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Israel-Palästina Konflikt Sammeltheard

Erstellt von Melek, 20.04.2009, 20:57 Uhr · 5.844 Antworten · 198.950 Aufrufe

  1. #5301
    Avatar von Zeus

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    Zitat Zitat von Nik Beitrag anzeigen
    Die israelischen Kolonisten bauen völkerrechtlich illegale Siedlungen im Westjordanland, auf Grundstücken also, die den Arabern gehören. Was ist daran so schwer zu verstehen, mein lieber Zeus?
    Das Gesetz des Marktes ist nicht kompliziert. Wenn ich ein Grundstück kaufe und nicht möchte, dass sich andere dort aufhalten, dann muss ich ihn anzeigen. Weiteres regelt die Judikative. Oder wieso gehört das Land den Arabern, aber nicht den Israelis, die dort wohnen? Wo ist der Unterschied zwischen einem Migranten in Deutschland und Migranten in Judäa und Samaria?

  2. #5302
    Nik
    Avatar von Nik

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    Zitat Zitat von Zeus Beitrag anzeigen
    Das Gesetz des Marktes ist nicht kompliziert. Wenn ich ein Grundstück kaufe und nicht möchte, dass sich andere dort aufhalten, dann muss ich ihn anzeigen. Weiteres regelt die Judikative. Oder wieso gehört das Land den Arabern, aber nicht den Israelis, die dort wohnen? Wo ist der Unterschied zwischen einem Migranten in Deutschland und Migranten in Judäa und Samaria?
    Ich habe dir das bereits erklärt.

    Die israelischen Kolonisten im Westjordanland sind illegal. Sowohl im Rechtssystem der Palästinensischen Autonomiebehörden als auch in demjenigen der UNO.

  3. #5303
    Avatar von Lorne Malvo

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    Zeus, du bist einfach nur ein blinder Islamhasser. Ich kann dich leider beim besten Willen nicht Ernst nehmen. Es gibt einen Unterschied zwischen Einwanderung und Vertreibung. Die Juden wandern in Palästina schon seit ca. 1860 ein. Das hat zwar damals schon vereinzelt Reaktionen von der ansässigen Bevölkerung gegeben, aber im großen und ganzen hatte da niemand groß was dagegen. Nach der Gründung des Staates haben die Juden 700.000 Araber vertrieben, und während dem Sechstages-Krieg nocheinmal ca. 300.000. Israel verbietet es sowohl den Vertriebenen, als auch ihren Nachfahren zurückzukehren. Israel ist also klar ein Staat, der auf Vertreibung gegründet wurde. Und die Vertreibung hat auch nicht mit der Gründung und dem Sechstagekrieg aufgehört, durch den Siedlungsbau ersetzt Israel bis heute systematisch arabische Gebiete durch jüdische. Israel ist auch der Hauptgrund, wieso das Verhältnis zwischen dem Westen und der islamischen Welt so schlecht ist.

  4. #5304

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    Lol, aber die arabischen Länder haben im Gegenzug genausoviele Juden aus ihren Ländern vertrieben. Also sind sie in dem Punkt quitt hehehehehhehe
    https://de.wikipedia.org/wiki/Judenv...n_L%C3%A4ndern

  5. #5305
    Avatar von Rafi

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    Zitat Zitat von Nik Beitrag anzeigen
    Unmöglich! Das wäre schon Antisemitismus und Israel würde den arabischen Staat bei den Vereinten Nationen einklagen. Ein Jude, der Steuern für einen arabischen Staat zahlt? Das wäre purer Antisemitismus...
    Was wären heute Araber, die Kopfsteuer von Juden verlangen? Richtig: Rassisten. Würden die Juden zurück in die Diaspora und würden Kopfsteuer zahlen wie früher, heute würde man das Schutzgelderpressung nennen, wäre die arabische Welt wieder in Ordnung. Wa?

    In Judäa und Samaria lebten und leben schon immer Menschen jedweder Herkunft, so auch Juden. 1950 wurde dieses Gebiet wie auch Ostjerusalem von Jordanien annektiert. Bis heute wird diese Annexion nur von den Briten anerkannt. Auch die 19 Jahre Besatzung durch Jordanien war weder legal noch anerkannt. Da sollte man schonmal genauer nachlesen.

    Und natürlich könnten dort alle zusammen friedlich leben, sie können voneinander profitieren anstatt sich zu bekämpfen. Das tun auch die meisten.

    Was viele hier total ausblenden wenn es um Palästinenser geht: es gibt kein einziges Anrainerland oder arabisches in dem Palästinenser gerne gesehen sind. Sie werden ausgebeutet und sind keine vollwertigen Mitglieder der Gesellschaft. Zigtausende Palästinenser wurden in Syrien getötet, in Jemen, usw. Ägypten hat Tunnel geflutet, halb Rafah abgerissen und so weiter.

    Das sind alles Dinge, die keinen interessieren. Da kommt kein Aufschrei, keine gekünstelte Empörung. Warum nicht? Weil die Palästinenser eigentlich egal sind, nicht aber Israel.

    Israel hat sich sicher nicht immer mit Ruhm bekleckert, aber der Wille zu Frieden ist da. Nur wenn jedes Friedensgespräch abgelehnt wird, jede Zweistaatenlösung ebenso, wenn in der Hamasverfassung das Töten von Juden festgeschrieben bleibt, wenn sich die plästinensische Regierung generell frei von jeder Schuld sieht, dann wird sich nichts ändern.


    Wenn die Weltgemeinschaft nicht gewillt ist sich der Interessen beider Seiten mit beiden Seiten anzunehmen, und immer nur einer Seite Illegalität unterstellt, beide Seiten nicht gleich kritisch beäugt oder auch mal lobt, dann wird das nichts. Angesichts der kommenden Wahlen glaub ich sowieso nicht mehr daran.

  6. #5306
    Nik
    Avatar von Nik

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    Zitat Zitat von Rafi Beitrag anzeigen
    Was wären heute Araber, die Kopfsteuer von Juden verlangen? Richtig: Rassisten. Würden die Juden zurück in die Diaspora und würden Kopfsteuer zahlen wie früher, heute würde man das Schutzgelderpressung nennen, wäre die arabische Welt wieder in Ordnung. Wa?
    Ich habe das ironisch gemeint, da mittlerweile jede Israelkritik als Antisemitismus abgestempelt wird. Also ganz locker bleiben, ja?

    Zitat Zitat von Rafi Beitrag anzeigen
    In Judäa und Samaria lebten und leben schon immer Menschen jedweder Herkunft, so auch Juden. 1950 wurde dieses Gebiet wie auch Ostjerusalem von Jordanien annektiert. Bis heute wird diese Annexion nur von den Briten anerkannt. Auch die 19 Jahre Besatzung durch Jordanien war weder legal noch anerkannt. Da sollte man schonmal genauer nachlesen.
    Du beschreibst hier die Vergangenheit. Wieso, weiss ich nicht. Es geht bei dieser Sache aber um das Hier und Jetzt. Um die aktuelle Kolonisationspolitik des Staates Israel.

    Zitat Zitat von Rafi Beitrag anzeigen
    Was viele hier total ausblenden wenn es um Palästinenser geht: es gibt kein einziges Anrainerland oder arabisches in dem Palästinenser gerne gesehen sind. Sie werden ausgebeutet und sind keine vollwertigen Mitglieder der Gesellschaft. Zigtausende Palästinenser wurden in Syrien getötet, in Jemen, usw. Ägypten hat Tunnel geflutet, halb Rafah abgerissen und so weiter.
    Ich blende das überhaupt nicht aus, nur hilft mir das nicht weiter bei dieser Diskussion hier. Was für einen Wert hat diese Tatsache bei der Illegalität der israelischen Siedlungen im Westjordanland? Richtig, keinen.

    Zitat Zitat von Rafi Beitrag anzeigen
    Israel hat sich sicher nicht immer mit Ruhm bekleckert, aber der Wille zu Frieden ist da. Nur wenn jedes Friedensgespräch abgelehnt wird, jede Zweistaatenlösung ebenso, wenn in der Hamasverfassung das Töten von Juden festgeschrieben bleibt, wenn sich die plästinensische Regierung generell frei von jeder Schuld sieht, dann wird sich nichts ändern.
    Der Wille zu Frieden soll da sein, ja? Dann sollte man aber mit dem Bau dieser illegalen Siedlungen aufhören, oder lässt man diese etwa zu, weil ab und zu eine Gaza-Rakete im Land einschlägt? Ist das Friedenswille?

    Zitat Zitat von Rafi Beitrag anzeigen
    Wenn die Weltgemeinschaft nicht gewillt ist sich der Interessen beider Seiten mit beiden Seiten anzunehmen, und immer nur einer Seite Illegalität unterstellt, beide Seiten nicht gleich kritisch beäugt oder auch mal lobt, dann wird das nichts. Angesichts der kommenden Wahlen glaub ich sowieso nicht mehr daran.
    Da bin ich dir einer Meinung. Da die USA und die meisten europäischen Staaten extrem pro-israelisch sind, sehe ich keine Chance für Gleichberechtigung in Friedensgesprächen.

  7. #5307
    Avatar von Lorne Malvo

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    Zitat Zitat von hugoto Beitrag anzeigen
    Lol, aber die arabischen Länder haben im Gegenzug genausoviele Juden aus ihren Ländern vertrieben. Also sind sie in dem Punkt quitt hehehehehhehe
    https://de.wikipedia.org/wiki/Judenv...n_L%C3%A4ndern
    Das ist Blödsinn. Eine großflächige, systematische und militärische Vertreibung von Juden gab es in keinem arabischen Land in bedeutendem Ausmaß. Diese Juden sind ausgewandert, weil sie lieber in einem wohlhabenden, jüdischen Staat leben möchten, als in einem armen, arabischen Staat. Sie gleichzustellen mit den vertriebenen Arabern aus Palästina ist ein reines Politikum.
    Ich möchte auch nicht leugnen, dass es seit der Israelgründung einen ausgeprägten Judenhass in arabischen Staaten gibt. Aber wer Territorien annektiert, die Bevölkerung vertreibt, und die Gebiete dann mit eigenen Siedlern auffüllt, braucht sich nicht wundern, wenn er bei seinen Nachbarn nicht besonders beliebt ist. Allerdings heilt Zeit ja bekanntlich alle Wunden, und diese ganzen Geschehnisse sind ja schon bald fast so lange her, wie der 2. Weltkrieg. Also könnte man doch meinen, dass man das alles hinter sich lässt. Israel verhält sich heute aber immer noch hochaggressiv. Gebiete werden schleichend immer noch annektiert, regelmäßig werden palästinensische Strukturen zerbombt und die Vertriebenen dürfen nicht zurückkehren.

  8. #5308
    Avatar von Zeus

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    Zitat Zitat von Nik Beitrag anzeigen
    Der Wille zu Frieden soll da sein, ja? Dann sollte man aber mit dem Bau dieser illegalen Siedlungen aufhören, oder lässt man diese etwa zu, weil ab und zu eine Gaza-Rakete im Land einschlägt? Ist das Friedenswille?
    Aus Interesse: Wie sieht das mit den „illegalen Siedlungen“ eigentlich aus? Bauen die Israelis sich die Häuser einfach so auf fremden Grundstücken? Kann die Judikative nicht eingreifen? Oder kaufen sich die Israelis die Grundstücke und bauen ihre Häuser korrekterweise?

    Da bin ich dir einer Meinung. Da die USA und die meisten europäischen Staaten extrem pro-israelisch sind, sehe ich keine Chance für Gleichberechtigung in Friedensgesprächen.
    Da muss man mal wieder beachten, was man mit „pro-israelisch“ meint. Dass man für einen Staat Israel ist? Okay. Eine größere Annäherung sehe ich nämlich nicht bei dem Thema.

  9. #5309
    Nik
    Avatar von Nik

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    Zitat Zitat von Zeus Beitrag anzeigen
    Aus Interesse: Wie sieht das mit den „illegalen Siedlungen“ eigentlich aus? Bauen die Israelis sich die Häuser einfach so auf fremden Grundstücken? Kann die Judikative nicht eingreifen? Oder kaufen sich die Israelis die Grundstücke und bauen ihre Häuser korrekterweise?



    Da muss man mal wieder beachten, was man mit „pro-israelisch“ meint. Dass man für einen Staat Israel ist? Okay. Eine größere Annäherung sehe ich nämlich nicht bei dem Thema.
    Du relativierst alles, Zeus. Du machst es dir extrem einfach.

    Illegal bedeutet, wenn zum Beispiel in deiner Heimat Griechenland plötzlich Hunderttausende Albaner in die Peloponnes einwandern würden und auf Grundstücken der dortigen Menschen ihre Häuser bauen und mit der Zeit dann die Unabhängigkeit wollen würden. Verstehst du das?

    Pro-israelisch nenne ich Politik, die Israel nahezu immer im Recht sieht und ihre Gegner nicht.

  10. #5310
    Avatar von Zeus

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    Zitat Zitat von Nik Beitrag anzeigen
    Illegal bedeutet, wenn zum Beispiel in deiner Heimat Griechenland plötzlich Hunderttausende Albaner in die Peloponnes einwandern würden und auf Grundstücken der dortigen Menschen ihre Häuser bauen und mit der Zeit dann die Unabhängigkeit wollen würden. Verstehst du das?
    Also gehörten die Grundstücke zuvor Arabern. Somit wäre die Niederlassung der Israelis dort tatsächlich illegal. Aber wieso greift die Judikative denn nicht ein?
    Schließlich denke ich nicht, dass Judäa und Samarias nach dem Fall des Osmanischen Reiches irgendjemandem gehörte. Also die Annexion durch Jordanien war nicht wirklich geltend.
    Pro-israelisch nenne ich Politik, die Israel nahezu immer im Recht sieht und ihre Gegner nicht.
    Das macht vielleicht die USA, aber in Europa ist das nicht gängig.

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