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Israel-Palästina Konflikt Sammeltheard

Erstellt von Melek, 20.04.2009, 20:57 Uhr · 5.841 Antworten · 198.667 Aufrufe

  1. #5331
    Avatar von Rafi

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von Nik Beitrag anzeigen
    Eine Quelle zu diesen Landverkäufen fände ich interessant zu lesen, Rafi. Hast du eine? Und bis wann war das erlaubt bzw. wann wurde das unter Todesstrafe gestellt? Und ich meine logischerweise die Araber im Westjordanland und nicht die Araber im Oman...
    Die Todestrafe für Landverkäufe hat eine alte Tradition. Es gibt einige Quellen und Bücher darüber.
    Ein gutes Sachbuch ist "Die Entstehung Palästinas" von Gudrun Krämer. Da werden die Landverkäufe eigentlich reicher Palästineser behandelt. Die Todesstrafe dafür wurde 2010 von Abbas bestätigt. Und es gab auch welche. Dabei solltest du berücksichtigen, dass genaue Zahlen nicht erfasst werden können und in der deutschsprachigen nicht isrealischen Presse eher selten davon geschrieben wird.

    Westjordanland: Todesurteil wegen Landverkauf an Israeli

    Ein im Westjordanland, nahe Hebron, lebender Palästinenser wurde von einem Militärgericht der Palästinensischen Autonomiebehörde wegen verräterischer Aktivitäten zum Tod durch den Strang verurteilt. Der Mann soll Grundstücke an israelische Siedler verkauft haben.

    Das harte Urteil ist als Präzedenzfall im Westjordanland zu werten. Die Rechtsprechung basiert auf dem so genannten "Revolutionären Code" der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO).




    Palästinensische Menschenrechtler fordern Abschaffung der Todesstrafe

    „Kollaboration mit Israel“, Landverkauf an Juden, Mord und der Handel mit Drogen können nach palästinensischem Recht mit dem Tod bestraft werden. Mit den beiden jüngsten belaufe sich die Zahl der verhängten Todesurteile, nach Angaben des PCHR, seit der Bildung der PA im Jahr 1994 auf insgesamt 157. 130 entfallen dabei auf den Gazastreifen. Im Westjordanland hatten Gerichte 27 Mal das Todesurteil gesprochen.

    Von den 157 Urteilen wurden bislang 32 vollstreckt, wie die Organisation mitteilte. Viele Verurteilte verbüßen stattdessen lebenslange Haftstrafen, zum Teil in Verbindung mit harter Arbeit. Allein während des jüngsten Gaza-Konfliktes hatte die Hamas im August 25 Männer und Frauen wegen angeblicher Zusammenarbeit mit Israel durch Erschießen öffentlich hinrichten lassen.

    Zitat Zitat von Nik Beitrag anzeigen
    Also wollten sich die Juden auch noch das Land östlich des Jordans schnappen, was? Ich meine eine allgemeine Zwei-Staaten-Lösung, also Israel und Palästina, die klassische Variante. Wieso erwähnst du so komische belanglose Dinge jetzt?
    So ganz belanglos ist das nicht.
    Am 22. März 1946 erhielt Transjordanien im Vertrag von London die Unabhängigkeit. Abdallah ibn Hussain nahm daraufhin als Abdallah I. am 25. Mai 1946 den Königstitel an. Eine neue Verfassung wurde verabschiedet. Ein neuer Vertrag mit Großbritannien über die Regelung von Truppenstationierungen stellte am 15. März 1948 die volle Souveränität her. Großbritannien zahlte jedoch weiterhin Subsidien.

    Abdallah war 1947 der einzige arabische Herrscher, der dem Teilungsplan Palästinas der UNO zustimmte. Trotzdem beteiligte sich Transjordanien am Palästinakrieg/Israelischen Unabhängigkeitskrieg von Mai bis November 1948. Unter den fünf kämpfenden arabischen Armeen gelangen nur der transjordanischen Arabischen Legion Erfolge. Transjordanien behielt nach dem Waffenstillstand das besetzte Ostpalästina (seit April 1950 Westjordanien, Westjordanland oder auch Cisjordanien genannt). Am 1. Dezember 1949 ließ sich Abdallah in Jericho zum König ganz Palästinas ausrufen. Per Abstimmung ließ man die Annexion des Westjordanlandes durch die Bevölkerung bestätigen. Außer durch das Vereinigte Königreich und Pakistan wurde diese von keinem weiteren Land völkerrechtlich anerkannt. Damit einher ging die Ausrufung des Haschemitischen Königreichs Jordanien am 24. Mai 1950. Abdallah I. wurde 1951 von arabischen Extremisten in Jerusalem ermordet.

    Der spätere Verlust des Westjordanlandes im Sechstagekrieg führte zu einer Flüchtlingsproblematik, die erhebliche Strukturprobleme zur Folge hatte. Die gesellschaftliche Eingliederung der Palästinenser gelang nicht, wurde aus politischen Motiven gegenüber Israel auch nicht gefördert. Die mehrheitlich dem sozialrevolutionären Panarabismus besonders empfänglichen Ostpalästina-Flüchtlinge standen in kritischer Opposition zur herrschenden konservativen Oberschicht Jordaniens. Sie forderten einen Anschluss an Syrien und Ägypten. Erst am 31. Juli 1988 gab Jordaniens König Hussein I., Abdallahs Enkel, die 1950 annektierten Gebiete formell auf. Er eröffnete dadurch auch die Möglichkeit der 1994 vollzogenen gegenseitigen Anerkennung und der Friedensvereinbarung mit dem Staat Israel, dem zweiten Staat, der auf dem Territorium des ehemaligen Mandats Palästina entstanden war.

    Zitat Zitat von Nik Beitrag anzeigen
    Gut. Dann haben wir ja beide etwas gemeinsam.
    Vielleicht haben wir mehr gemeinsam als wir denken. Zumindest funktioniert eine normale Diskussion.


    Zitat Zitat von Nik Beitrag anzeigen
    Ich bin damit einverstanden, aber dein Argument impliziert nur, dass das Westjordanland auch zum jüdischen Staat gehören sollte. Du bist eben extrem pro-israelisch, träumst von einem multiethnischen und harmonischen Judenstaat Israel. Ich halte das aber für unfair den eingeborenen Arabern gegenüber, die zu Hunderttausenden in alle Richtungen fliehen mussten, weil Kolonisten ihre Heimat besetzt haben. Was ist deine Meinung diesbezüglich?
    Nein, das hatte ich so nicht geschrieben. ich hatte geschrieben:
    Du beschreibst doch ebenfalls die Vergangenheit? Man muss auch ein Stückweit die Vergangenheit mit einbeziehen, sonst versteht man die ganze Problematik nicht. Wenn man Probleme nicht versteht, dann kann man sie nicht lösen.
    Wo liest du da eine übersteigerte Proisraelität oder gar was von Judenstaat raus? Das stimmt einfach nicht. Ich bin weder Jude noch Zionist noch Israeli. Juden verstehen sich nicht nur als Glaubensgemeinschaft, sondern als Volk. Ich kenne eigentlich mehrheitlich atheistische Juden, folgt schon daraus, dass ich selbst nicht gottgläubig bin. Israel ist ziemlich bunt, auch wenn das kaum einer glauben mag, der noch nie dort war. Mir ist orthodoxer Budenzauber jeglicher Religion zuwider. Fängt bei Indoktrination oder übersteigerter religöser Identität an und endet bei blutigen Ritualen an männlichen Kindern.
    Solange du den Bergriff "Kolonisten" benutzt, macht es wenig Sinn dahingehend weiterzudiskutieren. Zumal du wie Malvo die Vertreibung der Juden zu hundertausenden seit Jahrhunderten (!) einfach ignorierst. Aber ok.

    Zitat Zitat von Nik Beitrag anzeigen
    Wo sind denn bitte Flüchtlinge überhaupt beliebt? Genau, nirgends. Das ist keine palästinensische Eigenheit.
    Wieso palästinensische Eigenheit? Man könnte doch erwarten, dass arabische Völker, denen es so sehr an Palästina liegt sich dieser Flüchtlinge besonders annimmt? Ist aber nicht so. Viele Libanesen waren Palästinenser und fliehen aus dem Libanon nach Westen. Was ist also mit der berühmten Umma wenn es um Geschwister im Glauben geht? Nix.

    Zitat Zitat von Nik Beitrag anzeigen
    Du siehst also die Hauptschuld bei diesem jahrzehntelangen Konflikt bei den arabischen Palästinensern, oder irre ich mich?
    Du irrst dich wieder, ich hatte von Hamas geschrieben. Die Palästinenser sind nicht die Hamas. Es sind aber viele Palästineser die von der Hamas für jedes Attentat gelobt werden, die Geld dafür bekommen, die angespornt werden. Auch von der Fatah.
    Wenn sich ein jüdischer Siedler oder sonst ein Fundi, oder ein IDFler an Palästinensern vergreift, wird er vor Gericht gestellt und bestraft. Und nicht auch noch gelobt und als Märtyrer gefeiert. Im Gegensatz zu anderen Kandidaten in anderen Forenbereichen sehe ich gerade diese jungen Palis ebenso als Opfer und nicht nur als Täter, deren Tod zu feiern wäre. Überhaupt nicht. Da ist eine ganze Generation zu Hass erzogen worden. Das sind ebenso Opfer wie die durch Anschläge getöteten.

    Zitat Zitat von Nik Beitrag anzeigen
    Zurecht, wie ich finde. Nichtsdestotrotz ist die Kritik sehr weich und fast schon unsichtbar. Und sie geht durch die extreme finanzielle Unterstützung Israels durch die USA und einiger europäischer Staaten unter.
    Ich weiß nicht welche Presse du liest, aber Kritik an Israel schlägt in Europa wesentlich höhere Wellen. Und natürlich gibt es auch gerechtfertigte Kritik, mir fehlt nur die Kritik an der PA. Und wenns um Menschenrechte geht fehlen ganze Staaten in der Kritik!
    Extreme finanzielle Unterstützung geht gerade von Europa direkt in die Taschen der Hamas. Nicht in die der Bevölkerung, nein in Waffen und Terrortunnel. Und das ist nur ein Beispiel.
    Spendenskandal: Sind deutsche Steuergelder an die Hamas geflossen? - Politik - Tagesspiegel

  2. #5332
    Nik
    Avatar von Nik

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    10.986
    Danke für die Quellen. Wie ich aber daraus schliessen kann, machen diese «legalen» Landverkäufe aber einen minimalen Anteil an den totalen Bauaktivitäten aus, die letztendlich illegal sind. (Ich denke, das ist dir schon klar, dass laut der Genfer Konvention «Besatzungsmächte nicht Teile ihrer eigenen Zivilbevölkerung in das von ihr besetzte Gebiet deportieren oder umsiedeln» dürfen oder?) Ich meine, diese Zahl ist ja mickrig. Seit 1994 wurden 157 Todesurteile gefällt, die aber nicht nur Landverkäufe an Juden beinhalten, sondern auch andere «Kollaborationen». Ich glaube, Rafi, du kannst dieses Argument gleich verwerfen, da es zur Diskussion nicht viel beiträgt.

    Das Westjordanland war einige Jahre von Jordanien besetzt, danach wurde Israel die neue Besatzungsmacht und ist sie noch heute. Ich vermute jetzt, dass Jordanien dies damals getan hat, weil es befürchtete, dass der koloniale Judenstaat Israel weiter anwachsen und noch mehr arabische Gebiete einnehmen könnte. Was meinst du, wieso Abdallah I. das getan hat?

    Man kann pro-israelisch sein, auch ohne Jude, Zionist oder Israeli zu sein oder? Du bist eben pro-israelisch, weil du immer und überall die Fehler Tel Avivs relativierst und jede Schuld den Arabern gibst, also den Arabern ausserhalb Israels im Gaza-Streifen, im Westjordanland, in Jordanien, im Libanon, in Ägypten, in Syrien, etc. Diese Araber meine ich. (Um diesmal genau diesen Begriff zu gebrauchen.)

    Welche Judenvertreibungen meinst du jetzt? Die Judenvertreibung durch die Christen nach der Reconquista 1492 in Südiberien? Die Judenvertreibungen während des Mittelalters und während der Kreuzzüge in Europa? Oder meinst du die modernen Vertreibungen und Auswanderungswellen in den arabischen Staaten?

    Verstehe nicht, wieso du bei dieser Diskussion hier jetzt auf die palästinensischen Flüchtlinge beharrst. Willst du damit implizieren, dass sie selber schuld für ihr Leid sind oder wie?

    Dann stimme ich dir zu, wenn du nur die Hamas meinst. Habe das nämlich bisher nicht so klar in deinen Beiträgen lesen können. Die Hamas und die israelische Regierung sind in einem Teufelskreis, wovon es sehr schwierig auszubrechen ist. Und die internationale Gemeinschaft wird darin mit eingesogen.

    Diese Quelle am Schluss deines Beitrags berichtet übrigens über eine Einzelperson, welche die Gelder von World Vision veruntreut hat, indem sie sie der Hamas gegeben hat. Da haben nicht ganze Staaten implizit Krieg in Palästina und Israel unterstützt. Ist nicht gerade vergleichbar mit der offiziellen finanziellen Unterstützung des Staates Israel durch die USA und einiger europäischer Staaten. https://de.wikipedia.org/wiki/Israel...tkräfte#Budget

  3. #5333
    Avatar von Zeus

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    Das Argument „Die Besetzungsmacht darf nicht Teile ihrer eigenen Zivilbevölkerung in das von ihr besetzte Gebiet deportieren oder umsiedeln.“ greift aus verschiedenen Gründen nicht.

    1. Deportationen, Umsiedlungen, Transferierungen und Räumungen werden mit Zwang durchgeführt. Der israelische Staat zwingt seine Bürger nicht, sich in Judäa und Samaria niederzulassen.
    2. Art. 49 des IV. Genfer Abkommens betrifft Vertreibungen der sonstigen Bevölkerung. Dabei wird jedoch niemand vertrieben. Man siedelt sich bloß an.
    3. Das IV. Genfer Abkommen ist von 1949 - also vier Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges. Es zielt darauf ab, sich mit den Zwangsumsiedlungen Nazi-Deutschlands auseinanderzusetzen, die in Osteuropa nach eroberten Gebieten in der Tschechoslowakei, Polen und Ungarn ein rein deutsches Gebiet schaffen wollten.

  4. #5334

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    Die Palis wehren sich kaum. Sie versammeln sich auch nicht wie die Juden aus aller Welt in Palästina.

  5. #5335

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    Zitat Zitat von Zeus Beitrag anzeigen
    Genau das frage ich mich. Wieso sind die Siedlungen illegal? Was wäre, wenn ein unabhängiger, sich palästinensisch nennender Staat aufgebaut werden würde und erst dann Israelis nach „Palästina“ einwandern würden? Geht es darum, dass man dort ist, ohne dass es zuvor einen Staat gab/gibt?
    Ja, ungefähr so. Es geht darum, dass man in ein Land einwandert, während es von der eigenen Armee besetzt wird, im Rahmen eines politischen Projekts um die demographische Verhältnisse zu ändern.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Zeus Beitrag anzeigen
    Das Argument „Die Besetzungsmacht darf nicht Teile ihrer eigenen Zivilbevölkerung in das von ihr besetzte Gebiet deportieren oder umsiedeln.“ greift aus verschiedenen Gründen nicht.

    1. Deportationen, Umsiedlungen, Transferierungen und Räumungen werden mit Zwang durchgeführt. Der israelische Staat zwingt seine Bürger nicht, sich in Judäa und Samaria niederzulassen.
    2. Art. 49 des IV. Genfer Abkommens betrifft Vertreibungen der sonstigen Bevölkerung. Dabei wird jedoch niemand vertrieben. Man siedelt sich bloß an.
    3. Das IV. Genfer Abkommen ist von 1949 - also vier Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges. Es zielt darauf ab, sich mit den Zwangsumsiedlungen Nazi-Deutschlands auseinanderzusetzen, die in Osteuropa nach eroberten Gebieten in der Tschechoslowakei, Polen und Ungarn ein rein deutsches Gebiet schaffen wollten.
    Ich kenne mich zwar im internationalen Recht nicht gut aus, aber hier steht das dazu:

    Συγκεκριμένα, η μεταφορά από την κατέχουσα δύναμη δικού της αστικού πληθυσμού στα υπό κατοχή εδάφη χαρακτηρίστηκε ως έγκλημα πολέμου από τον Καταστατικό Χάρτη του Διεθνούς Στρατιωτικού Δικαστηρίου της Νυρεμβέργης[1] και ακολούθως απαγορεύτηκε με την 4η Συνθήκη της Γενεύης του 1949[2]. Αργότερα, το Πρωτόκολλο Ι επί της ρηθείσας Συνθήκης επανέλαβε ότι ο εποικισμός συνιστά σοβαρή παραβίαση του αυτού Πρωτοκόλλου και ονόμασε τον εποικισμό ως έγκλημα πολέμου[3]. Το Διεθνές Δικαστήριο της Χάγης (ICJ) έκρινε ότι το άρθρο 49(6) της ανωτέρω Συνθήκης απαγορεύει οποιαδήποτε μέτρα που λαμβάνει η κατοχική δύναμη με σκοπό να οργανώσει ή να ενθαρρύνει μεταφορά μέρους του πληθυσμού της στην υπ’ αυτήν κατεχόμενη περιοχή[4]. Επιπρόσθετα, το Καταστατικό του Διεθνούς Ποινικού Δικαστηρίου (ICC) συμπεριέλαβε τον εποικισμό στα εγκλήματα πολέμου[5]. Περαιτέρω, η International Law Commission (ILC) στο Draft Code of Crimes against the Peace and Security of Mankind (1996), άρθρο 20(c)(i), επίσης κατατάσσει τον εποικισμό στα εγκλήματα πολέμου.

    http://www.efylakas.com/archives/12513

    Glaubst du übrigens, dass die Ansiedlung von Türken in Nordzypern auch legitim war?

    Auf jeden Fall, diese sind legalistische Argumente. Warum die gezielte Ansiedlung durch eine Besatzungsmacht mit normaler Einwanderung nichts zu tun hat, ist klar geworden, glaube ich.

  6. #5336
    Avatar von Arminius

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    Zitat Zitat von Zeus Beitrag anzeigen
    Das Argument „Die Besetzungsmacht darf nicht Teile ihrer eigenen Zivilbevölkerung in das von ihr besetzte Gebiet deportieren oder umsiedeln.“ greift aus verschiedenen Gründen nicht.

    1. Deportationen, Umsiedlungen, Transferierungen und Räumungen werden mit Zwang durchgeführt. Der israelische Staat zwingt seine Bürger nicht, sich in Judäa und Samaria niederzulassen.
    2. Art. 49 des IV. Genfer Abkommens betrifft Vertreibungen der sonstigen Bevölkerung. Dabei wird jedoch niemand vertrieben. Man siedelt sich bloß an.
    3. Das IV. Genfer Abkommen ist von 1949 - also vier Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges. Es zielt darauf ab, sich mit den Zwangsumsiedlungen Nazi-Deutschlands auseinanderzusetzen, die in Osteuropa nach eroberten Gebieten in der Tschechoslowakei, Polen und Ungarn ein rein deutsches Gebiet schaffen wollten.
    Wäre es rechtens gewesen, wenn die USA nach 1945 systematisch amerikanische Siedlungen in Deutschland errichtet und ihre Bürger zur Besiedlung ermuntert und darin unterstützt hätte?

  7. #5337
    Avatar von Rafi

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    Zitat Zitat von Arminius Beitrag anzeigen
    Wäre es rechtens gewesen, wenn die USA nach 1945 systematisch amerikanische Siedlungen in Deutschland errichtet und ihre Bürger zur Besiedlung ermuntert und darin unterstützt hätte?
    So ein Quatsch.

  8. #5338
    Avatar von Rafi

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    Zitat Zitat von Nik Beitrag anzeigen
    Danke für die Quellen. Wie ich aber daraus schliessen kann, machen diese «legalen» Landverkäufe aber einen minimalen Anteil an den totalen Bauaktivitäten aus, die letztendlich illegal sind. (Ich denke, das ist dir schon klar, dass laut der Genfer Konvention «Besatzungsmächte nicht Teile ihrer eigenen Zivilbevölkerung in das von ihr besetzte Gebiet deportieren oder umsiedeln» dürfen oder?) Ich meine, diese Zahl ist ja mickrig. Seit 1994 wurden 157 Todesurteile gefällt, die aber nicht nur Landverkäufe an Juden beinhalten, sondern auch andere «Kollaborationen». Ich glaube, Rafi, du kannst dieses Argument gleich verwerfen, da es zur Diskussion nicht viel beiträgt.

    Das Westjordanland war einige Jahre von Jordanien besetzt, danach wurde Israel die neue Besatzungsmacht und ist sie noch heute. Ich vermute jetzt, dass Jordanien dies damals getan hat, weil es befürchtete, dass der koloniale Judenstaat Israel weiter anwachsen und noch mehr arabische Gebiete einnehmen könnte. Was meinst du, wieso Abdallah I. das getan hat?

    Man kann pro-israelisch sein, auch ohne Jude, Zionist oder Israeli zu sein oder? Du bist eben pro-israelisch, weil du immer und überall die Fehler Tel Avivs relativierst und jede Schuld den Arabern gibst, also den Arabern ausserhalb Israels im Gaza-Streifen, im Westjordanland, in Jordanien, im Libanon, in Ägypten, in Syrien, etc. Diese Araber meine ich. (Um diesmal genau diesen Begriff zu gebrauchen.)

    Welche Judenvertreibungen meinst du jetzt? Die Judenvertreibung durch die Christen nach der Reconquista 1492 in Südiberien? Die Judenvertreibungen während des Mittelalters und während der Kreuzzüge in Europa? Oder meinst du die modernen Vertreibungen und Auswanderungswellen in den arabischen Staaten?

    Verstehe nicht, wieso du bei dieser Diskussion hier jetzt auf die palästinensischen Flüchtlinge beharrst. Willst du damit implizieren, dass sie selber schuld für ihr Leid sind oder wie?

    Dann stimme ich dir zu, wenn du nur die Hamas meinst. Habe das nämlich bisher nicht so klar in deinen Beiträgen lesen können. Die Hamas und die israelische Regierung sind in einem Teufelskreis, wovon es sehr schwierig auszubrechen ist. Und die internationale Gemeinschaft wird darin mit eingesogen.

    Diese Quelle am Schluss deines Beitrags berichtet übrigens über eine Einzelperson, welche die Gelder von World Vision veruntreut hat, indem sie sie der Hamas gegeben hat. Da haben nicht ganze Staaten implizit Krieg in Palästina und Israel unterstützt. Ist nicht gerade vergleichbar mit der offiziellen finanziellen Unterstützung des Staates Israel durch die USA und einiger europäischer Staaten. https://de.wikipedia.org/wiki/Israel...tkräfte#Budget
    Weißt du, du schreibst immer noch vom "kolonialen Judenstaat". Da erübrigt sich wirklich jede weitere Diskussion, dann darauf bin ich schon mehrfach eingegangen. In diesem "kolonialen Judenstaat", wenn du es denn so nennen möchtest, mit rund 8 Millionen Einwohnern leben rund 2 Millionen Araber.
    Wenn ein ganz unbedarfter Mensch Israel in Nahost auf der Lankarte suchen müsste, er würde es kaum finden. Trotzdem scheint dieser kleine Staat ein großes Problem zu sein. Und das während halb Nahost brennt. Und daran ist nicht Israel schuld.
    Wären Juden in Palästina eingefallen wie Osmanen auf dem Balkan und hätten auf blutigem Boden einen Staat gegründet, wären sie heute Helden^^

    Dramaqueen Iran z.B., jedes Jahr derselbe Aufstand mit alquds. Meine Gott was hat Iran denn verloren? Genauso die ewigen Osmanen, ja was fehlt denen denn? Gibts außer denen noch jemanden der dieser Zeit hinterhertrauert? Irgendwelche Kreuzzügler? Ne, gibts nicht.

    Die Judenvertreibung, bzw. die Diskriminierung begann unter Mohammed. Erst nach der Schlacht von Medina, nachdem Juden, die sich nicht bekehren ließen abgeschlachtet wurden. Sie mussten sich kennzeichnen. Erst mit der Vertreibung der Juden durch die Christen erhob sich der Islam die Juden als "Schutzbefohlene" zu behandeln, mit Einschränkungen und Verboten freilich. Gegen Bares natürlich

    Ist auch egal. Es geht ums hier und jetzt. Und dafür ist nicht nur Hamas verantwortlich, sondern auch Fatah. Wer also glaubt, die Fatah sei noch gemäßigt, der glaubt auch das ein Abteilungsleiter, die Abteilung leitet.

    https://www.maannews.net/Content.aspx?id=864244

    Neue Lehrbücher der PA: "Frauen sind Hexen" - Audiatur-Online

  9. #5339

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    2.385
    Warum Israel mit Kolonialismus und westlichem Imperialismus verbunden ist, wurde hier schon mehrmals erklärt, wir können das aber noch einmal wiederholen.

    Hier noch eine relevante Nachricht, übrigens:

    US to give record $38 billion in military aid to Israel over 10 years

    Also, wenn man das vorsichtig liest, die Kritik gegen die PLO-Lehrbücher ist eher dass sie die palästinensische Sache "verraten", nicht dass sie gegen Israel gerichtet sind.

  10. #5340
    Avatar von Rafi

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    8.224
    Zitat Zitat von Afroasiatis Beitrag anzeigen


    Also, wenn man das vorsichtig liest, die Kritik gegen die PLO-Lehrbücher ist eher dass sie die palästinensische Sache "verraten", nicht dass sie gegen Israel gerichtet sind.
    Das kann man auch unvorsichtig lesen. Gegen Israel ist das nicht gerichtet. Hab ich nicht behauptet aber stützt meine Ansicht, dass primär und zunehmend die unfähige palästinensische Regierung ein Problem für Palästina ist. Die Fatah macht schon lange Zugeständnisse an Hamas aus Angst vor Machtverlust. Ich glaube nicht das Fatah in den kommenden Wahlen noch gewinnt.

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