli (Bozkurts) Alparslan Türkes und weiteren wurden ettliche Feinde der Türkei (damalige Zeit) aufgelistet darunter fanden sich Russen, Serben, Griechen, Armenier, Kurden, Iraner, Amerikaner,Chinesen, Franzosen, Engländer. Vor allem dabei auf die Betonung auf die Russen, Griechen und Iraner.

    In der heutigen Zeit, wären die heutigen Feinde der Türkei weites gehend immer noch der Iran. Dieser ist nämlich der vernichter jeglichen Türkentums und kontrolliert durch propagandistische und deren Lehren die Azerbaidschanische Bevölkerung im Norden. Auch schickt die Iranische Regierung immer wieder Spione in die Türkei die Millitärstützpunkte auskundschaften sollen. Andere treten in TV-Shows auf und verunglimpfen den ehmaligen Gründer der Republik Atatürk und loben dafür den Iranischen Nationalhelden. Der Iran fürchtet eine Einnahme der Türken von Täbriz. Einer Stadt die von Azerbaidschanern bewohnten Siedlung/Gebiet im Norden Irans und damit die Anbindung von Kuzey-Azerbaycan an Azerbaycan. Außerdem die Frage ob und wie weit Azerbaidschaner denn Türken sind oder Iraner.

    Ebenso auch wenn es gerade anderer Tatsachen entspricht ist der gemeine Russe immer noch ein Feind auch wenn sich die Lage in den letzten Jahrzehnten geändert hat. Russland versuchte durch Kommunisten, die damlige Republik von Mustafa Kemal zu stürzen. Dies versuchten sie aber vergeblich. Die lage hat sich aber in den letzten Jahrzehnten sehr entspannt. Russische-Abgeordnete fürchten weiterhin ein aufkeimen der Türkstaaten und damit eine gewisse Bedrohung jedoch wird dies eher nicht dazu kommen. Der Russische Einfluss gerade in Kasachstan ist sehr krass, wer schon mal selbst in Astana war wird es merken.

    Der wohl größte Feind aber auch größte Freund der Türkei ist Europa. Das ist einer der lustigsten Beziehungen die man jemals gesehen hat. Auch ist die lage zwischen Azerbaycan und Armenien sehr angespannt, selbst wenn Moskau vermittelt ist ein Türkisches Eingreifen möglich.

    Auch wie man sehen kann in den ganzen Threads hier neuerdings. Die Lage um Zypern verschärft sich und da keimt wieder der alte Griechenland-Türkei beef hoch. Ebenso werden auch die Araber als alte Feinde der Türken genannt. Neuerdings hat dieser in Form von Sisi(Ägypten) sogar gestalt angenommen.
    Puhh, das muss ich erstmal runterschlucken. Ok, dann lag ich ja mal richtig mit dem Iran. Du weißt, wenn es um die Eroberung von Persien geht, sag den Makedoniern bescheid, läuft bei uns! Die Griechen haben sich davon immer noch nicht erholt, gebrochener Stolz hält schon über 3000 Jahre. Wir dagegen, nach verschiedenen Besatzern incl. 500 Jahre Osmanisches Reich, gehen heute wieder wie ein Herkules mit Rasierklingen unter den Achseln.
    Dann seid ihr ja genauso umstellt wie die Russen. Wenn es dann jetzt besser mit den russen läuft, dann unterstützt uns YU wieder zu errichten und die Ägäis an YU anzukoppeln, damit Makedonien wieder frei ist und damit die Vertriebenen und dem Volk , der einem Genozid ausgesetzt war, Genugtuung getan werden kann. Wenn wa das durchgezogen haben, braucht euch der Iran keine Sorgen mehr zu machen.^^

    Ne, jetzt mal im Ernst. So viele Feinde? Was ist denn mit den USA und Groß Britannien?

  8. #8068
    Amarok
    Zitat Zitat von Lubenica Beitrag anzeigen
    Puhh, das muss ich erstmal runterschlucken. Ok, dann lag ich ja mal richtig mit dem Iran. Du weißt, wenn es um die Eroberung von Persien geht, sag den Makedoniern bescheid, läuft bei uns! Die Griechen haben sich davon immer noch nicht erholt, gebrochener Stolz hält schon über 3000 Jahre. Wir dagegen, nach verschiedenen Besatzern incl. 500 Jahre Osmanisches Reich, gehen heute wieder wie ein Herkules mit Rasierklingen unter den Achseln.
    Dann seid ihr ja genauso umstellt wie die Russen. Wenn es dann jetzt besser mit den russen läuft, dann unterstützt uns YU wieder zu errichten und die Ägäis an YU anzukoppeln, damit Makedonien wieder frei ist und damit die Vertriebenen und dem Volk , der einem Genozid ausgesetzt war, Genugtuung getan werden kann. Wenn wa das durchgezogen haben, braucht euch der Iran keine Sorgen mehr zu machen.^^

    Ne, jetzt mal im Ernst. So viele Feinde? Was ist denn mit den USA und Groß Britannien?
    Weißt doch mit einer der besten Kombis.

    Man muss dazu sagen. Diese "Feinde" wurden alle samt genannt als sich der starke drang des Nationalstolzes der Türken durchgesetzt hat "Türkentum" unter halt einem Ismet Inönü, Mustafa Kemal und halt einem Alparslan Türkes und Gründer der heutigen MHP. Amerika/England wurden da meist in einem Atemzug genannt. Das war die Zeit nach dem 2.Weltkrieg und auch in der Zeit des "Kalten-Krieges". Alparslan Türkes wollte weder Kapitalismus noch den Kommunismus er wählte den "Dritten Weg".

    Türkeş lehnte den Kommunismus, aber auch den Kapitalismus ab und befürwortete einen sogenannten “dritten”, nationalistischen Weg, das gesellschaftliche Leben zu organisieren.
    Aber was und das sage ich immer wieder gern den Türkischen Nationalismus von dem in Europa unterscheidet ist dies hier:

    „Unser Verständnis von Nationalismus hat nicht die geringste Ähnlichkeit mit anthropologischem Rassismus und einem aggressiven Rassenbegriff, der andere Völker herabsetzt. [...] Jeder, der sich selbst von Herzen als Türke fühlt und sich dem Türkentum verschreibt, ist ein Türke.“
    Dies sagte Türkes und damit meint er jede Ethnie, die sich zur Türkei hingezogen fühle oder wie eben gesagt das Türkentum vertritt. Jedoch heißt es gleichzeitig seine eigene Identität aufzugeben und eine neue anzunehmen. Es hat wenn man es ein wenig analysiert in gewissen zügen schon Hitler ähnliche Züge jedoch vermischt mit türkischem empfinden und der Kultur. Amerika war soweit der Aggressor für viele Türken und ist es heute noch, in dem sie von sich selbst behaupten die "Weltpolizei" zu sein. Man hat die Türken auch grundlegend nach dem 1.Weltkrieg ausgenutzt aus Amerikanischer-Seite gerade im Kalten-Krieg wurde wir mit hinein gezogen. Die Engländer erklären sich jedoch von selbst durch den 1.Weltkrieg in Canakkale, Lawrence von Arabien usw. und der Einmarsch in Istanbul als das Osmanische Reich förmlich zerbrach und kapitulierte.

    Wenn ich die heutigen Feinde der Türkei nennen müsste, würde ich aber zuerst sagen. Die Türkei ist stark bemüht gegenüber ihren Nachbarn eine transparente Politik zu führen sprich mit seinen Nachbarn erstens die Freundschaft zu suchen. Ob dieser Regierung dies auch immer gelingt ist eine andere Sache. Jedoch als direkte Feinde, wenn ich sie dir benennen müsste würde ich den Iran, Syrien und derzeit auch wenn es reine Provokation ist von beiden Seiten aus wie immer Griechenland.

    Das zwischen Griechenland und der Türkei ist wie wenn 2 Leute aufeinander los gehen wollen und sich wie vollidioten hin und her schupsen

  9. #8069
    Amarok
    Christen und Turkmenen im Irak fordern Unterstützung

    Turkmenen: Wir wollen mit den Peschmerga Kirkuk gegen IS verteidigen

    Die Turkmenen stellen die drittgrößte Volksgruppe im Irak. Sie kämpfen genau wie christliche und ezidische Milizen gegen den IS. Dabei werden sie jedoch weder von der kurdischen Regierung in Arbil, noch von den USA oder der Türkei unterstützt. (Foto: zaman)

    Obwohl die Bedrohung durch die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) allen Volksgruppen gleichermaßen gilt, gibt es immer noch Sollbruchstellen zwischen der Kurdischen Regionalregierung (KRG) auf der einen Seite und der turkmenischen und christlichen Minderheit im Irak auf der Anderen.
    Wie die Nachrichtenagentur Anadolu (AA) berichtet, haben sich irakische Turkmenen bereit erklärt, die nordirakische Provinz Kirkuk zusammen mit kurdischen Kämpfern gegen die Terrormiliz zu verteidigen. Aus diesem Grunde haben sie auch Bagdad dazu aufgefordert, ihnen Waffen und einen Etat zur Verfügung zu stellen.
    „Auch wir wollen gemeinsam mit den Peshmerga zur Verteidigung Kirkuks beitragen“, äußerte sich Arshad al-Salihi, der Vorsitzende der Turkmenenfront des Irak (Irak Türkmen Cephesi; kurz ITC), in der Vorwoche gegenüber AA. Jedoch habe man, so der Turkmenenpolitiker, „einige Forderungen an die irakische Zentralregierung“.

    Turkmenen beklagen Vernachlässigung durch Türkei und westliche Staaten

    Der Irak solle, so al-Salihi, Waffen und Gehälter an irakisch-turkmenische Milizen aushändigen, so wie man das auch gegenüber der regulären irakischen Armee und den Peshmerga mache. Es gäbe eine Vielzahl an bewaffneten turkmenischen Milizen, die den Kampf gegen die Terrormiliz IS aufnehmen wollen, aber mangels eines rechtlich verankerten Status würden diese abseits des offiziellen Verteidigungsbündnisses gegen den IS im Irak stehen.
    „Wir warten auf die Verleihung eines legalen Status durch die Regierung“, betonte al-Salihi. Man verlange die Anerkennung der bewaffneten Turkmenen-Verbände als nationale Sicherheitskraft, eher denn als Miliz. Turkmenische Politiker und Anführer von Milizen klagen darüber, dass die westlichen Staaten und die Türkei einseitig die kurdischen Gruppen bevorzugen.
    Die turkmenische Gemeinschaft im Irak umfasst etwa drei Millionen Menschen und ist nach der arabischen und kurdischen Bevölkerungsgruppe die drittgrößte ethnische Gruppe des Landes. Auch in Syrien existieren Milizen der turkmenischen Minderheit.

    Volksgruppen bewaffnen sich: Turkmenen, Eziden und Christen bekämpfen den IS

    Die kurdische Regionalregierung in Arbil selbst liegt trotz der Bedrohung durch den IS mit turkmenischen Vertreten im Clinch. So drohten turkmenische und christliche Abgeordnete des kurdischen Regionalparlaments erst am Mittwoch damit, künftig Parlamentssitzungen zu boykottieren, da sie sich in entscheidenden Gremien unterrepräsentiert fühlen.

    [caption id="attachment_43397" align="alignnone" width="630"]
    Arshad al-Salihi, Vorsitzender der Turkmenenfront des Irak (Irak Türkmen Cephesi; kurz ITC)„Auch wir wollen gemeinsam mit den Peshmerga zur Verteidigung Kirkuks beitragen.“[/caption]

    Vor allem im Hohen Rat für Wahlen und Volksabstimmungen verlangen turkmenische und christliche Parlamentsabgeordnete eine angemessene Vertretung. Dort sind bis dato noch gar keine Repräsentanten der beiden Volksgruppen beteiligt. Die Kommission soll eine künftige Unabhängigkeit der Kurdenregion vorbereiten. Fünf turkmenische und sechs christliche Abgeordnete wollen nun nicht mehr an Sitzungen teilnehmen, bis ihre Forderungen erfüllt sind.

    Auch die christlichen Gemeinschaften im Irak stellen im nordwestlichlichen Gouvernement Niniveh eigene Milizen, um ihre Dörfer vor den Kämpfern des IS zu schützen. So gibt es in der christlichen Ortschaft Alqosh eine Miliz der Assyrian Democratic Movement (ADM), die sich offiziell mit der Zentralregierung Bagdad verbunden fühlt. In der Ortschaft Sharafiyya in der gleichen Region existiert außerdem die Miliz „Dwekh Nawsha“ der Assyrian Patriotic Party. Diese mit der Chaldean-Syriac-Assyrian Popular-Council verbundene Gruppe pflegt gute Beziehungen zur KRG. Ihre Mitglieder kooperieren mit den kurdischen Peschmerga. Aktivisten auf Twitter zufolge tragen einige Einheiten der „Dwekh Nawsha“ sogar Abzeichen der Peschmerga-Gendarmerie „Zeravani“.

    Nachdem der IS im Juli die hauptsächlich von Eziden bewohnte Region Shingal überfiel und sich die dort stationierten Peschmerga Einheiten ohne Warnung an die Bevölkerung von dort zurückzog, flohen Zehntausende Eziden in die umliegenden Berge. Mehrere Hundert ezidische Männer Männer formten als Reaktion auf den Rückzug der Peschmerga die Miliz Yekîneyên Berxwedana Şingal (YBŞ). Ihr wichtigstes Trainingscamp heißt laut Angaben von „ezidipress“ „Derwêşê Evdî“. Einige Einheiten der YBŞ wurden Berichten führender Mitgliedern der Gruppe zufolge von Kämpfern der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (Yekîneyên Parastina Gel, YPG) trainiert und teilweise ausgebildet. Die YPG ist der militärische Arm der PKK-Schwesterorganisation in Syrien. Trotz heftiger Kämpfe der YBŞ in Shingal kommt kaum Hilfe in die belagerte Region.

    Zwei von neun Plätzen für Minderheiten reserviert

    Der turkmenische Parlamentarier Aydin Maruf von der Irakischen Turkmenischen Front erklärte Anadolu gegenüber, dass neun Mitglieder des Hohen Rates für Wahlen und Volksabstimmungen aus fünf Parteien gewählt worden wären – aber keine turkmenischen oder christlichen Vertreter. Und das, obwohl der fünfte Artikel des Statuts der Wahlkommission besagt, dass zwei der neuen Plätze diesen Minderheiten vorbehalten sein sollen. Die übrigen fünf Parteien hätten diese Vorschrift jedoch verletzt.
    „Wir verlangen, dass Präsident Masoud Barzani interveniert und diesen Fehler beseitigt“, forderte Maruf AA gegenüber.
    Die autonome Kurdenregion hat beschlossen, die Kommission zu gründen, nachdem die Terrormiliz IS im Juni des Jahres großflächige Gebiete im Irak eroberte und auf diesen ein von ihnen so genanntes Kalifat ausrief.

    An Schulen wird schon länger Turkmenisch gesprochen

    In einem anderen Bereich sei die KRG den Turkmenen allerdings auch näher gekommen. So habe das Parlament der Kurdenregion die turkmenische Sprache zu einer ihrer offiziellen Landessprachen erklärt.
    „Neben Arabisch und Kurdisch wird nun auch Turkmenisch offiziell in staatlichen Institutionen und Organisationen wie Spitälern, Schulen und Gerichten gesprochen“, erklärte Maruf. Überall, wo der Anteil der Turkmenen in der jeweiligen Region 20% übersteige, würde das Gesetz zum Tragen kommen, darunter in den Bezirken Arbil und Kifri in der Stadt Sulaymaniyah.
    Seit 1993 sei die turkmenische Sprache abseits der nunmehrigen offiziellen Regelung in Gebrauch gewesen. „In Arbil und Sulaymaniya gibt es jetzt bereits 16 Schulen, die Bildung in turkmenischer Sprache anbieten.“

    ________________________________________________

    Eine Schande von unserer Regierung ihnen nicht zu helfen. Beschämend einfach nur beschämend.


  10. #8070
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