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Israel-Palästina Konflikt Sammeltheard

Erstellt von Melek, 20.04.2009, 20:57 Uhr · 5.844 Antworten · 199.038 Aufrufe

  1. #4961

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    Zu diesen Messerattacken: man muss sich natürlich nicht von den kleinen Ereignissen sich ablenken lassen, und die wirkliche Natur des Palästina-Konflikts übersehen.

  2. #4962
    Avatar von papodidi

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    Zitat Zitat von Afroasiatis Beitrag anzeigen
    Zu diesen Messerattacken: man muss sich natürlich nicht von den kleinen Ereignissen sich ablenken lassen, und die wirkliche Natur des Palästina-Konflikts übersehen.
    Die äußerst feige Ermordung einer 13-jährigen im Schlaf ist für mich, und ich hoffe für die meisten anderen, absolut kein kleines Ereignis!!!!

  3. #4963

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    Zitat Zitat von papodidi Beitrag anzeigen
    Die äußerst feige Ermordung einer 13-jährigen im Schlaf ist für mich, und ich hoffe für die meisten anderen, absolut kein kleines Ereignis!!!!
    Also, als Teil des Palästina-Konfliktes ist eine feige Ermordurg meiner Meinung nach schon ein ziemlich kleines und unsignifikantes Ereignis.

    Man muss vorsichtig sein, seine vernünftige Sichten nicht von emotionell aufgeladenen populistischen Spielen zerstören zu lassen.

  4. #4964
    Avatar von Rafi

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    Let me tell you something. Stabbing pregnant women in the stomach is not “resistance.” Shooting people at a cafe is not “resistance.” Driving your car into pedestrians is not “resistance.” Bombing a bus is not “resistance.” Breaking into a woman’s home and murdering her in front of her children is not “resistance.” And stabbing a little girl to death in the one place where she was supposed to be safe is certainly not “resistance.” Terrorism is not resistance. Terrorism is an unjustifiable crime.
    Freitag, 01 Juli 2016
    [Video] Familienvater vor den Augen seiner Kinder ermordet
    10 Kinder trauern um ihren Vater. Ein jihadistischer Terrorist ermordete heute Michael (Miki) Mark. Seine Frau Chava kämpft noch um ihr Leben. Zwei Kinder wurden ebenfalls verletzt, als der Terrorist heimtückisch das Auto der Familie beschoss. Der Terrorist hatte 19 Schüsse auf das Fahrzeug abgefeuert.

    Fatah erkärt den Mörder eines 13-jährigen Mädchens zum Helden | mena-watch.com
    The mother of the terrorist told a local Hebron news network that her son was ‚a hero‘ who made her ‚proud‘: Mother of terrorist Muhammad Taraireh: ‚My son is a hero. He made me proud. My son died as a Martyr defending Jerusalem and the Al-Aqsa Mosque. Praise be to Allah, Lord of the Worlds, he [my son] has joined the Martyrs before him, and he is not better than them. Allah willing, all of them will follow this path, all the youth of Palestine. Allah be praised.‘“

  5. #4965

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    Wie gesagt: das Wichtige beim Palästina-Konflikt ist, dass man das große Bild sieht, und sich nicht von den Einzelheiten sich ablenken lassen. Man muss es mit ruhigen Kopf und nicht mit temporären emotionellen Ausbrüchen sehen.

    Also, was ist das Palästina-Konflikt? Es ist ein Problem, das durch die aggressive und aus der kolonialistischen Tradition stammende Ideologie des Zionismus entstanden ist. Die Idee, dass ein europäisches Volk seinen Nationalstaat in einem nicht-europäischen Gebiet schaffen kann, und dabei die Wille der einheimischen Bevölkerung völlig ignorieren, weil sie als unterentwickelt und nicht gleichwertig angesehen wird. Es ist kein Zufall, dass fast alle europäische Staaten sich hinter die Existenz des zionistischen Staates standen und stehen: es ist nicht nur, dass sie es als ein zu ihnen "verwandten" Staat in einer fremden Region sehen ("die einzige Demokratie im Nahen Osten" ), die immer ihren Interessen dienen kann. Es ist auch, weil sie damit ein sehr wichtiges Prinzip für sie verteidigen: dass europäische Völker ihren Willen gegen "niedere Völker" durchsetzen dürfen.

    Was heißt das praktisch für heute? Man hat heute gesehen, dass auch "niedere Völker" (wie in europäischen Augen die Palästinenser sind) sich nicht so leicht ignorieren lassen. Sie sind zwar schwach und können ihre Interessen nicht effektiv verteidigen, diese Schwäche aber kann leicht zu Brutalisierungstendenzen führen, die das Leben für alle schwieriger machen. Das Wichtige dabei ist also, eine Lösung zu finden, die auch die palästinensischen Interessen berücksichtigt. Man kann natürlich die Zeit nicht zurückdrehen, und die zionistische Einwanderung nach Palästina rückgängig machen - die Juden werden bleiben. Man muss aber den Palästinenser die Chance geben, sich eine eigene Entwicklung zu haben.

    Ein Weg dafür wäre die Zweistaatenlösung: ein wirklich unabhängiger palästinensischer Staat im ganzen Westjordanland und Gaza mit Ostjerusalem als Hauptstadt, und Entschädigungen für die Flüchtlinge die nicht zurückkehren dürfen (evtl. könnte man zu vielen von ihnen europäische Staatsangehörigkeiten anbieten). Wäre zwar immer noch ungerecht für die Palästinenser, dass sie sich mit einem Staat in so einem kleinen Überbleibsel ihres ursprünglichen Landes abfinden müssen. Das würde aber ihnen eine Möglichkeit für eine friedliche Entwicklung geben, und für Frieden kann man manchmal Ungerechtigkeit (bis zu einem gewissen Punkt) hinnehmen. Das würde auch Israel die Chance geben, sich langsam in seiner Region zu integrieren, und nicht weiter als eine fremde koloniale Macht zu agieren.

    Anscheinend aber, sind die Israelis für einen solchen Kompromiss nicht reif. Jetzt macht der israelische Staat alles Mögliche, um eine solche Lösung auch für die Zukunft zu untergraben. Vielleicht die einzige realistische Alternative für die Palästinenser ist, für ihre Rechte in einem einheitlichen Staat zu kämpfen, das vom Mittelmeerküste bis Jordanfluss sich erstreckt. Ein schwieriger Kampf, der aber sich an diesem gegen die Apartheid orientieren kann. Ein solcher Staat könnte auch durch eine wahrscheinlich leichte arabische Mehrheit sich leichter in seiner Umgebung integrieren.

  6. #4966
    Avatar von Rafi

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    Das stimmen mehrere Aussagen schlichtweg nicht.

    Man muss es mit ruhigen Kopf und nicht mit temporären emotionellen Ausbrüchen sehen.
    Wen meinst du damit? Terroristen und fast tägliche Angriffe mit Toten und Verletzten?

    Es ist kein Zufall, dass fast alle europäische Staaten sich hinter die Existenz des zionistischen Staates standen und stehen
    Falsch, kein Staat wird so oft gerügt wie Israel. Du solltest mal die Presse lesen.

    "niedere Völker" (wie in europäischen Augen die Palästinenser sind)
    Auch das ist falsch, Palästinenser haben in Europa eine ziemlich große Lobby. Milliarden von Hilfsgeldern und der größte Teil verschwindet für Terrortunnel und Waffen, nicht für die Bevölkerung.

    ein wirklich unabhängiger palästinensischer Staat
    Ein wirklich unabhängiger Staat funktioniert nur mit einer vom Terror unabhängigen Regierung und die gibt es nicht.

    Anscheinend aber, sind die Israelis für einen solchen Kompromiss nicht reif
    Jegliche Kompromisse einer Zweistaatenlösung wurden von der PA abgeleht, so wie aktuell auch direkte Friedensverhandlungen.

    in einem einheitlichen Staat zu kämpfen, das vom Mittelmeerküste bis Jordanfluss sich erstreckt
    Darum gehts, es geht nicht um Frieden mit Israel, sondern ums Verschwinden von Israel.

    Ein schwieriger Kampf, der aber sich an diesem gegen die Apartheid orientieren kann
    Diese angebliche Apartheid ist auch immer wieder gerne genommen. Was sind denn dann Staaten, die judenrein sind? Richtig, Apartheidsstaaten. Es gibt in Israel keine Apartheit und Gaza ist auch kein Gefängnis. Das einzige was Gaza zu einem Gefänfnis gemacht hat ist die Hamas, seit 10 Jahren werden Menschen dort unterdrückt, als vermeintliche Kollaborateure hingerichtet, Kinder mit Hass geimpft.
    In Israel leben und arbeiten Palästinenser, in Anrainerstaaten sind sie nicht gerne gesehen und werden in Lager gesteckt, egal ob in Jordanien, Lebanon oder Syrien. Arbeit und Bildung oder gar Staatsbürgerschaftsrechte werden ihnen verwehrt. Apartheid? Alles Dinge die keiner wissen will.

    Da blendet jemand alles aus, was auszublenden geht und schreibt vom großen Ganzen indem er Morde relativiert?

    Israel hat sicher große Fehler gemacht, die PA ist aber völlig unfähig. Den größten Fehler an Israel sehen Leute wie Afroasiatis aber in seiner bloßen Existenz. Wenigstens ehrlich.

    Und nun auf zum AlQudsDay

    Muslime und Antisemitismus in Berlin: Am Al-Quds-Tag ist Hetze gegen Juden normal - Berlin - Tagesspiegel

  7. #4967

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    Zitat Zitat von Rafi Beitrag anzeigen
    Das stimmen mehrere Aussagen schlichtweg nicht.
    OK, wir können alles sehen.

    Wen meinst du damit? Terroristen und fast tägliche Angriffe mit Toten und Verletzten?
    Ich meine uns, als Außenseiter.


    Falsch, kein Staat wird so oft gerügt wie Israel. Du solltest mal die Presse lesen.
    Ich lese die Presse. Für keinen Staat wird die Existenzberechtigung so emotionell verteidigt, wie für Israel. Nicht vergessen, dass Israel mit hilfe der britischen Kolonialmacht und durch das Votum der euro-amerikanischen Vereinten Nationen entstanden ist.



    Auch das ist falsch, Palästinenser haben in Europa eine ziemlich große Lobby. Milliarden von Hilfsgeldern und der größte Teil verschwindet für Terrortunnel und Waffen, nicht für die Bevölkerung.
    Nein, meiner Meinung nach, werden die Milliarden von Hilfsgeldern eher in der palästinensischer Korruption verschwunden. Es ist eine Methode, die führende Elite der Palästinenser aufzukaufen und unter Kontrolle zu halten.


    Ein wirklich unabhängiger Staat funktioniert nur mit einer vom Terror unabhängigen Regierung und die gibt es nicht.
    Der Terror ist das Ergebnis einer jahrzehtnenlangen Unterdrückung - Terrorismus ist die Waffe der Schwächeren. Die Zionisten haben Terror benutzt, bevor sie ihren Staat geschaffen hatten - genau um das zu erreichen. Jetzt haben sie schon einen Staat, so sie brauchen keinen Terror, und können stattdessen ihre Massaker mit normalen staatlich legitimierten Gewalt durchführen. Erst müsste man den unabhängigen Staat und dann die Abschwächung des Terrors erwarten, das ist die richtige Reihenfolge.


    Jegliche Kompromisse einer Zweistaatenlösung wurden von der PA abgeleht, so wie aktuell auch direkte Friedensverhandlungen.
    Auch falsch. Die PLO war diese, die zuerst einen enormen Kompromiss gemacht hat, indem sie 1987 das Existenzrecht Israels anerkannt hat. Auch die Osloer Abkommen hat sie zugestimmt, obwohl man den Palästinensern nichts Wichtiges gegeben hat. Vielleicht das einzige Mal, in dem Israel Kompromissbereitschaft gezeigt hatte, und es eine Ablehnung durch PA gab, war in 2000-1, sogar das ist aber umstritten. Heute gibt es sowieso keinen Raum für Friedensverhandlungen, weil Israel immer noch Siedlungen baut - also man will den Palästinensern zeigen, dass es eine Chance auf Kompromiss nicht gibt.


    Darum gehts, es geht nicht um Frieden mit Israel, sondern ums Verschwinden von Israel.
    Frieden mit Israel wäre nur möglich, wenn man einen palästinensichen Staat in den 1967-Grenzen, mit voller Kontrolle über seine Ressourcen und mit Ostjerusalem als Hauptstadt, plus Entschädigungen für Flüchtlingen, akzeptieren würde. Da heute diese Bereitschaft nicht existiert, bleibt die Schaffung eines gemeinsamen Staaten, wo Juden und Araber gleiche Rechte haben, als die einzige Alternative. Ja, praktisch gesehen, wäre das ein Veschwinden Israels, was uns aber nicht stören sollte, weil Menschen vor Staaten Vorrang haben sollten.


    Diese angebliche Apartheid ist auch immer wieder gerne genommen. Was sind denn dann Staaten, die judenrein sind? Richtig, Apartheidsstaaten. Es gibt in Israel keine Apartheit und Gaza ist auch kein Gefängnis. Das einzige was Gaza zu einem Gefänfnis gemacht hat ist die Hamas, seit 10 Jahren werden Menschen dort unterdrückt, als vermeintliche Kollaborateure hingerichtet, Kinder mit Hass geimpft.
    In Israel leben und arbeiten Palästinenser, in Anrainerstaaten sind sie nicht gerne gesehen und werden in Lager gesteckt, egal ob in Jordanien, Lebanon oder Syrien. Arbeit und Bildung oder gar Staatsbürgerschaftsrechte werden ihnen verwehrt. Apartheid? Alles Dinge die keiner wissen will.

    Nein, judenreine Staaten sind keine Apartheidsregime, weil man in den letzteren auf die Existenz einer Mehrheit ohne politische Rechte angewiesen ist. Auch in Südafrika haben Schwarze gearbeitet - bei den Unternehmen der Weißen. Sie hatten aber kein Stimmrecht, wie die Palästinenser in Hebron oder in Gaza kein Stimmrecht bei den israelischen Wahlen haben (nur die Araber, die im von Israel anekktierten Gebieten leben, haben Stimmrecht).

    Die Gaza-Blockade hat durch den Sieg der Hamas in den Wahlen, und nach dem innerpalästinensichen Kampf angefangen. Also, es war nicht Hamas, die zuerst Israel angegriffen hat, daran sollte man sich erinnern.

    Dass die arabischen Länder die Palästinenser unterdrücken ist wahr, aber zum Thema nicht so relevant.

  8. #4968
    Avatar von Rafi

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    https://tapferimnirgendwo.com/2016/0...nser-klagt-an/

    Ein junger Palästinenser klagt an!

    Das ist übrigens der Neffe dieser Abgeordneten Hanan Zoabi, die ihre Hassreden im israelischen Parlament verbreitet. Er wurde bereits reichlich mit Morddrohungen bedacht. In Gaza wäre er bereits tot.


  9. #4969
    Avatar von Rafi

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  10. #4970

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