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Israel-Palästina Konflikt Sammeltheard

Erstellt von Melek, 20.04.2009, 20:57 Uhr · 5.841 Antworten · 198.488 Aufrufe

  1. #3671
    Avatar von blacksea

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    Ban macht Israel für Angriffe auf UN-Schulen verantwortlich

    Bei Attacken auf Einrichtungen für Flüchtlinge in Gaza wurden 2014 mindestens 44 Menschen getötet. Einem Bericht der UN zufolge trägt Israel die Verantwortung.



    Eine Untersuchung der Vereinten Nationen hat Israel für Angriffe auf UN-Einrichtungen während seiner Gaza-Offensive im vergangenen Sommer verantwortlich gemacht. Der israelischen Armee werden in dem Bericht sieben Attacken auf vom UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) betriebene Schulen vorgeworfen, in denen Bewohner des Gazastreifens Zuflucht gesucht hatten.
    UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte im November eine fünfköpfige Kommission beauftragt, die Angriffe zu untersuchen. "Ich bedauere zutiefst die Tatsache, dass mindestens 44 Palästinenser als Folge der israelischen Aktionen getötet wurden", schrieb Ban in einem Brief an den Sicherheitsrat. Mindestens 227 Menschen seien durch Angriffe auf in Notunterkünfte umfunktionierte UN-Einrichtungen verletzt worden. Die Attacken seien eine "äußerst ernste Angelegenheit", fuhr Ban fort. "Die Hoffnung und das Vertrauen" von Flüchtlingen, die sich in Sicherheit bringen wollten, seien zerstört worden.


    Das israelische Außenministerium teilte in einer Stellungnahme mit, die Vorfälle seien bereits Gegenstand eigener Untersuchungen. Israel werde den Bericht nun analysieren und dabei eng mit den Vereinten Nationen kooperieren. Klar sei aber auch, dass terroristische Organisationen während des Konflikts UN-Einrichtungen genutzt hätten. In Zukunft wolle man daher gemeinsam mit den Vereinten Nationen die Sicherheit dieser Einrichtungen verbessern.

    Auch die von Ban beauftragte Kommission war Vorwürfen nachgegangen, die radikalislamische Hamas habe die vom UNRWA betriebenen Schulen als Waffenlager missbraucht. Der Generalsekretär bestätigte in seinem Schreiben an den Sicherheitsrat, dass in UN-Einrichtungen Waffen versteckt worden seien. In wahrscheinlich zwei Fällen hätten palästinensische Kämpfer aus den Schulen heraus das Feuer eröffnet. Auch dies sei "inakzeptabel", erklärte Ban.
    Die israelische Armee hatte im Juli und August vergangenen Jahres den Gazastreifen angegriffen, um den Raketenbeschuss durch palästinensische Extremisten zu stoppen. Bei den kriegerischen Auseinandersetzungen waren laut UN rund 2.200 Palästinenser, in der großen Mehrheit Zivilisten, getötet worden. Auf israelischer Seite starben 73 Menschen, darunter 67 Soldaten.

    Gaza: Ban macht Israel für Angriffe auf UN-Schulen verantwortlich | ZEIT ONLINE


    - - - Aktualisiert - - -

    Nahost-Konflikt: Israel treibt Wohnungsbau in Ost-Jerusalem voran

    Die israelische Regierung setzt ihre international umstrittene Siedlungspolitik fort. Sie beschloss den Bau von weiteren Wohnungen in Ost-Jerusalem.

    Israel hat den Bau von 77 Wohnungen im besetzten Ost-Jerusalem ausgeschrieben. 41 davon sollten in Osgat Se'ew und 36 im Stadtteil Newe Jaakow gebaut werden, wo bereits 63.000 Israelis leben, teilte die israelische Landbehörde am Montag mit.

    Der palästinensischeAußenminister Riyad al-Maliki sprach von einer Verletzung des Völkerrechts. Israel wolle die Gründung eines lebensfähigen Palästinenserstaates verhindern.Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat eine Fortsetzung des israelischen Wohnungsbaus in Ost-Jerusalem angekündigt.Israel will die Gebiete auch nach einem Friedensabkommen mit den Palästinensern behalten. Die meisten Länder halten den Bau von Wohnungen auf den von Israel im Krieg 1967 eroberten Gebieten für rechtswidrig.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...a-1030934.html

  2. #3672
    Avatar von Rafi

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    UNRWA macht Schule



    Im Jahr 2004 wurde durch Peter Hansen, den damaligen Leiter der Organisation und stellvertretendem Generalsekretär der Vereinten Nationen, bekannt, dass Hamas-Sympathisanten hohe Positionen bei der UNRWA besetzen. Daraufhin stellte Kanada eine gänzliche Streichung der Unterstützung in Aussicht[13] und Peter Hansen wurde gezwungen seinen Posten zu verlassen.[14] Im gleichen Jahr enthüllten amerikanische Finanzbehörden einige Spenden, die in Verbindung mit internationalen Terrororganisationen gebracht werden konnten;[15] ähnliche Fälle wurden auch 2006 bekannt.

    Während des Gaza-Konflikts im Sommer 2014 wurde bekannt, dass palästinensische Terror-Organisationen Einrichtungen der UNRWA, zum Beispiel Schulen, mehrfach als Verstecke für Raketen benutzten.[16] Dabei wurden Vorwürfe laut, dass die UNRWA-Mitarbeiter die Waffen nicht etwa unbrauchbar gemacht, sondern sie der Hamas übergeben hätten. Die UNRWA lehnte es nach israelischen Angaben ebenfalls ab, Fotos der Auffindesituation an Israel zu übergeben,[17] teilweise wurde nicht einmal die Anzahl der Raketen ermittelt, da die Mitarbeiter sofort abgezogen wurden.[18] Kritik an der Neutralität der UNRWA stützte sich ebenfalls auf emotionale Auftritte von UNRWA Vertretern, denen von Israel antiisraelische und einseitige Stellungnahmen vorgeworfen wurden. Insbesondere die Ablösung von UNRWA Sprecher Christopher Gunness wurde verlangt, nachdem dieser Israel vorgeworfen hatte, den Palästinensern und deren Kindern grundlegende Rechte vorzuenthalten und dann vor laufenden Kameras in Tränen ausgebrochen war.[12]

  3. #3673

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    Bem letzten Gazza-Krieg wurden über 2.200 Menschen getötet. Die UN haben in einem aktuellen Bericht deswegen Israel kritisiert. (Foto: dpa)

    2014 gilt aus Sicht der Palästinenser als blutigstes Jahr seit 1967. In keinem Jahr wurden seither mehr Palästinenser getötet. Besonders für Kinder war es ein schreckliches Jahr. Während des Krieges im Gazastreifen zwischen dem 8. Juli und dem 26. August kamen alleine 547 palästinensische Kinder ums Leben - 68 Prozent von ihnen waren unter 12 Jahre alt. Die Kinderschutzorganisation
    „Defence for Children International“ (DCI) hat in einem Bericht die Hintergründe für den Tod der Kinder untersucht. 535 der Kinder wurden durch direkten Beschuss der israelischen Armee im letzten Gaza-Krieg getötet. Alleine durch Drohnenangriffe starben 164 Kinder. Die Kinderschutzorganisation schreibt, dass alleine am 20. Juli mindestens 27 Kinder durch israelische Luftangriffe und Bodentruppen in der Shuja-Nachbarschaft getötet wurden. An dem Tag wurde bei einem Luftangriff auch das Haus der Familie Abu Jami zerstört. Unter den Trümmern waren die Leichen von 18 Kindern. Insgesamt mussten an diesem blutigen Tag 59 Kinder sterben.

    http://dtj-online.de/gaza-krieg-un-israel-palaestinenser-52497

  4. #3674
    Avatar von Rafi

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    Zitat Zitat von Tahir Beitrag anzeigen
    Bem letzten Gazza-Krieg wurden über 2.200 Menschen getötet. Die UN haben in einem aktuellen Bericht deswegen Israel kritisiert. (Foto: dpa)

    2014 gilt aus Sicht der Palästinenser als blutigstes Jahr seit 1967. In keinem Jahr wurden seither mehr Palästinenser getötet. Besonders für Kinder war es ein schreckliches Jahr. Während des Krieges im Gazastreifen zwischen dem 8. Juli und dem 26. August kamen alleine 547 palästinensische Kinder ums Leben - 68 Prozent von ihnen waren unter 12 Jahre alt. Die Kinderschutzorganisation
    „Defence for Children International“ (DCI) hat in einem Bericht die Hintergründe für den Tod der Kinder untersucht. 535 der Kinder wurden durch direkten Beschuss der israelischen Armee im letzten Gaza-Krieg getötet. Alleine durch Drohnenangriffe starben 164 Kinder. Die Kinderschutzorganisation schreibt, dass alleine am 20. Juli mindestens 27 Kinder durch israelische Luftangriffe und Bodentruppen in der Shuja-Nachbarschaft getötet wurden. An dem Tag wurde bei einem Luftangriff auch das Haus der Familie Abu Jami zerstört. Unter den Trümmern waren die Leichen von 18 Kindern. Insgesamt mussten an diesem blutigen Tag 59 Kinder sterben.

    http://dtj-online.de/gaza-krieg-un-israel-palaestinenser-52497
    Hahaha, da ist dem Tahirboycott sogar die ansonsten verhasste und verlogene "Gülensekten" DTJ recht.

    Herrlich. So schiesst man sich selbst ins Knie.

    Achso, der Spiegel ist auch dann und wann wieder recht, nech ihr zwei?

  5. #3675

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    Ich glaube das ist gar nicht der boycott5465465

  6. #3676
    Avatar von Rafi

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    Zitat Zitat von Qasr-el-Yahud Beitrag anzeigen
    Ich glaube das ist gar nicht der boycott5465465
    Ne, das ist der bigott729dafürstehichmitmeinemnamen.

  7. #3677
    onrbey
    Frieden in Aussicht?

    Wiederaufbau des Gazastreifens

    Laut "Ynet" laufen die teils direkten, teils indirekten Gespräche zwischen Israel und der Hamas bereits seit mehreren Wochen. Drei Monate vor den Wahlen habe Israel einen konkreten und detaillierten Vorschlag der Hamas für eine Waffenruhevereinbarung für die Dauer von fünf bis zehn Jahren erhalten. Israel habe zwar nicht offiziell reagiert, die Gelegenheit für einen Dialog aber wahrgenommen.
    Den Angaben zufolge geht es bei den Gesprächen um den Wiederaufbau des Gazastreifens, die Wasser- und Elektrizitätsversorgung und den Bau eines Hafens. Dabei habe sich Katar als Vermittler angeboten. Auch der Schweizer Attaché in Ramallah soll in dieser Angelegenheit aktiv sein.
    Die neue Haltung Israels gegenüber der Hamas stößt aber bei der Palästinensischen Autonomiebehörde in Ramallah auf wenig Gegenliebe, weil sie sich umgangen fühlt. Auch die USA und Ägypten seien nicht begeistert, so "Ynet".


    Geheimverhandlungen zwischen Israel und Hamas « DiePresse.com

  8. #3678
    Avatar von Rafi

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    Ich schieb mal den ersten Absatz nach den ornbey wohl nicht so mag, auf Großschrift verzichte ich teilweise.

    Seit mehreren Wochen führen offizielle Vertreter der israelischen Regierung und des Militärs geheime Gespräche mit der Hamas, die von Israel als *Terrororganisation eingestuft wird. Das Ziel sei, langfristig die gegenwärtige Ruhe an der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen zu bewahren, berichtet das israelische Internetportal "Ynet".


    *Zuletzt war es am israelischen Unabhängigkeitstag, am 23. April, zu einem Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen und einem israelischen Luftschlag gekommen. Allerdings handelte es sich um einen vereinzelten Zwischenfall. Sonst war es an der Grenze weitgehend ruhig.

    Im Vorjahr hatte nach palästinensischen Raketenangriffen die israelische Armee im Juli und August den Gazastreifen angegriffen. Bei den kriegerischen Auseinandersetzungen wurden laut UNO rund 2.200 Palästinenser getötet. Auf
    *Die Hamas ist in Ägypten komplett verboten. In Palästina ist sie Teil der Einheitsregierung.

    * Es gab auch eine Autobombe in Jerusalem, ein Toter, mehrere Verletzte, eine zweite wurde entschärft.

    Aber das nur mal am Rande.

  9. #3679

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  10. #3680
    Avatar von blacksea

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    Soldatenberichte über Gaza-Krieg

    "Ein bisschen wie ein Computerspiel"

    • Die israelische Menschenrechtsorganisation "Das Schweigen brechen" hat die Berichte von 60 am jüngsten Gaza-Krieg beteiligten Soldaten veröffentlicht.
    • Sie zeichnen das Bild eines 50-tägigen Einsatzes, in dem Israels Armee allzu oft erst schoss und dann schaute - und das als Teil einer Strategie.
    • Vereinzelte Berichte zeigen, wie Soldaten teils aus reiner Zerstörungswut handelten und Spaß am Schießen auf fahrende Autos hatten.


    "Gefühl, dass das Bullshit war"

    Ein Sommertag im Gazastreifen, morgens gegen elf, zwei Frauen gehen in einem Obstgarten auf und ab. 800 oder 900 Meter entfernt stehen israelische Bodentruppen, es herrscht Krieg und äußerste Anspannung: "Die Frauen haben telefoniert", erklärt hinterher ein Soldat, "dann wurde das Feuer auf sie eröffnet und sie wurden erschossen." Der Verdacht: Sie könnten Späherinnen gewesen sein für die Hamas. Nach den tödlichen Schüssen wurden sie genauer in Augenschein genommen, Waffen wurden keine bei ihnen gefunden, nur die Handys. Auf der Opferliste wurden sie von der Armee als Terroristen eingetragen. "Es wurde auf sie geschossen, also mussten sie natürlich Terroristen gewesen sein", sagt der Soldat, "aber hinterher hatte ich das Gefühl, dass das Bullshit war."
    Die Zeugenaussage des Soldaten ist am Montag von der israelischen Menschenrechtsorganisation "Das Schweigen brechen" veröffentlicht worden, zusammen mit den Berichten von 60 anderen Soldaten aus dem Gaza-Krieg des blutigen Sommers 2014. Junge Wehrpflichtige und Reservisten, einfache Infanteristen und Offiziere haben nun Zeugnis abgelegt - und ganz andere Dinge zu berichten, als es in den offiziellen Bulletins steht. Israels Politiker werden bis heute nicht müde, ihr Militär als die "moralischste Armee der Welt" zu preisen. "In Wirklichkeit sind wir weit weg davon, dass die Armee alles getan hat, um zivile Opfer zu vermeiden", sagt Jehuda Schaul, der die Organisation "Das Schweigen brechen" 2004 nach seinem eigenen Wehrdienst gegründet hatte.
    Die Zeugen, die in Israel schnell als Verräter gelten und deshalb nicht mit Namen genannt werden, zeichnen nun das Bild eines 50-tägigen Militäreinsatzes, in dem allzu oft erst geschossen und dann genau geschaut wurde. Für Jehuda Schaul gehört dies zur Strategie in diesem asymmetrischen Krieg. "Es geht um ein Minimum oder sogar Null-Risiko für die eigenen Truppen um jeden Preis, und den Preis könnten dann im Zweifel Zivilisten zahlen", sagt er. So habe es zu der enorm hohen Opferzahl von mehr als 2100Toten unter den Palästinensern kommen können, von denen nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als die Hälfte Zivilisten waren, allein 500 Kinder waren darunter. Auf israelischer Seite starben 67 Soldaten und fünf Zivilisten.

    Zudem verweist Schaul auf die "Dahiya-Doktrin", benannt nach einem Vorort von Beirut, der im Libanon-Krieg 2006massiv bombardiert worden war. "Es geht ganz bewusst um eine unverhältnismäßige Antwort", erklärt er - und zitiert einen Satz des heutigen israelischen Generalstabschefs Gadi Eizenkot aus dem Jahr 2008: "Wenn sie aus einem Dorf feuern, dann zerstören wir das ganze Dorf." Als Erklärung kann das dienen für die massive Zerstörung, die mehr als100 000 der 1,8 Millionen Bewohner des Gazastreifens obdachlos gemacht hat. "Das sind die beiden Pfeiler", sagt Schaul. "Das ist zwar so formal nie vom Generalstab gebilligt worden, aber so haben wir in Gaza gekämpft."

    [...]

    Israelische Soldaten - Schockberichte über Gaza-Krieg - Politik - Süddeutsche.de



    - - - Aktualisiert - - -

    Tote Zivilisten im Gaza-Krieg: Israelische Soldaten kritisieren Feuer-Freigabe durch Vorgesetzte

    Israel tut alles, um zivile Opfer im Krieg zu vermeiden - so stellt es die Armeeführung stets dar. Doch Soldaten aus dem Gaza-Krieg prangern jetzt an: Die Einsatzvorschriften sind viel zu lax.

    Mehr als 2200 Palästinenser wurden 2014 im Gaza-Krieg getötet, ein Großteil davon Zivilisten. Auch mehr als 70 Israelis kamen dabei ums Leben. Israelische Soldaten werfen der Armee jetzt vor: Die Einsatzregeln und Vorschriften zum Gebrauch von Schusswaffen seien zu locker. Einige berichteten, ihre Kommandeure hätten ihnen gesagt, sie könnten in den meisten Fällen ohne Weiteres das Feuer eröffnen. Dies sei damit begründet worden, dass die palästinensischen Zivilisten vorher angewiesen worden seien, die umkämpften Gebiete im Gazastreifen zu verlassen.

    Die Organisation Breaking the Silence veröffentlichte am Montag Zeugenaussagen von 70 Soldaten, die allerdings ihre Namen nicht nennen wollten. Es seien auch kaum Anstrengungen unternommen worden, Schäden an der palästinensischen Infrastruktur und an Privatgebäuden zu verhindern, heißt es in dem Bericht. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden während des 50-tägigen Kriegs 18.000 Gebäude zerstört oder schwer beschädigt.

    "Alle zwei, drei Jahre rücken wir wieder für eine neue Runde des Kämpfens nach Gaza ein", sagte Jehuda Schaul, Gründer der Organisation. Stets würden neue moralische Schranken gebrochen, kritisierte er.


    In einer Reaktion der israelischen Armee hieß es, Breaking the Silence habe sich geweigert, Beweise für die Vorwürfe vorzulegen. Ihnen nachzugehen sei daher unmöglich. Das Militär untersuche selbst Berichte über Verstöße seiner Soldaten während des Gaza-Kriegs.


    Die Mitglieder von Breaking the Silence - viele davon Soldaten oder Reservisten - berichten regelmäßig in Videoaufnahmen von ihren Erlebnissen in den besetzten Gebieten. Damit wollen sie die Bevölkerung aufrütteln und auf die schwierigen Zustände in Ostjerusalem, imWestjordanland und Gazastreifen aufmerksam machen.


    Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat nicht nur Israel, sondern auch der im Gazastreifen herrschenden Hamas Kriegsverbrechen im Gaza-Krieg vorgeworfen. Hamas-Kämpfer hatten im Juni und August 2014 Tausende Raketen und Granaten auf Wohngebiete in Israel abgefeuert.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...a-1031959.html

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