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Israel-Palästina Konflikt Sammeltheard

Erstellt von Melek, 20.04.2009, 20:57 Uhr · 5.883 Antworten · 199.869 Aufrufe

  1. #2701
    Avatar von Dinarski-Vuk

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    Zitat Zitat von Charlie Brown Beitrag anzeigen
    Wann hat die Hamas oder ein führender Politik jemals öffentlich von einer Zwei-Staaten-lösung gesprochen? Nie, wenn so wäre hätte man die offizielle Charta schon geändert wie es die Fatah getan hat, die Hamas ist und bleibt eine islamistische Terrororganisation, welche sich mit Wohltätigkeitsarbeit Stimmen erkauft hat bei der palästinensischen Bevölkerung und vor allem wegen der Korruption der Fatah die Wahlen gewinnen konnte. Von Israel zu verlangen mit der Hamas Frieden zu schließen die kein Interesse an Frieden und einer Zwei-Staaten-Lösung haben

    ...............
    Du hast zwar viel geschrieben, aber im Grunde sagt es wenig aus, weil du zu oberflächlich die Thematik angehst. Die "Beziehungen" zwischen Israel und Gaza waren bisher keine normalen zwischenstaatlichen Beziehungen, sondern Beziehungen, die im gewaltförmigen Konflikt der beiden Akteure bestanden, soweit wirst du mir zustimmen? Wenn wir also über diesen Konflikt schreiben, dann muss man beide Akteure gleichzeitig einbeziehen und die absolute Asymmetrie muss in unseren Analysen ebenfalls einfliessen.

    Auf der einen Seite steht Israel als viert- oder fünft stärkste Militärmacht der Welt, die über die beste und höchst entwickelte Luftwaffe der Region verfügt, die Drohnen selbst baut und systematisch einsetzt und die auf dem IT-Gebiet eine Weltmacht ist und praktisch alle Bewegungen in Gaza in "Realzeit" verfolgen kann. Auf der anderen Seite steht ein völlig verarmtes Land, eine Gesellschaft, die seit 1948 nie die Chance zur Entwicklung in auch nur annähernder Freiheit gehabt hatte, mit einer politischen Partei, die einen bewaffneten Zweig (die sog. Qassam-Brigaden), mit sehr begrenzten militärischen Möglichkeiten besitzt. Im Laufe der Jahre konnten wir zwischen Gaza und Tel Aviv sehr schnell ein Muster von Aktion und Reaktion feststellen, und immer wieder kam es anschliessend zu einer Waffenruhe, meist auf Initiative der schwächeren Seite.

    Israel hielt von seiner Seite Waffenstillstand ein, bis sich eine Möglichkeit ergab, so die stereotype israelische Argumentation (deine Argumentation), "Terroristen" auf der anderen Seite "gezielt zu töten" oder ein Attentat auf einen militärischen Führer der Hamas zu verüben, ungeachtet der politischen Situation, in der dieses Attentats durchgeführt wurde.

    Es stimmt zwar, dass auf jede Krise beide Seiten immer wieder ausschliesslich militärisch und auf dem Weg der Gewalt reagierten, nur lag der Unterschied im Ausmass des Gewaltpotenzials, das beiden Seiten zur Verfügung stand. Die Hamas hat gerade deswegen versucht, nach dem Beispiel der Hizbullah im Libanon, ein "Gleichgewicht" des Schreckens zu erreichen, wo ein militärisches Gleichgewicht von vornherein ausgeschlossen war.

    Deine Argumentation unterscheidet sich kaum von einem Liebermann oder Netanjayhu. Sobald eine Initiative (die es zu genüge gab) zur Aussöhnung aufgenommen wird, kommt unweigerlich die Warnung aus Israel vor einer Kooperation mit den "Terroristen", vor einer Regierung wo nur "Terroristen" vertreten seien, vor den Konsequenzen, dass Israel dann unilaterale Schritte ergreifen müsste.

  2. #2702
    Avatar von papodidi

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    Danke Dinarski, ich muss hier nichts mehr schreiben!!!

    - - - Aktualisiert - - -

    Und schon schreibe ich doch wieder:

    "Hoffnungslosigkeit der Palästinenser"

    Einer der Vorgänger des attackierten Geheimdienst-Chefs meldet sich besonnen zu Wort. Ami Ayalon war bis kurz vor Ausbruch des zweiten palästinensischen Aufstands im Jahr 2000 im Amt: "Der Terror in diesen Tagen, das ist keine Intifada, kein organisierter Volksaufstand. Weder die Palästinenserführung noch die Hamas steht dahinter. Nein, dieser Terror ist das Ergebnis von Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit, vor allem in Jerusalem. Die Atmosphäre ist eine der religiösen Radikalisierung in der ganzen Region."

    Von der Perspektivlosigkeit unter den Palästinensern haben die Israelis bisher wenig gehört. Deshalb wird der ehemalige israelische Geheimdienst-Chef wohl auch kaum wahrgenommen, wenn er sagt: "Wir werden keine Sicherheit haben, solange sie - die Palästinenser - keine Hoffnung haben."

    http://www.tagesschau.de/ausland/jerusalem-157.html

    Hoffentlich wird er in Israel gehört...


  3. #2703

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    Zitat Zitat von Dinarski-Vuk Beitrag anzeigen
    Du hast zwar viel geschrieben, aber im Grunde sagt es wenig aus, weil du zu oberflächlich die Thematik angehst. Die "Beziehungen" zwischen Israel und Gaza waren bisher keine normalen zwischenstaatlichen Beziehungen, sondern Beziehungen, die im gewaltförmigen Konflikt der beiden Akteure bestanden, soweit wirst du mir zustimmen? Wenn wir also über diesen Konflikt schreiben, dann muss man beide Akteure gleichzeitig einbeziehen und die absolute Asymmetrie muss in unseren Analysen ebenfalls einfliessen.

    Auf der einen Seite steht Israel als viert- oder fünft stärkste Militärmacht der Welt, die über die beste und höchst entwickelte Luftwaffe der Region verfügt, die Drohnen selbst baut und systematisch einsetzt und die auf dem IT-Gebiet eine Weltmacht ist und praktisch alle Bewegungen in Gaza in "Realzeit" verfolgen kann. Auf der anderen Seite steht ein völlig verarmtes Land, eine Gesellschaft, die seit 1948 nie die Chance zur Entwicklung in auch nur annähernder Freiheit gehabt hatte, mit einer politischen Partei, die einen bewaffneten Zweig (die sog. Qassam-Brigaden), mit sehr begrenzten militärischen Möglichkeiten besitzt. Im Laufe der Jahre konnten wir zwischen Gaza und Tel Aviv sehr schnell ein Muster von Aktion und Reaktion feststellen, und immer wieder kam es anschliessend zu einer Waffenruhe, meist auf Initiative der schwächeren Seite.

    Israel hielt von seiner Seite Waffenstillstand ein, bis sich eine Möglichkeit ergab, so die stereotype israelische Argumentation (deine Argumentation), "Terroristen" auf der anderen Seite "gezielt zu töten" oder ein Attentat auf einen militärischen Führer der Hamas zu verüben, ungeachtet der politischen Situation, in der dieses Attentats durchgeführt wurde.

    Es stimmt zwar, dass auf jede Krise beide Seiten immer wieder ausschliesslich militärisch und auf dem Weg der Gewalt reagierten, nur lag der Unterschied im Ausmass des Gewaltpotenzials, das beiden Seiten zur Verfügung stand. Die Hamas hat gerade deswegen versucht, nach dem Beispiel der Hizbullah im Libanon, ein "Gleichgewicht" des Schreckens zu erreichen, wo ein militärisches Gleichgewicht von vornherein ausgeschlossen war.

    Deine Argumentation unterscheidet sich kaum von einem Liebermann oder Netanjayhu. Sobald eine Initiative (die es zu genüge gab) zur Aussöhnung aufgenommen wird, kommt unweigerlich die Warnung aus Israel vor einer Kooperation mit den "Terroristen", vor einer Regierung wo nur "Terroristen" vertreten seien, vor den Konsequenzen, dass Israel dann unilaterale Schritte ergreifen müsste.
    Falsch die Hamas hat nur dann Waffenstillstand vereinbart, wenn sie gesehen hat, dass sie ansonsten viele Sympathien bei den Bürgern hätte verlieren können und gleichzeitig ihr eine schwere militärische Niederlage drohte.

    Also hat sie immer dann Waffenstillstände vereinbart und so lange eingehalten bis sie die Möglichkeit hatte Israel wieder mit Bomben und Terror anzugreifen, weil neue Waffenlieferungen und so weiter bei ihr ankamen oder ihre Truppen soweit wieder erholt waren, dass sie wieder gegen Israel militärische und terroristische Aktionen planen konnten.

    Und wenn ich Verhandlungen möchte dann muss ich als Vorbedingung das Existenzrecht meines Verhandlungspartners anerkennen, das tun beide nicht.

    Der Unterschied ist, der eine Verhandlungspartner ist ein Staat mit demokratischen Strukturen und aufgrund der militärischen Überlegenheit derjenige der eben die Hauptbedingungen für Verhandlungen vorgeben kann und von dem gleichzeitig von der Weltöffentlichkeit immer verlangt wird dass er sich stets an bestimmte internationale Regeln zu halten hat und der andere Verhandlungspartner ist eine Terrororganisation die in ihrer Charta eindeutig drin stehen hat, dass sie so lange militärische und terroristische Aktionen durchführen wird bis der Staat Israel zerstört ist.

    Israel hat keine Charta die vorsieht einen palästinensischen Staat zu vernichten. man sieht eben nur nicht ernsthafte Verhandlungen mit einer Organisation oder Partei welche ihr Existenzrecht nicht anerkennt langfristig als sinnvoll an.

    Die Verhandlungen zwischen der israelischen Regierung und der Führung der Fatah beispielsweise verlaufen um einiges entspannter und erfolgreicher, auch wenn es hier Veränderungen geben muss, wie beispielsweise der Abbau der Siedlungen im Westjordanland.

    Ich bin auch nicht gegen einen palästinensischen Staat im Gegenteil nur das kann auf Dauer eine Lösung für Frieden sein, allerdings müsste dieser palästinensische Staat auch die Verantwortung übernehmen kein Sicherheitsrisiko für seine Nachbarstaaten zu sein.

    Das ist bei einer Partei, Organisation welche bei Entstehung eines palästinensischen Staat möglicherweise in der Regierungsverantwortung ist und weiterhin des Existenzrecht Israels nicht anerkennt eben zu bezweifeln.

  4. #2704

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    Die Lektüre des folgenden Buches wird dringend jedem(auch den selbsternannten Nahost-Experten, die bei jeder Gelegenheit und ganz besonders bezüglich Russland die westlichen Medien kritisieren, aber im Falle Israels ihnen sich blind hingeben wie darauf abgerichtete Hunde) empfohlen:

    Walking Into
    The Flames

    book.jpg

    Inhaltsangabe:

    Edwin Black's latest book, Financing the Flames: How Tax-Exempt and Public Money Fuel a Culture of Confrontation and Terrorism in Israel, pulls the cover off the robust use of tax-exempt, tax-subsidized, and public monies to foment agitation, systematically destabilize the Israel Defense Forces, and finance terrorists in Israel. In a far-flung investigation in the United States, Israel and the West Bank, human-rights investigative reporter Edwin Black documents that it is actually the highly politicized human rights organizations and NGOs themselves—all taxpayer supported—which are financing the flames that make peace in Israel difficult if not impossible.

    Black spotlights key charitable organizations such as the Ford Foundation, George Soros’s Open Society Foundations, the New Israel Fund, and many others, as well as American taxpayers as a group. Instead of promoting peace and reconciliation between Arabs and Israelis, a variety of taxpayer-subsidized organizations have funded a culture where peace does not pay, but warfare and confrontation do. Ironically, several Jewish organizations, scooping up millions in tax-subsidized donations, stand at the forefront of the problem. At the same time, the author details at great length the laudable and helpful activities of such groups as the New Israel Fund; he chronicles a heartbreaking conflict between stated intent and true impact on the ground. In addition to documenting questionable 501(c)(3) activity, Black documents the direct relationship between taxpayer assistance to the Palestinian Authority and individuals engaged in terrorism against civilians.

    Chief Findings:


    • A broad spectrum of Israeli military men and numerous Knesset members went on record to say the New Israel Fund and its NGO grantees are systematically "destabilizing the Israel Defense Forces." This has resulted in daily harassment and taunting of IDF soldiers in the field, where young Israeli men and women in uniform are pushed to react. If they do, these incidents are commonly videotaped, edited and then used as "evidence" to be distributed for boycott efforts and war crime prosecutions.
    • The New Israel Fund and its grantee, B’Tselem, fund programs that tolerate the systematic exploitation of children and the use of children for the purpose of provoking Israeli security responses. These incidents are then videotaped, edited, and distributed.
    • Massive daily lobbying to achieve, modify, and block Israeli legislation to create an Israel devoid of Jewish identity, and achieve other political goals, including rigorous involvement in candidate selection and election.
    • While claiming to advance democracy in Israel, the New Israel Fund has regularly sought to undermine the democratic process in that nation by convincing Israeli Knesset members not to show up for voting on key issues.
    • In addition to the questionable 501(c)(3) activity, Black conclusively documents how millions of American taxpayer dollars are funding the salaries of specific terrorists sitting in Israeli prisons, salaries that are among the best paid jobs in the Palestinian Authority, and are calculated to increase with the level of mass murder and destruction.
    • Taxpayer money is being used to further entrench a human-rights double standard where abuses and mistreatment of Jews by Palestinians are tolerated, ignored, and even promoted.
    • Some protestors are actually compensated by charitable organizations when they riot—and such riots can occur on a scheduled basis. American and European activists frequently provoke, incite, and video tape the choreographed riots.
    • Some of the same NGO grantees in Israel engaged in destabilization of the IDF that receive funding from the New Israel Fund, and other foundations, also receive charitable monies from foundations controlled by Iran and Saudi Arabia.



    Einleitung

    As I started this project, things did not seem right. In many ways, Israel appeared on fire. Human rights groups were constantly accusing the Jewish State and its security forces of abuses against civilians—primarily, but not exclusively, with regard to the territorial anomaly known as the "West Bank" as well as other relations with the Palestinians.

    Israel has occupied the territory known as the West Bank since the 1967 Six-Day War. It is now under the joint control of Israel and the Palestinian Authority. This former Turkish colony, in some places gray-washed and rocky, in some places verdant and bucolic, has never achieved self-sovereignty despite many opportunities to do so. Every opportunity, beginning shortly after World War I, has been spurned by the Arab community. Hence, the West Bank is now in national limbo, claimed in different hectares and sectors by both Palestinians and some Israelis, while its approximate perimeter remains outlined by the shadow of centuries of Turkish sovereignty, converted to decades of international mandate under British control, supplanted by years of Jordanian occupation, and now subject to daily seismic movements beneath the contending forces that dwell within its valleys and atop its hills.

    For me, the allegations of human-rights abuses by the Israeli government and society led to a spectacular disconnect. Here was Israel, a country of people yearning to be free even as it laments the reverberations of unspeakable personal suffering. Yet, this people, driven by history, pain, hope, and vision, now stand accused of inflicting hardship, dispossession, and separitude upon the neighbors within its midst, the powerless Palestinians. To do so would be a contravention of its own commanding norms expressed in Exodus 22: "Do not mistreat or oppress a stranger in your midst, for you were strangers in Egypt."
    But I had questions. Were the allegations true?

    Certainly, the abuses can sometimes look real to those who surf the Internet, watch provocative videos, and read the impassioned accounts of international activists. A picture is worth a thousand words, it has been said. But in today’s world, every picture can be viewed in 3-D. What lurks behind the image can be even more telling than the pixels at the surface.

    I also wondered about the empowering dynamic behind the actions of the international protest groups. In my mind, to answer that meant follow the money. For me, the journalistic imperative has always been to follow the money. Money must be followed to understand the following that money attracts.

    Human rights must know no political test and must never be used as a political tool. Throughout history, too many have suffered at the hands of those who believed their higher human-rights calling allowed them to pick and choose sides to validate a prejudice on who should live and who should die, who should be mourned and who should be scorned. In the case of Israel, a lopsided human-rights regimen appears to be a manifest and systemic problem. In many ways, the human-rights community reports to no one—they have learned to exceed entire governments, circumvent national laws, burden the legal system that tries to rein them in, and function as imperially as any multinational corporation. We have seen Big Oil and Big Data, and now we must acknowledge the rise of Big NGO or non-governmental organizations. They may also be called supra-governmental organizations.

    But in this highly flammable, highly politicized, highly polarized arena, simply raising questions often provokes preemptive fire from those who prefer not to answer. All too often, the facts become a distant echo in a cacophonous international debate over who even has the right to ask. In the din, the burning reality of peace and confrontation in the Middle East—and who is funding it—reposes behind an impenetrable and insulated shield. Clearly, because some of the main accusers in the human-rights and activist communities themselves now stand accused by many leading Israeli voices, to fairly investigate and report, such a probe demands a perspective steeped in decades of human rights.

    The title of this book, Financing the Flames, invokes the murky intersection I have monitored during my entire career. For four and half decades, I have been researching and writing about the Middle East and its peoples, as well as the underlying forces that impact both—all within the context of human rights. So, in many ways, this book was a project for which I have prepared during almost a half century of dogged journalism and historical investigation into the tragic world of human rights and the arrogance of corporate-based philanthropic abuse. My goal has always been to uncover the obscure forces that shape our world and the world of our ancestors—in the hope of making a better place for our descendants.

    My long journey through the heart-breaking field of human rights has observed one paramount ideal: all people are entitled to equal human rights regardless of their religion, national identity, race, or social class. No group has a monopoly on human rights. None may be disenfranchised. All blood is red. All tears taste of salt. All despair dims the human spirit. For these reasons, I have investigated the pain of so many disparate groups who have suffered throughout time. So many groups. So much anguish. But in this fractious world, perspective matters.

    My perspective began most earnestly with a probe of the Armenian genocide at the hand of the Turks—a topic I wrote about in my first book, The Transfer Agreement, published in 1984. I detailed this crime years before the mass murder of more than a million defenseless Armenian civilians became a regular discussion point among human-rights groups.

    In my subsequent book, the eugenics chronicle War Against the Weak, the victims crying out for justice were Americans. Poor whites, brown-haired Appalachians, African Americans, Mexicans, Native Americans, Asians, and those of mixed lineage were all targeted for biological elimination by virtue of an elitist complex of laws and institutional programs that coordinated coercive sterilization, marriage prohibition, incarceration, and euthanasia.

    In another book that prepared me for this task, Banking on Baghdad, I delved further into the anguish of Iraq and the entire extended Middle East. I traced the generation-to-generation nightmare—not just to the wars of modern times, but back 7,000 years to the recession of Ice Age glaciers that enabled the first cradles of civilizations. The disconsolate revelation that emerged was that, over the centuries, there has never been a generation in the Mideast that did not victimize or become victimized. This sad truth continued during the fiery rise of Islam and its turbulent schism into Shi’a and Sunni worlds. Unhappily, those cyclical clashes were interrupted by the colonizing West, which coveted the geography and geology of the region.

    Ethnic and religious groups are not the only victims in the world of human rights. For this reason, I have devoted myself to the plight of the deaf, the disabled, and disadvantaged. Three awards granted to me are constant reminders of the universality of human rights. Those three awards are the "International Human Rights Award", by the World Affairs Council Great Lakes; the "Justice for All Award", granted in a Congressional ceremony by the Association of Americans with Disabilities; and the "Drum Major for Justice Award," bestowed by North Carolina Central University. Those of us in the world of human rights are called to rally for those overlooked by the mainstream.
    The compulsion to investigate human-rights abuses, for me, is powered by my own background as the child of Polish Holocaust survivors and as a chronicler of Hitler’s war against the Jews. I have written many works on the historical antecedents and submerged forces at work in the mass murder of six million Jews and the persecution of so many other peoples. My questions have always been not just who did it, but who helped? Here, again, I follow the money.

    As a lifelong investigative reporter, I've discovered that when one follows the money streams, the ultimate sources generally reside atop the highest mountains of commerce. The rogues' gallery of those complicit in corporate genocide includes IBM, Ford, General Motors, and British Petroleum. Each of those firms worked hand-in-glove with the Nazi regime to propel Hitler’s war against civilization.

    The unhappy intersection of big inhumanity and big money finds its most ironic dynamic in philanthropic abuse. It’s a sad reality that some of the world’s greatest charitable nameplates have earned front row positions in the hall of shame as the indispensable enablers of genocide.

    In my eugenics book, War Against the Weak, I revealed that the campaign to extinguish the existence of unwanted minorities and social classes—the so-called unfit—was continuously orchestrated and financed by the prestigious Carnegie Institution and the gilded Rockefeller Foundation. The Carnegie Institution powered the rise of a fake science called eugenics and its implementation as the law of the land. The Rockefeller Foundation joined Carnegie in the effort to make the world a better place by destroying most of its inhabitants. Then, the Rockefeller Foundation went further and transplanted its genocidal racism into Nazi Germany. Rockefeller even funded the Reich’s most notorious and murderous doctors—including the program that sent Mengele to Auschwitz—all in the name of progressive improvement.

    Within the photons of their corporate gleam, the shining names of business and philanthropy too often conceal a shameful particle. This hidden dark matter lurks deep beneath the albedo. That is the opacity that must be scrutinized.

    The preamble above brings me to the present volume. My undertaking for Financing the Flames began not in April 2013 when I first pulled myself out of a spine-altering El Al seat at Ben Gurion Airport to discover Israel's historic soil in historic turmoil. This project actually began more than a decade before. In 2003, I produced the award-winning, multipart, syndicated Jewish Telegraphic Agency series Funding Hate. That investigation revealed that the Ford Foundation, misusing its prodigious tax-exempt, multi-billion-dollar treasury, was funding dozens of NGOs and other organizations engaged in the worst campaigns of anti-Jewish and anti-Israel hate in recent memory. Some twenty-one congressmen, along with numerous Jewish leaders, launched a concerted effort to stop this abuse. Ultimately, the Ford Foundation abruptly pulled its funding of those groups and instead channeled its millions into an organization called the New Israel Fund.

    Since that 2003 investigation, I have received innumerable requests from editors and readers to undertake a follow-up investigation. Most of those requests were centered on allegations that New Israel Fund, run by some of the most talented minds in the Israeli and Jewish community, was perversely using the organization’s access to tax-subsidized millions to actually undermine the Jewish state. The complaint heard most loudly was that the New Israel Fund and its hundreds of grantees were lock-stepped in an ideological struggle to destabilize the Israeli military and erase Israel’s Jewish identity for its own left-wing purposes. The heart-provoking realm of Palestinian human rights, the many allegations assert, was being used as a tool in a towering political agenda to remake the Jewish State into a state that was not Jewish and, indeed, might not even continue to exist as an independent state.

    The anglicized Hebrew and Yiddish word chutzpah comes to mind. The word has come to represent the most outrageous form of arrogance and hubris. In many circles, the most precise definition is this: a man murders his parents and then pleads for sympathy from the court on the grounds that he is an orphan. Now, entire communities of Israeli society charge that American-financed human-rights activists in Israel facilitate and encourage aggressive and illegal activity against Israeli security forces in the hope of provoking a response, which could then be videotaped and publicly posted to cause an Internet embarrassment for the State of Israel, especially the Israel Defense Forces. This charge is vigorously denied by the New Israel Fund and its beneficiaries.

    The allegations charge that confrontations are staged, financed, and well-choreographed to provoke international outrage against a State that increasingly finds itself armed to the teeth with high-tech weaponry but helpless in the face of contrived accusations. Those making these charges do not dwell at the margins of Israeli society. They come from a gamut of the nation’s leadership—some shouting from the rooftops and some afraid to speak publicly, expressing the fear that the New Israel Fund collective from New York and Washington will launch a retaliatory campaign in Tel Aviv or Jerusalem.

    In this systematic campaign of destabilization, many named critics openly charge, members of the Israel Defense Forces are being abused, harassed, taunted, and provoked until some of them react. Many of the taunted soldiers are mere teenagers who have just graduated into mandatory military service. This web of facilitation, it is charged, is subsidized by American taxpayers by virtue of the tax-deductible status of the 501(c)(3) charitable organizations in question. That makes it everybody’s business.

    While those organizations are enabled under the American tax code as taxpayer-subsidized for charitable purposes, it is loudly claimed that many of them, especially those associated with New Israel Fund, are engaged in a prodigious political and electoral struggle in Israel. This would be contrary to the intent and spirit of the American tax code and the American taxpayers, who ultimately pay to fuel this supranational interference in Israel's internal affairs.

    The politicking complained of includes nonstop lobbying and ceaseless legislative action in Israel’s parliament, the Knesset. It even includes concerted attempts to undermine Israel's democracy by efforts to stop Knesset members from showing up to vote on certain volatile issues. Ironically, while claiming to champion democracy at all costs, it challenges credulity to understand how democracy is served by manipulating Israeli legislators to not exercise their democratic right to vote in their own parliament.#
    It is alleged by many critics within Israel that nothing less than an out-of-control, anything-goes Wild West has been established by American-funded international human-rights organizations. In this Wild West, as critics openly charge, video exploitation of child endangerment and the use of children as human shields is an everyday occurrence calculated to provoke outrage at Israel—all to serve some greater cause. Furthermore, a famous grant-making source, sporting an iconic American name and said to supply many millions of dollars to its grantees, is in fact a completely nonexistent entity creating a massive philanthropic fiction. In this upside-down world of human rights driving off the road, videotaped protesting civilians chant to be mistreated by Israeli security forces and loudly object when soldiers decline to fall into the trap. Then, the attack wings appear, wielding skull-crushing rocks and Molotov cocktails.

    As a topper, a robust human-rights system that demands equal treatment has entrenched a modus operandi that actively discriminates against Jews in Israel. All this is propelled by American taxpayers and a tax code that seek to proliferate American values of equal treatment for men and women of all religions.

    Planned, coordinated violence and provocation by activists change the human-rights equation. The misuse of the banner of human rights to gain political advantage changes that same equation. In the math of the Middle East, many numbers simply never add up.

    If the charges are borne out, millions of American dollars are fomenting a culture of confrontation in Israel at a time when peace efforts are a precious shrinking commodity that needs to be nourished not undermined. In other words, are American taxpayers subsidizing a pernicious system that materially drives people in Israel apart rather than sets the stage for reconciliation? Can Palestinians come to peace terms when there is so much money to be made provoking antagonism and when those who labor daily to coexist in peace are dismissed and forced into the shadows by a mindset that ridicules such coexistence?

    Even worse, are American taxpayers also paying salaries of convicted terrorists? If so, that would be the most perverted use of dwindling American tax dollars at a time when national institutions are teetering atop the precipice of economic collapse. More than making a mockery of American hopes to fight terrorism and shepherd our funds wisely to promote peace, the direct payment of such terrorist subventions is unequivocally illegal.

    These are the tempestuous questions I was called to answer in undertaking this volume. None of this could be achieved from the comfort of a computer screen, through glasses fogged by steaming coffee, and cushioned by an ergonomic chair. This challenge required digging beneath the apparent and burrowing beneath the surface. It required a personal journey into the hearts and minds of the contending parties and an eye-to-eye experience with the war-wounded, the war-weary, and the war-eager of the area. My journey took me from the halls of power and prestige in Israel to the simple Palestinian front rooms where struggle, confrontation, violence, and mourning are a way of life and too often a way of death.

    I travelled from the finest hotels in Jerusalem to the corridors of the Knesset, from fiercely antagonist Palestinian hamlets, where the entire town is mobilized to disrupt at the risk of life and limb, to the resplendent Jewish settlements next door, from remote Palestinian villages, too dangerous for most Israelis to visit, to the regaled epicenters of Palestinian prestige in East Jerusalem. I met my contacts in exquisite settings, humble homes, elaborate tents, and sometimes in the shadows. On occasion, the meeting called for a suit and tie; in some cases, it required a bulletproof vest and Kevlar helmet. On one day I heard an Israeli father mourn the loss of his son murdered by terrorists and on another I found myself in a regularly scheduled riot in the West Bank with a community that lionized such killings. In the morning, I could be rushing to a Knesset meeting and, by evening, exploring a moonlit alleyway in a remote West Bank town tracking down a lead.

    Such undertakings can only be hands-on. That means holding the hand of inconsolable parents, shaking the hand of brave but uncelebrated men from both the Palestinian and Israeli communities, and nervously eyeing the hand of protesters just yards away preparing to heave rocks or worse my way. Readers will climb atop the steed for this journey through every winding hill, to the Israeli homes still in grief, to the Palestinian dwellings where seething resentment and seemingly inextinguishable anger are served up with every tray of tea and cookies, to hidden camera positions where activists lay in wait, and to classic Arab tents where prestigious men of peace stand up to be loudly counted but become a mere distant voice in the hills.

    At first I tried to dig in from the extremities and report from the sidelines. Quickly, I realized that was impossible. My very presence became enzymatic for groups constantly trying to influence my judgment and this book as they attempted to provoke soldiers into cracking down so I could witness it and complain loudly that the authorities were acting responsibly only because my pen and paper were deployed.

    Through this journey, I worked closely, continuously, and amicably with the men and women of the international human-rights community, the organized Palestinian popular resistance, the New Israel Fund, B’Tselem, members of the Knesset, the Israel Defense Forces, American Jewish groups, the Ford Foundation, and many others. During these months of question and question again, I found some very decent people, each with a burning vision. Unhappily, those competing visions represent a parallax. Too often they are stigmatized first and reasoned with second. Less astigmatism and more clarity would bring the divergent views closer together.

    Nothing in my book should be used to drive people apart in word or deed, but rather to inspire them to find the commonalities that trace back through all the descendants of Abraham. The goal is not victory. It is a victorious peace.

    The end product of my project became too vast for an article, as I originally intended, or even a multi-part series, as I did for Funding Hate. For me, the context is too important. Moreover, massive amounts of information were provided to me by my cooperating sources, including New Israel Fund vice president of communications Naomi Paiss, B’Tselem media liaison Sarit Michaeli, and many others. Even though the duty of every such undertaking is to intelligently exclude 99 percent of everything, the vast material I assembled cried out for much more.

    I resorted to a genre, which I shall dub the newsbook. Newsbooks were popular in the seventeenth century, devoted to a single vast topic such as a war or a notorious trial. In our century, major newspapers and others have learned to assemble all their coverage of an election, a war, or an epic event in one dense resource, too big for any daily edition but suitable for binding. Today’s technology makes this even more possible.

    This means Financing the Flames should be read like any multipart series—but many times larger. This means that like a multipart newspaper series available forever on the Internet, readers must be date aware.

    Normally, my books such as IBM and the Holocaust and The Farhud are based on immutable historic fact. Every sentence is a built on a solid factual rock—good forever. In this book, titles, facts and figures, relationships, statuses and so forth are valid during the time frame investigated, as they would be in a breaking feature story in a newspaper or magazine. In this case, the work was investigated and written, day and night, over ten time zones, from late April to late August 2013. Titles, relationships, alliances, and conditions can change. In the Middle East, they can change overnight. The endnotes will aid readers in the process.

    Just during the several months of this project, a number of facts changed. My contact in B’Tselem, Sarit Michaeli was shot in the leg with a rubber bullet in the very village I had visited just several weeks earlier. The ever-popular spokesman for the Israeli military, Barak Raz, retired from that particular position. The Ford Foundation announced two major grants to established Jewish causes: Yad Vashem and the Anti-Defamation League.

    The saddest update we were compelled to make during these months was a description of the carnage and dispossession in Syria. In late spring we wrote 80,000 killed and 1.2 million refugees. Just before going to press, we made the disconsolate correction: more than 120,000 killed and some 2 million refugees. By the time you read these words, those figures will also be obsolete.

    During the manuscript preparation, I submitted my work for close scrutiny and comment to about 30 readers, as I usually do. This includes eminent tax attorneys, military men, historians, political analysts and ordinary unaffiliated people with an interest in the Middle East. Generally, we seek typos and textual suggestions on the history or law that will sharpen precision. In this case, I was amazed at some of the comments. Knowing how political the entire topic is, Paiss of the NIF amiably warned me that every word would be “parsed six ways” by everyone for political intent. For this reason, I tried to walk an editorial tightrope, being, like many Americans, unaligned with Israeli political factions. All truth in Israel is chanted in the dodecaphonic scale. The same note strikes one individual as a sharp and the other as a flat.

    One final caution, as in all my books, I have established an explicit contract with my readers based on the complete storyline that unfolds. That contract holds as follows. If you cannot read the entire book without skipping around, please do not buy it. Close the cover, and walk away. That injunction holds supremely true for this volume. I do not seek partial readers. Partial understanding is why this book was necessary. That said, when one tackles a topic of such enormity, going back centuries, the writer must omit 99.9 percent of everything. Every chapter is a mere invitation to read a bookshelf of other excellent works about the subject of that chapter. I wrote Financing the Flames to go beyond the fragments and the fleeting phantasmagoria of selective facts.

    Many people know how this saga began, but no one knows how this saga will end. For the Israelis, the resilient ethos embedded in their existence is encapsulated in their national anthem. That song is called Hatikva. In Hebrew, it means "the hope." Until that desire—that hope—triumphs for all its residents, we must recognize those who are seeking the opportunity to construct the durable bridge between Arab and Jew, and confront those who are financing the flames intended to burn it down before it spans that gulf, so narrow—but oh so deep.

  5. #2705
    Avatar von Rafi

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    Zitat Zitat von Dinarski-Vuk Beitrag anzeigen
    Deine Erinnerung scheint ein wenig verblasst zu sein oder bedienst dich absichtlich mit diesen Klischees und Unterstellungen. Besonders auffällig wie wenig du über die Hamas informiert bist und warum sie in der Bevölkerung einen starken Rückhalt geniesst.

    Das Engagement der Hamas auf der Ebene von Städten und Gemeinden hatte noch in den siebziger Jahren in den Zeiten der Muslimbruderschaft begonnen. In der zweiten Hälfte der Osloer Periode, als Scheich Yassin (hoffe der sagt dir was) die Bewegung auf den Wiederaufbau der institutionellen Infrastruktur verpflichtet hatte, erhielt es zunehmende Relevanz.

    In den Jahren der Intifada schliesslich wurde dieses Engagement von zentraler Bedeutung für die gesamte Gesellschaft: v.a. durch das breit gewebte Netz im Bereich der Sozialarbeit. Parallel dazu hatte die Hamas (was du nie zugeben würdest) durch ihre Arbeit im Erziehungssektor, angefangen vom Kindergarten bis zur Universität, ebenso wie im Gesundheitssektor Symphatien und Unterstüzung bekommen.

    Selbst Kritiker der Hamas (auch u.a, Haaretz) hatten darauf hingewiesen, dass der Grossteil des von der Hamas kontrollierten Budgets in Aktivitäten im Erziehungs-, Kultur-, Sozial- und Wohlfahrtsbereich fliesst. Die Hamas hatte sich damit eine konkurrenzlos starke Stellung an der Basis der Gesellschaft erarbeitet. Sie galt uneigennützig, effizient und frei von jedem Verdacht der Korruption.

    Und falls du es vergessen hast, nach dem Wahlsieg der Hamas hat es in den ersten Presseerklärungen verschiedener Hamas Führer im In- und Ausland ein klarer Konsens über eine gemässigte Politik abgezeichnet und gefestigt: Weiterführung des Waffenstillstands, den die Hamas erfolgreich eingehalten hatte, sprich Verzicht auf Gewalt, Akzeptanz einer Zweistaatenlösung, und das trotz der Tatsache, dass der Gazastreifen, zwar in anderer Form als bis 2005, nämlich durch die systematische Abriegelung und Kontrolle von aussen, unter israelischer Besatzung geblieben ist.
    Das hast du alles sehr schon geschrieben, nur scheint dir entgangen zu sein, das wir das Jahr 2014 schreiben. Ebenso ist dir entgangen, das die Hälfte aller Anschläge in der 2. Intifada auf das Konto der "friedliebenden" Hamas gingen, die andere Hälfte auf das befreundeter Terrorgruppen. Ebenso erwähnst du nicht, das Ägypten die Grenze zu Gaza stringenter geschlossen hielt als Israel, das Ägypten sich vier Jahre an der Blockade beteiligt hat.
    Warum? Weil sie ihr Volk vor Terroristen schützen. Das machen Staaten so. Nach dem Anschlag ist die Grenze zu Ägypten mit einem 500 m breiten "Graben" gesichert, die neuen(!) entdeckten Hamas-Tunnel auf ägyptischen Gebiet zugeschüttet weil offensichtlich Waffen für Anschläge nach Ägypten gebracht worden sind. Das wird komischerweise auch von niemandem kritisiert. Die haben die größten Probleme mit den islamistischen Muslimbrüdern, der auch die Hamas entsprungen ist.
    Seit 2013 benutzt die Hamas eigene Schulbücher, die vom pädagogischen Konzept der palästinensischen Autonomiebehörde. In denen steht u.a., dass man den Staat Israel nicht anerkennen darf, dass der Osloer Friedensprozess niemals stattgefunden hat und das sich Palästina sich vom Jordan bis zum Mittelmeer erstreckt.
    Das klingt doch sehr nach Zweistaatenlösung, nicht wahr? ^^

    Diese Verklärung einer Terrortruppe ist heute schon bemerkenswert.

    Noch was zum Nachdenken (2006 !), verlogene Propaganda die schon lange gemacht wird, bis es sich auch ins letzte Hirn eingebrannt hat.


  6. #2706
    Avatar von Dr. Gonzo

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    Diese Hirnis braucht man nicht ernst nehmen.

  7. #2707
    Avatar von Dinarski-Vuk

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    Zitat Zitat von Charlie Brown Beitrag anzeigen
    Falsch die Hamas hat nur dann Waffenstillstand vereinbart, wenn sie gesehen hat, dass sie ansonsten viele Sympathien bei den Bürgern hätte verlieren können und gleichzeitig ihr eine schwere militärische Niederlage drohte.

    Also hat sie immer dann Waffenstillstände vereinbart und so lange eingehalten bis sie die Möglichkeit hatte Israel wieder mit Bomben und Terror anzugreifen, weil neue Waffenlieferungen und so weiter bei ihr ankamen oder ihre Truppen soweit wieder erholt waren, dass sie wieder gegen Israel militärische und terroristische Aktionen planen konnten.

    Und wenn ich Verhandlungen möchte dann muss ich als Vorbedingung das Existenzrecht meines Verhandlungspartners anerkennen, das tun beide nicht.

    Der Unterschied ist, der eine Verhandlungspartner ist ein Staat mit demokratischen Strukturen und aufgrund der militärischen Überlegenheit derjenige der eben die Hauptbedingungen für Verhandlungen vorgeben kann und von dem gleichzeitig von der Weltöffentlichkeit immer verlangt wird dass er sich stets an bestimmte internationale Regeln zu halten hat und der andere Verhandlungspartner ist eine Terrororganisation die in ihrer Charta eindeutig drin stehen hat, dass sie so lange militärische und terroristische Aktionen durchführen wird bis der Staat Israel zerstört ist.

    Israel hat keine Charta die vorsieht einen palästinensischen Staat zu vernichten. man sieht eben nur nicht ernsthafte Verhandlungen mit einer Organisation oder Partei welche ihr Existenzrecht nicht anerkennt langfristig als sinnvoll an.

    Die Verhandlungen zwischen der israelischen Regierung und der Führung der Fatah beispielsweise verlaufen um einiges entspannter und erfolgreicher, auch wenn es hier Veränderungen geben muss, wie beispielsweise der Abbau der Siedlungen im Westjordanland.

    Ich bin auch nicht gegen einen palästinensischen Staat im Gegenteil nur das kann auf Dauer eine Lösung für Frieden sein, allerdings müsste dieser palästinensische Staat auch die Verantwortung übernehmen kein Sicherheitsrisiko für seine Nachbarstaaten zu sein.

    Das ist bei einer Partei, Organisation welche bei Entstehung eines palästinensischen Staat möglicherweise in der Regierungsverantwortung ist und weiterhin des Existenzrecht Israels nicht anerkennt eben zu bezweifeln.
    Nun, in der Wahrnehmung einer Mehrzahl der Palästinenser hatte die Hamas eine grundlegende und zugleich glaubwürdige Entwicklung durchlaufen. Genau auf dieser Basis sahen die Wähler in ihr ein hohes "demokratisches Potenzial", dass sie nach den langen Jahren der negativen Erfahrungen mit einer Fatah-Regierung nun testen wollten. Was ist daran verwunderlich, wenn die Wähler überall in der Welt dasselbe machen. bzw. man wählt die eine Partei ab und gibt der Opposition eine Chance?

    Und vergiss nicht, es waren die USA und Europa, die vor allem in den palästinensischen Gebieten auf Wahlen gedrängt und deren Durchführung selbst gegen den Widerstand der israelischen Regierung durchgesetzt haben. Sie hatten sogar auf der Beteiligung der Hamas bestanden, um den demokratischen Charakter der Wahlen zu garantieren. Nach den Wahlen allerdings, nachdem sich die Palästinenser zum Entsetzen des Westens nicht, wie erwartet, für die Fatah, sondern für die Hamas entschieden hatten, kam eine vollständige Kehrtwende. Nochmals, sofort nach den Wahlsieg hat sich die Hamas für eine Gewaltlosigkeit ausgesprochen, wobei man ähnlich der PLO 1988, den Schwerpunkt auf eine Beendigung der Besatzung und Errichtung eines palästinensischen Staates in der West Bank und im Gazastreifen mit Jerusalem (der östliche Teil) als Hauptstadt legte, ohne den dazugehörigen zweiten Teil, nämlich die zumindest implizite Anerkennung Israels, ausdrücklich zu erwähnen. Anerkennung abgeschlossener internationaler Verträge mit der einzigen Einschränkung, dass diese im Interesse des palästinensischen Volkes sein sollte.

    So, man würde jetzt logischerweise annehmen, dass für versierte Diplomaten damit eine Grundlage vorhanden gewesen wäre, um die Integration der Hamas in die Politik auch nach den Wahlen weiterzuführen und erfolgreich abzuschliessen. Hast du dir mal den Abschlussbericht von de Soto, dem UN-Sonder gesandten für Nahost-Friedensprozesse mal durchgelesen? Dort drin steht, dass die Menschen in freien und fairen Wahlen, die von der internationalen Gemeinschaft unterstützt und gefördert worden waren, gesprochen haben, und ihre Wünsche man respektierten sollte.

    Die USA haben eigentlich deutlich gemacht, dass sie es ablehnte, die Trennlinie zwischen der Hamas und den palästinensischen politischen Kräften, die eine Zweistaatenlösung befürworteten, zu verwischen. Und schon wieder kamen Blockaden der USA, bzw. das eine Regierung der nationalen Einheit mit einem Kompromissprogramm möglich gewesen wäre, wenn die USA das Quartett nicht dazu gebracht hätte, unerfüllbare Forderungen zu stellen und eine Regierung der "Nationalen Einheit" prinzipiell abzulehnen. Das ganze bedeutete eine direkte Untergrabung jeglicher Autorität der Regierung sowie ihrer Möglichkeiten, anvisierte Reformen umzusetzen.

    Vermutlich war es eine Verkettung von eher zufälligen Umständen, die den militärischen Zweig der Hamas (müsst ihr endlich unterscheiden), die Qassam-Brigaden, zum Entschluss für ihren militärischen Angriff auf den israelischen Armee-Stützpunkt im südöstlichen Gipfel des Gazastreifens brachte. Die Folgen für die Hamas-Regierung und für das Volk war verheerend und dauern in der Praxis bis heute an.

  8. #2708
    Avatar von Dinarski-Vuk

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    Zitat Zitat von Rafi Beitrag anzeigen
    Das hast du alles sehr schon geschrieben, nur scheint dir entgangen zu sein, das wir das Jahr 2014 schreiben. Ebenso ist dir entgangen, das die Hälfte aller Anschläge in der 2. Intifada auf das Konto der "friedliebenden" Hamas gingen, die andere Hälfte auf das befreundeter Terrorgruppen. Ebenso erwähnst du nicht, das Ägypten die Grenze zu Gaza stringenter geschlossen hielt als Israel, das Ägypten sich vier Jahre an der Blockade beteiligt hat.
    Warum? Weil sie ihr Volk vor Terroristen schützen. Das machen Staaten so. Nach dem Anschlag ist die Grenze zu Ägypten mit einem 500 m breiten "Graben" gesichert, die neuen(!) entdeckten Hamas-Tunnel auf ägyptischen Gebiet zugeschüttet weil offensichtlich Waffen für Anschläge nach Ägypten gebracht worden sind. Das wird komischerweise auch von niemandem kritisiert. Die haben die größten Probleme mit den islamistischen Muslimbrüdern, der auch die Hamas entsprungen ist.
    Seit 2013 benutzt die Hamas eigene Schulbücher, die vom pädagogischen Konzept der palästinensischen Autonomiebehörde. In denen steht u.a., dass man den Staat Israel nicht anerkennen darf, dass der Osloer Friedensprozess niemals stattgefunden hat und das sich Palästina sich vom Jordan bis zum Mittelmeer erstreckt.
    Das klingt doch sehr nach Zweistaatenlösung, nicht wahr? ^^
    Diese Verklärung einer Terrortruppe ist heute schon bemerkenswert.
    Noch was zum Nachdenken (2006 !), verlogene Propaganda die schon lange gemacht wird, bis es sich auch ins letzte Hirn eingebrannt hat.
    Apropos Ägypten und die Grenzen. Die Hamas musste neben Sicherheit, Ruhe und Ordnung vor allem die wichtigsten alltäglichen Gebrauchsgüter für die Menschen in Gaza versorgen, deren Lieferung in den Gazastreifen die israelische Armee praktisch unterbunden hatte. Eine Alternative wurde in diesen Tunnels gefunden, die im Süden des Gazastreifens an der Grenze nach Ägypten schon seit Jahren gegraben worden waren, v.a. um zu schmuggeln. Innerhalb dieser kurzer Zeit entwickelte sich ein intensiver unterirdischer Handel mit Ägypten. Nach dem Krieg Israels gegen Gaza erlaubte Israel noch nicht einmal die Einfuhr von Baumaterial, um die zerstörten Wohnungen, Häuser, Schulen, Krankenhäuser und Ministerien wieder aufzubauen. Seitdem wurde eine regelrechte "Tunnel-Ökonomie" aufgebaut, und durch die Tunnel wurde alles eingeführt, was in Gaza gebraucht wurde: von Lebensmitteln über lebende Tiere, Benzin, Baumaterialien bis hin zu neuen Autos. Auch der Personenverkehr konnte in Ausnahmefällen über diese abgewickelt werden.

    Die Einnahmen durch diesen Handel waren eben enorm und brachten der Hamas-Regierung die notwendigen Ressourcen, um das ganze Gemeinwesen in Gaza in Gang zu halten, trotz der internationalen finanziellen Restriktionen, die ihr durch die USA auferlegt worden waren. Jetzt kommen wir zum Punkt denn du absichtlich ignorierst. Für die Menschen in Gaza bedeutete die Tunnel-Ökonomie die Möglichkeit, ein zwar einfaches, aber doch akzeptables Leben zu führen, trotz der Abriegelung und des Boykotts. Das aber bedeute zweifellos einen Zuwachs an Legitimität für die Hamas, ohne Frage.

    Natürlich gab es auch hier eine "andere Seite" der Medaille. Infolge der Kontrolle durch die Hamas haben sich viele Mitglieder ersichtlich bereichert. Man weiss lediglich vom Hörensagen, dass einige Hamas-Mitglieder wegen Korruptionsvorwürfen ihrer Ämter enthoben wurden, aber da keine regulären Gerichtsverfahren gegen sie durchgeführt wurden, konnte der Vorwurf der Korruption nicht entkräftet werden. Dass die Hamas auch höher entwickeltes Geschoss ins Land gebracht hat (ob auf dem Seeweg oder durch die Tunnel ist unklar), will ich gar nicht abstreiten.

    Die überwältigende Macht Israels und ihre Unterstützung durch die Weltmacht USA bilden die Grundlage für diese Krise. Aus der Sicht der Israelis wurde der israelisch-arabische Konflikt schon vor Jahren "gewonnen", so ca. 2004 unter Bush, als er Israel zusagte, dass die USA nicht von Israel erwarteten, dass sich ihr Staat auf die Grenzen von 1967 zurückziehen sollte. Damit war die "Zweistaatenlösung" effektiv tot. Die Integration der Siedlungsblöcke, wenn nicht überhaupt aller Siedlungen in der West Bank, ist in Israel inzwischen weitestgehend akzeptiert. Es wird eben damit argumentiert, dass die West Bank eigentlich Israel gehört und dass deshalb auch die Siedlungen Teil von Israel sind und bleiben müssen. Von daher gibt es eigentlich "keine Besatzung" mehr, und das Schweigen über die Besatzung dominiert die Diskurse der Politiker weltweit. Aber wie alle Proteste der EU gegen Israel bleiben sie folgenlose Buchstaben auf "geduldigem" Papier, und am nächsten Tag ist man wieder bei der Tagesordnung angekommen und kooperiert auf allen Ebenen und bestens mit dem "befreundeten" demokratischen Staat Israel.

    Noch zu diesem Punkt:

    Diese Verklärung einer Terrortruppe ist heute schon bemerkenswert.
    Noch bemerkenswerter ist es, gegen wie viele Regeln der Allgemeinen Verstösse der Genfer Konvention oder Haager Landkriegsordnung sich Israel wiedersetzt und diese systematisch in jedem Krieg zum Einsatz bringt: Zerstörung von Wasser- und Elektrizitätswerken, Aushungern der Zivilbevölkerung, Behinderung humanitärer Hilfe, Flächenbombardements, Angriff und Bombardierung unverteidigter Städte, Wohnungen oder Gebäude, Verwendung von Antipersonenminen und unterschiedslosen Waffen (z.B. Streubomben) oder Bombenteppich. Such es dir aus und denk nochmal über den den Begriff "Terrortruppe" nach.

  9. #2709
    Avatar von Rafi

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    .....die den militärischen Zweig der Hamas (müsst ihr endlich unterscheiden)
    @Dinarski-Vuk
    Es gibt bereits seit 2007 weder einen militärischen Zweig, noch eine soziale Bewegung der Hamas mehr, bereits als als sich Fatah und Hamas blutige Kämpfe geliefert hatten. Angehörige des militärischen Zweiges haben die palästinensische Regierung als "zu moderat" kritisiert sich abgewandt, sich mit radikalislamischen Zellen verbündet und zum bewaffneten Djihad aufgerufen. Ismail Hanijeh, der damalige Ministerpräsident ist 2007 zurückgetreten (muss man wissen). Wir schreiben das Jahr 2014.

    Übriggeblieben ist die radikalislamische Hamas als Sammelbecken für terroristische Splittergruppen, die Israel von der Landkarte getilgt sehen wollen. Es dauert nicht mehr lange, dann wird der Machtverlust von Abbas mit der Fatah noch größer. Das ist Tatsache, auch wenn du das nicht glauben willst. Lies einfach mal palästinensische Medien oder lass sie dir vorlesen, da steht das alles drin.

    Zerstörung von Wasser- und Elektrizitätswerken, Aushungern der Zivilbevölkerung, Behinderung humanitärer Hilfe, Flächenbombardements, Angriff und Bombardierung unverteidigter Städte, Wohnungen oder Gebäude, Verwendung von Antipersonenminen und unterschiedslosen Waffen (z.B. Streubomben) oder Bombenteppich.
    Du hast von der humanitären Hilfe Israels für Palästinenser während der 50 Tage Krieg nichts mitbekommen, du stellst hier Dinge in den Raum von denen du hier und dort ein bisschen gelesen hast. Es ist dir auch entgangen das die Hamas aus unverteidigten Städten gefeuert hat, nicht ohne dafür zu sorgen, das genug plästinensische Zivilisten vor Ort waren, du weisst nicht das die Palästinenser gewarnt werden und wurden wenn zurückgeschossen wird, du weisst nicht wieviele israelische Konvois mit Wasser und Lebensmitteln nach Palästina gefahren sind und dabei beschossen wurden, du weisst nicht das palästinensische Verletzte die nach Israel gebracht wurden um in Lazaretten und Hospitälern behandelt werden zu können von der Hamas an der Grenze beschossen wurden... .
    Ganz einfach weil du das nicht wissen willst. Deswegen belass ich es dabei. Glaube was du willst.

  10. #2710
    Avatar von Dinarski-Vuk

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    Zitat Zitat von Rafi Beitrag anzeigen
    @Dinarski-Vuk
    Es gibt bereits seit 2007 weder einen militärischen Zweig, noch eine soziale Bewegung der Hamas mehr, bereits als als sich Fatah und Hamas blutige Kämpfe geliefert hatten. Angehörige des militärischen Zweiges haben die palästinensische Regierung als "zu moderat" kritisiert sich abgewandt, sich mit radikalislamischen Zellen verbündet und zum bewaffneten Djihad aufgerufen. Ismail Hanijeh, der damalige Ministerpräsident ist 2007 zurückgetreten (muss man wissen). Wir schreiben das Jahr 2014. Übriggeblieben ist die radikalislamische Hamas als Sammelbecken für terroristische Splittergruppen, die Israel von der Landkarte getilgt sehen wollen. Es dauert nicht mehr lange, dann wird der Machtverlust von Abbas mit der Fatah noch größer. Das ist Tatsache, auch wenn du das nicht glauben willst. Lies einfach mal palästinensische Medien oder lass sie dir vorlesen, da steht das alles drin.
    Wie immer nur einseitige Schlüsse deinerseits. Die Hamas hat spätestens seit 2013 realisiert, dass sie ohne starke Unterstützung aus der Gesellschaft und ohne Reaktivierung ihrer eigenen Basis sich höchstens als autoritäres Regime in Gaza reproduzieren kann, immer der Gnade Israels ausgeliefert zu sein. In beiden Bewegungen (sowohl Hamas als auch Fatah) hat eine vorsichtige Sondierung in Richtung Diskussion neuer Strategien begonnen. Die Zeichen der Zeit deuten in Richtung einer erneuten Mobilisierung der Gesellschaft für einen neuen Massenwiderstand gegen die Besatzung, die die Palästinenser immer noch als solche Tag für Tag erleben und die sie endlich beenden wollen. Dieser Konsens hat die besten Chancen, wenn er als gewaltloser Widerstand organisiert und geleistet wird. Der Weg dahin dürfte noch ein langer sein. Vielleicht sollten sie sich am grössten öffentlichen Erfolg der Palästinenser in den letzten Jahren orientieren, auch wenn es nur symbolisch war, als ein einfacher Junge aus einem Flüchtlingslager aus Gaza nach Beirut zog und die Palästinenser auf der ganzen Welt mit seiner Stimme, seinem Charme und seinem überwältigendem Charisma mobilisierte und hinter sich vereinigte.

    Ich habe kein Problem damit die Selbstmordattentate der Hamas zu verurteilen, sowie das jeder normale Mensch egal welcher Konfession er angehört tun würde. Auch die restliche Welt, die du so gerne kritisiert, vor allem den "verweichlichten und übermotivierten" Westen reagiert berechtigt mit moralischer Empörung. Jedoch bleiben diese Verurteilungen ebenso wie die Empörung einseitig, da der Gewalt Kontext in den besetzten Gebieten systematisch von dir und deinen "verweichlichten" Medien ausgeklammert blieb. Vergiss nicht, Gewalt von "unten" wird oft provoziert von Gewalt von "oben", und wenn nicht Gewalt, dann mindestens Unterdrückung und Willkür. Für unseren Kontext ist zum einen festhalten, dass Gewalt gegen Zivilisten, egal ob von Befreiungsorganisationen oder von Besatzungsregimen ausgeübt wird, gegen geltendes internationales Recht verstösst.

    Gerade im Konflikt zwischen der Fatah und Hamas wurde entsprechend dem aufgezeigten Muster die Hamas zum "Terroristen" abgestempelt, während die Fatah, zum ersten Mal auf der Seite der israelischen Regierung, auf einmal als Kämpfer für den Frieden betrachtet wurden, obwohl sie jahrzehntelang vorher für Israel eine barbarische terroristische Organisation gewesen sind.

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