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Israel-Palästina Konflikt Sammeltheard

Erstellt von Melek, 20.04.2009, 20:57 Uhr · 5.883 Antworten · 199.869 Aufrufe

  1. #2781
    Avatar von papodidi

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    Zitat Zitat von Yu-Rebell Beitrag anzeigen
    Das war nicht die Antwort auf meine Frage, Papodidi. Ich fragte nach einer Alternative. Und das mit Ureinwohnern, stimmt auch nicht so. Der Tatsache, dass die meisten islamischen Staaten im Nahen Osten Israel auslöschen wollen (ja, das wollen sie.) würden die UN auch nicht zustimmen, oder?

    Und was Bürger 2. Klasse angeht: ich lebe seit 1994 in Deutschland. Ich "darf" Steuern bezahlen, ich "darf" mich an Gesetze halten jene die Bundesregierung der BRD bringt, etc. Das einzige was ich nicht darf ist es an Wahl von dieser teilzunehmen. Ich finde das auch ein bisschen diskriminierend und ungerecht. Wie siehst Du es?
    In GB hatte man wohl ernsthaft an Kenia als Alternative gedacht, aber das war natürlich Quatsch. Prinzipiell find ich ja die damalige Entscheidung gut, aber eben unter Einbeziehung der Palästinenser.
    Dass die meisten Staaten im Nahen Osten Israel auslöschen wollen, stimmt wohl so auch nicht, und noch weniger stimmt der Vergleich mit D: Die Israelis wollen Menschen zu Bürgern 2. Klasse machen, deren Vorfahren dort seit zig Jahrhunderten leben, das hat wohl eine andere Qualität!

    PS: Dass ich für vernünftige Zuwanderungsregelungen hier bin, muss ich ja wohl nicht betonen, oder??? Dazu gehört auch, dass, wer hier Steuern zahlt, selbstverständlich auch das Wahlrecht hat...

  2. #2782

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    Zitat Zitat von Yu-Rebell Beitrag anzeigen
    Was hätte man mit Juden nach dem WWII (nach einem weiteren Massaker, dass an ihnen verübt worden ist), Deiner Meinung nach, machen sollen? Was war die Alternative zu dieser Lösung die auch die UN unterstützt hat - den Juden einen Ort zu geben an dem Sie sich einigermaßen sicher fühlen und auch ihres nennen können - ?
    Dass die UN die Lösung unterstützt hatte, heißt nicht viel, weil diese damals vorwiegend aus europäischen und amerikanischen Staaten bestand. Und diese haben westliche und sowjetische Interessen vertreten. Afrika und z.T. auch Asien war noch kolonisiert.

    Dass die Gründung Israels den Juden mehr Sicherheit gegeben hat, stimmt eigentlich nicht. Wenn du die Situation siehst, es sind nach dem 2. WK viel mehr Juden in Israel und den damit verbundenen Kriegen gestorben, als von diesen die z.B. in Amerika oder Europa geblieben sind. Und die Gründung Israels hat auch den arabischen, heute sogar den muslimischen, Judenhass wachsen lassen, der früher noch relativ schwach war. Damit wird die Lage der Juden überall in der Welt gefährlicher. Also, der Zionismus hat eher mehr Unsicherheit für die Juden gebracht. Man könnte sie deswegen indirekt auch als antisemitische Ideologie betrachten.

    Wenn man aber unbedingt meint, dass die Juden einen eigenen Nationalstaat haben mussten (ich persönlich bin nicht dieser Meinung, weil ich im Allgemeinen an Nationalstaaten nicht glaube), dann sollten sie ihn an einem Ort gründen, der menschenleer war oder die einheimische Bevölkerung damit keinen Problem hätte. Dass ein Volk ein Genozid-Opfer war, gibt ihm nicht das Recht, ethnische Säuberungen durchzuführen.

    Aber sogar wenn man ethnische Säuberungen unter gewissen Bedingungen richtig findet (was ich nie tue), dann würde es mehr Sinn machen, den jüdischen Staat auf deutschem Boden zu gründen. Man könnte z.B. in Schleswig-Holstein und Niedersachsen alle Deutschen abschieben und da einen jüdischen Staat errichten. Gerecht wäre das aus meiner Sicht auch nicht, weil man die Logik des kollektiven Schuldes anwendet, und diese akzeptiere ich nicht - aber sicher gerechter als ein jüdischer Staat in Palästina.

  3. #2783
    Avatar von Yu-Rebell

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    Zitat Zitat von papodidi Beitrag anzeigen
    In GB hatte man wohl ernsthaft an Kenia als Alternative gedacht, aber das war natürlich Quatsch. Prinzipiell find ich ja die damalige Entscheidung gut, aber eben unter Einbeziehung der Palästinenser.
    Dass die meisten Staaten im Nahen Osten Israel auslöschen wollen, stimmt wohl so auch nicht, und noch weniger stimmt der Vergleich mit D: Die Israelis wollen Menschen zu Bürgern 2. Klasse machen, deren Vorfahren dort seit zig Jahrhunderten leben, das hat wohl eine andere Qualität!

    PS: Dass ich für vernünftige Zuwanderungsregelungen hier bin, muss ich ja wohl nicht betonen, oder??? Dazu gehört auch, dass, wer hier Steuern zahlt, selbstverständlich auch das Wahlrecht hat...
    Das Problem Nr. 1, den es in diesem Konflikt gibt, ist, dass die Einen sowie die Anderen auch, zu sehr in der Vergangenheit leben statt sich auf das Heute und das Jetzt zu konzentrieren, von der Zukunft ganz zu schweigen.

    Beide (politischen Vertreter) Seiten haben in der Vergangenheit viel, sehr viel falsch gemacht und das erschreckende daran ist, dass sie die selben Fehler immer noch machen. Anstatt aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen und es endlich mal besser zu machen, zeigen sie mit dem Zeigefinger auf den jeweils Anderen und schieben sich gegenseitig die Schuld in die Schuhe, während die Bevölkerung - durch immer wieder neue schreckliche Ereignisse - auf beiden Seiten immer mehr radikalisiert wird. So kann man die Spirale der Gewalt nicht stoppen und auch keine Lösung des Konflikts herbeiführen, ganz im Gegenteil...

    Nein, das musst Du wirklich nicht, Papodidi...

    In diesem Sinne:



    Schönen Abend noch.

  4. #2784
    Avatar von SLO_CH86

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    Zitat Zitat von Afroasiatis Beitrag anzeigen

    Wenn man aber unbedingt meint, dass die Juden einen eigenen Nationalstaat haben mussten (ich persönlich bin nicht dieser Meinung, weil ich im Allgemeinen an Nationalstaaten nicht glaube), dann sollten sie ihn an einem Ort gründen, der menschenleer war oder die einheimische Bevölkerung damit keinen Problem hätte. Dass ein Volk ein Genozid-Opfer war, gibt ihm nicht das Recht, ethnische Säuberungen durchzuführen.
    Das Israel an einem Tag gegründet wird hat uns Jesaja in Kapitel 66;08 prophezeit.

    Und im übrigen gab es 1010 vor Chr. das Königreich Israel und dort wo sich heute die Al-Aqsa Mosche befindet war früher der Salomonische Tempel.

  5. #2785
    Avatar von The Power

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    Zitat Zitat von SLO_CH86 Beitrag anzeigen
    Das Israel an einem Tag gegründet wird hat uns Jesaja in Kapitel 66;08 prophezeit.

    Und im übrigen gab es 1010 vor Chr. das Königreich Israel und dort wo sich heute die Al-Aqsa Mosche befindet war früher der Salomonische Tempel.
    Dann kam das update durch den Islam. Religion 3.0 Version 1.0.0.

  6. #2786
    Avatar von DerBossHier

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    Zitat Zitat von SLO_CH86 Beitrag anzeigen
    Das Israel an einem Tag gegründet wird hat uns Jesaja in Kapitel 66;08 prophezeit.

    Und im übrigen gab es 1010 vor Chr. das Königreich Israel und dort wo sich heute die Al-Aqsa Mosche befindet war früher der Salomonische Tempel.
    Nochmals für dich

    http://de.m.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigreich_Israel


    Und was vor 2000 oder 3000 Jahren war interessiert keinen. Was wäre wenn alle so denken würden?

  7. #2787
    Avatar von SLO_CH86

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    Zitat Zitat von DerBossHier Beitrag anzeigen
    Nochmals für dich

    Königreich Israel ? Wikipedia


    Und was vor 2000 oder 3000 Jahren war interessiert keinen. Was wäre wenn alle so denken würden?
    Gott hat die Juden nun mal nach Israel zurück geführt.

    Jeremia 31: 7-9 „Rette, o YHVH, dein Volk, den Überrest Israels! Siehe, ich bringe sie herbei aus dem Land des Nordens und sammle sie von den Enden der Erde; unter ihnen sind Blinde und Lahme, Schwangere und Gebärende miteinander; eine große Gemeinde kehrt hierher zurück! Weinend kommen sie, und unter Flehen führe ich sie; denn ich bin Israel zum Vater geworden

  8. #2788
    Nik
    Avatar von Nik

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    Zitat Zitat von SLO_CH86 Beitrag anzeigen
    Gott hat die Juden nun mal nach Israel zurück geführt.

    Jeremia 31: 7-9 „Rette, o YHVH, dein Volk, den Überrest Israels! Siehe, ich bringe sie herbei aus dem Land des Nordens und sammle sie von den Enden der Erde; unter ihnen sind Blinde und Lahme, Schwangere und Gebärende miteinander; eine große Gemeinde kehrt hierher zurück! Weinend kommen sie, und unter Flehen führe ich sie; denn ich bin Israel zum Vater geworden
    Sehen das Christen auch so?

  9. #2789
    Avatar von DerBossHier

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    Das wird dem Apartheidregime überhaupt nicht gefallen.


    Denmark set to vote on Palestine recognition

    Danish assembly will debate measure in December, vote in January; proponents not confident of majority

    Denmark set to vote on Palestine recognition | The Times of Israel
    - - - Aktualisiert - - -

    Vorstoß von Außenminister Lieberman: Araber sollen Israel gegen Geld verlassen

    Israel will sich per Gesetz zum jüdischen Nationalstaat erklären - in dem sollen nach dem Willen von Außenminister Lieberman offenbar keine Araber leben. Wer geht, soll Geld bekommen.

    erusalem - Israels Außenminister Avigdor Lieberman will arabischen Israelis Geld bieten, damit sie das Land verlassen. Der ultra-nationalistische Politiker erklärt in einer auf seinem Facebook-Profil veröffentlichten Grundsatzerklärung, dass vor allem Palästinenser in den Mittelmeerstädten Jaffa und Akko zum Wegzug ermuntert werden sollten.

    "Diejenigen, die entscheiden, dass ihre Identität palästinensisch ist, sollen ihre israelische Staatsbürgerschaft aufgeben können, sie sollen wegziehen und Bürger eines künftigen Palästinenserstaates werden können", argumentiert Lieberman. "Israel sollte sie sogar mit wirtschaftlichen Anreizen dazu ermuntern", heißt es in dem "Friedensplan" mit dem Titel "Gegen den Strom schwimmen". Liebermans Erklärung, die laut der israelischen Zeitung "Haaretz" auch auf der Webseite seiner Partei Yisrael Beiteinu veröffentlicht wurde, bleibt in weiten Teilen vage: Fragen wie die künftigen Grenzen zwischen Israel und einem palästinensischen Staat werden dabei "Haaretz" zufolge nicht angesprochen. Ebenso positioniere sich Lieberman nicht eindeutig etwa zum umstrittenen Status Jerusalems oder dem andauernden Siedlungsbau im Westjordanland.
    In anderen Punkten deutet Lieberman hingegen Kompromissbereitschaft an: Er gebe die Idee eines israelischen Staates in großer territorialer Ausdehnung nicht auf, schreibt er dem Bericht zufolge - Israel habe jedoch keine andere Wahl als einen Kompromiss in dieser Frage: "Bei den Themen Einheit des Territoriums und Einheit des Volkes hat Letzteres Vorrang", schreibt er demnach. Bezogen auf die "Einheit des Volkes" könne es niemals einen Kompromiss geben - darauf zielt offenbar auch das umstrittene Nationalstaatsgesetz.
    Kritik an Nationalstaatsgesetz


    Mehrere prominente jüdische Israelis haben den Gesetzentwurf zuletzt scharf kritisiert, prominente Politiker wie Justizministerin Zipi Livni und Finanzminister Yair Lapid lehnen das angestrebte Gesetz komplett ab. "Was sollen wir der Familie von Zidan Saif sagen?", fragte Lapid. Zidan Saif war der israelische Polizist, der kürzlich bei dem Versuch, die Attentäter auf eine Synagoge in Jerusalem zu stoppen, ums Leben kam. Saif war kein Jude, sondern arabischstämmig und Angehöriger der Minderheit der Drusen. Die Araber machen rund 20 Prozent der acht Millionen Staatsbürger Israels aus. Lieberman hatte in der Vergangenheit von ihnen verlangt, sie sollten Loyalität zum Staat Israel schwören, wenn sie dessen Bürger bleiben wollten. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte den Vorstoß seinerzeit kritisiert, befürwortet nun jedoch einen umstrittenen Gesetzentwurf, der Israel als jüdischen Nationalstaat definieren soll. Kritiker befürchten, dass dadurch arabische Israelis diskriminiert würden.
    Die Verhandlungen zwischen Israel und Palästinensern, die im Westjordanland und im Gazastreifen einen eigenen Staat wollen, waren im April gescheitert. Um aus dieser Sackgasse herauszukommen, bemüht sich unter anderem Frankreich um einen neuen diplomatischen Vorstoß. Sollten auch diese Friedensbemühungen scheitern, will Frankreich den Staat Palästina anerkennen - das erklärte Außenminister Laurent Fabius. Am Dienstag soll das Parlament in einer symbolischen Abstimmung über eine Anerkennung Palästinas entscheiden. Damit folgen die Abgeordneten dem Beispiel Schwedens, Großbritanniens, Irlands und Spaniens.
    mxw/Reuters/AP

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/israel-avigdor-lieberman-will-arabern-geld-fuer-wegzug-zahlen-a-1005598.html

  10. #2790
    Avatar von papodidi

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    Zitat Zitat von DerBossHier Beitrag anzeigen
    Das wird dem Apartheidregime überhaupt nicht gefallen.
    Das wird den Palästinensern leider nicht mehr helfen, da die Politik der israelischen Regierung etwas anderes, nämlich nicht die Schaffung eines unabhängigen Staats, sondern den Aufbau von "Homelands", vorsieht.
    Ich habe weiter oben eine Karte des "Ist-Zustands" der Westbanks gepostet, den z.B. Rafi abgelehnt hat, weil nicht aus offiziellen israelischen Quellen stammt, als ob die so etwas veröffentlichen würden!?!?
    Leider deckt sich diese Karte ziemlich exakt mit dem letzten israelischen Vorschlag (Camp David):




    Dass die Annahme dieses "Vorschlags" für jeden palästinensischen Verhandlungsführer Selbstmord wäre, ist wohl jedem klar! Gut, Israel hat inzwischen auf Siedlungen und Stützpunkte im Gaza-Streifen verzichtet, weil es militärisch/finanziell zu aufwändig wäre, aber durch konsequente Überwachung/Abriegelung zu Lande/Wasser/Luft geht es ja auch. Und wie sollen die restlichen Gebiete, geteilt in drei "Homelands", existieren???

    Ich bin nach wie vor für eine sichere Heimstatt für die Juden aus aller Welt, aber nicht einseitig auf Kosten der Palästinenser! Hab mich mal Anfang der 60er für einen Freiwilligen-Einsatz in Israel gemeldet, aber für diese Regierung würde ich keinen Finger mehr rühren!!!

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