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Israel-Palästina Konflikt Sammeltheard

Erstellt von Melek, 20.04.2009, 20:57 Uhr · 5.844 Antworten · 198.995 Aufrufe

  1. #3821
    Avatar von NovaKula

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    Rafi hat Recht. Das Bild ist mehr Fake als mein Gehirn.

  2. #3822
    Avatar von papodidi

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    Sieht zur Zeit wieder sehr schlecht aus:

    Nahost-Konflikt droht wieder zu eskalieren
    Die Messer von Jerusalem


    Stand: 04.10.2015 12:07 Uhr

    Drei Attacken, vier tote Israelis, zwei von der Polizei erschossene Paläentinenser - und das alles binnen 96 Stunden: Der Nahost-Konflikt spitzt sich wieder zu. Speziell in Jerusalem und im Westjordanland ist die Lage extrem angespannt.

    Der Nahost-Konflikt droht erneut zu eskalieren. Nachdem bereits am Samstag ein palästinensischer Attentäter in Jerusalem zwei Israelis erstochen hatte, kam es in der Nacht zu Sonntag zum nächsten schweren Messerangriff in der Stadt. Dabei wurde ein 15-jähriger Israeli von einem Palästinenser verletzt, anschließend erschoss die Polizei den Täter.

    Von israelischer Seite hieß es, der Palästinenser habe den jungen Israeli mit einem Messer in Brust und Rücken gestochen. Der Vater des Palästinensers widersprach allerdings der israelischen Darstellung. Er verwies auf ein Handy-Video, das zeigen soll, dass sein Sohn von einer Gruppe von Siedlern bedrängt worden sei.


    "Die Situation ist extrem angespannt"

    "Die Situation ist extrem angespannt", berichtet ARD-Korrespondent Torsten Teichmann. Denn erst am Donnerstag war ein israelisches Paar während einer Autofahrt durch das von Israel besetzte Westjordanland erschossen worden. Im Auto saßen auch die vier Kinder des Paares im Alter zwischen vier Monaten und neun Jahren. Sie blieben unverletzt.

    Am Samstag kam es dann - diesmal in der Altstadt von Jerusalem - zum nächsten tödlichen Anschlag. Dabei stach nach Angaben der Polizei ein Palästinenser auf mehrere Mitglieder einer jüdischen Familie ein. Anschließend habe er dem verletzten Familienvater dessen Schusswaffe weggenommen und auf eine Gruppe von Touristen und Polizisten gezielt.
    Die Polizisten hätten daraufhin das Feuer auf den Palästinenser eröffnet und ihn tödlich verletzt. Der Familienvater und ein weiterer Verletzter starben später im Krankenhaus. Mehrere Menschen wurden verletzt, darunter ein Kleinkind.
    ...
    Nahost-Konflikt droht wieder zu eskalieren: Die Messer von Jerusalem | tagesschau.de

  3. #3823
    Avatar von Ts61

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    Wo ist Sultan Erdogan? Warum tut er nichts?

  4. #3824
    Avatar von Rafi

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    8.263
    Zitat Zitat von papodidi Beitrag anzeigen
    Schlechter gehts nicht und das ist leider nur die Hälfte von der Hälfte. Seit Wochen fliegen Raketen auf Israel, es vergeht fast keine nacht ohne Alarm. Iron Dome funktioniert.
    Viele dieser Raketen schlagen noch in Gaza ein-manche verirren sich bis Jordanien - die meisten über Israel. Die verletzten Palästinenser dort werden nie thematisiert, sind eben Kollateralschäden für diese Terroristen.
    Über diesen Dauerbeschuss wird nicht berichtet, also nicht hier.

    Die Raketen von der Omar Hadid Brigade aus Gaza abgeschossen sollen Israel dazu veranlassen zurückzubomben. Bisher hat die Provokation nicht geklappt. Ich hoffe es bleibt so.

    Die Hamas befürchtet Machtverlust, der scheint sich gerade zu bestätigen. Das richtige Signal wäre nun sich von den Attentaten zu distanzieren. Aber was passiert?
    Jubel bei Hamas, Fatah und überhaupt Volksfeststimmung für jeden toten Israeli und die übliche Propaganda als Sahnehäubchen dazu.

    Hanin Zoabi, israelisches Parlamentsmitglied, giesst fröhlich weiter Öl ins Feuer und möchte den Tempelberg judenfrei sehen. Mahmud Abbas hat das Friedensabkommen von Oslo mit Israel offiziell gekündigt. Wie praktisch, dann muss er sich ja nicht mehr für Gewalt rechtfertigen, auch wenn das noch nie seinen Kernkompetenz war.

    Es gibt sogar eine neue FB Seite zum Jubeln. Und ein Video zum Aufruf von Selbstmordattentaten, ganz neu, von heute. Ich verlinke es nicht, nicht das hier noch einer auf dumme Gedanken kommt.^^

  5. #3825
    Avatar von Marcin

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    2.044
    Zitat Zitat von DZEKO Beitrag anzeigen
    Israelische Soldaten bei ihrem liebsten Hobby. Frauen und Kinder schlagen.

    Anhang 75409
    Inszenierte Opfer

    Wie im Nahen Osten mit Fotos Politik gemacht wird – der Fall Muhammed Tamimi

    Ursache und Wirkung vertauscht: Die Doppelseite im »Stern« ... (© pr)


    ... zeigt nicht die wahre Geschichte. (© dpa)





    25.09.2015 – von Georg M. Hafner
    Gut gemacht«, sagte der Mann vom Roten Halbmond, »gut gemacht.« Der kleine Muhammed Tamimi hatte nicht etwa tapfer eine Spritze überstanden, sondern sich gerade als Fotomotiv bewährt. Der Sanitäter zeigte dem zwölfjährigen Palästinenserjungen kurz die Pressefotos, die er jetzt noch rasch an die Medien durchreichen wollte.

    Das gehört zwar nicht zu seiner vornehmlichen Aufgabe als Sanitäter, aber besondere Zeiten erfordern eben besondere Maßnahmen, wird er sich gedacht und den Erste-Hilfe-Koffer erst einmal beiseitegestellt haben. Es hat sich gelohnt: Eines dieser Bilder landete nämlich auf dem Tisch eines Bildredakteurs des »Stern«. Und der war so beeindruckt, dass er es sofort für die doppelseitige Rubrik »Bilder der Woche« auswählte. Es passte offenbar wie maßgeschneidert in sein Bild von Israel, dem Schurkenstaat, der nicht davor zurückschreckt, auch ein unschuldiges Kind wie Muhammed Tamimi zu quälen.

    Der kleine Junge im Würgegriff eines gesichtslosen Soldaten, ein schwarzes Maschinengewehr an seiner Wange, das Gesicht schmerz- und angstverzerrt. Das »Bild der Woche« ist schwer zu ertragen. Nun werden bekanntlich weltweit und tagtäglich Abertausende Kinder geschunden, gequält, getötet und missbraucht, aber ihr Leid kommt besonders gern ins Rampenlicht, wenn Israel mit im Spiel ist. Dann kennt die Empörung keine Grenzen, und das Setting für eine Anklage gegen den Judenstaat ist perfekt. Bis ins Detail: Der linke Arm des geschundenen Muhammed liegt in Gips. Sein Elend lässt niemanden kalt, der ein Herz im Leib hat und keinen Stein.

    ARRANGIERT Sein Schmerz geht um die Welt, auch in Israel löst das Bild helles Entsetzen aus. Allein auf Facebook wird es fast dreimillionenfach geklickt. Aber es existiert nicht nur dieses eine Bild. Die gesamte Szene ist gefilmt und zigfach fotografiert worden. Der Bildredakteur beim »Stern« hatte also die freie Wahl, aber er hat genau dieses Bild ausgesucht, weil es ihm so wunderbar in den Kram passte. Er wollte nicht sehen, dass das Ganze ein perfekt arrangiertes Event für Kameras, Bildreporter und andere interessierte Medienmacher gewesen war. Ihn hat nicht interessiert, was die wahre Geschichte des kleinen Muhammed ist: die eines propagandistisch missbrauchten palästinensischen Kindes.

    Regelmäßig freitags begibt sich nämlich ein kleines Dorf, das vornehmlich aus Mitgliedern der Großfamilie Tamimi besteht, auf seinen Kreuzzug. Von Nabi Saleh zur nahe gelegenen jüdischen Siedlung Halamish, die ihnen ein Dorn im Auge ist. Jeden Freitag werden sie durch israelische Soldaten, die die Siedlung schützen, an ihrem Protest gehindert. Seit gut sechs Jahren geht das nun so, auch wenn die inkriminierte Siedlung bald 40 Jahre existiert und anfangs auch in durchaus nachbarschaftlichem Einvernehmen. Bis es 2009 Zoff um einen Brunnen gab, den die jüdischen Siedler für sich reklamierten und der, lange verschüttet, erst durch deren Arbeit wieder Wasser sprudeln ließ.

    WESTJORDANLAND Man könnte sich einen Brunnen auch teilen, aber nicht im Westjordanland und nicht in der aufgeheizten Situation. Ende August rücken die Tamimis also wieder einmal gegen ihre verhassten Nachbarn aus. Sie haben Gasmasken, eine palästinensische Flagge und viele Medienleute dabei. Und den kleinen Muhammed. Steine werden geworfen. Beobachter wollen auch Muhammed dabei gesehen haben. Ein Soldat schnappt sich den Burschen, der aber wehrt sich, trotz seines Gipsarms, heftig. Es kommt zu einem Gerangel. Die Familie zerrt an dem Soldaten, sie schreien und verprügeln ihn mit bloßen Fäusten. Muhammeds Schwester beißt dem Soldaten entschlossen in die Hand.

    Der Soldat wirkt grotesk hilflos, kann sich aber, obwohl schwer bewaffnet, nicht wehren. Anders, als das Bild unterstellt, verhält er sich so, wie alle darauf vertrauen, dass sich ein israelischer Soldat verhält. Er gibt keinen Schuss ab, nicht einmal einen zur Warnung. Man mag sich nicht vorstellen, wie eine vergleichbare Situation in einem anderen Konfliktherd der Region, in Libyen, Ägypten oder Syrien etwa, ausgegangen wäre. Erst sein zu Hilfe eilender Kommandeur kann ihn aus der misslichen Lage befreien. Aber da war der Zweck des ganzen Unternehmens längst erfüllt: gute Bilder.

    »Wir haben sie«, ruft erfreut der Mann vom Roten Halbmond. Und sie waren besonders gut. Das gelingt nicht jede Woche, auch wenn der Protest ein gut eingespieltes Ritual ist und die Familie mit »Tamimi Press« so etwas wie eine eigene Agentur betreibt. Die Medienvertreter kennen und begrüßen sich, »wie Mitglieder einer Fußballmannschaft, bevor sie das Feld betreten«, berichtet ein Reporter der »Times of Israel«, der die Show zum ersten Mal miterlebte. Andere Medien wie der »Telegraph« oder »Daily Mail« klären ihre Kundschaft auf über die Falle, in die sie getappt sind. Nicht aber der »Stern«. Auf den Protest der israelischen Botschaft antwortet die Redaktion lapidar: Alles halb so wild. Man habe schließlich auf die Ambivalenz hingewiesen, auf die Macht der Bilder. Aber genau diese Macht setzte die Redaktion ein.

    HYPE Bilder leidender Kinder sind die besten Waffen in einem Krieg, der militärisch nicht zu gewinnen ist, sie entscheiden den Krieg in den Köpfen. Jeder erinnert sich an Mohammed al-Dura, der im September 2000 vor laufender Kamera von israelischen Soldaten erschossen wurde, wie es weltweit, aber voreilig hieß. Auch wenn mittlerweile sicher ist, dass Mohammed durch palästinensische Heckenschützen unter Beschuss geraten war, sind die Umstände dieses Medienhypes mehr als zweifelhaft: Ist die Szene eine Inszenierung, ist Mohammed al-Dura wirklich erschossen worden, oder lebt er vielleicht noch, was ihm zutiefst zu wünschen wäre? Bis heute ist der französische Fernsehsender France 2, der die Bilder in die Welt sendete, nicht bereit einzuräumen, einer Inszenierung aufgesessen zu sein.

    Nun ist Muhammed Tamimi ein kleiner Kinderstar. Weltberühmt wie seine beißfreudige Schwester übrigens, die vor drei Jahren bereits einen türkischen Tapferkeitspokal erhielt, weil sie die Verhaftung eines anderen Bruders verhindert hatte. Oder der gemeinsame Vater, Bassem Tamimi, der mehrfach in israelischen Gefängnissen saß, weil er seine Kinder nicht schützte, sondern sie immer wieder an die Front gegen die verhasste Besatzungsmacht geschickt hat.

    Zwei Mitglieder des Clans haben bei solchen Aktionen schon den Tod gefunden, der eine angeblich durch ein Gummigeschoss, der andere durch einen Tränengasbehälter, der von einem Armeejeep gefallen war. Der Vater des kleinen Muhammed wusste also, was auf dem Spiel stand, als er seinen Sohn als politischen Kindersoldaten losschickte. Die ehemalige EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton nannte den skrupellosen Vater und ehemaligen Lehrer dennoch einen »Verteidiger der Menschenrechte«. Die gelten für Kinder aber offenbar weniger.

    Der Autor ist Journalist in Frankfurt. Von ihm erschien zuletzt: »Israel ist an allem schuld« (zusammen mit Esther Schapira).

    Medien: Inszenierte Opfer | Jüdische Allgemeine

  6. #3826
    Avatar von papodidi

    Registriert seit
    30.12.2011
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    11.473
    Sehr guter Kommentar:


    Eskalation im Nahen Osten
    Bitte die Karten auf den Tisch legen

    Die Lage um Jerusalem eskaliert, man raunt von einer dritten Intifada. Höchste Zeit für Netanyahu und Abbas, offen zu deklarieren, wie sie sich eigentlich die Zukunft vorstellen.
    ...
    Die einzelnen Gewalttaten, so schrecklich sie sind, sind nur verständlich, wenn man sie als Symptome auffasst. Das eigentliche Problem ist, dass es momentan nicht den leisesten Hauch einer politischen Perspektive gibt. Wenn der israelische Regierungschef Netanyahu nicht mehr an die Zweistaatenlösung glaubt, soll er das offen deklarieren; aber dann bitte schön auch erklären, was seiner Meinung nach die Alternative wäre. Eine Einstaatenlösung? Wie sollte ein solches Land weiterhin sowohl jüdisch wie auch demokratisch sein? Denn Netanyahu wird ja nicht müde, den jüdischen Charakter des Staates Israel zu betonen und von den Palästinensern auch zu fordern, diese Eigenart anzuerkennen. Aber ein Staat, der die Palästinenser einschliesst und ihnen die vollen demokratischen Bürgerrechte verleiht, wäre eben nicht mehr jüdisch.
    ...
    Würde man den Palästinensern hingegen die vollen Bürgerrechte vorenthalten, wäre dieser Staat nicht mehr demokratisch. Hat Netanyahu eine solche Zweiklassengesellschaft im Kopf? Wohlan, dann soll er es so deklarieren.Oder glaubt er doch weiterhin an eine Zweistaatenlösung, wie er gelegentlich versichert? Dann soll er den Siedlungsbau stoppen und ernsthafte Verhandlungen aufnehmen. Oder glaubt er ernstlich, man könne den Status quo dauerhaft aufrechterhalten, ohne Aufbegehren, ohne Aufstand?

    Dasselbe gilt für die Gegenseite. Was meint Palästinenserpräsident Abbas, wenn er das Osloer Friedensabkommen für nichtig erklärt? Was will er genau? Im Moment ist offensichtlich niemand an einer ernsthaften Lösung interessiert. Die Betonköpfe auf beiden Seiten profitieren von den Spannungen., die israelischen Hardliner und die Hamas spielen sich in die Hände. Das Hickhack um den Tempelberg ist sinnlos. Sobald etwas als heilig gilt, gibt es keine Kompromisse. Eine Lösung für dieses heikle Problem sollte am Ende von Verhandlungen stehen, nicht am Anfang. Solange die Palästinenser keinen Anreiz für eine friedliche Beilegung des Konflikts haben, werden sie sich publikumswirksame Schaukämpfe mit den Israeli an symbolträchtigen Orten liefern.
    ...
    Eskalation im Nahen Osten: Bitte die Karten auf den Tisch legen - NZZ Meinung

  7. #3827
    tiberiusxt
    Hallo liebe Leute,

    das Thema sehe ich sehr kritisch. Es werden im Internet viele einseitige Videos veröffentlicht. Viele sind sogar gefaked. Ich bin weder für Israel noch für die Palastinänser. Ich weiß das die türkischen Medien DUCHGEHEND sehr antiisrael-lastig berichten. Aber wenn ich manche Vidoes sehe, werd auch ich immer mehr misstrauig gegenüber Israel.

    Habe nun im Internet reinzufällig dass hier gefunden. Kennt jemand diese Veröffentlichung? Hintergrund, Fake?

    Terörist ?srail askerleri Filistinli k?z? katletti! - SANAL BASIN


    Das Problem ist die fehlende Bildung bei den Palastinensern. Es ist nicht die gesammte Bevölkerung die so primitiv ist und Hass schürt, wie in den Medien dargestellt. Es sind vereinzelt Hardliner die meinen sie müssten sich an unschuldigen Menschen rächen, indem sie Bombenanschläge verüben, Leute abstechen etc. Es ist ein Bruchteil der Bevölkerung der ALLE Bemühungen kaputtmacht und die eigenen Ziele in die Ferne rücken lässt.

  8. #3828
    Avatar von Rafi

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    Zitat Zitat von papodidi Beitrag anzeigen
    Sehr guter Kommentar:


    Eskalation im Nahen Osten
    Bitte die Karten auf den Tisch legen

    Die Lage um Jerusalem eskaliert, man raunt von einer dritten Intifada. Höchste Zeit für Netanyahu und Abbas, offen zu deklarieren, wie sie sich eigentlich die Zukunft vorstellen.
    ...
    Die einzelnen Gewalttaten, so schrecklich sie sind, sind nur verständlich, wenn man sie als Symptome auffasst. Das eigentliche Problem ist, dass es momentan nicht den leisesten Hauch einer politischen Perspektive gibt. Wenn der israelische Regierungschef Netanyahu nicht mehr an die Zweistaatenlösung glaubt, soll er das offen deklarieren; aber dann bitte schön auch erklären, was seiner Meinung nach die Alternative wäre. Eine Einstaatenlösung? Wie sollte ein solches Land weiterhin sowohl jüdisch wie auch demokratisch sein? Denn Netanyahu wird ja nicht müde, den jüdischen Charakter des Staates Israel zu betonen und von den Palästinensern auch zu fordern, diese Eigenart anzuerkennen. Aber ein Staat, der die Palästinenser einschliesst und ihnen die vollen demokratischen Bürgerrechte verleiht, wäre eben nicht mehr jüdisch.
    ...
    Würde man den Palästinensern hingegen die vollen Bürgerrechte vorenthalten, wäre dieser Staat nicht mehr demokratisch. Hat Netanyahu eine solche Zweiklassengesellschaft im Kopf? Wohlan, dann soll er es so deklarieren.Oder glaubt er doch weiterhin an eine Zweistaatenlösung, wie er gelegentlich versichert? Dann soll er den Siedlungsbau stoppen und ernsthafte Verhandlungen aufnehmen. Oder glaubt er ernstlich, man könne den Status quo dauerhaft aufrechterhalten, ohne Aufbegehren, ohne Aufstand?

    Dasselbe gilt für die Gegenseite. Was meint Palästinenserpräsident Abbas, wenn er das Osloer Friedensabkommen für nichtig erklärt? Was will er genau? Im Moment ist offensichtlich niemand an einer ernsthaften Lösung interessiert. Die Betonköpfe auf beiden Seiten profitieren von den Spannungen., die israelischen Hardliner und die Hamas spielen sich in die Hände. Das Hickhack um den Tempelberg ist sinnlos. Sobald etwas als heilig gilt, gibt es keine Kompromisse. Eine Lösung für dieses heikle Problem sollte am Ende von Verhandlungen stehen, nicht am Anfang. Solange die Palästinenser keinen Anreiz für eine friedliche Beilegung des Konflikts haben, werden sie sich publikumswirksame Schaukämpfe mit den Israeli an symbolträchtigen Orten liefern.
    ...
    Eskalation im Nahen Osten: Bitte die Karten auf den Tisch legen - NZZ Meinung
    Eins hat der Autor nicht auf dem Schirm:
    ......werden Israeli und Palästinenser vielleicht eines Tages auf sich selber zurückgeworfen.
    Nicht eines Tages....., denn der IS ist mit den Omar Hadid Brigaden bereits da und denen ist Hamas zu lasch. Allerdings haben die mehr Akzeptanz unter der palästinensischen Bevölkerung als es gut tut.

    Ja, ein sehr ausgewogener Kommentar. Ich würde auch jedem diese Seite ans Herz legen, sie berichtet über alle Attentate, auch wenn sie nicht von Palästinensern begangen werden. Etwas, das nicht selbstverständlich ist. Meinen Respekt haben sie dafür. Weniger Respekt haben die Medien, die genau dieses Attentat auf einmal als Aufhänger für die seit Wochen und Monaten anhaltenden Attentate nehmen um überhaupt auf den andauerndenTerror aufmerksam zu machen, nicht nur in Jerusalem sondern landesweit.
    Gestern wurde aus Gaza wieder eine Rakete abgeschossen, die noch in Gaza runterging. Drei verletzte Palästinenser.

    4 arabische Israelis in Dimona mit Messer angegriffen | Israel Direkt



  9. #3829
    Avatar von Rafi

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    8.263
    Palästinensischer Humor zu den anhaltenden empfohlenen Messerattacken.






    Selbstmordattentate sind auch hoch im Kurs.




    Gute Besserung der armen Frau und das ist genauso gemeint.

    Terroristin sprengt sich in die Luft – Ein Verletzter

  10. #3830
    Avatar von blacksea

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    Das ist Satire

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