BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Erweiterte Suche
Kontakt
BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Benutzerliste

Willkommen bei BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen.
Seite 411 von 585 ErsteErste ... 311361401407408409410411412413414415421461511 ... LetzteLetzte
Ergebnis 4.101 bis 4.110 von 5842

Israel-Palästina Konflikt Sammeltheard

Erstellt von Melek, 20.04.2009, 20:57 Uhr · 5.841 Antworten · 198.478 Aufrufe

  1. #4101
    Avatar von papodidi

    Registriert seit
    30.12.2011
    Beiträge
    11.428
    "Rabins Ermordung war das erfolgreichste Attentat der Welt"

    4. November 2015, 08:52

    Israel geht zu wenig gegen Fanatiker in den eigenen Reihen vor, beklagt die Religions- und Friedensaktivistin Anat Hoffman

    STANDARD: Es ist 20 Jahre her, dass Yitzhak Rabin vom jungen jüdischen Rechtsradikalen Yigal Amir ermordet wurde. Hat sich Israel von dieser Tat je erholt?

    Hoffman:
    Nein. Es war das vielleicht erfolgreichste Attentat der Welt. Die Ermordung von Martin Luther King oder John F. Kennedy hat den Lauf der Geschichte nicht verändert, Rabins Tod sehr wohl.

    STANDARD:
    Spaltet die Ermordung Rabins am 4. November 1995 immer noch das Land?

    Hoffman: 50 Prozent der orthodoxen Juden zweifeln an der offiziellen Tatversion und vermuten eine Verschwörung dahinter. Es ist auch falsch, dass man den Attentäter totschweigt. Wir sollten von Amir hören. Er ist stolz darauf, dass er mit rabbinischer Unterstützung gehandelt hat. Diese Art des messianischen Fanatismus wird Israel noch zerstören, und wir wehren uns dagegen nicht genug. Wir bekämpfen die Fanatiker bei unseren Nachbarn, aber nicht die eigenen. Wie kann es sein, dass wir zwar alle finden, die Terroranschläge gegen Israelis verüben, aber nicht die Täter, die Moscheen und arabische Familien im Schlaf anzünden? Diese Gewalt geht nicht von einem Mob aus, sondern von Rabbinern, die das Judentum für die Botschaft missbrauchen, dass Juden mehr wert sind als andere.
    ...

    STANDARD: Sehen Sie irgendeine Hoffnung für den Frieden?

    Hoffman:
    Ja, und sie heißt Ayman Odeh, der Chef der Vereinigten Liste. Er ist der Politiker, der Frieden schaffen kann, er ist der Messias der Linken. Ist das nicht unglaublich, dass ich 20 Jahre nach Rabins Ermordung meine Hoffnung in einen Araber lege? (Eric Frey, 4.11.2015)

    Anat Hoffman
    (61) ist Direktorin des Israel Religious Action Center (Irac). Die Friedens- und Menschenrechtsaktivistin ist Mitbegründerin der Women of the Wall, die seit 1988 dafür kämpfen, dass Jüdinnen an der Klagemauer in Jerusalem genauso wie Männer beten dürfen. Sie war für die 25-Jahr-Feier der liberalen jüdischen Gemeinde Or Chadasch in Wien.

    "Rabins Ermordung war das erfolgreichste Attentat der Welt" - Israel - derStandard.at ? International

    Gutes Interview! Mehr von Ayman Odeh:

    Joint (Arab) List leader seeks to indict PM for 'incitement' | The Times of Israel

  2. #4102
    JazzMaTazz
    yitzak rabin war ein guter mann.
    netanyahu war der mann der den neo antisemitismus nur weiter angekurbelt hat.

  3. #4103
    Avatar von Sakib Sejdovic

    Registriert seit
    25.08.2013
    Beiträge
    2.576

  4. #4104
    Avatar von Rafi

    Registriert seit
    03.12.2013
    Beiträge
    8.209
    Ich denke einfach es herrscht auf beiden Seiten ein verzerrtes Bild. Weder ist dem Großteil der Israelis, noch dem Großteil der Palästinenser an weiterem Blutvergiessen gelegen. Ich war nun mehrmal vor Ort, Ashkelon, Tel Aviv und Jerusalem natürlich, muss man mal erlebt haben. Das Zusammenleben in Jerusalem war schon immer schwierig, in Galiläa z.B. gibt so gut wie gar keine Spannungen. Ebenso in Tel Aviv, in diesem Ameisenhaufen leben alle möglichen Menschen. Freilich gibts auch Konflikte, wie in jeder anderen Großstadt eben auch.

    Naja, hier mal ein schönes Beispiel wie es funktionieren kann. Ich bin mir sicher es wird sich zügig einer hier finden, der das sofort schlechtredet.


  5. #4105

    Registriert seit
    04.11.2015
    Beiträge
    898
    Gestern Abend lief diesbezüglich ein ganz lustiger Film im Ersten: Herbe Mischung. Sehr empfehlenswert.

  6. #4106
    Avatar von Rafi

    Registriert seit
    03.12.2013
    Beiträge
    8.209
    Zitat Zitat von alperen Beitrag anzeigen
    Gestern Abend lief diesbezüglich ein ganz lustiger Film im Ersten: Herbe Mischung. Sehr empfehlenswert.
    Ja, das war die ganze Misere sehr amüsant und überspitzt beschrieben. Vor allem der Wecker am Flughafen. Herrlich

  7. #4107

    Registriert seit
    04.11.2015
    Beiträge
    898
    Zitat Zitat von Rafi Beitrag anzeigen
    Ja, das war die ganze Misere sehr amüsant und überspitzt beschrieben. Vor allem der Wecker am Flughafen. Herrlich
    Haha, ja. Oder wie die Frau die mit dem Islam eigentlich gar nichts am Hut hat in ihrer Hilflosigkeit erst mal provokant Allahu ekber ruft.. Da waren schon ein paar ganz lustige Szenen dabei, auch die Nummer mit der Gasmaske war zum totlachen.

  8. #4108
    Avatar von papodidi

    Registriert seit
    30.12.2011
    Beiträge
    11.428
    Das Vid ist ganz o.k., bis auf seine Aussagen über die Siedlungen, denn er verdrängt dabei wohl, dass viele der Extremisten gerade von dort kommen...

  9. #4109
    Avatar von Rafi

    Registriert seit
    03.12.2013
    Beiträge
    8.209
    Zitat Zitat von papodidi Beitrag anzeigen
    "Rabins Ermordung war das erfolgreichste Attentat der Welt"

    4. November 2015, 08:52

    Israel geht zu wenig gegen Fanatiker in den eigenen Reihen vor, beklagt die Religions- und Friedensaktivistin Anat Hoffman
    Rabin und Arafat hätte es schaffen können Rabins Friedensplan wurde allerdings mit der Al Aqsa Intifada zunichte gemacht, nicht mit seiner Ermordung.
    Es gab nachfolgend ebenfalls das Bestreben nach Frieden. Nur zum Frieden gehören immer zwei. Israel hat Zugeständnisse gemacht, nicht genug, aber es war ein Anfang. Der Anfang einer Gewaltspirale, die aktuell nicht mehr in den Griff zu kriegen ist. Ich wüsste nicht wie.

    Der hier eine Lösung findet, dem ist der nächste Friedensnobelpreis sicher.

    Ein Fünfpunkte-Friedensplan für Nahost | bpb

    Das Scheitern der Verhandlungen und der Ausbruch der Al-Aqsa-Intifada brachten diesen Ansatz zu Fall. Und nicht nur ihn: Die israelische Linke verlor ihre Stellung als führende politische Kraft im Parlament und wurde 2001 durch eine von Ariel Sharon geführte, rechtsgerichtete Regierung ersetzt. Im Sommer 2005 begann diese Regierung - mit voller Unterstützung der Friedensbewegung und der politischen Mitte und gegen heftige Opposition der rechten Siedlerbewegung - mit der einseitigen Räumung von 21 jüdischen Siedlungen im Gazastreifen und vier in der nördlichen Westbank. Man hegte die Hoffnung, die Palästinenser würden mit internationaler Unterstützung ein stabiles und sicheres Umfeld schaffen, und stellte als Beitrag zum Friedensprozess einen ähnlich umfassenden Rückzug und die Räumung von Siedlungen in der gesamten Westbank in Aussicht. [weiterlesen...]



    Die neue politische Wirklichkeit in den palästinensischen Autonomiegebieten

    Das unbestrittene Ziel des palästinensischen Volkes und seiner Führung ist das Ende der israelischen Besatzung, die Schaffung eines unabhängigen palästinensischen Staates mit der Hauptstadt Al-Quds (Jerusalem) sowie eine umfassende und gerechte Regelung der Flüchtlingsfrage. Dabei treten die beiden größten politischen Bewegungen, die gemäßigte Fatah und die radikal-islamische Hamas, für zwei sehr unterschiedliche Lösungen ein. Die Fatah hat sich auf die Zwei-Staaten-Lösung festgelegt und sieht die Beziehungen zu Israel laut Präsident Abbas wie folgt: "(E)s ist unerlässlich, Beziehungen zu Israel aufzubauen, die auf gegenseitigem Vertrauen beruhen, so dass die Israelis sich in Bezug auf ihren neuen Nachbarn und alten Feind sicher fühlen und auf dessen Fähigkeit vertrauen, Feindschaft im Einklang mit den arabischen Ländern in Normalität umwandeln zu können."[2]

    Im Gegensatz dazu hat die Hamas die Zwei-Staaten-Lösung weder anerkannt noch ihr zugestimmt. Ihre Charta vom August 1988 beginnt wie folgt: "Im Namen von Allah, dem Gnadenreichen, dem Barmherzigen (...) Israel wird erstarken und aufrecht stehen, bis es vom Islam vernichtet wird wie andere vor ihm. (...) Denn unser Kampf gegen die Juden ist so umfassend und erbittert, dass er alle loyalen Anstrengungen erfordert, derer wir mächtig sind; er muss gefolgt werden von weiteren Schritten und immer wieder angefacht werden von Kampftruppen aus der arabischen und islamischen Welt, bis die Feinde vernichtet sind und Allah den Sieg davonträgt."
    Im Kern zielt die Ideologie der Hamas auf die Vernichtung des israelischen Staates, liegt ihre Strategie darin, die palästinensische Bevölkerung, die arabische und die islamische Welt zum Kampf gegen Israel aufzuwiegeln. Artikel 14 der Hamas-Charta ist eindeutig: "Das Problem der Befreiung Palästinas tangiert drei Lager: das palästinensische, das arabische und das islamische. Jedes dieser Lager hat seine Rolle im Kampf gegen den Zionismus zu spielen."[3]

    Der Sieg der Hamas bei den Wahlen zum Palästinensischen Parlament (PLC) im Januar 2006 und die Bildung einer Hamas-Regierung haben in den palästinensischen Autonomiegebieten eine neue Realität geschaffen. In der Vergangenheit bestimmte PLO-Führer Yassir Arafat das Vorgehen der Palästinenser; er hatte ein unipolares politisches System errichtet, das von der Fatah kontrolliert wurde. Dieses System brach mit dem Tod Arafats zusammen. Weder der neue Führer der Fatah Mahmud Abbas noch Hamas-Führer Khaled Mashal konnten sich eine ähnliche Machtstellung erarbeiten. Die Auseinandersetzungen zwischen ihnen führten zu einer bürgerkriegsähnlichen Lage, zu wachsender Anarchie und zur Bildung einer von Feindseligkeiten geprägten Koalition, deren Partner bei Regionalmächten Unterstützung suchten: die Hamas im Iran und in Syrien, die Fatah in Ägypten und Jordanien. Die innerpalästinensische Gewalt drohte in die gesamte Region getragen zu werden. [weiterlesen...]










    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von papodidi Beitrag anzeigen
    Das Vid ist ganz o.k., bis auf seine Aussagen über die Siedlungen, denn er verdrängt dabei wohl, dass viele der Extremisten gerade von dort kommen...
    Radikale Siedler gibt es sicher zuviele, aber nicht radikale Siedlungen, auch da gibt es eine Konzentration. Palästinensische Extremisten sind auch nicht überall verteilt, in den meisten Regionen ist es absolut friedlich. Es ist nicht jeder Siedler oder jeder Palästinenser radikal.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von alperen Beitrag anzeigen
    Haha, ja. Oder wie die Frau die mit dem Islam eigentlich gar nichts am Hut hat in ihrer Hilflosigkeit erst mal provokant Allahu ekber ruft.. Da waren schon ein paar ganz lustige Szenen dabei, auch die Nummer mit der Gasmaske war zum totlachen.
    TV-Posse. Ein Jude liebt eine deutsche Nichtjüdin mit arabischen Wurzeln. Pssst, seine Mischpoke sollte das lieber nicht erfahren!

    Schlechte Nachrichten aus Tel Aviv: Opa ist tot und die Beerdigung schon in zwei Tagen. Benjamin (Trystan Pütter) muss seine Doktorarbeit in München unterbrechen. Für ihn ist es selbstverständlich, dass seine deutsche Freundin Zarah (Peri Baumeister) ihn begleitet. Dass ihr Vater aus Ägypten ist, findet Benni erst nicht problematisch: "Wir lieben uns, alles andere ist egal!" Doch schon am Flughafen gibt's Scherereien. Der Grenzbeamte nimmt Zarah wegen ihres Nachnamens Abdullah ins Kreuzverhör, dann löst sie dort einen Bombenalarm aus, und der Koffer kommt nicht in Israel an. Die erste Bombe platzt an Großvaters Grab: Tante Edna (Varda Ben Hur) sieht, wie Zarah sich bekreuzigt. Die Familie ist geschockt, dass Benni verschwiegen hat, dass Zarah keine Jüdin ist. Würde Bens Vater Ephraim (Doval'e Glickman), ein militaristischer Nationalist, jetzt noch ihre wahren Wurzeln entdecken, gäbe es sicher Krieg...

    Getreu dem jüdischen Sprichwort "Oft machen Kinder Narren aus ihren Eltern" inszenierte der israelische Regisseur Dror Zahavi ("Mein Leben - Marcel Reich-Ranicki") ein respektloses Kultur-Clash-Spektakel, das reich an politischem Sprengstoff ist.

    Das Drehbuch schrieb die Halbägypterin und "Zeit"-Journalistin Annabel Wahba mit ihrem Ehemann Barry Thomson. Vieles von dem, was der Film erzählt, hat sie so im Heiligen Land erlebt.

    Geht doch


    Wers sehen möchte, ist in der Mediathek abrufbar.

    http://www.ardmediathek.de/tv/FilmMi...astId=10318946

  10. #4110
    Avatar von Rafi

    Registriert seit
    03.12.2013
    Beiträge
    8.209
    "Ich mag Hitler, weil er die antjüdischste Person in der Geschichte war"

    Hach ja.

    In Gaza sorgt ein Kleidergeschäft für Aufregung. Es biete alles, "was man für die Intifada braucht".


Ähnliche Themen

  1. KenFM über Israel-Palästina-Deal und Gaddafi
    Von Azrak im Forum Arabische Revolution
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 25.10.2011, 01:03
  2. Ägypten/Israel neuer Konflikt im nahen Osten?
    Von Zurich im Forum Aussenpolitik
    Antworten: 203
    Letzter Beitrag: 11.09.2011, 20:19
  3. Israel-Palästina
    Von Grasdackel im Forum Aussenpolitik
    Antworten: 329
    Letzter Beitrag: 08.09.2011, 21:29
  4. Sammelthread: Israel/Nahost-Konflikt
    Von jugo-jebe-dugo im Forum Aussenpolitik
    Antworten: 3644
    Letzter Beitrag: 20.07.2011, 18:24
  5. NAHOST Konflikt Israel und Palästina Sammelthread
    Von jugo-jebe-dugo im Forum Aussenpolitik
    Antworten: 756
    Letzter Beitrag: 25.07.2008, 15:05