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Israel-Palästina Konflikt Sammeltheard

Erstellt von Melek, 20.04.2009, 20:57 Uhr · 5.844 Antworten · 198.936 Aufrufe

  1. #5081
    Avatar von SLO_CH86

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    Zitat Zitat von lotus Beitrag anzeigen
    Wenn Israelis palästinensische Dörfer mit Panzer überrollen sind das nur Siedler alles klar.
    Es waren die arabischen Nachbarländer, welche Israel 1948 einen Tag nach der Staatsgründung angegriffen haben.

  2. #5082
    Avatar von Rafi

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    Zitat Zitat von Fitnesstrainer NRW Beitrag anzeigen
    "....vielleicht nicht so gut passt" NEIN ! Passt überhaupt nicht......und Apartheid im übrigen auch nicht !
    In Israel leben 20 % Araber und sie genießen dort die vollen Bürgerrechte, haben u.a. eigene Parteien und sogar Vertreter in der Knesset die schon die Auflösung des Staates Israel vorgeschlagen haben.
    Araber sind bei Militär und Sicherheitsbehörden tätig und bekleiden sogar Richterämter.

    Im damaligen Südafrika, um mal einen echten Apartheidstaat als Vergleich heranzuziehen, hatten die Schwarzen noch nicht einmal ein Wahlrecht und durften weder auf die gleichen Schulen oder in die gleichen Krankehäuser gehen....ja selbst Parkbänke (!) wurden nach Rassen getrennt.

    Das man die Juden ins Meer werfen wird waren auch nicht nur Sprüche und sind natürlich "repräsentativ für die arabische Politik" ....jedenfalls für die Zeit aus der dieser Spruch stammt

    Die Israelis als Invasoren zu bezeichnen trifft es auch nicht, denn die Israelis kamen als Siedler und nicht als militärische Invasoren. Aus israelischer Perspektive war es die Rückkehr in das Land das als einzig wahre Heimat gilt und als solche auch nie aufgegeben wurde.
    Die Gewalt ging ursprünglich von arabischer Seite aus, weil es ihnen zu viele Juden wurden...
    Da stößt du auf taube Ohren. Die Apartheid der meisten Anrainerstaaten, in die Israelis weder ein- noch durchreisen dürfen würde keiner ansprechen. Die meisten Zivilisten aus Gaza werden in israelischen Krankenhäusern behandelt, viele Menschen aus Gaza pendeln nach Israel zum arbeiten. Würde ein Israeli Gaza betreten, wäre er tot. Das nur als Beispiel.

    Es findet auch keiner verwunderlich, dass ein so kleiner Staat den man in Nahost kaum mit dem Finger auf der Landkarte findet ein solches Problem darstellt, dass er immer wieder bekämpft wird.

    Komischerweise hört man das Wort "Invasor" oder "Besetzer" gerne von denen, deren Staat tatsächlich auf blutigem Boden gegründet wurde, nur da nennt sich das heroische Eroberung und wird jährlich gefeiert. Von "Landraub" würde da keiner reden, denn es wurde schließlich in blutigen Schlachten "rechtmäßig erworben".

    Die letzten Aktionen der Fatah, die vielen Anschläge, die nachweislichen Brunnenvergifterlügen von Abbas im EP zeigen ganz klar wer keinesfalls an Frieden interessiert ist. Man kann von Nethanjahu halten was man will, aber er plädiert seit Jahren für Friedensgespräche, die wie fast immer abgelehnt werden, wie auch jeder Vorschlag zu einer Zweistaatenlösung. Der einzige Frieden an dem die PA interessiert ist, wäre wenn Israel komplett verschwindet.
    Jeder, der glaubt dann wäre in Nahost Frieden, der hat gar nichts verstanden.

  3. #5083

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    Zitat Zitat von Fitnesstrainer NRW Beitrag anzeigen
    "....vielleicht nicht so gut passt" NEIN ! Passt überhaupt nicht......und Apartheid im übrigen auch nicht !
    In Israel leben 20 % Araber und sie genießen dort die vollen Bürgerrechte, haben u.a. eigene Parteien und sogar Vertreter in der Knesset die schon die Auflösung des Staates Israel vorgeschlagen haben.
    Araber sind bei Militär und Sicherheitsbehörden tätig und bekleiden sogar Richterämter.

    Im damaligen Südafrika, um mal einen echten Apartheidstaat als Vergleich heranzuziehen, hatten die Schwarzen noch nicht einmal ein Wahlrecht und durften weder auf die gleichen Schulen oder in die gleichen Krankehäuser gehen....ja selbst Parkbänke (!) wurden nach Rassen getrennt.

    Das man die Juden ins Meer werfen wird waren auch nicht nur Sprüche und sind natürlich "repräsentativ für die arabische Politik" ....jedenfalls für die Zeit aus der dieser Spruch stammt

    Die Israelis als Invasoren zu bezeichnen trifft es auch nicht, denn die Israelis kamen als Siedler und nicht als militärische Invasoren. Aus israelischer Perspektive war es die Rückkehr in das Land das als einzig wahre Heimat gilt und als solche auch nie aufgegeben wurde.
    Die Gewalt ging ursprünglich von arabischer Seite aus, weil es ihnen zu viele Juden wurden...
    Also, der Vergleich mit Apartheid trifft schon ziemlich gut, wenn man natürlich auch die Unterschiede im Kopf hat (nichts ist genau dasselbe). Wie schon mehrmals in diesem Forum erklärt, ein Wahlrecht haben nur die Araber, die im vom Israel annektierten Gebieten leben, nicht diese im übrigen Westjordanland oder Gaza-Streifen. Und das obwohl Israel alles Wichtige in diesen Gebieten kontrolliert. Der Vergleich mit Bantustans ist das Erste, was einem im Kopf kommt.

    Die zionistischen Siedler waren nicht einfach irgendwelche Zuwanderer, sondern diese, die ein klares und erklärtes Ziel hatten, einen jüdischen Staat im Palästina zu gründen, also in einem arabischen Land. Es war nur folglich, dass die einheimischen Araber dagegen sich verteidigen würden, und diese Reaktion haben auch die zionistischen Führer erwartet (was übrigens auch heißt, dass ihre Propaganda von einem "sicheren Zufluchtsort" ebenfalls nicht stimmt). Deswegen gab es auch ziemlich eine gut organisierte militärische Präsenz, die übrigens auch mit einer Reihe von terroristischen Akten begleitet wurde.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Rafi Beitrag anzeigen
    Da stößt du auf taube Ohren. Die Apartheid der meisten Anrainerstaaten, in die Israelis weder ein- noch durchreisen dürfen würde keiner ansprechen. Die meisten Zivilisten aus Gaza werden in israelischen Krankenhäusern behandelt, viele Menschen aus Gaza pendeln nach Israel zum arbeiten. Würde ein Israeli Gaza betreten, wäre er tot. Das nur als Beispiel.

    Es findet auch keiner verwunderlich, dass ein so kleiner Staat den man in Nahost kaum mit dem Finger auf der Landkarte findet ein solches Problem darstellt, dass er immer wieder bekämpft wird.

    Komischerweise hört man das Wort "Invasor" oder "Besetzer" gerne von denen, deren Staat tatsächlich auf blutigem Boden gegründet wurde, nur da nennt sich das heroische Eroberung und wird jährlich gefeiert. Von "Landraub" würde da keiner reden, denn es wurde schließlich in blutigen Schlachten "rechtmäßig erworben".
    In den arabischen Anrainerstaaten leben keine großen jüdischen Gemeinden, so haben diese Staaten nichts Gemeinsames mit Apartheid (wenn überhaupt, dann auch nur im Bezug aud die Palästinenser, die da leben - als Folge der Nakba). Wie auch schon hier gesagt, auch in Südafrika haben Schwarze gearbeitet - bei den Weißen.

    Dass man Israel international als so ein Problem dargestellt wird, hat damit zu tun, dass sie als ein Symbol für den westlichen Imperialismus und Kolonialismus gilt.

    Weil ich der letzte hier war, der die Wörter "Invasor" und "Besatzung" genannt hat, fühle ich mich, dass ich hier angesprochen werde (korrigiere mich, wenn ich falsch liege). Dein Punkt kann ich nicht ganz verstehen, weil mein Volk in meinem Land kontinuierlich seit etwa drei oder auch zehn Jahrtausenden (je nach Definition) lebt.

  4. #5084

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    Würde man die Mauer abbauen, kämen wieder die Selbstmordattentäter usw.

  5. #5085

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    Zitat Zitat von SLO_CH86 Beitrag anzeigen
    Es waren die arabischen Nachbarländer, welche Israel 1948 einen Tag nach der Staatsgründung angegriffen haben.
    Aja und vorher war alles ruhig.

    HaSchomer (השומר) "Der Wächter" war eine militärische Organisation der Juden in Palästina während der Zeit der osmanischen Herrschaft.
    HaSchomer war eine sehr disziplinierte, streng hierarchische Organisation. Ihr Motto lautete "In Blut und Feuer ist Judäa gefallen, in Blut und Feuer wird es auferstehen.".
    Die Mitglieder sprachen Arabisch, trugen eine Mischung aus arabischer und tscherkessischer Bekleidung und waren mit modernen Waffen ausgerüstet.https://de.wikipedia.org/wiki/HaSchomer

    - - - Aktualisiert - - -

    Mitglieder der HaSchomer 1909, arabisch-türkisch aussehenede Juden.

  6. #5086
    Avatar von DZEKO

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    Israel unterstützt aktiv den IS.

    Israelische Waffen auf dem Weg zum IS beschlagnahmt

    Im Süden Syriens haben Soldaten der syrischen Armee eine Waffenlieferung abgefangen, die sich auf dem Weg zu Kämpfern der Terrormiliz Islamischer Staat befand. Pikantes Detail: Bei den Minen, Mörsergranaten, Raketenwerfern und Handgranaten soll es sich um Waffen aus israelischer Produktion handeln, berichtet die Zeitung "Jerusalem Post" und verschiedene syrische Medien.

    http://mobil.n-tv.de/der_tag/Israeli...e17584646.html

  7. #5087
    Avatar von Rafi

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    Waffen aus israelischer Produktion heisst nicht, dass Israel den IS mit Waffen beliefert. Das hat Erdogan bereits übernommen, meist mit Waffen aus russischer Produktion von seinem teuren Freund Putin.

    Aber wem sag ich das.

    - - - Aktualisiert - - -

    http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/26216

    Es kommt neuer Schwung in die israelisch-jordanische Zweckehe: Die beiden Länder, bisher vor allem durch Sicherheitsinteressen verbunden, planen eine Reihe gemeinsamer Wirtschaftsprojekte. Das ehrgeizigste Vorhaben ist eine 200 Kilometer lange Pipeline, ausgehend vom Roten Meer, die jährlich 300 Millionen Kubikmeter Wasser transportieren soll.

    Ein Teil des Wassers soll gereinigt und als Trinkwasser weitergeleitet werden: 35 Millionen Kubikmeter an Israel, 30 Millionen an Jordanien und 20 Millionen an die Palästinensische Autonomiebehörde, berichtet Hashem Hussein, Generaldirektor des israelischen Ministeriums für regionale Entwicklung. Das übrige Wasser soll ins Tote Meer gepumpt werden, dem die Austrocknung droht. Auf 400 Millionen US-Dollar werden die Kosten für die erste Phase des Projekts geschätzt, die USA wollten ein Viertel davon beisteuern, sagt Hussein. Die Arbeiten sollen 2018 beginnen.

    Zudem planen die beiden Länder eine gemeinsame grenzübergreifende Industriezone, deren israelische Hälfte südlich der Grenzstadt Bet Shean liegen soll. Eine Million Schekel (230.000 Euro) habe Israel schon investiert, um die Region von Minen zu befreien, berichtet Hussein, weitere 60 Millionen Schekel (14 Millionen Euro) seien für den Bau einer Brücke zur jordanischen Seite vorgesehen.

    ressourcen Mehrere große Firmen hätten bereits Interesse angemeldet, eine Fabrik in der Zone zu errichten, darunter ein deutsches Unternehmen. Bereits Ende 2014 unterzeichneten die beiden Länder eine Einverständniserklärung über umfangreiche Erdgaslieferungen aus Israels Leviathan-Feld nach Jordanien. Die endgültige Einigung wurde von innerisraelischen Debatten um die Ausbeutung des Erdgasfelds verzögert, wird aber in der näheren Zukunft erwartet.

    Nicht nur Wasser und Waren sollen bald leichter die Grenze überqueren, sondern auch Menschen. Seit Anfang des Jahres arbeiten bereits 1000 Jordanier in der israelischen Grenzstadt Eilat – ein Pilotprojekt, das wirtschaftliche Bedürfnisse beider Seiten abdeckt: Die israelischen Hotels können schwer zu besetzende Service-Stellen füllen, die Jordanier erhalten höhere Gehälter als in ihrem eigenen Land. »Eine große Erfolgsgeschichte«, nennt Hussein das Projekt. »Die Jordanier sind sehr gute Arbeiter.« Deshalb sollen bald noch mehr ihrer Landsleute die Seiten wechseln: Demnächst sollen 2000 Jordanier Arbeitsgenehmigungen für Betriebe im Norden Israels erhalten, später »mehrere Hundert« für israelische Hotels am Toten Meer.

    Dass die beiden Länder, die 1994 Frieden schlossen, in puncto Sicherheit und Terrorbekämpfung kooperieren, ist bekannt. Die Belebung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit ist jedoch ein neues Phänomen, das sich zum Teil auf die aktuellen Nöte Jordaniens zurückführen lässt: Das rohstoffarme Land, ohnehin chronisch von ausländischer Hilfe abhängig, muss seit Ausbruch des Syrienkrieges zusätzliche Ressourcen aufbringen, um über eine Million syrischer Flüchtlinge zu versorgen.

    Die geplante Pipeline kommt keinen Moment zu früh: Nach Angaben der Vereinten Nationen leiden nur drei Länder weltweit noch stärker unter Wasserarmut als Jordanien. Doch abseits schierer Notwendigkeit nimmt Hashem Hussein insgesamt eine neue Offenheit bei seinen jordanischen Gesprächspartnern wahr. »Wir spüren, dass sich ihre Haltung verändert hat«, sagt er. Ob die Wirtschaftsprojekte den Weg auch zu einer kulturellen Annäherung bahnen könnten, bleibt jedoch offen. »Wir hoffen es, aber wir wissen es noch nicht. Wir machen einen Schritt nach dem anderen.«

    Konflikt Viele Jordanier sehen Israel weiterhin durch die Linse des israelisch-palästinensischen Konflikts, sagt Oded Eran, der früher als Israels Botschafter in Amman diente und heute am israelischen Institute for National Security Studies (INSS) forscht. »Solange der Konflikt nicht gelöst ist und sich auch keine Lösung abzeichnet, stellt er eine Hürde auf dem Weg zu umfassender Kooperation dar.«

    Tatsächlich ist jedoch in jüngster Zeit Bewegung in die kulturellen Beziehungen geraten, abseits offizieller Kanäle: Seit 2014 operiert in der jordanischen Hauptstadt das »Center for Israel Studies Amman«, ein regierungsunabhängiger Think Tank, der der jordanischen Bevölkerung ein differenziertes Israelbild vermitteln will. Gründer dieser in der arabischen Welt einzigartigen Initiative ist der jordanische Politikwissenschaftler Abdullah Swalha. »In Jordanien hören wir ständig vom israelisch-palästinensischen Konflikt, aber wir wissen nichts über Israels Gesellschaft und sein politisches System«, sagt Swalha im Skype-Gespräch. »Wir wollen die Kluft zwischen den beiden Ländern schließen, indem wir Informationen über Israel bereitstellen.«

    Zu diesem Zweck unterhält sein Center eine Facebook-Seite, ein arabischer YouTube-Kanal ist geplant, und im Mai dieses Jahres organisierte das Center in Kooperation mit der Universität Tel Aviv die Reise einer Delegation von fünf jordanischen Studenten nach Israel. Offenbar mit einschlägiger Wirkung. »Was mir über Israel erzählt wurde, hat nichts mit der Realität zu tun. Ich dachte, das Land sei eine einzige riesige Armee«, sagte eine Studentin in der abschließenden Feedback-Runde, wie sich eine der Organisatorinnen der Reise erinnert. In der Zukunft will Swalha noch mehr jordanische Studenten nach Israel schicken sowie israelische Studenten nach Jordanien einladen.

    In die geplanten Infrastrukturprojekte setzt der Politikwissenschaftler große Hoffnung. »Wir könnten eine ähnliche Erfahrung wie Europa machen«, sagt er. »Auch dort begannen die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich nach dem Krieg mit der Gemeinschaft für Kohle und Stahl. Wären die Jordanier überzeugt, dass Kooperation mit Israel in ihrem wirtschaftlichen Interesse ist – beispielsweise, wenn der Gaspreis in Jordanien aufgrund des Abkommens mit Israel sinken würde –, dann würden die Menschen gute Beziehungen zu Israel begrüßen.«

  8. #5088
    Avatar von Rafi

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    Palästinenser verlieren Arbeitstelle wegen Erster Hilfe für Israelis - israelnetz.com
    Palästinenser verlieren Arbeitstelle wegen Erster Hilfe für Israelis

    Ein israelischer Politiker setzt sich dafür ein, dass zwei hilfsbereite Palästinenser eine Anstellung in Israel finden. Die beiden hatten Juden nach einem Terrorangriff geholfen und sind nun ihre Arbeitsstelle los.

    HEBRON (inn) – Weil ein palästinensisches Ehepaar Juden nach einem Terroranschlag an Ort und Stelle geholfen hat, wurde beiden gekündigt. Das hat der Vorsitzende des Regionalrats Berg Hebron , Jochai Damari, auf Facebook mitgeteilt. Damari setzt sich nun dafür ein, dass die Palästinenser in Israel eine neue Stelle finden. Der Beruf des Mannes ist unbekannt, seine Frau ist Ärztin.
    Palästinensische Terroristen hatten das Auto von Rabbi Miki Mark am 1. Juli während der Fahrt unter Beschuss genommen. Es überschlug sich daraufhin. Miki Mark starb an seinen Verletzungen, seine Frau und zwei Kinder verletzten sich teils schwer. Die beiden Palästinenser fuhren am Anschlagsort vorbei, hielten an und halfen den Überlebenden, bis Ärzte eintrafen. Israelische Sicherheitskräfte haben die Terroristen inzwischen ausfindig gemacht.
    Pflicht zum Dank

    Damari erklärte in seinem Eintrag, der Palästinenser habe ihn gebeten, bei der Beschaffung einer Arbeitserlaubnis für Israel behilflich zu sein. „Ich denke, in Fällen wie diesen ist es unsere Pflicht als jüdische Nation, Menschen unseren Dank zu zeigen, die sich als aufrichtige Menschen verhalten und so handeln, wie es in derartigen Situationen zu erwarten ist.“ Damari teilte weiter mit, er habe sich deswegen an Verteidigungsminister Avigdor Lieberman gewandt.
    Die Schwester des getöteten Rabbis, Jiska Mark, hatte sich nach dem Terroranschlag gegen Hassposts gewandt, die Araber generell als Mörder bezeichnen. „Ich muss euch wirklich sagen, dass die ersten am Ort des Geschehens Araber waren, die meine Familienmitglieder gerettet haben, Erste Hilfe leisteten und die Ärzte riefen“, schrieb sie laut der Onlinezeitung „Times of Israel“. „Ich denke, wir sollten den Begriff ‚Terrorist‘ gebrauchen und nicht ‚Araber‘, denn nicht alle Araber sind Terroristen. Das sage ich aus Erfahrung.“ (df)

  9. #5089
    Mal
    Avatar von Mal

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    Claude Lanzmann: Israel fehlt auf Kempinski-Liste
    Ich möchte versuchen, mit wenigen Worten Zeugnis abzulegen von einem üblen Erlebnis, dessen Zeuge und in gewisser Hinsicht auch Opfer ich in Berlin geworden bin. Zu verstehen und zu vermitteln, warum es mich aufs tiefste schockiert hat.
    In Berlin befand ich mich aus Anlass der Beerdigung von Angelika Schrobsdorff, einer halbjüdischen deutschen Schriftstellerin, mit der ich zehn Jahre verheiratet war. Ich hatte, ohne mir viel dabei zu denken, ein Zimmer im Kempinski am Kurfürstendamm gebucht, das Hotel ist mir seit 1986 vertraut, ich logierte hier, als ich erstmals meinen Film „Shoah“ in Berlin vorstellte.

    Was kommt vor Italien?

    Vor achtundvierzig Stunden saß ich in meinem Zimmer und durchstöberte die „Gebrauchsanweisung“ des Hotels, in der die verschiedenen Dienstleistungen beschrieben werden. Zu den Unterlagen gehört die Liste mit den Vorwahlnummern für die verschiedensten Länder der Welt. Aufgeführt sind Rumänien, die Vereinigten Staaten, Thailand, Belgien, die Ukraine . . . Beim flüchtigen Überfliegen stießen meine Augen auf „Italien“, und „Italien“ löste eine reflexartige Reaktion aus. Der Name beginnt mit I - wie Israel.
    Und nun schaute ich zweimal hin: Wir sind in Berlin, im August 2016, im Hotel Kempinski, und Israel existiert nicht. Israel fehlt auf der Liste der Länder, die man aus dem Zimmer direkt anrufen kann. Man muss die Vorwahl für die Verbindung erst in Erfahrung bringen - es gibt den entsprechenden Hinweis am Ende der Liste: „Für Länder, welche hier nicht aufgelistet sind, erfragen Sie bitte die Nummer bei der Telefonzentrale unter der Durchwahl 9.“

    Wie ist das möglich?


    Die Ländervorwahl von Israel, das nicht auf der Liste ist, kenne ich auswendig: 972. Ich war entgeistert: Wie ist es möglich, im Jahre 2016 in Berlin, der Hauptstadt des neuen Deutschlands, dass Israel eliminiert, getilgt, ausgemerzt wird? Dass Israel ausradiert wird, hatte ich in Gaza erlebt, in einer eher ruhigen Phase, als ich dort die arabischen Schulen besuchte. Man zeigte mir die Karten der Region: Israel war auf ihnen nicht verzeichnet, denn Israel darf in den Köpfen der Araber nicht existieren. Hier und jetzt, in Berlin, das Gleiche: Israel wird von der Telefonliste gestrichen.

    Voller Angst und Empörung begab ich mich zur Rezeption und fragte nach einem Verantwortlichen des Hotels. Ein durchaus freundlicher Mann kam und sagte mir: „Monsieur, es macht mich glücklich, dass Sie diese Frage aufwerfen. Ich bin selbst Jude, es handelt sich bei der Maßnahme um eine bewusste Entscheidung der Direktion des Kempinski-Hotels, gegen die wir leider machtlos sind.“

    „Die Mehrheit unserer Kundschaft sind Araber“

    Aber warum? Ich war völlig niedergeschlagen: Gibt es dafür eine Erklärung? Seine Antwort: „Die Mehrheit unserer Kundschaft sind Araber, und sie haben verlangt, dass Israel gestrichen werde.“ Wie auf den geographischen Karten in Gaza. Israel existiert nicht. Ich stand an der Rezeption, es war zehn Uhr abends, und blickte um mich. Die Hotelhalle war voller Kinder, dreißig müssen es gewesen sein, in kurzen Hosen, sie fühlten sich sichtlich zu Hause, sie kümmerten sich um keinerlei Belange des Anstands. Es kam mir wie eine Art Besatzung vor.

    Man wird wohl leicht verstehen, dass ich von dieser Szene schockiert war. 2016, in Berlin, im Kempinski, wo ich 1986 erstmals übernachtet hatte, als in mehreren Vorstellungen bei den Festspielen mein Film „Shoah“ aufgeführt worden war, der die Deutschen im Herzen getroffen hatte - schon wieder „das“?

    Alles scheint wieder möglich zu werden


    Es war grauenhaft. Alles um mich herum schien wieder möglich zu werden. Nicht nur die Auferstehung des Nationalsozialismus. Auch alle seine zeitgenössischen Ausformungen, zu denen die Terroranschläge mit massenhaft Opfern genauso wie die Messerstechereien aus der Nähe gehören. Und so weiter, und so weiter.

    Kurz, es geht mir einfach darum, jene zu informieren, welche diese Zeilen lesen, und sie aufzufordern: Handelt ohne Umschweife. Denn man kann nicht gegen den arabischen Terrorismus kämpfen und gleichzeitig erlauben, dass in einem der nobelsten und wichtigsten Hotels in Berlin Israel ausgemerzt wird.
    Israel ausmerzen heißt zu verlangen, dass die Israelis ausgemerzt werden. Dass man sie tötet.

    Ich hab mich noch nie vor einem intellektuellen Menschen so fremdgeschämt wie jetzt.

    Wie kann ein über 90-jähriger Mann, der sein ganzes Leben in einem intellektuellen und gebildeten Umfeld verbracht hat und fast überall auf der Welt herumgereist ist, im Jahr 2016 so einen Text schreiben, wo jedem klar ist das durch Scharfmacher wie Broder, AfD und Trump die Gesellschaft ohnehin gespalten ist? So einen Text würde ich von einem Hassprediger aus Ghaza erwarten, der in dem Dorf sterben wird, in dem er hineingeboren wurde und nie verlassen hat und keine Chance hatte sein Horizont zu erweitern, aber von einen Mann der angeblichen Klasse Lanzmann?

    Einfach nur absurd peinlich und ekelhaft.

    Auf BILD-Anfrage erklärte eine Kempinski-Sprecherin, dass sie die Aussage des Mitarbeiters nicht bestätigen könne.
    „Es gab und gibt keine Anweisung seitens der Hoteldirektion und auch nicht von der Kempinski AG, die israelische Vorwahl nicht in die Ländervorwahl-Liste aufzunehmen.“
    Es gebe eine Telefonliste mit 35 Ländern, auf der Israel nun auch ergänzt worden sei. Israel sei zuvor nur aus „Unachtsamkeit“ nicht dabei gewesen.
    „Sollten wir mit dem Fehlen der israelischen Vorwahl die Gefühle von Herrn Lanzmann verletzt haben, so bitten wir aufrichtig dies zu entschuldigen.“

  10. #5090
    Avatar von Rafi

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