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Israel-Palästina Konflikt Sammeltheard

Erstellt von Melek, 20.04.2009, 20:57 Uhr · 5.883 Antworten · 199.855 Aufrufe

  1. #5311
    Nik
    Avatar von Nik

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    Zitat Zitat von Zeus Beitrag anzeigen
    Also gehörten die Grundstücke zuvor Arabern. Somit wäre die Niederlassung der Israelis dort tatsächlich illegal. Aber wieso greift die Judikative denn nicht ein?
    Ja, tatsächlich. Es gibt schlicht keine Judikative im Westjordanland. Was wollen die Gerichte der Palästinensischen Autonomiebehörden denn gegen die israelischen Kolonisten bewirken? Die können ja bestimmt nicht mal ihre eigenen Leute «züchtigen», geschweige denn die Kolonisten vom Besatzer.

    Zitat Zitat von Rafi Beitrag anzeigen
    Das macht vielleicht die USA, aber in Europa ist das nicht gängig.
    Vielleicht? Mit Sicherheit. Und die Europäer tun es ihnen oft, aber nicht immer gleich.

  2. #5312
    Avatar von Rafi

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    Zitat Zitat von Nik Beitrag anzeigen
    Die israelischen Kolonisten bauen völkerrechtlich illegale Siedlungen im Westjordanland, auf Grundstücken also, die den Arabern gehören. Was ist daran so schwer zu verstehen, mein lieber Zeus?
    Du bist da nicht ganz richtig informiert. Es gab reichlich Landverkäufe von Palästinensern an Juden. Irgendwann wurde das unter Todesstrafe gestellt und lief mit Strohmännern weiter. Das Westjordanland wurde im Übrigen von Jordanien annektiert und von Israel zurückerobert. Von welchen Arabern genau schreibst du? Araber ist ein weiter Begriff. Illegal von Israel war tatsächlich die Abtrennung als Grenze durch die Sperranlage. Die Grenzen sollten in Abstimmung mit Jordanien keine größere Bedeutung haben. Die Siedlungen selbst per se als illegal zu bezeichnen ist nicht ganz richtig, aber das wäre zu kompliziert.

    Die Araber nannten Juden vor der Ensteheung Israels ebenfalls Palästinenser.

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    Zitat Zitat von Nik Beitrag anzeigen
    Nein. Es gibt da einen markanten Unterschied. In Deutschland und Frankreich gibt es keine Uneinigkeiten bezüglich Völkerrecht. In Israel und Palästina ist das aber der Fall. Und ausserdem sind die Migranten in Deutschland und Frankreich legal eingewandert. Im Westjordanland sind die jüdischen Kolonie-Siedlungen illegal. Verstehst du das, Zeus?

    - - - Aktualisiert - - -


    Ich bin zwar für eine Zwei-Staaten-Lösung, aber eine reelle Chance hat die leider nicht mehr. Wer an einen arabischen Staat dort glaubt, der glaubt auch an den Weihnachtsmann.
    Du vergisst, dass mit dem Abkommen ein arabischer Staat entstanden ist. Nennt sich Jordanien.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Nik Beitrag anzeigen
    Ich habe das ironisch gemeint, da mittlerweile jede Israelkritik als Antisemitismus abgestempelt wird. Also ganz locker bleiben, ja?
    Bin ich, ich stempel sowieso nicht gerne ab, weder jemanden als antisemitisch, noch als islamophob, wenn es sich um fundierte Kritik und nicht um Hörensagen handelt. Kein Problem.

    Zitat Zitat von Nik Beitrag anzeigen
    Du beschreibst hier die Vergangenheit. Wieso, weiss ich nicht. Es geht bei dieser Sache aber um das Hier und Jetzt. Um die aktuelle Kolonisationspolitik des Staates Israel.
    Du beschreibst doch ebenfalls die Vergangenheit? Man muss auch ein Stückweit die Vergangenheit mit einbeziehen, sonst versteht man die ganze Problematik nicht. Wenn man Probleme nicht versteht, dann kann man sie nicht lösen.

    Zitat Zitat von Nik Beitrag anzeigen
    Ich blende das überhaupt nicht aus, nur hilft mir das nicht weiter bei dieser Diskussion hier. Was für einen Wert hat diese Tatsache bei der Illegalität der israelischen Siedlungen im Westjordanland? Richtig, keinen.
    Einen Wert vielleicht nicht, aber man kann nicht einfach alles durcheinanderwürfeln. Ursache und Wirkung.

    Zitat Zitat von Nik Beitrag anzeigen
    Der Wille zu Frieden soll da sein, ja? Dann sollte man aber mit dem Bau dieser illegalen Siedlungen aufhören, oder lässt man diese etwa zu, weil ab und zu eine Gaza-Rakete im Land einschlägt? Ist das Friedenswille?
    Warum beisst du dich an diesen Siedlungen fest? Glaubst du ernsthaft der Terror würde mit dem Verschwinden von Siedlungen aufhören und Frieden einkehren? Gaza hat gezeigt, dass das genaue Gegenteil eingetreten ist. So würde es im Westjordanland auch kommen, nur dass da Hizbolla ballert und nicht Hamas. Die Hamas wird bei den Wahlen vermutlich bestens abschneiden, weniger in Gaza als in den Autonomiegebieten. Wie genau darf man sich Frieden mit dem ausdrücklichen Tötungsaufruf an Juden, dem so einige seit Jahren folgen, in der Verfassung einer Partei der PA denn vorstellen?
    Findest du das eine gute Basis für Frieden? Sind Raketen und Morde an irgenwelchen Menschen mit Messer, Schusswaffe oder Auto für Frieden geeignet? Müssen mehr Sterben, damit ein geistig doch klarer Mensch das nicht an der Anzahl der Toten bemisst, sondern an der Aggression?

    Zitat Zitat von Nik Beitrag anzeigen
    Da bin ich dir einer Meinung. Da die USA und die meisten europäischen Staaten extrem pro-israelisch sind, sehe ich keine Chance für Gleichberechtigung in Friedensgesprächen.
    Es hält sich hartnäckig die meisten europäischen Staaten seien extrem pro-israelisch, Fakt ist aber; kein Land wird so oft gerügt und steht unter ständiger Beobachtung und Kritik wie Israel.
    Allen voran die UN und das EP.

  3. #5313

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    Zitat Zitat von Zeus Beitrag anzeigen
    Wieso sollten sie nicht? Das klingt so, als wären Juden komplett integrationsfern, aber da hast du wohl die Gruppen vertauscht!
    Schließlich schaffen es doch auch die Araber in Israel Steuern zu zahlen, an Wahlen teilzunehmen und auf Befehle der israelischen Polizei zu hören. ()

    Okay, Spaß jetzt mal weg: Ich könnte mir eine Art „Vereinte Liste“ mit jüdischer Ausrichtung auch in einem potenziellen arabischen Staat vorstellen. Vielleicht wird diese Partei ja auch den dritten Platz bei den Wahlen erreichen.
    Vielleicht wird sie aber auch zur SPD.
    Also, ich denke, dass es kaum andere Gruppen gibt, die so integrationsfern wäre, wie die israelischen Siedlern in einem potentiellen palästinensischem Staat .

    Dass die Araber in Israel als normale Bürger leben ist schon gut vorstellbar, passiert schon heute, umgekehrt ist das höchstunwahrscheinlich. Israelische Siedler gehen in Westjordanland nur unter der Annahme, dass das Land da praktisch Israel gehört, und von ihm verwaltet wird. Israel schickt sie im Rahmen seiner kolonialistischen Politik dorthin, um das Westjordanland zu kontrollieren. Wenn es einen wirklich unabhängigen palästinensischen Staat da geben würde, würden die Siedler entweder einen Aufstand machen oder einfach wegziehen.

  4. #5314
    Avatar von Rafi

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    Zitat Zitat von Lorne Malvo Beitrag anzeigen
    Das ist Blödsinn. Eine großflächige, systematische und militärische Vertreibung von Juden gab es in keinem arabischen Land in bedeutendem Ausmaß. Diese Juden sind ausgewandert, weil sie lieber in einem wohlhabenden, jüdischen Staat leben möchten, als in einem armen, arabischen Staat. Sie gleichzustellen mit den vertriebenen Arabern aus Palästina ist ein reines Politikum.
    Ist das dein Ernst? Wenn ja, dann hast du dich mit der Geschichte aber mal so gar nicht befasst. Welchen "wohlhabenden, jüdischen Staat" gabs denn seit Anbeginn der Judenvertreibung?

    Zitat Zitat von Lorne Malvo Beitrag anzeigen
    Ich möchte auch nicht leugnen, dass es seit der Israelgründung einen ausgeprägten Judenhass in arabischen Staaten gibt. Aber wer Territorien annektiert, die Bevölkerung vertreibt, und die Gebiete dann mit eigenen Siedlern auffüllt, braucht sich nicht wundern, wenn er bei seinen Nachbarn nicht besonders beliebt ist.
    Ähm, der erste Angriff erfolgte direkt bei Staatsgründungen. Wieviele "annektierte Territorien" gabs denn da?


    Zitat Zitat von Lorne Malvo Beitrag anzeigen
    Allerdings heilt Zeit ja bekanntlich alle Wunden, und diese ganzen Geschehnisse sind ja schon bald fast so lange her, wie der 2. Weltkrieg. Also könnte man doch meinen, dass man das alles hinter sich lässt. Israel verhält sich heute aber immer noch hochaggressiv. Gebiete werden schleichend immer noch annektiert, regelmäßig werden palästinensische Strukturen zerbombt und die Vertriebenen dürfen nicht zurückkehren.
    Wo genau verhält sich Israel hochaggressiv? Und was heisst immer noch? Die Hochaggressivität der anderen Seite scheint spurlos an dir vorbeizugehen.
    Es ist wirklich schade, dass Israel einen ausgesprochen guten Verteidigungsmechanismus hat, sonst gäbs endlich genügend tote Israelis und der armen europäische Seele mit ihrem Lieblingskonfilkt Nahost (sonst gibt es ja keine dort) wäre Genüge getan.^^

    Wo genau werden "palästinensische Strukturen" zerbombt? Welche Vertriebenen dürfen nicht zurückkehren, welche wollen denn?

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Afroasiatis Beitrag anzeigen
    Also, ich denke, dass es kaum andere Gruppen gibt, die so integrationsfern wäre, wie die israelischen Siedlern in einem potentiellen palästinensischem Staat .

    Dass die Araber in Israel als normale Bürger leben ist schon gut vorstellbar, passiert schon heute, umgekehrt ist das höchstunwahrscheinlich. Israelische Siedler gehen in Westjordanland nur unter der Annahme, dass das Land da praktisch Israel gehört, und von ihm verwaltet wird. Israel schickt sie im Rahmen seiner kolonialistischen Politik dorthin, um das Westjordanland zu kontrollieren. Wenn es einen wirklich unabhängigen palästinensischen Staat da geben würde, würden die Siedler entweder einen Aufstand machen oder einfach wegziehen.
    Ein unabhängiger palästinensischer Staat würde sicher auch Juden als Migranten akzeptieren, so wie in Gaza oder PA Gebieten. Finde den Fehler.
    Es liegt weder an Siedlungen, noch an einem fehlenden Staat. Es liegt an fehlender Demokratie. Wieviele Gefechte, teils blutig, haben sich Fatah und Hamas geliefert?
    Ich bin mir ziemlich sicher; mit einer wirklich friedensorientierten palästinensichen Regierung und einer Mäßigung der israelischen Regierung hätte es Zwei Staaten geben können.

  5. #5315

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    Zitat Zitat von Rafi Beitrag anzeigen
    Ein unabhängiger palästinensischer Staat würde sicher auch Juden als Migranten akzeptieren, so wie in Gaza oder PA Gebieten. Finde den Fehler.
    Es liegt weder an Siedlungen, noch an einem fehlenden Staat. Es liegt an fehlender Demokratie. Wieviele Gefechte, teils blutig, haben sich Fatah und Hamas geliefert?
    Ich bin mir ziemlich sicher; mit einer wirklich friedensorientierten palästinensichen Regierung und einer Mäßigung der israelischen Regierung hätte es Zwei Staaten geben können.
    Ich spreche hier von jüdischen Siedlern in Palästina, ob es möglich wäre, dass sie Bürger eines palästinensischen Staates werden, egal wie friedlich oder demokratisch. Ich glaube, sie wären dazu nicht bereit. Deswegen ist die Argumentation Netanjahus so lächerlich.

    Ich persönlich glaube nicht, dass eine Zwei-Staaten-Lösung in Moment möglich ist. Sie war vielleicht vor Paar Jahrzehnten, Israel hat aber klar demonstriert, dass er an einer solchen Lösung nicht interessiert ist: u.a. auch durch die Siedlungspolitik.

    Die einzige Möglichkeit, die ich für die Palästinenser sehe, ist dass sie sich dafür kämpfen, in einem gemeinsamen Staat gleichberechtigte Bürger zu werden. Israel würde damit auch praktisch aufhören, ein jüdischer Staat zu sein.

  6. #5316
    Avatar von Rafi

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    Zitat Zitat von Afroasiatis Beitrag anzeigen
    Ich spreche hier von jüdischen Siedlern in Palästina, ob es möglich wäre, dass sie Bürger eines palästinensischen Staates werden, egal wie friedlich oder demokratisch. Ich glaube, sie wären dazu nicht bereit. Deswegen ist die Argumentation Netanjahus so lächerlich.

    Ich persönlich glaube nicht, dass eine Zwei-Staaten-Lösung in Moment möglich ist. Sie war vielleicht vor Paar Jahrzehnten, Israel hat aber klar demonstriert, dass er an einer solchen Lösung nicht interessiert ist: u.a. auch durch die Siedlungspolitik.

    Die einzige Möglichkeit, die ich für die Palästinenser sehe, ist dass sie sich dafür kämpfen, in einem gemeinsamen Staat gleichberechtigte Bürger zu werden. Israel würde damit auch praktisch aufhören, ein jüdischer Staat zu sein.
    Wann war die PA jemals an einer Zweistaatenlösung interessiert? Es wurde jedes Modell abgelehnt. Ausnahmslos.

    Den letzten Absatz versteh ich nicht so ganz.

  7. #5317
    Avatar von Lorne Malvo

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    Rafi, in Meckelnburg-Vorpommern steht die AfD bei 20%, obwohl es dort so gut wie keinen Moslem gibt. Ich möchte gar nicht wissen, was in Europa los wäre, wenn reiche Ölscheich-Araber hier systematisch anfangen würden Land aufzukaufen, ein paar Jahrzehnte lang Araber in großen Zahlen ansiedeln, dann sobald die Zahl und die zusammenhängenden Gebiete groß genug sind einen eigenen Staat gründen, diesen bis auf die Zähne und letztendlich auch nuklear bewaffnen, sodass ihm bloß niemand zu nahe rücken darf, und dann bei jeder Gelegenheit die sich gibt Einheimische vertreibt und neue Gebiete erobert, und geduldig über Jahrzehnte hinweg über Siedlungspolitik beständig wächst. Und als wäre das nicht genug, gehen wir noch davon aus, dass die Araber auch noch ein echtes Herzstück Europas für sich beanspruchen, also bspw. Paris und seine Umgebung, oder Norditalien. Das ist in etwa das, was die Juden mit den Arabern abgezogen haben, also bitte keine falschen Sympathien.

  8. #5318

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    Zitat Zitat von Rafi Beitrag anzeigen
    Wann war die PA jemals an einer Zweistaatenlösung interessiert? Es wurde jedes Modell abgelehnt. Ausnahmslos.
    Also, ich denke seit immer und sie ist wahrscheinlich noch heute, weil sie damit viel mehr haben würde als heute. Die PLO das Existenzreicht Israels schon in den 80ern anerkannt, obwohl Israel nicht dasselbe für Palästina gemacht hat. Der einzige Punkt, wo möglicherweise ihr ein gutes Angebot gemacht wurde, und es eine Ablehnung gab, war in 2000-01 - sogar das aber ist umstritten. Ansonsten hat Israel an keinem Punkt eine Interesse an einer wirklichen Lösung gezeigt.

    Den letzten Absatz versteh ich nicht so ganz.
    Ich meine, wenn aus der gesamten Palästina ein Staat wird, wo Juden und Araber gleiche Rechte haben, wird das praktisch kein jüdischer sondern jüdisch-arabisch sein.

  9. #5319
    Avatar von Rafi

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    Zitat Zitat von Afroasiatis Beitrag anzeigen
    Also, ich denke seit immer und sie ist wahrscheinlich noch heute, weil sie damit viel mehr haben würde als heute. Die PLO das Existenzreicht Israels schon in den 80ern anerkannt, obwohl Israel nicht dasselbe für Palästina gemacht hat. Der einzige Punkt, wo möglicherweise ihr ein gutes Angebot gemacht wurde, und es eine Ablehnung gab, war in 2000-01 - sogar das aber ist umstritten. Ansonsten hat Israel an keinem Punkt eine Interesse an einer wirklichen Lösung gezeigt.



    Ich meine, wenn aus der gesamten Palästina ein Staat wird, wo Juden und Araber gleiche Rechte haben, wird das praktisch kein jüdischer sondern jüdisch-arabisch sein.
    Was nützt ein Existenzrecht von der damaligen PLO heute, wenn die Hamas, die die Wahlen vermutlich gewinnen wird, den Tötungsaufruf an Juden "wo immer ihr sie findet" in der Verfassung hat? Stell dir mal vor irgendein anderer Staat hätte sowas in der Verfassung stehen?

    Untermauerer doch mal den Vorwurf, Israel hätte in keinem Punkt kein Interesse gezeigt. Sonst bleibt das einfach eine Behauptung.

    Lies dir das mal durch, wenn du die Zeit findest und den Willen dazu hast. Einiges wurde bereits umgesetzt, leider einseitig. Es wäre ein Anfang gewesen.

    http://embassies.gov.il/berlin/About...rielSharon.pdf

    Was meinst du mit Gesamtpalästina? Israel zum Beispiel ist jüdisch-arabisch. 20% Araber ist jetzt nicht wenig. Amtssprachen sind hebräisch und arabisch, Geschäftssprache englisch. Sie werden nicht mehr benachteiligt als Minderheiten in jedem anderen beliebigen demokratischen Land, auch wenn das von der Gesetzgebung nicht so vorgesehen ist. Da brauchst du nur vor die eigene Haustür. Das ist zwar nicht schön, aber kein Alleinstellungsmerkmal Israels.

    Palisrael? Es ist ja ein schönes Ansinnen, dass du da hast, aber utopisch, da keiner zustimmen würde, weder Palästina noch Israel. Chameini würde implodieren (ok, alleine das wärs ja schon wert)

    Genausogut könntest du Kurdistan und die Türkei zusammenlegen wollen. Kurkei?

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    Zitat Zitat von Lorne Malvo Beitrag anzeigen
    Rafi, in Meckelnburg-Vorpommern steht die AfD bei 20%, obwohl es dort so gut wie keinen Moslem gibt. Ich möchte gar nicht wissen, was in Europa los wäre, wenn reiche Ölscheich-Araber hier systematisch anfangen würden Land aufzukaufen, ein paar Jahrzehnte lang Araber in großen Zahlen ansiedeln, dann sobald die Zahl und die zusammenhängenden Gebiete groß genug sind einen eigenen Staat gründen, diesen bis auf die Zähne und letztendlich auch nuklear bewaffnen, sodass ihm bloß niemand zu nahe rücken darf, und dann bei jeder Gelegenheit die sich gibt Einheimische vertreibt und neue Gebiete erobert, und geduldig über Jahrzehnte hinweg über Siedlungspolitik beständig wächst. Und als wäre das nicht genug, gehen wir noch davon aus, dass die Araber auch noch ein echtes Herzstück Europas für sich beanspruchen, also bspw. Paris und seine Umgebung, oder Norditalien. Das ist in etwa das, was die Juden mit den Arabern abgezogen haben, also bitte keine falschen Sympathien.
    Schöner Aufsatz hat aber wenig bis nichts mit dem zu tun, was ich geschrieben hatte. Du selbst hattest Zeus zurechtgewiesen keine unsinnigen Vergleiche anzustellen. Jetzt machst du es selbst. Und wieder mit bloßen Behauptungen ohne jede Grundlage.

    Und nochwas, ich diskutiere gerne sachlich und mach mir die Mühe auf einzelne Aussagen gequotet zu antworten. Das vereinfacht die Sache und das erwarte ich gerade bei solchen komplexen Themen auch von meinem virtuellen Gegenüber. Sonst bleibt es bei aus dem Zusammenhang gerissenen Thesen und eine Seite weiter weiß keiner mehr um was es ging. Du bist auf keinen Punkt eingegangen.

  10. #5320
    Avatar von GLOBAL-NETWORK

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    Beitrag

    UN kritisieren Israel

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    Israels Sperranlage an der Grenze zum Westjordanland.
    (Foto: Mohamad Torokman/Reuters)


    Der desolate Zustand der palästinensischen Wirtschaft und die chronische Armut seien Folge der Besatzung. Die israelische Regierung weist die Vorwürfe von sich.
    Von Peter Münch, Tel Aviv

    Die israelische Besatzung fügt der palästinensischen Wirtschaft nach Angaben der Vereinten Nationen enorme Schäden zu. Chronische Armut, wachsende Arbeitslosigkeit und eine ernste Ernährungskrise werden in einem nun vorgelegten Bericht der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (Unctad) auf israelische Repressionen zurückgeführt. "Ohne die Besatzung", so heißt es, "ließe sich das Bruttoinlandsprodukt in den Palästinensergebieten ganz leicht verdoppeln."

    Der 17-seitige Bericht enthält eine lange Liste von Faktoren, mit denen Israel die Entwicklung im Westjordanland und im Gazastreifen eindämme. Angeprangert werden der Siedlungsbau, die Beschränkung der Bewegungsfreiheit für Menschen und Güter sowie die Beschlagnahmung von Land und anderen natürlichen Ressourcen, vor allem von Wasser. "Israel hat 82 Prozent des palästinensischen Grundwassers konfisziert", heißt es bei der Unctad. Weil es den Palästinensern verboten sei, eigene Brunnen zu graben, hätten sie "keine andere Wahl, als ihr eigenes Wasser aus Israel zu importieren, um 50 Prozent ihres Verbrauchs zu decken". "Vandalismus" wird als weiteres Problem genannt. So seien seit Beginn der Besatzung vor fast fünfzig Jahren mehr als 2,5Millionen Bäume, darunter allein 800 000 Olivenbäume, zerstört worden. Große Nachteile entstünden der Wirtschaft im Westjordanland dadurch, dass60 Prozent des Gebiets vollständig von Israel kontrolliert werde. Im Gazastreifen sei wegen einer von Israel eingerichteten Pufferzone entlang des Grenzzauns die Hälfte des Agrarlands nicht zugänglich. Zudem würden die Fischer durch die Seeblockade von 85 Prozent ihrer Ressourcen abgeschnitten. Dazu kommen noch die Zerstörungen durch drei Gaza-Kriege in den Jahren2008 bis 2014. Allein die Kosten dafür beziffert die Unctad auf mindestens das Dreifache des jährlichen Bruttoinlandsprodukts des Küstenstreifens. Die schwersten Schäden verursachte der 50-tägige Krieg des Sommers 2014, der auf palästinensischer Seite 2200 und auf israelischer 73 Tote gefordert hatte. 91Prozent der beschädigten Häuser seien - auch als Folge der israelischen Blockade - noch nicht wieder aufgebaut, heißt es, 75 000 Menschen seien auch zwei Jahre nach dem Krieg noch obdachlos.



    Nach einem Minus von 0,2 Prozent im Kriegsjahr 2014 sei die Wirtschaft in den Palästinensergebieten zwar 2015 um 3,5 Prozent gewachsen. Das jährliche Pro-Kopf-Einkommen liege aber heute immer noch unter dem Wert von 2013. Die Arbeitslosigkeit in den Palästinensergebieten wird offiziell mit 26 Prozent beziffert - ein enormer Anstieg im Vergleich zu zwölf Prozent noch im Jahr 1999. Gewachsen ist auch die Abhängigkeit von humanitärer Hilfe. Insgesamt sei die Ernährungslage von zwei Dritteln der Palästinenser ungesichert oder bedroht. Als besonderes Alarmzeichen nennt der Unctad-Bericht die Kindersterblichkeitsrate im Gazastreifen, die in den Jahren 2008 bis 2013 von zwölf auf 20,3 pro 1000 Geburten angestiegen sei. "Dieser Trend ist kaum anderswo zu finden außerhalb von Gesellschaften mit HIV-Epidemien", heißt es.

    Israel weist alle Vorwürfe kategorisch zurück. Der Unctad-Bericht sei "voller Halbwahrheiten und bösartiger Lügen", erklärte der UN-Botschafter Danny Danon und forderte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon auf, sich von dieser "Verzerrung der Wahrheit" zu distanzieren. Ein Sprecher des Jerusalemer Außenministeriums sagte der SZ: "Wenn die Palästinenser nicht in Terror und Gewalt investieren würden, sondern in Wirtschaft und Bildung, dann wäre ihre Gesellschaft reicher und erfolgreicher als jetzt." Als Beispiel verwies er auf den Gazastreifen, wo die Hamas "Hunderte Millionen Dollar in den Tunnelbau statt in Perspektiven für die Bevölkerung" investiert habe.

    Quelle : SZ

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