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Ergebnis 4.461 bis 4.470 von 5884

Israel-Palästina Konflikt Sammeltheard

Erstellt von Melek, 20.04.2009, 20:57 Uhr · 5.883 Antworten · 199.831 Aufrufe

  1. #4461
    JazzMaTazz
    Zitat Zitat von BlackJack Beitrag anzeigen
    Das hat natürlich eine Vorgeschichte: nach den Anschlägen in Paris durch Terroristen des IS mit 130 Toten hatte die schwedische Außenministerin im November implizit Israel eine Mitschuld bzw. die Hauptschuld gegeben, indem sie behauptete die Attentäter hätten wie die Palästinenser keine Perspektive.
    Kriegst du eigentlich Provision ?

  2. #4462
    Avatar von Rafi

    Registriert seit
    03.12.2013
    Beiträge
    8.318
    Zitat Zitat von BlackJack Beitrag anzeigen
    Das hat natürlich eine Vorgeschichte: nach den Anschlägen in Paris durch Terroristen des IS mit 130 Toten hatte die schwedische Außenministerin im November implizit Israel eine Mitschuld bzw. die Hauptschuld gegeben, indem sie behauptete die Attentäter hätten wie die Palästinenser keine Perspektive.
    Naja, Juden sind in Schweden ja auch unerwünschte Personen.

    Passt schon.
    Es war ein schwedisches Experiment vor dem Hintergrund des mörderischen Anschlags auf den koscheren Supermarkt in Paris vom 7. Januar: Für die Sendung «Uppdrag granskning» (Auftrag Ermittlung) schickte das Fernsehen den Reporter Petter Ljunggren mit einer Kippa, der traditionellen Kopfbedeckung männlicher Juden, und umgehängtem Davidstern in die Stadt Malmö.
    Wie die versteckte Videokamera in verwackelten Schwarzweissbildern festhält, ruft ein Mann im Zentrum Malmös Ljunggren «jüdische Scheisse» zu und fordert ihn auf, zu verschwinden. Ein anderer Mann ballt drohend seine Faust und schreit: «Hau ab, Satansjude!» Die Drohungen werden so heftig, dass das Team immer wieder den Abzug erwägt.
    Per SMS aufgefordert, Eier zu schmeissen
    Auch ein Motorradlenker bedroht den als Juden verkleideten Journalisten. Im Vorort Rosengrad macht sich ein mehrköpfiger Mob sogar daran, die Reporter anzugreifen. Als Reporter Ljunggren und ein Begleiter weggehen, werden von Häuserfenstern aus Eier nach ihnen geworfen. Laut dem Bericht wurden Anwohner per SMS dazu aufgefordert, Eier zu werfen.
    Nach einer auf einer amerikanischen Website übersetzten Zusammenfassung in der schwedischen Zeitung «Expressen» zieht die Fernsehsendung den Schluss, dass der Antisemitismus in Schweden nicht mehr länger aus dem Dunstkreis von Neonazigruppen kommt: «Stattdessen dreht sich der Judenhass um den Konflikt zwischen Israel und Palästina.» Hintergrund ist der hohe Anteil von – je nach Zählung – 20 bis 30 Prozent muslimischer Immigranten in Malmö. Die mit 300'000 Einwohnern drittgrösste Stadt Schwedens ist seit Jahren berüchtigt für antisemitische Zwischenfälle.
    Juden fühlen sich nicht mehr sicher
    Laut «Expressen» erklärte die Menschenrechtsorganisation Simon Wiesenthal Center Malmö schon 2010 als gefährlich für Juden. In den letzten zwei Jahren zählte die Polizei 137 antisemitische Verbrechen in der Stadt.
    Die TV-Sendung porträtiert auch jüdische Einwohner Malmös. Etwa den aus den USA stammenden Shmuel Goldberg. Er beschreibt einen Angriff, der ihn für Wochen in Angst versetzte (siehe Video oben). Ein anderer, Ammon Tsubarah, sagt: «Es hat einen Grad erreicht, dass man sich nicht mehr sicher fühlt. Man will nicht mehr länger hier bleiben.» Die Zahl der Juden in Malmö ist inzwischen auf 600 gesunken.
    Wie in Schweden, so in Frankreich
    Die zunehmenden Probleme für Juden in Schweden haben ihre Entsprechung in Frankreich. Nach einer Mitteilung des jüdischen Dachverbands vom Dienstag hat sich dort die Zahl antisemitischer Attacken 2014 im Vergleich zum Vorjahr auf 851 verdoppelt. An dem am gleichen Datum gewürdigten 70. Jahrestags der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz bezeichnete Präsident François Hollande den Antisemitismus als «Geissel» für Frankreich.
    Die Erkenntnisse des schwedischen TV-Programms wurden weder in Europa noch in den USA von den grossen Medien aufgenommen. Widerhall fanden sie bloss in Israel und auf konservativen amerikanischen Websites wie Breitbart und Right Side News.
    Fox News doch nicht so daneben?
    Für einen dieser Kanäle, Fox News, ist die schwedische Sendung teilweise eine Bestätigung. Der US-Sender wurde verlacht, als er nach dem «Charlie-Hebdo»-Angriff von Muslimen bewohnte Quartiere in Europa zu No-go-Zonen stilisierte. Jetzt lässt sich mit einigem Recht sagen: Es gibt diese Zonen tatsächlich – zumindest für Juden.
    20 Minuten - Ein schwedischer Reporter testet den Judenhass - News

  3. #4463
    JazzMaTazz
    Zitat Zitat von Rafi Beitrag anzeigen
    Naja, Juden sind in Schweden ja auch unerwünschte Personen.

    Passt schon.

    weil palästinenser in israel unerwünscht sind ?

  4. #4464
    Avatar von Rafi

    Registriert seit
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    8.318
    Knapp 60.000 Palästinenser arbeiten mit Arbeitserlaubnis in Israel. Palästinenser sind generell nicht unerwünscht, nur Attentäter. Da gehts Israel wie der Türkei. Die mögen das auch nicht so.

    Fast vergessen, die arabischen Anrainerstaaten oder gar SaudiARABIEN sind besonders begeistert von Palästinensern. Meist werden sie wie Sklaven behandelt. Aber das nur am Rande.

  5. #4465
    JazzMaTazz
    Zitat Zitat von Rafi Beitrag anzeigen
    Knapp 60.000 Palästinenser arbeiten mit Arbeitserlaubnis in Israel.

    Und wo ist der Rest ?

  6. #4466

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von Rafi Beitrag anzeigen
    Knapp 60.000 Palästinenser arbeiten mit Arbeitserlaubnis in Israel. Palästinenser sind generell nicht unerwünscht, nur Attentäter. Da gehts Israel wie der Türkei. Die mögen das auch nicht so.

    Fast vergessen, die arabischen Anrainerstaaten oder gar SaudiARABIEN sind besonders begeistert von Palästinensern. Meist werden sie wie Sklaven behandelt. Aber das nur am Rande.
    Plötzlich sind die Türken die Guten?

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von JazzMaTazz Beitrag anzeigen
    Und wo ist der Rest ?
    Der Rest kocht mit Kurden.

  7. #4467
    Avatar von Fitnesstrainer NRW

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    Zitat Zitat von Lorne Malvo Beitrag anzeigen
    Islamischen Terror gibt es auch wegen Israel, sollte man nicht vergessen. Den Kolonialismus könnten die Araber vergessen, aber dass der Westen einfach einen Judenstaat auf arabischem Boden gründen ist der Ursprung der antiwestlichen Haltung der Araber. Und diese wird sich so schnell wegen Israel auch nicht ändern. Ob sie nun islamistisch ist, wie heutzutage, oder eher panarabisch-kommunistisch, wie noch vor einigen Jahrzehnten, wegen Israel werden die Araber den Westen immer hassen.
    Die heutigen arabischen Staaten (abgesehen von Marokko) gibt es auch nur dank dem bösen bösen "Westen".
    Die Araber waren Jahrhunderte lang Untertanen der Osmanen und ohne England und Frankreich (die natürlich nur eigene Interessen verfolgten) hätten sie es nicht geschafft sich von dieser Fremdherrrschaft zu befreien.
    Im übrigen waren die Araber selbst auch einst Eroberer und Kolonialisten und hatten von der arabischen Halbinsel aus ein Weltreich von Indien bis Spanien errichtet....wohlgemerkt mit dem "Schwert" !

    Nun hat also der böse böse Westen den Juden einen Staat errichtet ?
    Ganz so war es dann doch nicht...
    Richtig ist das schon zu osmanischen Zeiten, und dann Dank der Balfour-Declaration verstärkt, Juden einwanderten. Diese haben durchaus versucht sich mit den Arabern zu einigen. Man hat den arabischen Grossgrundbesitzern viel Land abgekauft....diese Grossgrundbesitzer haben die vielen kleinen arabischen Pächter auf ihrem Land, die dann gehen mussten, nicht interessiert.
    Für die neueinwandernden Juden war dies nichts anderes als die Rückkehr in IHR heiliges Land, auf das sie nie den Anspruch aufgehoben haben. "Nächstes Jahr in Jerusalem" war über lange Zeit ein verbreiteter Slogan in der jüdische Diaspora, der auch heute noch zur Ausprache kommt.
    Auch viele Araber haben durchaus anerkannt das das Land auch durchaus die kulturelle Heimat des Volkes Israel ist. Im Faisal-Weizmann-Abkommen stimmten die Araber unter dem damaligen Emir und späteren syrischen König sogar der Bildung eines jüdischen Staates in Palästina zu.
    Allerdings trat das Abkommen niemals in Kraft da Faisal die Umsetzung dessen von der Etablierung eines vereinigten arabischen Königsreich abhängig machte, was aber von England und Frankreich nicht umgesetzt wurde.
    Die Spannungen zwischen Juden und Arabern in Palästina haben sich seitdem zunehmend verschärft und sind mehrfach vor allem von arabischer Seite eskaliert.
    Die Briten, welche mit Einwilligung des Völkerbundes, zunächst einen jüdischen UND einen arabischen Staat in Palästina schaffen wollten, wurden dem jüdischen Staatsprojekt gegenüber sukzessive kritischer und stellten sich gegen eine weitere jüdische Einwanderung (Weißbuch von 1939).
    Darauf eskalierte dann auch der Konflikt zwischen Juden (die auf das Versprechen der eines eigenen Staates bestanden) und britischer Okkupationsmacht.

    Die UN-Resolution 181 von 1947 welche das britische Mandat über Palästina beenden sollte und einen Teilungplan in einen jüdischen und arabischen Staat vorsah, war noch eine letzte Chance den Konflikt friedlich und fair beizulegen.
    Die Juden sollten etwas mehr als die Hälfte (56%) des Territoriums erhalten,
    wovon allerdings ca. zwei Drittel aus der unfruchtbaren Negev-Wüste bestand. Den Arabern wurde etwas weniger als die Hälfte (47%) des Mandatgebietes für ihren Staat zugesprochen. (Wichtige religiöse Städte wie Jerusalem und Bethlehem sollten unter UN-Verwaltung stehen.

    ....von der Jewish Ageny (Führung des Jischuw repektive der Juden in Palästina; Die Organisation aus sich die spätere israelische Regierung gebildet hat) wurde der Plan angenommen..

    .....von den Arabern NICHT...denn man beanspruchte nun ALLES für sich....und wollte die Juden buchstäblich ins Meer werfe.....und wieder und wieder und nochmal...

    Wie das Ausging für die Araber sehen wir heute....tja dumm gelaufen.....

    Was würden die Araber wohl heute sagen, ständen sie nochmal vor der Wahl von 1947 ? ....egal....ZU SPÄT !!!

  8. #4468
    Avatar von Lorne Malvo

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    Zitat Zitat von BlackJack Beitrag anzeigen
    Das hat natürlich eine Vorgeschichte: nach den Anschlägen in Paris durch Terroristen des IS mit 130 Toten hatte die schwedische Außenministerin im November implizit Israel eine Mitschuld bzw. die Hauptschuld gegeben, indem sie behauptete die Attentäter hätten wie die Palästinenser keine Perspektive.
    Harte Kritik des Westens an Israel ist schon seit Jahrzehnten überfällig, und es ist auch völlig richtig, dass der Hass gegen den Westen in der islamischen Welt vor allem wegen Israel existiert. Israel ist das Aushängeschild des Westens in der Region. Was Israel dort abzieht unterscheidet sich nur wenig von dem, was bspw. Putin in der Ukraine abzieht und das hätte man schon lange so benennen müssen und entsprechende Konsequenzen in die Wege leiten.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Fitnesstrainer NRW Beitrag anzeigen
    Die heutigen arabischen Staaten (abgesehen von Marokko) gibt es auch nur dank dem bösen bösen "Westen".
    Die Araber waren Jahrhunderte lang Untertanen der Osmanen und ohne England und Frankreich (die natürlich nur eigene Interessen verfolgten) hätten sie es nicht geschafft sich von dieser Fremdherrrschaft zu befreien.
    Im übrigen waren die Araber selbst auch einst Eroberer und Kolonialisten und hatten von der arabischen Halbinsel aus ein Weltreich von Indien bis Spanien errichtet....wohlgemerkt mit dem "Schwert" !

    Nun hat also der böse böse Westen den Juden einen Staat errichtet ?
    Ganz so war es dann doch nicht...
    Richtig ist das schon zu osmanischen Zeiten, und dann Dank der Balfour-Declaration verstärkt, Juden einwanderten. Diese haben durchaus versucht sich mit den Arabern zu einigen. Man hat den arabischen Grossgrundbesitzern viel Land abgekauft....diese Grossgrundbesitzer haben die vielen kleinen arabischen Pächter auf ihrem Land, die dann gehen mussten, nicht interessiert.
    Für die neueinwandernden Juden war dies nichts anderes als die Rückkehr in IHR heiliges Land, auf das sie nie den Anspruch aufgehoben haben. "Nächstes Jahr in Jerusalem" war über lange Zeit ein verbreiteter Slogan in der jüdische Diaspora, der auch heute noch zur Ausprache kommt.
    Auch viele Araber haben durchaus anerkannt das das Land auch durchaus die kulturelle Heimat des Volkes Israel ist. Im Faisal-Weizmann-Abkommen stimmten die Araber unter dem damaligen Emir und späteren syrischen König sogar der Bildung eines jüdischen Staates in Palästina zu.
    Allerdings trat das Abkommen niemals in Kraft da Faisal die Umsetzung dessen von der Etablierung eines vereinigten arabischen Königsreich abhängig machte, was aber von England und Frankreich nicht umgesetzt wurde.
    Die Spannungen zwischen Juden und Arabern in Palästina haben sich seitdem zunehmend verschärft und sind mehrfach vor allem von arabischer Seite eskaliert.
    Die Briten, welche mit Einwilligung des Völkerbundes, zunächst einen jüdischen UND einen arabischen Staat in Palästina schaffen wollten, wurden dem jüdischen Staatsprojekt gegenüber sukzessive kritischer und stellten sich gegen eine weitere jüdische Einwanderung (Weißbuch von 1939).
    Darauf eskalierte dann auch der Konflikt zwischen Juden (die auf das Versprechen der eines eigenen Staates bestanden) und britischer Okkupationsmacht.

    Die UN-Resolution 181 von 1947 welche das britische Mandat über Palästina beenden sollte und einen Teilungplan in einen jüdischen und arabischen Staat vorsah, war noch eine letzte Chance den Konflikt friedlich und fair beizulegen.
    Die Juden sollten etwas mehr als die Hälfte (56%) des Territoriums erhalten,
    wovon allerdings ca. zwei Drittel aus der unfruchtbaren Negev-Wüste bestand. Den Arabern wurde etwas weniger als die Hälfte (47%) des Mandatgebietes für ihren Staat zugesprochen. (Wichtige religiöse Städte wie Jerusalem und Bethlehem sollten unter UN-Verwaltung stehen.

    ....von der Jewish Ageny (Führung des Jischuw repektive der Juden in Palästina; Die Organisation aus sich die spätere israelische Regierung gebildet hat) wurde der Plan angenommen..

    .....von den Arabern NICHT...denn man beanspruchte nun ALLES für sich....und wollte die Juden buchstäblich ins Meer werfe.....und wieder und wieder und nochmal...

    Wie das Ausging für die Araber sehen wir heute....tja dumm gelaufen.....

    Was würden die Araber wohl heute sagen, ständen sie nochmal vor der Wahl von 1947 ? ....egal....ZU SPÄT !!!
    Ich weiß zwar nicht aus welchem Land du kommst, aber ich vermute mal wegen dem Djokovic-Bild, dass du Serbe bist. Mich würde es mal wirklich interessieren, wie du dann die Sache mit Kosovo siehst. Ich meine, wenn Israel einen eigenen Staat haben darf, dann die Kosovo-Albaner wohl erst Recht.

  9. #4469
    Avatar von Fitnesstrainer NRW

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    Zitat Zitat von Lorne Malvo Beitrag anzeigen

    Ich weiß zwar nicht aus welchem Land du kommst, aber ich vermute mal wegen dem Djokovic-Bild, dass du Serbe bist. Mich würde es mal wirklich interessieren, wie du dann die Sache mit Kosovo siehst. Ich meine, wenn Israel einen eigenen Staat haben darf, dann die Kosovo-Albaner wohl erst Recht.
    Das kann man nicht 1:1 vergleichen und steht in diesem Thread auch nicht zur Diskussion.
    Um deine Frage dennoch zu beantworten, lies bitte meinen Beitrag von 21:20 Uhr in entsprechendem Thread:

    Nachrichten aus Serbien

  10. #4470
    Avatar von Lorne Malvo

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    Zitat Zitat von Fitnesstrainer NRW Beitrag anzeigen
    Das kann man nicht 1:1 vergleichen und steht in diesem Thread auch nicht zur Diskussion.
    Um deine Frage dennoch zu beantworten, lies bitte meinen Beitrag von 21:20 Uhr in entsprechendem Thread:

    Nachrichten aus Serbien
    Die Staatsgründung an sich, ob nun gerechtfertigt oder nicht, wird von demjenigen, zu dessen Leid sie erfolgt ist immer als Landraub wahrgenommen werden. In deinem Beitrag sprichst du von realpolitischem Gespür. Ich denke die Israelis haben sehr viel realpolitisches Gespür. Dazu gehört auch absehen zu können, was aggressive Reaktionen bei dem Gegenspieler auslösen könnte, und wie man diese ausnutzen kann um die eigene aggressive Politik zu rechtfertigen. Die Israelis sind sehr gut darin mit den Arabern auf diese perfide Art zu spielen.

    Ich weiß auch nicht, wieso es so ein wesentliches Anliegen des Westens war, dass die Juden unbedingt ihren eigenen Staat haben sollen. Damals hatten die wenigsten Völker ihren eigenen Staat, die meisten waren durch Kolonialherren fremdbestimmt. Nicht mal das zweitgrößte Volk der Erde, Indien, hatte zu dieser Zeit einen eigenen Staat. Auch heute noch gibt es jede Menge Völker ohne Staat, ohne, dass sich irgendjemand groß darum kümmern würde. Ausgerechnet in einer Zeit, in der der Westen über den ganzen Globus Dutzende Völker beherrscht hat war es ihm so ausgesprochen wichtig, dass die Juden ja unbedingt ihren eigenen Staat haben? Lächerlich. Da haben ganz offensichtlich andere Kalküle und antreibende Kräfte dahinter gesteckt. Im Übrigen wäre es das beste für die Juden gewesen, wenn sie sich auf eine Autonomie innerhalb eines gemeinsamen Palästina geeinigt hätten. So hätten sie eine Heimat gehabt, ohne Angst vor den Nachbarn haben zu müssen.

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