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Istanbul: Räumung von Parkanlage eskaliert

Erstellt von Tatar, 31.05.2013, 22:09 Uhr · 1.771 Antworten · 68.747 Aufrufe

  1. #401

    Registriert seit
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    1.848
    Zitat Zitat von Bambi Beitrag anzeigen
    Hätte da Russen gestanden, würdeste nich so lachen. Aber Juden sind halt einfach ein endgeiles, praktisches Feindbild.
    Hab echt nicht wegen der Nationalität oder Rasse gelacht.

    *ich in diesem Bus am Steuer sässe. *

    Ist aber ein anderes Thema.

  2. #402
    Avatar von ZX 7R

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    28.025
    Zitat Zitat von Baader Beitrag anzeigen
    Hey ihr unterbelichteten Turkos, mich freut es sehr dass ihr mal von eurem Dönercontainer mal weggekommen seid, daher könnt ihr mir mal was erklären. Wieso drehen diese Homos in Gaytanbul so durch? Wollen sie Atatürk, den Alki, der sich in den Tod gesoffen hat, zurück? Dafür wollen sie einen anständigen Moslem, der eine langfristige Strategie für den Ausbau der Türkei, der alten Werte, der Religion und der muslimischen Gemeinschaft vorsieht, stürzen? Ich glaube diese Protestanten werden von den gleichen Leuten finanziert und ermutigt wie in Ägypten und dem Rest Nordafrikas, wie auch Syrien. Nämlich von den Juden und den Amerikanern. Also ich sage ja nichts gegen die Juden, nur dass, wenn ein Bus eine Gruppe von Juden überfahren würde, ich in diesem Bus am Steuer sässe.




    Seid gegrüsst und bittet um Gnade.

    Baader
    Nach Deinem Posting zu urteilen bist Du doch zu dämlich ein Schubkarren zu steuern, geschweige denn einen Bus.

  3. #403
    Avatar von papodidi

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    Cool

    Krawalle in Istanbul:
    Türkeis Regierung bittet Aktivisten zum Gespräch


    Nach den gewalttätigen Auseinandersetzungen in Istanbul harren noch immer Hunderte auf dem Taksim-Platz aus. Die türkische Regierung hat Kritikern eines Bauprojekts jetzt ein Gespräch angeboten. Der Parkprotest ist zur Generalbrechnung mit Premier Erdogan geworden.
    ...

    Bei heftigen Demonstrationen gegen die islamisch-konservative Regierung am Freitag und Samstag seien 939 Menschen festgenommen worden, erklärte Innenminister Muammer Güler. In der Nacht hatte es weitere Zusammenstöße gegeben.

    Nach zwei Tagen heftiger Proteste gegen seine autoritäre Politik lenkte Erdogan punktuell ein. Ein Berater ließ laut "Hürriyet" über Twitter wissen, dass der Bürgermeister von Istanbul am Sonntag mit Aktivisten und der Architektenkammer zu Gesprächen zusammenkommen will. Sie wollen eine gemeinsame Lösung für den Streit um die Überbauung des Gezi-Parks sondieren.

    Gezi-Park: Protest zwingt türkische Regierung zu Zugeständnissen - SPIEGEL ONLINE

    Darum ging es ursprünglich:



    Gezi-Park


    Wiki:

    Auf einem Teil des Taksim-Platzes im Istanbuler Stadtteil Beyoğlu stehen im Gezi-Park Bäume, die etwa 70 Jahre alt sind. Es handelt sich dabei um die letzte verbliebene Grünfläche mit Bäumen in der Innenstadt der türkischen Metropole. Die Stadtverwaltung Istanbuls möchte die Bäume fällen, um Platz für den geplanten Bau eines Einkaufszentrums zu schaffen, dessen Fassade an die dort im Jahre 1940 abgerissene Topcu-Kaserne erinnern soll. Der Protest richtet sich auch gegen andere Großprojekte wie etwa eine weitere Brücke über den Bosporus oder den Bau eines dritten Flughafens in Istanbul.[9]



    1940 abgerissene Topcu-Kaserne.


    Irgendwo stand mal, dass ein Istanbuler Gericht einen vorläufigen Baustopp beschlossen hatte, aber die Stadtverwaltung diesen nicht einhalten wollte. Welche Interessen haben Stadtverwaltung und Erdogan, dass Projekt so vehement durch zu ziehen???

    Eine Antwort aus Istanbul wäre nicht schlecht....


  4. #404
    Avatar von Toruko-jin

    Registriert seit
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    21.043
    Zitat Zitat von opadidi Beitrag anzeigen
    Krawalle in Istanbul:
    Türkeis Regierung bittet Aktivisten zum Gespräch


    Nach den gewalttätigen Auseinandersetzungen in Istanbul harren noch immer Hunderte auf dem Taksim-Platz aus. Die türkische Regierung hat Kritikern eines Bauprojekts jetzt ein Gespräch angeboten. Der Parkprotest ist zur Generalbrechnung mit Premier Erdogan geworden.
    ...

    Bei heftigen Demonstrationen gegen die islamisch-konservative Regierung am Freitag und Samstag seien 939 Menschen festgenommen worden, erklärte Innenminister Muammer Güler. In der Nacht hatte es weitere Zusammenstöße gegeben.

    Nach zwei Tagen heftiger Proteste gegen seine autoritäre Politik lenkte Erdogan punktuell ein. Ein Berater ließ laut "Hürriyet" über Twitter wissen, dass der Bürgermeister von Istanbul am Sonntag mit Aktivisten und der Architektenkammer zu Gesprächen zusammenkommen will. Sie wollen eine gemeinsame Lösung für den Streit um die Überbauung des Gezi-Parks sondieren.

    Gezi-Park: Protest zwingt türkische Regierung zu Zugeständnissen - SPIEGEL ONLINE

    Darum ging es ursprünglich:



    Gezi-Park


    Wiki:

    Auf einem Teil des Taksim-Platzes im Istanbuler Stadtteil Beyoğlu stehen im Gezi-Park Bäume, die etwa 70 Jahre alt sind. Es handelt sich dabei um die letzte verbliebene Grünfläche mit Bäumen in der Innenstadt der türkischen Metropole. Die Stadtverwaltung Istanbuls möchte die Bäume fällen, um Platz für den geplanten Bau eines Einkaufszentrums zu schaffen, dessen Fassade an die dort im Jahre 1940 abgerissene Topcu-Kaserne erinnern soll. Der Protest richtet sich auch gegen andere Großprojekte wie etwa eine weitere Brücke über den Bosporus oder den Bau eines dritten Flughafens in Istanbul.[9]



    1940 abgerissene Topcu-Kaserne.


    Irgendwo stand mal, dass ein Istanbuler Gericht einen vorläufigen Baustopp beschlossen hatte, aber die Stadtverwaltung diesen nicht einhalten wollte. Welche Interessen haben Stadtverwaltung und Erdogan, dass Projekt so vehement durch zu ziehen???

    Eine Antwort aus Istanbul wäre nicht schlecht....

    Es geht nicht um das Projekt an sich, sondern viel mehr darum, anderen etwas aufzuzwingen. Erdogan duldet nicht, dass man gegen ihn protestiert und jetzt geht es nur darum, sich durchzusetzen.

    Er verliert allmählich den Bezug zur Realität.

  5. #405
    Avatar von hirndominanz

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    Zitat Zitat von Baader Beitrag anzeigen
    Hey ihr unterbelichteten Turkos, mich freut es sehr dass ihr mal von eurem Dönercontainer mal weggekommen seid, daher könnt ihr mir mal was erklären. Wieso drehen diese Homos in Gaytanbul so durch? Wollen sie Atatürk, den Alki, der sich in den Tod gesoffen hat, zurück? Dafür wollen sie einen anständigen Moslem, der eine langfristige Strategie für den Ausbau der Türkei, der alten Werte, der Religion und der muslimischen Gemeinschaft vorsieht, stürzen? Ich glaube diese Protestanten werden von den gleichen Leuten finanziert und ermutigt wie in Ägypten und dem Rest Nordafrikas, wie auch Syrien. Nämlich von den Juden und den Amerikanern. Also ich sage ja nichts gegen die Juden, nur dass, wenn ein Bus eine Gruppe von Juden überfahren würde, ich in diesem Bus am Steuer sässe.




    Seid gegrüsst und bittet um Gnade.

    Baader

    Und ausgerechnet jemand der sich derart artikuliert, muß mich kritisieren???

    Mehr sage ich nicht dazu, dieser Bezug alleine sagt schon alles aus.

    Schlechten Tag heute oder hat eine der genannten Gruppe Dir mal nen Mädel oder nen Freund ausgespannt??

  6. #406
    Avatar von TheddoNi

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  7. #407

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    REVOLUTIONEN
    Das System Erdoğan zerbricht

    Türkei am Rande eines Bürgerkriegs: Erdoğan hat Sinn für die Realität verloren


    Der Polizeieinsatz gegen Demonstranten am Taksim-Platz bringt Premier Erdoğan an den Rand des Rücktritts. Erdoğan zeigt deutliche Anzeichen von Realitätsverlust. Die Türkei taumelt am Rand des Bürgerkriegs.




    Die Bilder vom brutalen Polizei-Einsatz am Taksim-Platz, die die Protestbewegung #occupygezi im Internet veröffentlicht hat, werden den türkischen Premier Recep Tayyip Erdoğan nicht so schnell verlassen. DerEinsatz wird von allen neutralen Beobachtern als unverhältnismäßig bezeichnet. Erdoğan hat zunächst mit einem Rückzug reagiert und angekündigt, dass das umstrittene Einkaufszentrum nicht gebaut werden soll (hier).

    Am Samstagabend zeigte Erdoğan jedoch deutliche Zeichen von Realitätsverlust: Er sagte bei einer Rede an seine Anhänger, dass die Demonstranten eine Minderheit seien. Erdoğan sagte, dass seine Anhänger stärker seien als die Demonstranten. Er warnte seine Gegner, sich nicht mit ihm anzulegen: „Wenn ihr 200.000 Leute versammeln könnt, dann kann ich eine Million versammeln.“ Die Polizei werde immer am Taksim-Platz bleiben, denn der Platz sei „kein Platz, an dem Extremisten randalieren dürfen“.


    So spricht kein demokratischer Politiker, so spricht ein Autokrat: Die Ankündigung, gegen hunderttausende Türken eine Million eigener Anhänger mobilisieren zu können, klingt wie die Ausrufung des Bürgerkriegs.


    Tatsächlich sind Erdoğans starke Sprüche eher Ausdruck der Schwäche. Der Premier muss demnächst abtreten, weil er nicht mehr für eine weitere Amtsperiode kandidieren kann. Er möchte danach Präsident werden, also dem Modell des russischen Premiers Wladimir Putin nacheifern.

    Erdoğans größer Widersacher, der amtierende Präsident Abdullah Gül, zeigte mehr Verständnis für die Demonstranten und sagte, die Polizei solle sich zurückhalten; die Demonstranten forderte Gül auf, sich „reif“ zu benehmen.

    Erdoğan hat Druck von mehreren Seiten. Seine Partei, die regierende AKP, ist gespalten: Es gibt die Erdoğan-Fans, die der Premier in einflussreiche Positionen gebracht hat und die mit seinem Abgang etwas zu verlieren haben. Es gibt aber auch den starken islamischen Flügel des Predigers Fetullah Gülen, der sich von Erdoğan entfernt hat und die Politik des Premiers nicht mehr unterstützt.


    Hinzu kommt die starke Gruppe der Kemalisten, die Erdoğan stets gehasst hat – vor allem wegen seiner vielen Wahlerfolge, aber auch, weil ihrer Meinung nach Erdoğan eine autoritäre Agenda verfolge.

    Das Militär wurde gesäubert – wir immer mit dem Vorwurf, es plane einen Putsch gegen den Regierungschef. DieKurden halten im Moment still, wobei niemand weiß, wie lange der informelle Waffenstillstand mit der PKK dauert. Die Gesprächsangebote an den inhaftierten PKK-Chef Özalan wollen die Kurden zumindest nutzen, um ihren Führer aus dem Gefängnis zu holen. Ob sie danach tatsächlich für einen Frieden und nicht bloß einen taktischen Waffenstillstand eintreten werden, kann heute niemand sagen.


    Die türkische Wirtschaft ist überhitzt:
    Zahlreiche Blasen drohen, vor allem im Immobilien-Sektor. Die türkische Lira wird fortlaufend abgewertet. Zwar hat die Türkei wegen der jungen Bevölkerung immer noch viel bessere Wachstumsraten als andere Volkswirtschaften.

    Aber die Türken sind vor allem im Handel tätig. In der Produktion, etwa im Textilbereich, weichen türkische Unternehmen längst auf billigere Arbeitsmärkte in Asien und Afrika aus. Daher sind die Job-Chancen für junge Türken längst nicht mehr so prickelnd wie vor einigen Jahren.
    Sollte sich wirtschaftliche Lage in Europa und in Asien weiter verschlechtern, dürfte die türkische Wirtschaft sehr schnell unmittelbar betroffen sein.

    Erdoğan selbst verbringt seine dritte Amtszeit damit, sich in seiner Popularität zu sonnen und seltsame gesellschaftliche Veränderungen vornehmen zu wollen: Sein jüngster Vorschlag, den Ausschank von Alkohol in den Stadtzentren zu beschränken, hat großen Unmut bei der nicht-muslimischen Bevölkerung hervorgerufen.


    Am gefährlichsten ist für Erdoğan die Zusammensetzung der Demonstranten: Es sind nicht mehr die linken und militant kemalistischen Gruppen, die gegen den Premier aufbegehren, sondern ganz normale Bürger – junge wie alte, Frauen, Männer, Akademiker, Arbeiter, Studenten.


    Die Leute spüren, dass die Demokratie in der Türkei mitnichten gefestigt ist. Politische Intrigen, Machtkämpfe und Korruption beschäftigen die Erdoğan-Eliten mehr als die Arbeit, um das Land nachhaltig demokratisch und wirtschaftlich zu stabilisieren.

    Die jüngsten Ausschreitungen sind daher nicht mit dem arabischen Frühling zu vergleichen, weil die Demonstranten keine religiösen, sondern zivile Interessen durchsetzen wollen. Sie artikulieren ein tiefes Unbehagen mit dem Regimeund verlangen viel gravierendere Veränderungen als jene, die Erdoğan umzusetzen noch die Kraft hat.

    Von einem EU-Beitritt hat sich die Türkei in ihrer derzeitigen Verfassung deutlich entfernt. Menschenrechte, Pressefreiheit und Bürgerrechte sind ständigen Aushöhlungs-Bestrebungen unterworfen, wie etwa die groteske Verurteilung des weltberühmten Pianisten Fazil Say zeigt. Say wurde wegen einiger ironischer Tweets verurteilt, weil ihm die religiösen Fundamentalisten Gotteslästerung vorgeworfen hatten (hier).

    Die Türkei steht am Rande eines Bürgerkriegs und läuft Gefahr, dass sie statt eines stabilisierenden Faktors in der Region zu einem ähnlich zerrissenen Staat wird wie das benachbarte Syrien.

    Dies ist für den Westen ein riesiges Problem.
    Als Nato-Staat sehen vor allem die Amerikaner Erdoğan immer noch als einen verlässlichen Verbündeten im unübersichtlichen Nah-Ost-Krisen-Rodeo.

    Die gewalttätigen Bilder von den Ausschreitungen werden die Stellung Erdoğans nicht festigen.
    Mit Tränengas und Wasserwerfern gegen die eigene Bevölkerung wird die Türkei immer mehr zu einem unsicheren Kantonisten in einer ohnehin schon höchst explosiven Region.
    Wie am 31. Mai alles begann – hier.
    Was die EU und die USA über die Proteste denken – hier.



  8. #408
    Avatar von TheddoNi

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  9. #409

  10. #410
    Avatar von papodidi

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    Cool

    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    Es geht nicht um das Projekt an sich, sondern viel mehr darum, anderen etwas aufzuzwingen. Erdogan duldet nicht, dass man gegen ihn protestiert und jetzt geht es nur darum, sich durchzusetzen.

    Er verliert allmählich den Bezug zur Realität.
    Ok, ne Antwort aus Berlin iss auch akzeptiert...

    Das ist mir schon klar, aber häufig spielen da ja auch (private???) kommerzielle Interessen eine Rolle???

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