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Israel-Palästina Konflikt Sammeltheard

Erstellt von Melek, 20.04.2009, 20:57 Uhr · 5.844 Antworten · 199.175 Aufrufe

  1. #1481
    Avatar von Dinarski-Vuk

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    Zurzeit unterstützen sich die IS-Terroristen und Israel gegenseitig, bzw. nur so am Rande, in den israelischen Spitälern werden ihre IS-"Schützlinge" behandelt und geheilt. Und was die Zerstörung der Moscheen betrifft, sie wurden ja nicht umsonst vom Mossad ausgebildet und beherrschen das nahezu perfekt (siehe ihre koordinierte Kriegsführung im Irak und Syrien). Die Frage wieso es zurzeit keinen "Jihad" der IS gegen Israel gibt, beantwortet sich von selbst. Aber solche "unnatürlichen" Bündnisse sind nicht für die Ewigkeit. Die gleiche Geschichte hatten wir auch in Afghanistan mit den Talibans, bis zum Zeitpunkt als sich die "Lehrlinge" gegen ihre amerikanischen Auftraggeber erhoben haben.

  2. #1482
    MB7



  3. #1483
    Avatar von DerBossHier

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    Zitat Zitat von Usakli Beitrag anzeigen
    Israels Lüge ist aufgeflogen




    Die drei entführten israelischen Jugendlichen wurden nicht von der Hamas getötet

    Die drei jüdischen Jugendlichen sind nicht von der Hamas entführt worden. Das gab ein Sprecher der israelischen Polizei gegenüber einem BBC-Korrespondenten an. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu schloss jeglichen Zweifel, wonach die Jugendlichen von der Hamas entführt wurden, aus. Er forderte Palästinenserpräsident Abbas auf, seine Wege mit der Hamas zu trennen und die Einheitsregierung aufzulösen.

    Diese Ausrede für das Töten von Frauen und Kindern im Gazastreifen flog nach 20 Tagen auf.
    Die Weltöffentlichkeit erfuhr die bittere Wahrheit über den Twitter-Account des BBC-Korrespondenten Jon Donnison, der die Aussage des israelischen Polizeisprechers Mickey Rosenfeld teilte. Demnach habe Rosenfeld gesagt, dass die Hamas die vermissten Jugendlichen nicht getötet hat. Nach den Worten des Polizeisprechers hätten sie den Fall viel schneller aufgedeckt, wenn es sich um die Hamas gehandelt hätte. Hierbei handle es sich um eine „unabhängige Zelle“.

    Diese Meldung kam für die Palästinenser nicht überraschend. Die Hamas hatte schon seit Beginn ein Zusammenhang mit der Entführung abgelehnt. Die Behauptung der Opposition, wonach die „drei Jugendlichen bei einem Verkehrsumfall ums Leben gekommen sind“ beschäftigte die israelischen Medien. Das Verschwinden der Jugendlichen in einem Gebiet unter israelischer Kontrolle hatte Fragezeichen aufgeworfen.
    Der israelische Finanzminister Yair Lapid hatte diese Lüge bei einem TV-Programm versehentlich zur Sprache gebracht. Lapid sagte, für eine Offensive im Gazastreifen mussten sie einen Grund haben, sonst hätte sie die ganze Welt beschuldigt.

    Die westlichen Medien, die immer noch von dem Recht Israels auf Selbstverteidigung sprechen, brechen auch nach diesem Vorfall ihr Schweigen nicht.

    Israels Lüge ist aufgeflogen
    Warum lüge? Das war doch von Anfang an klar, dass es nicht die Hamas war. Hab es schon vor 1-2 Wochen gepostet mit Quelle.

    - - - Aktualisiert - - -

    https://www.middleeastmonitor.com/news/middle-east/13044-saudi-egypt-and-israel-work-together-in-gaza-attack-

  4. #1484
    Avatar von papodidi

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    Guter Kommentar einer Israeli:

    Über die Autorin:
    Yuli Novak, 32, diente 2000 bis 2005 in der israelischen Luftwaffe, zuletzt als Oberleutnant. Seit 2013 ist sie geschäftsführende Direktorin von "Breaking the Silence", einem Zusammenschluss regierungskritischer Soldaten.

    28. Juli 2014 13:20


    Israelische Bomben auf Gaza

    Tausend Kilo Tod


    Bomben auf Wohnhäuser in Gaza: Vor zwölf Jahren war das noch ein Skandal. Jetzt ist alles anders. Was damals eine extreme Ausnahme war, ist jetzt offizielle Strategie. Noch schlimmer ist aber, dass in Israel fast niemand gegen diesen Automatismus protestiert.

    Vor ziemlich genau zwölf Jahren, am 23. Juli 2002 war es, warf ein F-16-Kampfflugzeug der israelischen Luftwaffe in Gaza eine Ein-Tonnen-Bombe auf das Haus von Salah Shehadeh, der damals Führer des militärischen Flügels der Hamas war. Man muss kein Luftkampfexperte sein, um sich vorzustellen, was nach dem Einschlag einer Ein-Tonnen-Bombe von einem Haus übrig bleibt - nicht viel. Diese Bombe, die am frühen Morgen einschlug, tötete nicht nur Shehadeh. Sie tötete auch 14 Zivilisten, darunter acht unschuldige Kinder.

    Ich diente damals als Stabsoffizier in der israelischen Luftwaffe. Wie bei vielen meiner Freunde lastete im jungen Alter von 20 Jahren eine immense Verantwortung auf meinen Schultern. Ich war zuständig für die Organisation des Flugzeuggeschwaders am Boden. Ich leitete Befehle und Geheimdienstinformationen vom Luftwaffenhauptquartier an die Piloten weiter, sorgte für die Einsatzvorbereitung der Flugzeuge und stellte den Piloten umfassende Unterstützung bereit.


    Nach dem Anschlag auf Shehadeh mit den vielen Toten war Israel erschüttert. Selbst nach den Beteuerungen der israelischen Verteidigungskräfte (Israel Defense Forces, kurz IDF), der Angriff gegen einen wichtigen Organisator des Terrors sei operativ gerechtfertigt gewesen, blieb die öffentliche Meinung dieser Aktion gegenüber sehr kritisch. Der Preis des Erfolges, der Tod unschuldiger Zivilisten, sei zu hoch, hieß es. Mehrere israelische Intellektuelle riefen den Obersten Gerichtshof an, um die Rechtmäßigkeit dieses Einsatzes untersuchen zu lassen. Einige Monate später verfasste eine Gruppe von Pilotenreservisten ein Schreiben, in dem die Art solcher Einsätze zur Eliminierung von Gegnern kritisiert wurde.
    ...
    Ein notwendiges Übel?
    ...
    Ich war erst 20 Jahre alt und aus ganzem Herzen überzeugt, dass wir taten, was getan werden musste. Etwaige Opfer betrachtete ich als notwendiges Übel. Etwaige Fehler würden untersucht werden, um dann Lehren daraus zu ziehen. Da war ich mir sicher.
    Jetzt ist alles anders. Ich habe diese sichere Überzeugung verloren, die ich damals hatte. 2002 war der Abwurf einer Ein-Tonnen-Bombe auf ein Haus und der Tod von 14 Zivilisten die Ausnahme - die Aktion zog eine kontroverse Debatte nach sich. Einige Monate nach dem Anschlag auf Shehadehs Haus räumte die Armee ein, der Bombenabwurf sei ein Fehler gewesen. Ursache sei das Versagen des Geheimdienstes gewesen. Die Führung der IDF behauptete, sie hätten den Einsatz nicht ausgeführt, wäre ihr bekannt gewesen, dass sich Zivilisten in dem Haus befanden.
    ...
    Damals extreme Ausnahme, jetzt offizielle Strategie
    ...
    Und nun, bei der derzeitigen Operation "Protective Edge" ("Fels in der Brandung"), rühmt sich die Luftwaffe damit, bereits mehr als hundert Ein-Tonnen-Bomben auf Gaza abgeworfen zu haben. Was damals eine extreme Ausnahme war, ist jetzt die offizielle Strategie.

    Ein Einsatz läuft heute in der Regel so ab: Wenige Minuten vor einem Bombenabwurf warnen wir die Bewohner, dass die Zerstörung ihres Hauses unmittelbar bevorsteht. Dies geschieht per SMS oder durch den Abwurf einer kleineren Bombe als Warnung. Dies reicht nach unseren Maßstäben schon aus, um das Haus zu einem legitimen Luftangriffsziel zu machen. Wer nicht sofort flieht, stirbt. In den vergangenen beiden Wochen wurden auf diese Weise Dutzende Zivilisten getötet.

    Die Häuser der Hamas-Angehörigen sind so zu angeblich legitimen Zielen geworden, ungeachtet der Zahl der Menschen, die sich darin aufhalten. Anders als noch 2002 hält es niemand für nötig, dies zu rechtfertigen oder sich zu entschuldigen - es ist halt so, und wer nach der Warnung bleibt, ist selber schuld.

    Noch schlimmer ist aber, dass in Israel fast niemand gegen diesen Automatismus protestiert. Ganze Familien werden innerhalb einer Sekunde ausgelöscht - und die Öffentlichkeit bleibt gleichgültig. Von Jahr zu Jahr, von einer militärischen Operation zur nächsten, wird die rote Linie weiter nach hinten verschoben. Es ist nicht mehr klar, wo die Grenze des Erlaubten liegt und wie wir Soldaten erkennen, wenn wir sie überschreiten. Wo wird sie bei der nächsten Operation liegen? Wo in zehn Jahren?

    Ich weiß aus Erfahrung, dass es schwer ist, als Soldat während eines offenen Konflikts Fragen zu stellen. Offiziere am Boden und in der Luft erhalten immer nur Bruchstücke von Informationen - gerade während eines Militäreinsatzes. Deshalb liegt die Verantwortung dafür, die rote Linie zu ziehen, bei der Öffentlichkeit. Sie muss Alarm auslösen, wenn die rote Linie überschritten ist. Es muss eine klare und laute Stimme zu vernehmen sein, die sagt: Es ist unmoralisch, ein Haus zu bombardieren, in dem sich Zivilisten befinden. Dieses Vorgehen darf keine offizielle Strategie sein, die fraglos akzeptiert wird.

    Das Schweigen der Öffentlichkeit angesichts solcher Aktionen - innerhalb und außerhalb von Israel - ist aus meiner Sicht ein stillschweigendes Einverständnis. Es bedeutet, dass für den militärischen Erfolg ein inakzeptabler moralischer Preis akzeptiert wird. Den Frieden, den wir brauchen, wird das nicht bringen.

    Israelische Bomben auf Gaza - Tausend Kilo Tod - Politik - Süddeutsche.de





  5. #1485
    Avatar von Arbeiter

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    Das sich überhaupt jemand traut im ZDF sowas zu sagen Respekt!

  6. #1486
    Avatar von DerBossHier

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    Zitat Zitat von Arbeiter Beitrag anzeigen


    Das sich überhaupt jemand traut im ZDF sowas zu sagen Respekt!
    Was fürn Antisemit

  7. #1487
    Avatar von DerBossHier

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    - - - Aktualisiert - - -





    WATCH: Israeli teen refuses to serve in army, likely to face jail time

    Dozens of supporters, including past refusers, hold demonstration outside Haifa draft board office in solidarity with 19-year-old Udi Segal.

    Udi Segal, a 19 year-old Israeli from Kibbutz Tuval, was supposed to be drafted into the Israeli military on Monday, July 28, 2014. Despite the law obligating him, like most other Jewish Israelis his age, to join the military after graduating high school, Udi refused and was sentenced to 20 days in military prison.

    http://972mag.com/watch-israeli-teen...il-time/94538/
    Klasse Typ...Er kann sich Humanist nennen.. Weil er den Militärdienst verweigert hat muss er 20 Tage ins Militärgefängnis.

    Schaut euch das Video an...

  8. #1488
    SoD

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    Ex-Geheimdienstchef

    «Israel ist ein Instrument der Hamas»
    Die radikale Palästinensergruppe Hamas habe den Gaza-Krieg nicht provoziert, sagt ein Ex-Chef von Israels Inlandsgeheimdienst. Aber sie profitiere als einzige Partei davon.


    Seit nunmehr 20 Tagen bekämpfen die israelischen Streitkräfte die Extremisten der Hamas im Gazastreifen. Ein Ende der Gefechte ist nicht in Sicht. Am meisten zu leiden hat die palästinensische Bevölkerung: Schon über 1000 Menschen sind im Gazastreifen gestorben, die meisten waren Zivilisten.

    Auch Israel bezahlt einen hohen Preis. Nicht nur wegen der Dutzenden Toten und Verletzten auf seiner Seite. Das Land setzt mit der anhaltenden Bombardierung des dicht bevölkerten Gazastreifens seinen Ruf aufs Spiel.
    Einzige Profiteurin des neuen Gaza-Kriegs ist die radikale Palästinenserorganisation Hamas. Das sagt Yuval Diskin, ehemaliger Chef des israelischen Inlandsgeheimdienstes Shin Beth, im Interview mit «Spiegel Online International» (auf Englisch). «Der Hamas ist es egal, dass die Bevölkerung leidet. Auch dass eigene Kämpfer ums Leben kommen, spielt für sie keine Rolle», sagt Diskin.


    Hamas erhält wieder Zulauf

    Die radikale Palästinenserorganisation hat laut dem Ex-Shin-Beth-Chef nur ein Ziel: dass sich im Gazastreifen etwas ändert. Der Hamas fehlt es an Geld, seit in Ägypten Abd al-Fattah as-Sisi an der Macht ist. Dessen Vorgänger Mohammed Mursi hatte die Palästinenser finanziell unterstützt. Zudem hat Kairo unter as-Sisi viele Tunnel zwischen dem Gazastreifen und Ägypten zerstört. Auf die durch solche Tunnel geschmuggelte Ware erhebt die Hamas Zoll, doch der Schmuggel wurde durch die Zerstörung von Tunnels erheblich eingeschränkt, die Zolleinnahmen sanken.
    In der Folge konnte die radikale Palästinenserorganisation ihre Leute nicht mehr bezahlen. Seit Beginn der Kämpfe erfreut sich die Hamas im Gazastreifen wieder wachsenden Zulaufs. Die Bombardierungen treiben junge Männer geradezu in die Arme der Gruppe, wie Diskin ausführt.

    «Hamas war genauso überrumpelt wie Israel»
    Dass die Hamas diesen Krieg mit der Entführung und Ermordung von drei israelischen Jugendlichen im Westjordanland provoziert hat, glaubt der Ex-Geheimdienstchef jedoch nicht. Diskin ist überzeugt, dass die Palästinenser von dieser Tat genauso überrascht wurden wie die Israelis. Das Verbrechen stand am Anfang der Ereignisse, die zu den Kämpfen geführt hatten.
    Danach habe die Hamas allerdings nichts unternommen, um einen Ausbruch der Gefechte zu verhindern, etwa indem sie die palästinensischen Extremisten im Gazastreifen gestoppt hätte, die aus Protest gegen die Hausdurchsuchungen im Westjordanland und später aus Wut über die grausame Ermordung eines palästinensischen Jugendlichen durch israelische Extremisten Raketen auf Israel abfeuerten.


    Netanjahus Politik in der Kritik

    Gleichzeitig übt Diskin scharfe Kritik am israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Dieser habe sich in der Vergangenheit viel zu sehr auf die Stimmen der Rechten gestützt. «Diese Wähler forderten lautstark eine Invasion des Gazastreifens», sagte der Ex-Geheimdienstchef.
    «Israel ist ein Instrument in den Händen der Hamas, nicht umgekehrt», sagt Diskin auf die Frage, wie es jetzt weitergehen solle. Er kommt zum Schluss, dass es unumgänglich sei, den Palästinensern weit gehende Zugeständnisse zu machen. Denn Israel isoliere sich zunehmend. Diskin: «Ich würde niemals Sanktionen gegen mein Land unterstützen, aber die aktuelle Regierung läuft Gefahr, dass genau das auf uns zukommt.»

    20 Minuten - «Israel ist ein Instrument der Hamas» - Hintergrund

  9. #1489

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    Facebook-Hetze gegen ORF-Moderatorin Gadenstätter



    Nach teils bedenklichen Drohungen gegen Außenminister Sebastian Kurz ist jetzt ORF-Journalistin Lisa Gadenstätter Opfer einer regelrechten digitalen Hetz-Kampagne geworden: Auslöser war eine aus dem Ruder gelaufene TV-Diskussion in der "ZiB 24" am 25. Juli zum Thema Nahost-Konflikt und zu den rassistischen Übergriffen auf israelische Fußballer in Bischofshofen. Im Internet wurde nach der Sendung gegen die Nachrichtenmoderatorin gehetzt - und ihr sogar der Tod gewünscht.
    Zu Gast im Studio sollten am vergangenen Freitag Tamir Pixner von der jüdischen Gemeinde Wien und Abdurrahman Karayazili vom Verein "Union Europäisch-Türkischer Demokraten" (UETD) diskutieren. Doch zu einer richtigen Diskussion kam es in der Sendung nicht. So weigerte sich der UETD-Chef, dessen Verein auch die jüngste Demonstration gegen Israel in Wien organisiert hatte, sich von dem Platzsturm in Bischofshofen zu distanzieren.

    Streit vor laufender Kamera
    Der Befragte empörte sich stattdessen darüber, dass man in der Sendung über ein Fußballspiel diskutieren wolle - während im Gazastreifen Menschen sterben. Karayazili verlangte in weitere Folge von Pixner, sich von der Aussage einer rechten israelischen Parlamentsabgeordneten zu distanzieren, die palästinensische Zivilisten als "legitime Ziele" von Angriffen bezeichnet hatte. Pixner weigerte sich mit der Begründung, keine Stellungnahmen zu Aussagen abgeben zu wollen, die er nicht entsprechend kenne.

    Als Gadenstätter Karayazili daraufhin fragte, ob er sich wiederum von der Aussage des türkischen Premiers Recep Tayyip Erdogan distanziere, wonach das, was Israel Palästina und Gaza angetan hat, über das hinausgehe, "was Hitler den Juden angetan hat", lief die Sendung völlig aus dem Ruder. Auch auf mehrmalige Nachfrage - "Ja oder nein? Wenn Sie mir keine Antwort geben, muss ich annehmen, dass Sie sich nicht davon distanzieren" - war der Studiogast nicht bereit, zu antworten.

    Vereinschef stürmte aus dem Studio
    Der Vereinschef schwieg zunächst vor laufender Kamera, um sich kurz darauf mit den Worten "Danke, ich verlasse das Studio" das Mikrofon von der Kleidung zu ziehen und aus dem ORF-Studio zu stürmen. Seine Stimme fand der UETD-Chef allerdings wenig später auf Facebook wieder, wo er zu dem Eklat in der "ZiB 24" postete: "Sind wir im Kindergarten, dass wir auf eine Frage mit JA oder NEIN antworteten? Der Redakteur, der der Moderatorin ins Ohr die Anweisungen flüstert wird von der israelischen Lobby gesteuert."

    In weiterer Folge entbrannte ein Shitstorm gegen Gadenstätter, der schon bald besorgniserregende Ausmaße annahm. "Hure", "Ich hätte ihr ins Gesicht geschlagen", "Und genau für solche Leute wie ihr, Gott sei Dank gibt es die Hölle", "von der israelischen Lobby gesteuert", "eine geistig Behinderte", "die Strafe wird schmerzhaft sein", "verkacktes Lebewesen", "hoffentlich stirbt die dumme Hure" - zahlreiche solcher hetzerischen Postings gegen die ORF-Moderatorin fanden sich auf der Facebook-Seite der UETD, der Pinnwand des in die Sendung geladenen UETD-Präsidenten und einer eigens gegründeten Gruppe, wie unter anderem Efgani Dönmez, Bundesrat der Grünen, im Detail auf Facebook dokumentierte.

    Teils wurden die Drohungen mit Klarnamen gepostet, großteils blieben sie lange Zeit unkommentiert stehen, nur die besonders hetzerischen Drohungen wurden offenbar gelöscht. Auf einer von Fans für Gadenstätter eingerichteten Facebook-Fan-Seite waren sogar Todeswünsche zu lesen, so Dönmez weiter. Damit nicht genug, rief Karayazili zum Online-Protest gegen das "Unrecht" auf, das ihm in der "ZiB 24" widerfahren sei. Mehrere ORF-Stellen bis hin zum Generaldirektor erreichte eine Welle an Beschwerden-Mails über die "unfaire Berichterstattung".

    ORF reagiert auf Hetze
    Der ORF sah sich daraufhin veranlasst, auf die Hetze gegen Gadenstätter zu reagieren: "Herr Karayazili wurde eingeladen, wie sein Gegenüber auch, Antworten auf Fragen zu präsentieren. Das hat er nicht getan. Mehrmals hat Frau Gadenstätter Herrn Karayazili gebeten, die Spielregeln eines Studiogesprächs zu beachten. Herrn Karayazilis Verhalten machte es unseren Zusehern unmöglich, dem 'Gespräch' zu folgen. Die Chance, seine Argumente live und ungeschnitten dem Publikum darzulegen, hat sich Herr Karayazili durch sein Verhalten weitgehend entgehen lassen. Dies ist bedauerlich, fällt aber nicht in unsere Verantwortung", hieß es in der Stellungnahme des Senders.

    Auf Twitter äußerten zudem ORF-Journalisten wie Armin Wolf oder Hanno Settele heftige Kritik an der Hetze gegen ihre Kollegin. Karayazili antwortete per Tweet, distanzierte sich einerseits von der Hass-Kampagne und ortete andererseits Hetzte gegen die UETD. "Niemand hat von der uetd jemanden bedroht. Die postings sind in keinster Weise akzeptierbar und zu bestrafen", schrieb er in dem Kurznachrichtendienst. Und in einem weiteren Tweet: "Diese postings sind von einer Seite in Deutschland. Klar distanzieren wir uns von solchen Aussagen. Schwarzkampagne hoch10".

    Gudenus fordert UETD-Verbot
    Der freiheitliche Wiener Klubobmann Johann Gudenus forderte unterdessen ein Verbot der UETD. "Spätestens jetzt muss der Verfassungsschutz die UETD überprüfen und gegebenenfalls ein Verbot des Vereins durchsetzen", so Gudenus am Dienstag in einer Aussendung. Zuvor hatte bereits eine Welle judenfeindlicher Postings Innenministerin Johanna Mikl-Leitner auf den Plan gerufen. Gemeinsam mit Justizminister Wolfgang Brandstetter arbeitet sie an schärferen Gesetzen zu "Hassverbrechen". Auslöser waren unter anderem hetzerische Postings gegen Außenminister Sebastian Kurz auf Facebook

    Naja was soll man dazu sagen ...
    Typisch ..... !!

  10. #1490
    Avatar von Qasr-el-Yahud

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    06.02.2013
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    Naja was soll man dazu sagen ...
    Typisch ..... !!
    Nicht so schüchtern Jung! Lass deinem antimuslimischen Rassismus freien lauf!!! Komm schon!!!

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