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Istanbul: Räumung von Parkanlage eskaliert

Erstellt von Tatar, 31.05.2013, 22:09 Uhr · 1.771 Antworten · 68.797 Aufrufe

  1. #181

    Registriert seit
    04.05.2013
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    1.152
    Zitat Zitat von Bambi Beitrag anzeigen
    Dieselben Lappen, die hier rumheulen, wenn die deutsche Polente Ausländer aufmischt, rechtfertigen die Gewalt der Polizei in der Heimat. Fuck this shit.

    - - - Aktualisiert - - -



    Ich find's einfach hammer, wie vehement man in der Türkei und in Griechenland auf die Straße angeht, wenn einen was anpisst.

    yep + Frankreich

  2. #182

    Registriert seit
    28.04.2013
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    1.848
    Das Schlachtfeld mitten in Istanbul
    Zehntausende Türken rufen nach dem Rücktritt Erdogans: Wegen osmanischer Geschäftemacherei. Doch für ihn sind Protestierer keine Demokraten. Er droht, "eine Million Menschen ins Feld" zu führen


    Am Samstagmorgen füllte sich Istanbuls riesige Bosporusbrücke mit Tausenden von Demonstranten, um von der asiatischen Seite her ihren Mitstreitern im europäischen Stadtzentrum zu Hilfe zu kommen. Kurz zuvor hatte ein Politiker der Regierungspartei AKP das zur Schau gestellt, weswegen sich die größten Massenproteste seit dem Regierungsbeginn der AKP überall im Land regen. "Es scheint, dass manche Gas brauchen", twitterte Sirin Ünal mit jener Arroganz, die zum Markenzeichen der Regierung geworden ist.

    Manche? Am fünften Tag der Proteste, bei denen es ursprünglich um einen alten Park im Stadtzentrum ging, waren Demonstranten in mehr als zehn Städten unterwegs. Auf Twitter und Facebook organisierte man sich spontan, der "türkische Sommer" nach dem "arabischen Frühling" ist eine weitere Revolte. Die findet allerdings zunächst einmal auf Facebook und Twitter statt. Denn türkisches Fernsehen sieht man in Sachen Revolte umsonst. "Niemand berichtet über die Unruhen", klagte Sibel, eine Angestellte in einem der Lokale an Istanbuls Einkaufsmeile Istiklal.

    Auf Twitter hingegen gab es viel zu lesen, aber man wusste nicht recht, was Wahrheit und was Gerücht ist. 1000 Polizisten hätten den Dienst in Istanbul quittiert, hieß es da, aus Protest. Tatsache ist, die Regierung ließ per Flugzeug Verstärkungen nach Istanbul einfliegen. Ebenfalls über Twitter wurde berichtet, dass in einem Stadtteil Soldaten einer Kaserne gegen die Polizei vorgegangen seien, um Sanitätern Zugang zu verletzten Demonstranten zu ermöglichen.

    Solche Nachrichten treffen einen Nerv in der Türkei, in der das Militär bereits vier Mal gewählte Regierungen stürzte, um "Chaos" zu unterbinden und für Ordnung zu sorgen.

    Wasserkanonen und Polizeibusse

    Am Samstagmorgen glich die Stadtmitte einem Schlachtfeld. 14 Wasserkanonen und mehr als 50 Polizeibusse waren aufgefahren, ringsum verstreute Demonstrantengruppen. Die Proteste, die seit dem Morgen des Vortages ohne Pause andauerten, waren irgendwann nach vier Uhr morgens in der Nacht zu Samstag erstmals gewalttätig geworden.

    Die meisten Schaufenster im Stadtzentrum waren zertrümmert, das Pflaster aufgerissen, Blumenkübel und andere sperrige Gegenstände als Barrikaden gegen Wasserwerfer aufgeschichtet. Gegen Mittag zeigten Aufnahmen des Fernsehsenders CNNtürk kurz Aufnahmen vom Taksim-Platz, auf denen im Hintergrund schwarze Rauchwolken aus einem Gebäude quollen.

    Es war einer der wenigen Augenblicke, da die türkischen Mainstreammedien sich zu Berichterstattung herabließen, offenbar um die Proteste zu diskreditieren. Ansonsten schaltete das ganze Land auf Halk TV, der einzige Sender, der live und pausenlos berichtete. Dazwischen Bilder von Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk, der den politischen Islam bekämpfte, um die Türkei zu stärken, und den der islamisch geprägte Erdogan jüngst verächtlich als "Trinker" bezeichnet hatte.

    Medien gefügig gemacht

    Und folgende Worte liefen im Halk-TV-Ticker: "Die Medien in der Türkei funktionieren nicht." Wie auch? Die Regierung hat in den letzten Jahren die weniger treuen Medien mit Steuerstrafen, Drohungen und Aufkauf ganzer Sender zugunsten von Parteigängern gefügig gemacht. Das Land gilt nach China als das größte Journalistengefängnis der Welt.

    Inzwischen war es nach 12.30 Uhr. Rund um den Taksim-Platz dauern die Proteste an, Gas wird versprüht und nach Erdogans Rücktritt gerufen. Erdogan, der sich bis dahin nicht geäußert hatte, sprach nun live im TV. Kein Zeichen von Einlenken: Die Protestierer seien keine Demokraten, sagte er, weil man nur an der Wahlurne protestieren dürfe.

    Fünf Mal im Verlauf der Rede bekräftigte er, dass der Stein des Anstoßes, ein geplantes Einkaufszentrum in einer Nachbildung einer osmanischen Kaserne, auf jeden Fall gebaut werden würde. Die Demonstrationen dagegen seien "extreme Gruppen", hier werde ein "Spiel gespielt". In ganz Istanbul begleiteten Fernsehzuschauer seine Rede mit demonstrativem Klopfen auf Töpfe an Fenstern und Balkonen.

    Eine Schwelle des Frustes ist erreicht

    Die Wahrheit ist wohl eher, dass der Plan, den alten Park in derIstanbuler Betonwüste einzuebnen, der Tropfen war, der die Vase überlaufen ließ. In Istanbul und anderen Städten wird schon seit Wochen fast jeden Tag Tränengas eingesetzt, es scheint, dass eine Frustschwelle erreicht ist.

    Insbesondere nach der mörderischen Autobombe von Reyhanli wurde viel demonstriert, weil das Volk überhaupt nicht davon überzeugt ist, dass es Syriens Diktator Assad war. Geheimdienstdokumente tauchten auf, wonach die islamistische Terrorgruppe al-Nusrah, die von der türkischen Regierung in Syrien unterstützt wird, Autobomben plante. Die Regierung reagierte mit einem Berichterstattungsverbot, zwei Journalisten wurden inhaftiert.

    Geschäftemacherei unter osmanischem Zuckerguss

    Das Kasernenprojekt am Taksim-Platz steht sinnbildlich für Erdogans ganze Vision eines modernen Islam: Geschäftemacherei unter osmanischem Zuckerguss, zugunsten der Parteigenossen und mit harter Hand durchgesetzt. Das geht vielen Türken, die bislang Geduld mit ihm hatten, gegen den Strich. Geduld hatten sie, weil er die politische Herrschaft des Militärs brach. "Aber er ist angetreten, um eine neue Verfassung zu machen und Demokratie zu bringen. Stattdessen das hier – Gewalt gegen Zivilisten", sagt Gülcan, eine Demonstrantin, deren Augen vom Gas tränen.

    Noch etwas sagte Erdogan in seiner Rede: "Ich will, dass die Proteste sofort aufhören." Solange Leben ist, ist Hoffnung – er wird sich offenbar gedulden müssen.

    Für Samstag waren in einer ganzen Reihe von Städten weitere Demonstrationen geplant. Ausgeruhte, neue Gruppen von Demonstranten strömten am frühen Nachmittag über Istanbuls Brücken in die Innenstadt. Vielleicht hatte ein anderer Satz Erdogans mehr Bedeutung: "Legt euch nicht mit mir an", drohte er. "Wenn ihr 200.000 Menschen bringen könnt, bringe ich eine Million."

    Türkei : Das Schlachtfeld mitten in Istanbul - Nachrichten Politik - Ausland - DIE WELT
    Wie lange werden die Proteste dauern? Laut Twitter sollen mehrere Millionen Menschen auf den Straßen sein.

    Kann das jemand bestätigen?

  3. #183
    Avatar von Bambi

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    Zitat Zitat von Garfield Beitrag anzeigen
    yep + Frankreich
    meinst du die Homo-Ehe-Proteste?

  4. #184
    Avatar von Salvador

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    soviel zu Friedlich.


  5. #185
    Avatar von Ibrišimović

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    Zitat Zitat von Salvador Beitrag anzeigen
    willst du mich auf denn arm nähmen du abgefucker opa.

    Hast mal das ganze video gesehen bevor du hier irgenwelche idioten als friedlich abstempelst.

    ich scheiß auf euere doppelmoral.


    Er kickt gegen einen Wasserwerfer, maximal kleiner Blechschaden und bezahlt mit seinem Leben?

    Was hat der Typ hier wohl verbrochen?



    Hat er ne Dose gekickt?

  6. #186
    Avatar von kewell

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    8.224
    Zitat Zitat von Azrak Beitrag anzeigen
    Erdogan verzichtet auf den Bau des Einkaufszentrum.

    Massenprotest : Türkische Demonstranten erringen Sieg über Erdogan - Nachrichten Politik - Ausland - DIE WELT


    Seit langem wieder das ein Protest die Regierung zu Änderungen bewegt.
    Es geht doch gar nicht um den Park oder um die Grünanlagen. Viele Gruppierungen nutzen diese eigentlich normale, völlig natürliche und überall auf der Welt existierenden Unstimmigkeiten aus, um irgendwie ein Chaos zu veranstalten, zu randalieren und ihre Einstellung gegenüber der Regierung unter Beweis zu stellen..man will putschen und Erdogan als Diktator darstellen
    die rede von Erdogan er stopft Mäuler!er redet von den Müllbergen von damals vom verpesten Luft von damals...Bombem rede

  7. #187
    Avatar von ZX 7R

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    Zitat Zitat von Salvador Beitrag anzeigen
    soviel zu Friedlich.


    Oh, hat er ne Delle reingehaut......tja dann....

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Ibrišimović Beitrag anzeigen
    Er kickt gegen einen Wasserwerfer, maximal kleiner Blechschaden und bezahlt mit seinem Leben?

    Was hat der Typ hier wohl verbrochen?



    Hat er ne Dose gekickt?

    Nein er hat zu einem der Bullen gesagt: "Deine Mutti kann nicht kochen oder benutzt zu viel Salz"

  8. #188
    Avatar von DZEKO

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    AW: Istanbul: Räumung von Parkanlage eskaliert

    Ihr werdet noch alle vor Erdogan kriechen. Linkes Pack.

  9. #189
    Avatar von Bambi

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    Zitat Zitat von Salvador Beitrag anzeigen
    willst du mich auf denn arm nähmen du abgefucker opa.

    Hast mal das ganze video gesehen bevor du hier irgenwelche idioten als friedlich abstempelst.

    ich scheiß auf euere doppelmoral.


    sagt dir verhältnismäßige Reaktion was? Wenn mir einer auf den Fuß tritt, stech ich auch nich mit'm Butterfly zu, so als kleiner Anhaltspunkt.

  10. #190
    Avatar von TheddoNi

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    Zitat Zitat von Bambi Beitrag anzeigen
    Ich find's einfach hammer, wie vehement man in der Türkei und in Griechenland auf die Straße angeht, wenn einen was anpisst.
    Manchmal habe ich das Gefühl, die Deutschen haben einfach nicht das nötige Rückgrat dafür ..bis auf einige politisch Extreme....im Privaten wird geschimpft, kritisiert, man ist wütend...Aber wirklich Protest gegen den Staat gibt es hier seeehr sehr selten.

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